Montag, 20. Februar 2012

Chemotherapie bei Schwangeren: Nur minimales Risiko für Ungeborene

Schwangere Krebspatienten mit Chemotherapie zu behandeln ist für viele eine Kontradiktion. Eine Studie der Katholischen Universität Leuven/Belgien zeigt, dass eine Krebstherapie dem Fetus nicht schadet. 

 Edith Breburda


Leuven (kath.net) Gianna Bretta Molla wurde am 16. Mai 2004 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Sie starb eine Woche nach der Geburt ihres vierten Kindes am 28. April 1962. Ärzte hatten bereits zu Beginn der Schwangerschaft einen Gebärmuttertumor diagnostiziert. Sie unterzog sich einer riskanten Operation, um die Schwangerschaft fortsetzen zu können. Bei der Heiligsprechung von Dr. Molla sagte Papst Johannes Paul II.: "Es gibt keine größerere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt für den anderen (Joh 15,13). Das geschieht in einzigartiger Weise, wenn eine Mutter ihr Leben für ihr Kind hingibt, wenn sie um jeden Preis dem Menschenkind, das aus ihr geboren werden soll, das Leben schenkt."

In letzter Zeit hören wir öfters, dass Mütter ihr Leben für ihr ungeborenes Kind opfern. Jenni Lake aus dem Bundesstaat Idaho/USA hat 2011 eine Chemotherapie verzögert, um erst die Geburt ihres Kindes abzuwarten. Die 18-Jährige litt an einem Astrozytom, dem bösartigsten, bisher unheilbaren Hirntumor. 

Während einer Schwangerschaft an Krebs zu erkranken ist eine der gefürchtetsten Diagnosen. Unter 1.000 Müttern steht "eine" vor dem Dilemma, sich während ihrer Schwangerschaft für eine Therapie, oder das Kind zu entscheiden. Krebserkrankungen nehmen mit fortschreitendem Alter der Mutter zu. Heutzutage wird das Kinderbekommen auf "reifere Jahre" vertagt, damit der Karriere nichts im Wege liegt. Ärzte rätselen, wie sie die Mutter behandeln sollten, ohne dem ungeborenen Kind zu schaden? Sie wollten den Fetus vor der toxischen Chemotherapie schützen. Sie wissen jedoch nicht, ob ihre Behandlung wirklich "sicher' ist. 

Forscher haben nun erfreuliche Neuigkeiten. Das Wissenschaftsmagazin "Lancet Oncology" publizierte am 10. Februar 2012 eine belgische Studie, die aussagt, dass Schwangere mit Krebs genauso behandelt werden können wie alle anderen "Leidensgenossen". Eine Chemotherapie für die Mutter schadet demnach dem Ungeborenen nur minimal. 70 Kinder wurden untersucht, die vorgeburtlich d. h. intrauterin (im Mutterleib) einer Chemotherapie ausgesetzt waren. Sie entwickelten sich wie alle anderen Kinder. Man untersuchte ihr Herz, ihren allgemeinen Gesundheitszustand bei der Geburt. Danach folgten regelmäßige Untersuchungen auch über ihren IQ bis zu ihrem 18. Lebensjahr. "Chemotherapie nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft sei ohne weiteres möglich. Man benutzt eine entsprechende Ultraschall-Untersuchung, um zu sehen, ob sich das Baby richtig entwickelt. Auch einer radiologischen Bestrahlung können sich Mütter unterziehen, am besten in den ersten beiden Monaten, damit man das noch relativ kleine Baby mit einer Bleidecke abdecken kann", erläuterten die belgischen Wissenschaftler. "Eine Abtreibung des Kindes würde die Lebenserwartungen der Mutter nicht beeinflussen", heißt es weiter. Amerikanische und französische Mediziner sind der Auffassung, man soll alles tun, um das Kind am Leben zu erhalten, selbst bei einem Mutterhals- oder Eierstockkrebs. "Es sei kein Unterschied, eine Schwangere oder jeden x-beliebigen Krebskranken zu therapieren. 

Viele Ärzte fühlen sich unwohl, eine Schwangere mit Chemotherapie zu behandeln und empfehlen einfach eine Abtreibung", sagt Dr. Frederic Amant vom Leuven-Krebs-Zentrum in Belgien, einer der beiden Autoren der Lancet-Publikationen. " 
 






Montag, 13. Februar 2012

US-KRANKENVERSICHERUNGEN SOLLEN DIE KOSTEN FÜR SOGENANNTE FAMILIENPLANUNG ÜBERNEHMEN

Ein verwaltungstechnischer Trick der Obama-Administration

Von Dr. Edith Breburda


ROM, 13. Februar 2012 (ZENIT.org). - Unter vorbeugenden Maßnahmen versteht man in der Medizin zum Beispiel Cholesterinspiegelabsenkung, Brustkrebsprävention oder Darmkrebsprophylaxe, die die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Krankheiten herabsetzen oder vermindern. Krankenkassen decken derartige Maßnahmen. Die Wirksamkeit von Präventivmaßnahmen ist auch darin zu sehen, dass Krankenkassen Kosten sparen, wenn eine Krankheit früh genug erkannt und ihr Ausbrechen verhindert wird. Kann man Verhütungsmittel, Sterilisation und Abtreibung als Präventivmaßnahmen bezeichnen? Man verhindert damit die eigene Fortpflanzung.
Eine Studie aus dem Jahr 1982 zeigte, dass multiphasische Verhütungsmittel im ersten Jahr bei 11 Prozent zum Eisprung führen, bei längerer Einnahme der Pille steigt die Ovulationsrate (Eisprung) auf 44 Prozent. Die Pille verhindert in solchen Fällen die Einnistung des Embryos zwischen seinem 7.-9. Lebenstag, d. h. dem Embryo wird die weitere Chance sich zu entwickeln genommen, er stirbt. (bei der humanen embryonalen Stammzellforschung wird ein Embryo am 5.-7. Tag getötet). Reproduktionsmediziner sehen in Verhütungsmitteln hoch potente Pharmaka, welche unzählige, meist unbekannte Nebenwirkungen haben, und gesunde Frauen ohne jegliche Krankheitsursache einnehmen. Dass Kontrazeptiva nicht vom Markt genommen werden scheint an der unzureichenden Aufklärung zu liegen, sagt der Schweizer Gynäkologe Dr. med. Rudolf Ehmann in seinen Veröffentlichungen. Kontrazeptiva erhöhen das Risiko für Brustkrebs, Schlaganfall, Leberkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Embolien, Thrombosen, Herzinfarkte, Unfruchtbarkeit, Depression; sie erhöhen den Blutzucker, das Cholesterin, und können eine Frühabtreibung bewirken (Promises of New Biotechnologies, 2011).
Die Pille kann somit als eine Substanz bezeichnet werden, die Krankheiten auslösen kann. Sie wird eingenommen, um Fruchtbarkeit zu verhindern. Krankenkassen werden wahrscheinlich mehr Geld ausgeben müssen, um die Spätfolgen ihrer „Pillenpatienten“ zu behandeln, obwohl ein Präventionsmittel doch Kosten senken soll.
Ein Renner der heutigen Medizin sind Naturheilpraxen. Selbst über Steve Jobs wurde bekannt, dass er mehr Vertrauen in die Homäopathie hatte als in die Schulmedizin, als er unter Pankreaskrebs litt. Erstaunlicherweise wird die ganze Gesundheitsdebatte in den USA ohne Hinweis auf die natürliche Familienplanung (NFP) geführt. Sie hat keine bekannten Nebenwirkungen und kostet so gut wie nichts. Die Pille hingegen kostet den „Verbraucher“ zwischen 20 und 80 Dollar im Monat, erklärte die katholische US-Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius. Arme Leute könnten sie sich nicht leisten. Hochgerechnet wären das durchschnittlich 600 Dollar im Jahr. Die Pille wird bis zu 20 Jahre lang eingenommen.
Irgendjemand muss also für die Kosten aufkommen, wenn das neue US-Gesundheitsgesetz in Kraft tritt. Wenn jetzt aufgrund des Kompromissvorschlages des US-Präsidenten alle, das heisst auch die katholischen Krankenversicherungen in ihre Leistungen Kontrazeptiva aufnehmen und kostenlos anbieten sollen, steigt automatisch der Versicherungsbeitrag, ganz abgesehen davon, dass man jemanden nicht zwingen kann, die reproduktionsverhütenden Praktiken seines Nachbarn zu bezahlen. Der Staat kann und darf auf seine Bürger keinen Zwang ausüben. So etwas steht im klaren Gegensatz zur amerikanischen Verfassung.
US-Politiker und US-Kirchenmänner, egal welcher Religion, sehen in der neuen Entscheidung des US-Präsidenten, wonach nun nicht mehr die Kirche, sondern alle Krankenkassen die Kosten für die freie Ausgabe von Kontrazeptiva usw. übernehmen sollen, einen verwaltungstechnischen Trick, der Menschen, die ihr Gewissen und die Lehre der Kirche ernst nehmen, diskriminiert. Es werden jedoch auch innerhalb der Kirche Stimmen laut, die infolge der US-Gesundheitsgesetzgebung eine Trennung der „Spreu vom Weizen“ sehen. „Pro Obama Stoßstangen-Aufkleber“ wird man so hoffentlich nicht mehr auf den vor den Kirchen parkenden Autos zu sehen bekommen, bemerkt einer der Opponenten des neuen US-Gesundheitsgesetzes.
*Die Autorin ist als Biomedizinexpertin in Madison, der Metropole der US-Stammzellenforschung, tätig. Im deutschen Sprachraum veröffentlichte sie neben der Autorentätigkeit für die Lebensschutzorganisation ALfA unter anderem das Buch:
Edith Breburda: Die Verheißungen der neuesten Biotechnologien, Stein am Rhein, Christiania Verlag 2010.

Freitag, 10. Februar 2012

NEUES GESUNDHEITSGESETZ DER USA: FÜHRT ES ZUR SPALTUNG ODER ERNEUERUNG?


Katholiken in den USA müssen sich an Kosten für Kontrazeptiva, Abtreibungen und Sterilisationen beteiligen Von Dr. Edith Breburda

ROM, 10. Feburar 2012 (ZENIT.org). - John O'Brien, Präsident der Gruppe „Wahl-Katholiken (Catholics for Choice)“, die den Zugang zu Kontrazeptiva befürwortet, betonte gegenüber der Zeitung „Chicago Tribune“ am 7. Februar 2012: „Hunderte von Frauen, die für katholische Einrichtungen arbeiten, begrüßen das neue US Gesundheitsgesetz. Sie sind ärgerlich auf Bischöfe, die ihnen die Vorteile der ‚Gesundheitsvorsorge‘ verweigern. Sie fühlen sich ungerecht behandelt. Warum sollten wir diese Frauen diskriminieren? Viele haben Angst, ihre Meinung zu sagen, Angst vor ihrem Arbeitgeber, der katholischen Kirche“.

Das Public Religion Research Institut („Öffentliche Religionsforschungsinstitut) hat am Dienstag, dem 7. Februar 2012, die Ergebnisse einer neuen Umfrage veröffentlicht. Die religiös unabhängige Studie besagt, dass 58 Prozent der Katholiken das neue Gesundheitsgesetz unterstützten. Diese Studie wird nun in allen Medien zitiert. So auch von einer Teilnehmerin der Studie, die am 8. Februar 2012 von Erin Burnett im U.S. Fernsehsender CNN interviewt wurde. Die Dame, die sich als gut katholisch bezeichnete, pries die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Pille, die man Frauen nicht verweigern dürfe. Nur durch die Pille würde man Krankheiten wie Brustkrebs, Eileiterkrebs usw. verhindern. Sogar Schwangerschaften könne man verhindern, was doch besser sei, als ein Kind abzutreiben. Woher die Dame diese merkwürdigen Daten hatte, verschwieg sie. Sie beschwerte sich über die Intoleranz von Katholiken, Frauen den Zugang zur „Gesundheitsversorgung“ zu verweigern. Es sei doch eher hervorragend, dass die Regierung sich nun des Ganzen annehme.

Auf den Beipackzetteln der „Pille“ stehen ganz andere Dinge. Es wird vor Thrombosen, Schlaganfällen, Herzstillstand usw. gewarnt. Dessen ungeachtet nehmen allein in den USA über 10 Millionen Frauen die Pille ein.

Margaret Sanger, die man als „Mutter der Pille“ bezeichnen kann, schrieb hierzu: „Ich meine, dass die Welt und unsere Zivilisation abhängig sein werden von einer sicheren, einfachen Methode der Kontrazeption. Sie wird vor allem in Armenvierteln und von den Ungebildeten eingenommen werden. Ich glaube, man sollte eine nationale chemische Sterilisation bestimmten niederen Schichten zukommen lassen, damit sie sich nicht weiter fortpflanzen.“

Die heute im Gebrauch befindliche chemische Zusammensetzung der Pille enthält eine sehr geringe Dosis an Östrogen und Progesteron. Das heißt, der Eisprung wird nicht verhindert, und es kommt in den meisten Fällen zur Befruchtung. Die Pille verhindert nur, dass sich das Kind zwischen dem 7-9 Tag seines Lebens nicht in der Uteruswand einnisten kann [1], denn das Endometrium ist nicht wegen der Hormonzuführung dafür nicht mehr vorbereitet. Die frühabtreibende Wirkung der Pille ist eine erwünschte Eigenschaft, um sie „100-prozentig sicher“ zu machen. Abtreibungsbefürworter bestätigten die frühabtreibende Wirkung der Pille vor dem Obersten US-Gericht im Fall Webster gegen Reproductive Health Service (Dienst für Reproduktionsgesundheit).

Außerdem können synthetische Östrogene nicht aus dem Grundwasser herausgefiltert werden. Sie belasten die Umwelt und gelangen ins Trinkwasser. Bereits ein Nomogramm im Wasser kontaminiert Fische, Schnecken und Frösche. Männliche Tiere verweiblichen und weibliche Amphibien weisen Leber -und Nierendysfunktionen auf und können sich nicht mehr reproduzieren. [2]

Es gibt Menschen, die so wenig wie möglich Östrogen konsumieren wollen. Zu ihnen gehört Beth Ellen Rosenthal. Sie beschreibt in einem Artikel für das „Natural Health and Longevity Resouce Center“ („Zentrum für natürliche Gesundheits- und Langlebigkeitsressourcen“) ihr Problem. Ihre Mutter wollte nach zwei Fehlgeburten ein Kind. Sie nahm schließlich an einer Studie der Chicago-Universität teil, in der man ein vielversprechendes neues Medikament anwendete. Dabei wurde ihr ein synthetisches Östrogen, DES (Diethylstilbestrol), verabreicht. Später fand man bei der Tochter schwerwiegende Deformationen der Sexualorgane, die durch DES hervorgerufen worden waren. Beth fragt sich, was alles den Wissenschaftlern über DES noch verborgen ist.

Im September 2009 wurde eine Studie im Journal „Toxicological Science“ („Toxikologische Wissenschaft“) veröffentlicht. „Rattenkinder“, deren Muttertiere während der Trächtigkeit unter dem Einfluss von Östrogen waren, hatten schlecht entwickelte Sexualorgane. Die Östrogen-Dosis, die die Tiere verabreicht bekamen, entspricht der gleichen Dosis, die in der Pille enthalten ist.

Die Studie ist auch für Menschen wichtig, weil 50 Millionen Frauen weltweit die Pille schlucken. Ein Teil der Rattenstudie bestand darin, den Ratten DES zu geben.

DES wurde früher schwangeren Frauen gegen Übelkeit verabreicht. Heute weiß man, dass DES Krebs erzeugt. Tierversuche zeigten, dass DES die gleiche Wirkung hat wie die geringe Konzentration von Östrogen, die in der Pille enthalten ist. „Etwa 3-4 Prozent der Schwangeren merken nicht, dass sie werdende Mütter sind, und nehmen weiterhin die Pille, womit sie ungewollt die Entwicklung der Geschlechtsorgane ihrer Söhne beeinträchtigen“, betonte Micahele a La Merrill gegenüber „Environmental Health News“ (Umweltgesundheitsnachrichten) [3].

[1] Breburda et al. 2006, Selective distribution and pregnancy-specific expression of DC-SIGN at the maternal-fetal interface in the rhesus macaque: DC-SIGN is a putative marker of the recognition of pregnancy.

[2] Verheißungen der neuesten Biotechnologien, Christiana Verlag 2010.

[3] Promises of New Biotechnologies, Scivias Verlag USA 2011.

*Die Autorin ist als Biomedizinexpertin in Madison, der Metropole der US-Stammzellenforschung, tätig. Im deutschen Sprachraum veröffentlichte sie neben der Autorentätigkeit für die Lebensschutzorganisation ALfA unter anderem das Buch:
Edith Breburda: Die Verheißungen der neuesten Biotechnologien, Stein am Rhein, Christiania Verlag 2010.




Freitag, 3. Februar 2012

Das feieste Land der Welt


Das freieste Land der Welt veranlasst Katholiken sich neuen Gesetzen zu beugen




Von Dr. Edith Breburda
ROM, 3. Feburar 2012 (ZENIT.org). - Das neue „Health Care“-Gesetz der USA zwingt Katholiken ab August 2013 Abtreibungen, Sterilisationen und die Ausgabe von Verhütungsmitteln mitzufinanzieren und in katholischen Krankenhäusern  „reproduktionsmedizinische Versorgungen“ durchzuführen. Viele sind darüber empört. Das neue Gesetz verletze die Religionsfreiheit, das wichtigste Grundrecht der amerikanischen Verfassung. Ein anderes Gesetz kompromittierte Mitte letzten Jahres die katholischen Bürger des Staates Illinois. Seit dem 1. Juni 2011 besteht der „Illinois Religious Freedom Protection and Civil Union Act“ (Zenit berichtete darüber). Dieses Gesetz legalisiert gleichgeschlechtliche  und unverheiratete Partnerschaften. Den Lebensgefährten wurden alle Rechte zugesprochen, die normalerweise nur Ehepartnern vorbehalten sind. Katholische Wohlfahrtsorganisationen werden in den USA zum Teil durch Staatsgelder finanziert. Bei der Vermittlung von Adoptionen an gleichgeschlechtliche Paare mussten sich die katholischen Einrichtungen dem neuen Gesetz beugen. Und so suchte man nach Auswegen. Zwei Institutionen sahen die einzige Möglichkeit darin ihre katholische Identität abzulegen und sich von der kirchlichen Trägerschaft loszulösen. Damit konnten sie ihre Mitarbeiter und staatliche Zuschüsse absichern.
Die Katholische Sozialstation von Illinois heißt seit dem 1. Februar 2012 „Christlich-Soziale-Station“. Damit endet eine seit 64 Jahren bestehende Verbindung zur katholischen Diözese von Belleville. Jetzt steht nichts mehr im Wege um homosexuellen Paaren Kinder vermitteln zu können. Gary Huelsmann, der Leiter des Christlichen Sozialdienstes beschwichtigte sein Handeln. Er erklärt: „Obwohl es schade ist unsere katholische Identität zu verlieren sind wir doch begeistert unsere Sozialdienste zusammen mit anderen christlichen Traditionen erweitern zu können.“ „Die Idee Kinder absichtlich ohne Vater oder Mutter aufwachsen zu lassen ist sicher keine christliche Tradition. Warum nennen sie sich nicht gleich Heiden- Sozialdienst?“ fragt Peter LaBarbera, Präsident der Gesellschaft „Amerika für die Wahrheit“ in einem Interview mit „LifeSiteNews.com“ vom 1. Februar 2012.
Vor einer Woche änderte der „Catholic Health Care West-Krankenhausverband“ seinen Namen in „Dignity Health“. Der fünftgrößte Krankenhaus-Dachverband der USA mit 55.000 Angestellten, 10.000 Ärzten und 40 Krankenhäusern in Kalifornien, Arizona und Nevada hat damit die katholische Trägerschaft und die enge Verbindung zur Katholischen Kirche aufgegeben. Dadurch wurde eine Fusion mit anderen nichtkatholischen Krankenhäusern ermöglicht. Auch in diesem Fall „kann man sich nun darauf konzentrieren das neue Gesundheitsgesetz der USA umzusetzen“, erklärte Linda von Dignity Health gegenüber der Tageszeitung „Arizona Republic“ am 24. Januar 2012.
Schemenhaft scheint man einem Prinzip zu folgen, nämlich der Loslösung von der Katholischen Kirche durch Umbenennung, um Arbeitsplätze und Finanzmittel zu sichern. Man würde beides verlieren, wenn man die Gesetze nicht befolgt. Ein heftiger Meinungsaustausch zwischen Pro-Life und Pro-Choice-Mitgliedern ist damit unausweichlich  vorprogrammiert. „Das Staatliche Gesetz kam in Konflikt mit den Göttlichen Gesetzen. So entschieden unsere Staatsführer dass das Göttliche Gesetz verschwinden muss“ schreibt Phil Lawler, Direktor von CatholicCulture.org. Die Kommunikation's Direktorin des U.S. Bischofs Media Blogs, Sr. Ann Walsh bemerkt, dass die Amish-Glaubensgemeinschaft noch nie von der Regierung genötigt wurde gegen ihren Glauben zu handeln. Die Amischen müssen keine Gesundheitsversorgung kaufen die  ihr Gewissen belasten würde. Sr. Ann sieht in all dem letztendlich die Diskriminierung von Katholiken. Bischof Zubik von Pittsburgh schrieb in seiner Diözesan Zeitung: „Sie sagen uns einfach: Zur Hölle mit euch Katholiken, zur Hölle mit eurer Religion und Freiheit. Wir geben euch ein Jahr und dann habt ihr euch zu beugen“.  Der Bischof ruft seine Leute auf alles zu tun, was in ihrer Macht steht damit dieses „Nie dagewesene Eingreifen der Regierung beendet wird. Es werden schließlich grundlegende Rechte der Katholiken beschädigt. Sie können ihren Kommunen nicht mehr dienen ohne ihre fundamentalen moralische Werte zu verraten“. Dazu muss man wissen, dass Katholische Orden und Katholische Ärzte  maßgeblich an der Gründung zahlreicher Krankenhäuser in den USA beteiligt waren. Auch die berühmte Majo Klinik in Rochester im Staat Minnesota wurde von Mutter Alfred Moes, einer Franziskanerin aus Luxemburg gegründet.
Pro-Life Lobbyisten sehen keine Notwendigkeit darin Abtreibung, Sterilisation und die Ausgabe von Kontrazeptiva durch Krankenkassen (Steuergelder) zu finanzieren. „Schwangerschaft ist keine Krankheit,“ betonte Kardinal Dolan in seiner Protestrede. Nancy Keenan, Amerikas Pro-Choice Präsidentin fragt: „Wieso gehören Kontrazeptiva nicht zur grundlegenden Gesundheitsversorgung? 99% der Frauen schlucken irgendwann mal in ihrem Leben die Pille“. Diese Argumentation zeigt, dass Viele die Pille automatisch mit ihrer schwangerschaftsverhütenden Wirkung gleichsetzten und die anderen Eigenschaften der Pille, wie z.B. die manchmal notwendige Hormonsubstitution völlig außer Acht lassen. Das Pharmazeutische Unternehmen Pfizer startete am 2. Februar 2012 eine Rückrufaktion von einer Million Kontrazeptiva-Packungen. Im letzten Jahr hatten sich Verpackungsfehler  ereignet. Unter den  abgepackten Tabletten hatte man rosa Placebos gefunden. Dr. Steven Goldstein, Universitätsprofessor für Gynäkologie spricht von einem folgenreichen Problem, weil dadurch die 100%-sichere schwangerschafts-verhütenden Pille ihre Wirksamkeit verloren hat. Alle, die Pfizer-Verhütungsmittel genommen haben, sollen „sicherheitshalber“ eine Notfallkontrazeption in Erwägung ziehen. Ist eine Schwangerschaft ein Notfall?
Kardinal Dolan der sich wir viele Bischöfe und Gläubige der USA heftig gegen das neue Gesundheits-Gesetz wehrt schreibt: „Kostenlose Kontrazeption gibt es nicht, es ist naiv so zu denken, er gibt auch keine Abtreibung oder Sterilisation die frei angeboten wird“ So wie es auch kein freies Mittagessen geben wird. Es muss immer einen geben der zahlt. Der Steuerzahler muss letztendlich dafür aufkommen“. Wahrscheinlich muss er auch für die Adoptionsvermittlung in Illinois aufkommen?

DAS FREIESTE LAND DER WELT VERANLASST KATHOLIKEN SICH NEUEN GESETZEN ZU BEUGEN

Krankenhäusern müssen reproduktionsmedizinische Versorgungen mitfinanzieren

Von Dr. Edith Breburda


ROM, 3. Feburar 2012 (ZENIT.org). - Das neue „Health Care“-Gesetz der USA zwingt Katholiken ab August 2013 Abtreibungen, Sterilisationen und die Ausgabe von Verhütungsmitteln mitzufinanzieren und in katholischen Krankenhäusern „reproduktionsmedizinische Versorgungen“ durchzuführen. Viele sind darüber empört. Das neue Gesetz verletze die Religionsfreiheit, das wichtigste Grundrecht der amerikanischen Verfassung. Ein anderes Gesetz kompromittierte Mitte letzten Jahres die katholischen Bürger des Staates Illinois. Seit dem 1. Juni 2011 besteht der „Illinois Religious Freedom Protection and Civil Union Act“ (Zenit berichtete darüber). Dieses Gesetz legalisiert gleichgeschlechtliche und unverheiratete Partnerschaften. Den Lebensgefährten wurden alle Rechte zugesprochen, die normalerweise nur Ehepartnern vorbehalten sind. Katholische Wohlfahrtsorganisationen werden in den USA zum Teil durch Staatsgelder finanziert. Bei der Vermittlung von Adoptionen an gleichgeschlechtliche Paare mussten sich die katholischen Einrichtungen dem neuen Gesetz beugen. Und so suchte man nach Auswegen. Zwei Institutionen sahen die einzige Möglichkeit darin ihre katholische Identität abzulegen und sich von der kirchlichen Trägerschaft loszulösen. Damit konnten sie ihre Mitarbeiter und staatliche Zuschüsse absichern.

Die Katholische Sozialstation von Illinois heißt seit dem 1. Februar 2012 „Christlich-Soziale-Station“. Damit endet eine seit 64 Jahren bestehende Verbindung zur katholischen Diözese von Belleville. Jetzt steht nichts mehr im Wege um homosexuellen Paaren Kinder vermitteln zu können. Gary Huelsmann, der Leiter des Christlichen Sozialdienstes beschwichtigte sein Handeln. Er erklärt: „Obwohl es schade ist unsere katholische Identität zu verlieren sind wir doch begeistert unsere Sozialdienste zusammen mit anderen christlichen Traditionen erweitern zu können.“ „Die Idee Kinder absichtlich ohne Vater oder Mutter aufwachsen zu lassen ist sicher keine christliche Tradition. Warum nennen sie sich nicht gleich Heiden- Sozialdienst?“ fragt Peter LaBarbera, Präsident der Gesellschaft „Amerika für die Wahrheit“ in einem Interview mit „LifeSiteNews.com“ vom 1. Februar 2012.

Vor einer Woche änderte der „Catholic Health Care West-Krankenhausverband“ seinen Namen in „Dignity Health“. Der fünftgrößte Krankenhaus-Dachverband der USA mit 55.000 Angestellten, 10.000 Ärzten und 40 Krankenhäusern in Kalifornien, Arizona und Nevada hat damit die katholische Trägerschaft und die enge Verbindung zur Katholischen Kirche aufgegeben. Dadurch wurde eine Fusion mit anderen nichtkatholischen Krankenhäusern ermöglicht. Auch in diesem Fall „kann man sich nun darauf konzentrieren das neue Gesundheitsgesetz der USA umzusetzen“, erklärte Linda von Dignity Health gegenüber der Tageszeitung „Arizona Republic“ am 24. Januar 2012.

Schemenhaft scheint man einem Prinzip zu folgen, nämlich der Loslösung von der Katholischen Kirche durch Umbenennung, um Arbeitsplätze und Finanzmittel zu sichern. Man würde beides verlieren, wenn man die Gesetze nicht befolgt. Ein heftiger Meinungsaustausch zwischen Pro-Life und Pro-Choice-Mitgliedern ist damit unausweichlich vorprogrammiert. „Das Staatliche Gesetz kam in Konflikt mit den Göttlichen Gesetzen. So entschieden unsere Staatsführer dass das Göttliche Gesetz verschwinden muss“ schreibt Phil Lawler, Direktor von CatholicCulture.org. Die Kommunikation's Direktorin des U.S. Bischofs Media Blogs, Sr. Ann Walsh bemerkt, dass die Amish-Glaubensgemeinschaft noch nie von der Regierung genötigt wurde gegen ihren Glauben zu handeln. Die Amischen müssen keine Gesundheitsversorgung kaufen die ihr Gewissen belasten würde. Sr. Ann sieht in all dem letztendlich die Diskriminierung von Katholiken. Bischof Zubik von Pittsburgh schrieb in seiner Diözesan Zeitung: „Sie sagen uns einfach: Zur Hölle mit euch Katholiken, zur Hölle mit eurer Religion und Freiheit. Wir geben euch ein Jahr und dann habt ihr euch zu beugen“. Der Bischof ruft seine Leute auf alles zu tun, was in ihrer Macht steht damit dieses „Nie dagewesene Eingreifen der Regierung beendet wird. Es werden schließlich grundlegende Rechte der Katholiken beschädigt. Sie können ihren Kommunen nicht mehr dienen ohne ihre fundamentalen moralische Werte zu verraten“. Dazu muss man wissen, dass Katholische Orden und Katholische Ärzte maßgeblich an der Gründung zahlreicher Krankenhäuser in den USA beteiligt waren. Auch die berühmte Majo Klinik in Rochester im Staat Minnesota wurde von Mutter Alfred Moes, einer Franziskanerin aus Luxemburg gegründet.

Pro-Life Lobbyisten sehen keine Notwendigkeit darin Abtreibung, Sterilisation und die Ausgabe von Kontrazeptiva durch Krankenkassen (Steuergelder) zu finanzieren. „Schwangerschaft ist keine Krankheit,“ betonte Kardinal Dolan in seiner Protestrede. Nancy Keenan, Amerikas Pro-Choice Präsidentin fragt: „Wieso gehören Kontrazeptiva nicht zur grundlegenden Gesundheitsversorgung? 99% der Frauen schlucken irgendwann mal in ihrem Leben die Pille“. Diese Argumentation zeigt, dass Viele die Pille automatisch mit ihrer schwangerschaftsverhütenden Wirkung gleichsetzten und die anderen Eigenschaften der Pille, wie z.B. die manchmal notwendige Hormonsubstitution völlig außer Acht lassen. Das Pharmazeutische Unternehmen Pfizer startete am 2. Februar 2012 eine Rückrufaktion von einer Million Kontrazeptiva-Packungen. Im letzten Jahr hatten sich Verpackungsfehler ereignet. Unter den abgepackten Tabletten hatte man rosa Placebos gefunden. Dr. Steven Goldstein, Universitätsprofessor für Gynäkologie spricht von einem folgenreichen Problem, weil dadurch die 100%-sichere schwangerschafts-verhütenden Pille ihre Wirksamkeit verloren hat. Alle, die Pfizer-Verhütungsmittel genommen haben, sollen „sicherheitshalber“ eine Notfallkontrazeption in Erwägung ziehen. Ist eine Schwangerschaft ein Notfall?

Kardinal Dolan der sich wir viele Bischöfe und Gläubige der USA heftig gegen das neue Gesundheits-Gesetz wehrt schreibt: „Kostenlose Kontrazeption gibt es nicht, es ist naiv so zu denken, er gibt auch keine Abtreibung oder Sterilisation die frei angeboten wird“ So wie es auch kein freies Mittagessen geben wird. Es muss immer einen geben der zahlt. Der Steuerzahler muss letztendlich dafür aufkommen“. Wahrscheinlich muss er auch für die Adoptionsvermittlung in Illinois aufkommen?



Labor-Vogelgrippevirus ist hochinfektiös – neue Biowaffe?


Wissenschaftler in Madison-USA und in Rotterdam-Niederlande entwickeln hochinfektiöses Vogelgrippe-Virus im Labor - Die USA fürchten sich vor neuer Biowaffe - Gibt es ethische Grenzen für die wissenschaftliche Forschung? Von Dr. Edith Breburda


Washington D.C. (kath.net) Es wäre ein medizinischer Alptraum, wenn sich ein tödlicher Grippevirus so schnell wie ein Waldbrand über die ganze Welt ausbreiten würde. "Ein Pandemie könnte 20 bis 150 Millionen Menschen innerhalb kürzester Zeit töten", berichtet David Nabarro, ein Weltgesundheitsexperte, gegenüber "USA Today".

Wissenschaftler der amerikanischen Universität von Wisconsin/Madison und der niederländischen Erasmus Universität Rotterdam fanden heraus, welches Gen mutieren muss, damit Vogelgrippe auf den Menschen übertragbar wird. Als Versuchstiere nahmen sie Frettchen. In ihnen konnte die Vogelgrippe zum Ausbruch gebracht werden. Der hochinfektiöse Virus-Stamm verbreitet sich auch innerhalb der Tiere, d.h. ein Tier kann das andere anstecken. Frettchen sind das Tiermodell, das dem Menschen am nächsten ist. Man untersucht Krankheiten an diesem "Modell", um Impfstoffe gegen den Virus zu entwickeln.

Wissenschaftler sind untereinander zerstritten, ob man im Labor infektiöse Virusstämme erzeugen darf, die unvorhergesehene Konsequenzen für die Menschheit haben, wenn der Virus in die freie Umwelt entweicht. Zum ersten Mal durften die Forschungsergebnisse der beiden Einrichtungen nicht in Wissenschaftsmagazinen veröffentlicht werden, aus Angst, dass Terroristen den Virus "nachbauen" könnten, um ihn als Biowaffe einzusetzen. 

Dass Vogelgrippe vom Vogel direkt auf den Menschen übertragen wird, kommt bisher äußerst selten vor. Landwirte, die einen sehr engen Kontakt mit infizierten Vögeln haben, können eine Ausnahme sein. Menschen untereinander konnten den Virus jedoch nicht weitergeben. Der Virusstamm, den die Wissenschaftler nun im Labor kreierten, kann innerhalb der Versuchstiere verbreitet werden. Somit kann der Virus, falls er entweicht, auch innerhalb von Menschen, beispielsweise durch einfaches Niesen, weitergegeben werden und die totbringende Krankheit hervorrufen. Die Wissenschaftler aus Wisconsin und den Niederlanden dürfen, laut Nationalen Wissenschaftsrat für Biosicherheit NSABB (National Science Advisory Board for Biosecurity), ihre Arbeiten nicht in den Fachzeitungen „Science and Nature“ publizieren, da sie Details über hochgefährliche potentielle Krankheitserreger enthalten. 

Bruce Alberts, Chefherausgeber von Science bemerkte: "Wir müssen die Öffentlichkeit schützen, indem wir sicherstellen, dass technische Informationen nicht an die Öffentlichkeit gelangen und missbraucht werden. Auf der anderen Seite ist diese Art der Genforschung äußerst wichtig, damit wir schneller Impfstoffe gegen die tödliche Krankheit der Vogelgrippe entwickeln können." 

Um Risiken und Vorteile abzuwägen, informierten die Wissenschaftler die Weltgesundheitsorganisation. Vorerst stoppten beide Einrichtungen weitere Forschungen. Sie bekundeten unter anderem ihre Sorge, dass das Virus aus dem Labor in die freie Umwelt gelangen könnte, obwohl es sicher hinter verschlossenen Türen verwahrt ist. Virologe Michael Imperiale von der Universität Michigan, und Mitglied des NSABB würdigt das Moratorium als einen ersten logischen Schritt. 

Allerdings wirft diese Forschung mehr denn je Fragen auf. Paul Keim, Wissenschaftler der Universität Flagstaff, Arizona, der sich seinerzeit mit Anthrax beschäftigthatte, bemerkte, „dass uns mit diesem Fall klar wird, wie einfach wir auf eine Katastrophe zusteuern können, indem wir etwas erzeugen, was sehr schwerwiegende Konsequenzen hat“. 

Wissenschaftler diskutieren heftig den Nutzen solcher Forschungen. Dr. Henderson von der Universität von Pittsburgh in Baltimore schrieb in der Zeitung Nature, dass man den Bauplan solcher hochgefährlicher Kunstviren nicht veröffentlichen darf. Seiner Ansicht nach schafft letztendlich der Forscher mit "dieser Laborkreation eine extrem gefährliche Situation". 

Die Hauptfrage scheint weiterhin zu bleiben, ob der Mensch alles machen darf, was er machen könnte, nur weil er dazu rein technisch in der Lage ist? Professor William E. May, schreibt in einem Vorwort zum Buch "Promises of New Biotechnologies" dass Biowissenschaftler oft meinen, bessere Arbeit zu leisten als die Natur. Pflanzen, Tiere, Menschen, Chimären und andere Lebewesen (Viren) sind nicht von Menschen erschaffen. Wissenschaftler können sich nur auf einem schmalen Grat bewegen, egal ob Genmanipulation, humane embryonale Stammzellforschung oder Infektiologie. Sie müssen sich ihrer Begrenztheit und Verantwortung bewusst sein.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Jobverlust


USA-Katholiken im Konflikt: Jobverlust oder Exkommunikation?

US-Katholiken geraten immer mehr in Konflikt mit dem neuen Gesundheitsgesetz, vor allem katholisches Medizinpersonal und Medizinwissenschaftler. 

02. Februar 2012, 10:00 
Von Edith Breburda
Washington D.C (kath.net) Die Zukunft des katholischen medizinischen Personals und katholischer Wissenschaftler in den USA? Sie haben die Wahl zwischen Exkommunikation oder Entlassung! Noch nie in der Geschichte der USA hat eine Regierung den Einwohnern ihres Landes Vorschriften gemacht, wie sie ihren Glauben zu leben haben. Das soll sich nun ändern. Wenn das neue Gesundheitsgesetz der USA vom Obersten Gericht bestätigt wird, müssen Katholiken gegen ihr Gewissen handeln und ihrer Morallehre schlichtweg den Rücken kehren. Abtreibung, Sterilisation und die Ausgabe von Verhütungsmitteln muss der Arbeitgeber durch den neuen Gesundheitsplan unentgeltlich anbieten. „Arbeitgeber“, das sind auch katholische Krankenhäuser, diese haben jedoch bis August 2013 Übergangsfrist, sich dem neuen Gesetz anzupassen. Die Gewissensklausel, auf die man sich bis dato berufen konnte, wird dann für nichtig erklärt. Katholische Krankenhäuser und ihre medizinisches Personal, die bisher aus Gewissensgründen keine Abtreibungen durchführen, werden in Zukunft dazu gezwungen. Katholische Universitäten, Schulen und sonstige Einrichtungen müssen Verhütungsmittel unentgeltlich anbieten. Apotheker dürfen die Ausgabe auch nicht mehr verweigern, wenn sie nicht ihre Berufslizenz verlieren wollen. Wissenschaftler, die keine humane embryonale Stammzellforschung machen wollen, werden gefeuert. Sofern sie überhaupt eine Stelle erhalten haben, denn eine Frage bei Einstellungsgesprächen lautet: "Haben Sie etwas gegen embryonale humane Stammzellforschung oder Tierversuche?".Viele junge Postdocs in den USA kommen aus Europa. D.h. ihr Visumsstatus ist von ihrer Arbeitsstelle abhängig. Wenn sie ihre Stelle verlieren, droht ihnen am Ende möglicherweise sogar die Deportation.Eine neue Anstellung bekommen die Katholiken, die entweder selbst gekündigt haben oder denen gekündigt wurde, nicht: Ihnen eilt ihr schlecht Ruf voraus. Arbeitslos sein bedeutet in den USA: Keine Krankenkasse, keine Rentenvorsorge - rein gar nichts. Unter dem Freiheitsbegriff verstanden die Gründungsväter Amerikas: "Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit", die jedem Amerikaner seit der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1776 zusteht. "Alle Menschen sind gleich erschaffen und wurden von ihrem Schöpfer mit diesen unveräußerlichen Rechten ausgestattet". Die Amerikanische Verfassung gesteht dieses Recht allen Menschen Ihres Landes zu, geboren oder ungeboren, da ist kein Unterschied (Verheißungen der Neuesten Biotechnologien, Christiana Verlag 2010). Soll den Geborenen ihre Freiheit genommen werden und sollen sie per Gesetz dazu gezwungen werden, ihren eigenen Nachkommen ein Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit zu verweigern? Die US-amerikanische Bischöfe sind empört, sie riefen am 28.1.2012 und am 29.1.2012 in allen katholischen Kirchen mit Hirtenbriefen dazu auf, sich gegen das neuen Gesundheitsgesetz zu wehren. Katholiken stehen nicht alleine da, auch Juden und Mitchristen wollen sie mit unterstützen. Aber wie würde die Zukunft aussehen wenn das Gesetz durchkommt? Wird es allen Krankenhäusern so ergehen wie dem St. Joseph's Krankenhaus in Phoenix/Arizona? Es wurde umbenannt in Dignity Health und verlor seine katholische Trägerschaft, kath.net hat berichtet. Dadurch stand einer Fusion mit anderen Krankenhäusern nichts mehr im Weg. Linda Hunt von Dignity Health Care, der neuen Dachorganisation, erläuterte gegenüber der Tageszeitung Arizona Republic am 23.1.2012: "Dignity Health wird sich nun darauf konzentrieren, das neue Gesundheitsgesetz der USA umzusetzen." Das heißt, dass man Patienten kostenlos Abtreibungen, Sterilisationen und die Ausgabe von Kontrazeptiva gewährleisten wird. Ist das St. Joseph's Krankenhaus das Modell, wie es allen katholischen Krankenhäusern der USA ergehen könnte, falls das Gesetz durchkommen sollte? Wie wird es dann dem katholischen Gesundheitspersonal ergehen? Müssen in Zukunft katholische Ärzte, katholische Krankenschwestern und katholisches medizinisches Personal gnadenlos wählen zwischen ihrer Exkommunikation und ihrem Job? Wo bleibt dann die Religionsfreiheit?

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