Freitag, 25. Januar 2013

Ein 'heiliger Vagabund' in unermüdlichem Einsatz für das Gute

Ein Nachruf von Edith Breburda (USA) über P. Andreas Hönisch
vom 4. Februar 2008

Madison, WI, USA (www.kath.net/StJosef.at)
“Siehe der Herr, er wird kommen und all seine Heiligen mit ihm, und es wird leuchten an jenem Tage ein großes Licht. Alleluja” – dies war Pater Hönischs meistgesungenes Lied im Advent. Spät in der Nacht noch war Licht in der Wickstädter Kirche in der Wetterau, in der Pater Andreas Sühnenächte hielt. Die kleine Kirche war gefüllt mit Jung und Alt. Ab 13. Mai 1983 kamen jeden 13. von Mai bis Oktober Fatimaprozessionen dazu.


Die Gläubigen kamen in großen Scharen (mit Bussen). Die Muttergottes: sie war seine Stütze, auf die er felsenfest vertraute. Gewisse Bischöfe waren entsetzt über P. Hönisch – die Jugend jedoch begeistert. Ein Mann aus Giessen sagte ihm einmal, als er einen Pack wundertätiger Medaillen bezahlen wollte: “Das kostet nichts, das ist Munition”. Scharf „feuerte“ er gegen alles – die 68er hatte er hautnah erlebt in seiner ersten Liebe, wie er St. Albertus in Giessen nannte. Sein Brevier bezeichnete er als seine „Braut“, die er immer bei sich hatte.

   „Professorenkinder“ im Hinblick auf seinen Religionsunterricht hatte er unzählige. Er führte mit ihnen Theaterstücke auf (z.B. Jedermann) in einer randvoll gefüllten Kongresshalle von Giessen. Sein Sing- und Instrumentalkreis, der später zum Bundessingkreis wurde, zählte zu einem der besten Jungendchöre Deutschlands. Nur hier erlaubte er die Koedukation. Und wie sehr brauchte er ihn für all seine KPE-Hochzeiten und Primizen, Ordensprofessen, Don Gobbi-Zönakel ... Auf Singkreisfahrt war das einzige, was man vor der Aufführung reden durfte, der Rosenkranz, den er vorbetete. Er gab „Glinfos“ (Glaubensinformation) für Studenten und Schüler, als er herausfand, dass der Religionsunterricht in den Schulen nichts oder nur wenig taugte.

Seine Erziehungsmethoden hatten meist Erfolg. Aus den Pfadfindern wurden Ärzte, Tierärzte, Lehrer, Juristen, Musiker, Hochschulprofessoren, Spitzenforscher an Eliteunis der USA und und und ...Vor allem unzähligen Priestern und Ordensleuten weckte er die Berufung.

Unvergesslich bleibt, wie er uns Mut machte gegen all die antikatholischen Lehrer, die meist aus der damaligen DDR nach Hessen kamen. Er war liebenswürdig autoritär in einer Zeit, wo Antiautorität „in“ war. Wir wussten, dass man ihn bis 12 oder 1 Uhr nachts anrufen durfte. Schlafen tat er wohl nie, so hart arbeitete er für das Reich Gottes. Oder plagten ihn die Sorgen so sehr, dass sie ihm den Schlaf raubten? Z.B. die Sorgen, dass man seine Pfandfinder nicht mehr annahm als Seminaristen oder nicht mehr weihte. Die Welt braucht Priester, und wenn sie nicht mehr von der Diözese ausgebildet werden, so blieb keine andere Lösung, als die Türen für ein eigenes “Ordensseminar” weit zu öffnen.

All das, was er sich im Jesuitenorden und in hervorragender Ausbildung angeeignet hatte, ließ er uns und ihnen zuteil werden. Im Singkreis war sein üblicher Spruch, dass wir so singen müssen, dass den Zuhörern die Tränen kommen. (Gut, er sagte es etwas krasser). Der Jugend galt sein Herz: In Herbstein übernahm er die Caritasfreizeit für schwererziehbare Jungen im Sommer. Am Ende fragte er dann immer, ob sie das Fernsehen vermisst hätten die 3 Wochen.

Doch auch die Alten kamen nicht zu kurz, er hielt Zönakel, Sühnenächte, Exerzitien, Vorträge in ganz Deutschland. Er war überall dort, wo er gebraucht wurde. Er betete unermüdlich viele Jahre mit seinen Pfadfindern vor Abtreibungsklinken, bis diese die Türen schlossen. Überall war er mit seinem roten Ford – manchmal etwas zu schnell –, und dann erzählte er, dass er gerade einen Strafzettel bekommen hatte, da er noch durchfuhr bei (Dunkel-) Orange – hinter ihm eine Dame und dann die Polizei.

Da plagte ihn das Gewissen dann doch, oder er zweifelte, ob er jetzt sein Pönalgesetz geltend machen könnte; so zahlte er den Strafzettel der Dame gleich mit. Er zahlte mit einer Spende, die er kurz zuvor bekommen hatte. Er war nur auf Spenden angewiesen. Nebenbei hatte er noch die „Hungerkasse“. Seine Pfadfinder sammelten in der Osteraktion durch Arbeit und Gesang in den ersten drei Tagen der Karwoche viel Geld für soziale Projekte.

Man konnte sagen, er hatte seinen Hauptsitz hinter dem Steuerrad seines Autos. Er fuhr selbst dann, als die Autowerkstatt vergaß, seine Räder festzuschrauben, und man ihn überall in Deutschland per Notruf suchte – aber Pater Andreas fuhr mit Gottvertrauen nach Fatima, und dazu brauchte er keine angezurrten Räder.

Seine Lager-Fahrten führten ihn nach Afrika, Nordamerika, West- und Ost-Europa.

Er selber bezeichnete sich als Vagabund Gottes. Eines Nachts begegnete er einem echten Vagabunden auf der Heimreise im Zug von Rom. Es war kalt, und so gab er dem Mann seinen Mantel. Als der “Penner” dann den Zug verlies, öffnete Pater Hönisch das Fenster, um seinen Mantel zum Auslüften hinauszuhalten. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit ihm vor 13 Jahren, wo er meinte: “Ich bin jetzt schon bald am Ziel.”

Sein Fegefeuer hat er vielleicht schon hier auf Erden abgebüßt; es war dann auf jeden Fall eine „kirchliche“ Angelegenheit. Man darf hoffen, dass er mit allen KPE-Mitgliedern, die ihm in die Ewigkeit vorausgegangen sind, im Reich Gottes jetzt vereint ist.
“Ade, auf Wiedersehn, wir ruhen all in Gottes Hand lebt, wohl auf Wiedersehn.”
Edith Breburda, Madison/Wisconsin, USA, war KPE-Pfadfinderin der ersten Stunde bei P. Andreas Hönisch
 

Samstag, 19. Januar 2013

"House of Horror" in Philadelphia

Abtreibungsklinik in Philadelphia wird der Prozess gemacht.
Dr. Edith Breburda

Dazu der bemerkenswerte Dokumentarfilm


"Die Adresse der Abtreibungsklinik von Dr. Kermit Gosnell" 

Ein "House of Horror" nannten es Polizisten, die es im Februar 2010 das erste mal betraten, um einer Anzeige wegen Rezeptschwindel nachzugehen. 

Nun wird dem Arzt der Prozess gemacht. Er ist 8 mal angeklagt wegen Mordes. 7 Babies hat er nach der Geburt getötet. Die 42-Jährige Karnamya Mongar starb durch eine Überdosierung eines narkoseeinleitenden Arzneimittels.

Siehe dazu auch:
Abtreibungs-Horrorhaus in Philadelphia

Abtreibungsmethode bestand darin, hunderte von Kindern nach der Geburt zu töten. US-Aufsichtsbehörde hatte 46 Anzeigen gegen die Klinik für Arme ignoriert - Von Edith Breburda
Kathnet vom 24. Januar 2011

Philadelphia (kath.net) Arizona war zu Jahresbeginn von 2011 in aller Munde. Tucson könnte den Namen Killerzone erhalten wegen der Morde von 6 Passanten vor dem Supermarkt.

Doch nur knappe 2 Wochen nach all dem enormen Presseaufgebot scheint eine Meldung kaum Aufmerksamkeit zu erlangen: Am 20. Januar 2011 berichten die Reporter M. Dale und P. Walters in "The Arizona Republic" unter der Rubrik Nation über den Arzt Dr. Kermit Gosnell und seine Abtreibungsklinik in Philadelphia. Die Klinik selber ist bekannt als schmuddeliges, mit abartigen Gerüchen behaftetes Horrorhaus. 

Die Behörden, so berichten die Reporter, ignorierten die fehlende Hygiene und offensichtlich schlampige Kliniksführung. Bis an die Öffentlichkeit drang, dass Dr. Gosnell dazu verhalf 7 Babys gesund auf die Welt zu kommen, sie aber danach mit OP-Besteck zerschnitt und damit "post-natal" töte. 300 Seiten füllt der Anklagebericht, der jetzt vorliegt. Nicht nur Kindstötungen kommen darin vor, auch wird von einer Mutter berichtet, die an einer Überdosierung von Schmerzmitteln verstarb, während sie auf die Abtreibung ihres Kindes wartete. Beschwerden über die barbarischen Verhältnisse gab es viele, nur wurden sie nicht weitergeleitet und heruntergespielt.

Klinik an der Westseite von Philadelphia dient ausschließlich den Armen, Minderheiten und Immigranten. Der Strafverfolger nannte den Fall ein totales behördliches Versagen. Der Abtreibungsarzt wurde in 8 Fällen des Mordes bezichtigt. Auch neun seiner Mitarbeiter wurden angeklagt und befinden sich nun in Untersuchungshaft. Darunter die Gattin von Dr. Gosnell, eine Kosmetikerin die, wie man behauptet, selber Abtreibungen in der Klinik vornahm.

In den letzten 3 Jahrzehnten bereicherte sich der Arzt mit mehreren Millionen US Dollars. Dabei war Dr. Gosnell kein Gynäkologe war, sondern nur ein ganz normaler Familiendoktor. Im Übrigen besaß er als einziger Mitarbeiter des Klinikpersonals eine Lizenz. Diplomiertes oder ausgebildetes Krankenhauspersonal gab es nicht. Die Behandlungsfehler sind dementsprechend enorm. Es wird angenommen, dass zumindest zwei weitere Frauen starben. Über unzählige durchstochene und damit perforierte Därme, Gebärmütter und Muttermünder der Patienten wird berichtet.

Der Strafverteidiger spricht in seinem Report von miserablen Prozeduren, die ihm wörtlich seinen Magen umdrehen ließen. Im Staat Pennsylvania sind Abtreibungen nach der 24. Woche der Schwangerschaft verboten. Viele Ärzte lehnen eine Abtreibung eines ungeborenen Kindes, das älter ist als 20 Wochen, ab aus Angst, belangt zu werden. Der Vorgang einer "late-term abortion" besteht dari-, dass das Kind im Mutterleib "zerlegt" wird um die "Einzelteile" besser zu extrahieren. Dieser Vorgang unterscheidet sich von der "partial-birth abortion" in dem das Kind während dem Geburtsvorganges "zertrümmert" wird.

Dr. Gosnell's Methode lag darin, die Geburt im 6. bis 8. Monat einzuleiten um dann dem lebendgeborenen Kind mit einer Schere das Nackenband aufzuschneiden um das Rückenmark zu durchtrennen, berichtet Strafverfolger Seth Williams. Gosnell selbt bezeichnete seinen Eingriff als "snipping method". Er tötete auf diese Weise Hunderte von Kindern. Nachweisen konnte man ihm nur 7 Fälle, da der Arzt alle anderen Akten nach dem Eingriff vernichtete.

Letztes Jahr wurde Strafverfolger Williams auf die Klinik aufmerksam, da er Drogenmissbrauch vermutete. Was er allerdings entdeckte, war ein Horrorhaus. Plastikbeutel, deren Inhalt abgetriebene Kindern waren, lagen verstreut auf dem Klinikflur herum. Behälter waren auf Regalen gestapelt, sie enthielten abgeschnittene Füße. Der Grund, warum sie aufbewahrt wurden, war extrem fraglich. Das Haus stank nach Katzenexkrementen, da die Tiere sich dort frei bewegen durften. Blutverschmierte Decken lagen auf den ebenfalls blutbefleckten Einrichtungen. Instrumente wurden nicht fachgerecht sterilisiert und Einmalinstrumente wurden nach Benutzung nicht entsorgt, berichtete Seth Williams gegenüber den Reportern. Der Arzt selbst machte keine Werbung für seine Klinik. Seine Patienten kamen, weil man ihnen die Institution "empfohlen" hatte. Die Aufsichtsbehörde ignorierte 46 Anzeigen der letzten Jahre und inspizierte die Klinik 5 mal seit 1979. 



"Roe versus Wade"- 40 Jahre danach - eine Bilanz

40 Jahre Abtreibungsfreiheit in den USA


Krankenschwestern sollten gezwungen werden bei Abtreibungen zu assistieren

Dr. Edith Breburda

Nach einer Grundsatzentscheidung des Obersten US-Gerichtshofs "Roe versus Wade" am 22. Januar 1973 gab es plötzlich "Abtreibung auf Verlangen", erinnern sich führende Pro-Life Aktivisten wie Phyllis Schlafly. Es war das extremste Gesetz das es bis dahin gab. Man nannte es ein ´Gesetz für Frauen´. Feministinnen argumentierten, eine Ablehnung der Abtreibung und mangelnde finanzielle Unterstützung bedeute die Diskriminierung einer Frau. Damals war die USA noch sehr anti-katholisch geprägt, erklärte Michael Taylor, Direktor des Nationalen Komitees von Human Life. Katholische Bischöfe protestierten sofort, später engagierten sich auch Protestanten. Seit 40 Jahren klären mutige Christen die Öffentlichkeit in den USA auf.

Seit 40 Jahren gehen Pro-Life Aktivisten am Roe-versus-Wade-Jahrestag auf die Straße. Heutzutage reisen vor allem Jugendliche von weither nach Washington D.C., wo dieser Pro-Life-March stattfindet. Was hat sich geändert? Das Time Magazine hatte neulich der Pro-Life-Bewegung eine Titelstory gewidmet. Man sprach von Erfolgen, die Pro-Life zugesprochen wurden. Katholiken sind trotzdem skeptisch, weil fast zeitgleich vom US-Familien-Beratungsnetzwerk ´Planned Parenthood´ Zahlen veröffentlicht wurden. Sie zeigen, dass von Planned Parenthood mit Spendengeldern hauptsächlich Abtreibungen vorgenommen werden, während Krebs-Vorsorge-Untersuchungen, die auch zu seinem Aufgabenbereich gehören, kaum ins Gewicht fallen.

Eine im Januar 2013 in Kalifornien durchgeführte demographische Studie stellte fest, dass es im "Goldenen Staat" zu wenig Kinder gibt. Ob das mit Abtreibungen zusammenhängt, wird nicht gefragt. 

Sie sagten Nein! Krankenschwestern verweigerten Abtreibungen

Wie werden Abtreibungen in US-Krankenhäusern gehandhabt?

Krankenschwestern wissen nie, welche Aufgaben ihnen täglich zufallen. Sie versuchen ihren Dienst zu tun. Wunderbaren Ereignissen aber auch Tragödien spielen sich vor ihren Augen ab.

Beryl Otieno Ngoje's arbeitete am Empfangsschalter der Chirurgischen Klinik der Medizinischen Universität in New Jersey/Newark, als eine Kollegin zu ihr eilte. "Gerade ist etwas passiert, das wirst Du mir nicht glauben. Ich habe es in meiner Hand", sagte die Kollegin gleich zweimal zu Beryl. "Willst du es sehen?"

Beryl bejahte und bereute sofort ihre Antwort. Die Kollegin hatte ein totes Baby in ihrer Hand. Beryl brach in Tränen aus, was ihre Kollegin, die zugleich ihre Chefin war, sehr verwunderte. Beryl arbeitet seit 15 Jahren an diesem Krankenhaus. In ihrer Station werden chirurgische Tagesfälle behandelt. Manchmal auch Abtreibungen.
Meist kommen 13- 15 Jährige Mädchen und viele kommen sehr oft, bis zu sechsmal. Auch wenn sie dem Personal des Krankenhauses versprochen hatten nicht mehr zu kommen. Für diese Mädchen ist es "eine Art Verhütung", bemerkt Fe Esperanza Racpan Vinoya und fügte hinzu: "und doch sehe ich ein Schuldgefühl in ihren Augen".
Fe hat Verständnis für die Teenager, weil sie selber vor 20 Jahren auf Drängen der Ärzte ihr eigenes Kind abgetrieben hatte. Fe wußte damals nicht, dass es andere Möglichkeiten gab. Sie kam gerade aus den Philippinen und stand am Anfang ihrer Karriere. Sie hoffte bis zuletzt ihr Kind behalten zu können. Sie und ihr Mann waren die Einzigen, die bitter weinten, als sie die Abtreibungsklinik betraten. Um sie herum warteten viele Teenager. Fe brauchte sehr lange, um ihre Abtreibung zu verarbeiten.

Deshalb war sie zutiefst erschrocken, als im September 2011 verkündet wurde, dass alle Krankenschwestern der Abteilung zu Abtreibungen herangezogen werden sollten. Eine gerade beförderte Kollegin war für diese Neuerung verantwortlich. Bisher mußten nur diejenigen assistieren, die sich freiwillig dazu gemeldet hatten. Spontane Proteste von zwölf Krankenschwestern wurden nicht akzeptiert. Sie hätten zu assistieren, oder sie würden ihre Stelle verlieren, hieß es von der obersten Krankenhausleitung. Fe und Beryl standen unter Schock. Noch nie waren sie gezwungen worden, ein Kind zu töten. Es schien, dass sie nichts dagegen machen konnten. Als sie argumentierten, dass sie sich verpflichtet fühlten, nur in einem medizinischen Notfall zu helfen, wurde ihnen gesagt, dass jede Abtreibung ein Notfall sei, weil die Patientin blutet und dies sei die Definition für einen Notfall.

Die Schwestern dachten, sie würden alle ihre Stelle verlieren, denn sie versuchten weiterhin die Krankenhausleitung umzustimmen. Niemand stand den Schwestern bei, keine Ethik-Kommission des Hauses, keine Krankenschwesternvereinigung. Bis Fe ihren Pastor Terry Smith von der Life Christian Church in West Orange/New Jersey um Hilfe bat. Dieser kannte zwei Anwälte, die die zwölf Schwestern honoris causa vertraten. Leichter wurde es für die zwölf Schwestern nicht. Das offizielle Gerichtsverfahren wurde mit Sorgen erwartet.

Das Krankenhaus argumentierte, dass Krankenschwestern für die Operationsnachsorge verantwortlich seien. Abtreibungen wurden induziert, aber erst Stunden später mussten die Schwestern die toten Kinder "entsorgen". Deshalb sollten sie Abtreibungsschulungen durchlaufen, um zu wissen wie man mit den Patientinnen interagiert und die toten Babys entsorgt. Den Schwestern wurde gesagt, wenn sie nicht mithelfen, würde man sie durch anderes medizinisches Personal ersetzten. Doch was dann passierte, lag bestimmt nicht in der Absicht des Krankenhauses. Als sich eine Patientin nach einem Gespräch mit einer Krankenschwester gegen die Abtreibung entschied und das Krankenhaus verließ, wurde in einer vorgerichtlichen Anhörung eine Einigung erzielt. Das Krankenhaus stimmte zu, keine Krankenschwester mehr zu zwingen, bei einer Abtreibung mitzuhelfen. "Wir dachten schon unsere Gebete seien alle umsonst gewesen", berichtete eine der Schwestern. "Wir konnten es kaum glauben und waren überglücklich über den Beschluß. Ich wußte nicht, dass man keinen zwingen kann und dass es eine Gewissensfreiheit gibt", erklärte Fe gegenüber der Alliance Defending Freedome, der Organisation die ihr half Recht zu bekommen (
“They said No! What happened when 12 nurses refused to participate in abortions” v.  14. Januar 2013).

Sonntag, 13. Januar 2013

Wohin sollen sie gehen, wenn sie aus dem Gefängnis entlassen werden?

Seit 2003 gibt es das "Katherinen Zentrum"  in San Francisco. Schwestern vom "Barmherzigkeits Orden" helfen Frauen, die gerade aus dem Gefängnis entlassen wurden, ein neues Leben zu beginnen. 

Dr. Edith Breburda 


Wohin sollen Sie gehen, nachdem man sie aus dem Gefängnis entlassen hat? Die ersten 24 bis 48 Stunden entscheiden drüber, ob man rückfällig wird.

Viele wollen ihr Leben, das sie vor der Inhaftierung führten, wieder aufnehmen. Wie sollen sie mit den alten Gewohnheiten der Prostitution und des Drogenmißbrauches brechen?

Das US Department of Criminal Justice erläutert in einer Studie, dass innerhalb von 3 Jahren 67% der entlassenen Inhaftierten wieder "rückfällig" werden.

"Ihre Seelen wurden zerstört, weil sie schon als kleine Mädchen unvorstellbar emotional, psychisch und sexuell mißbraucht wurden. Sie versuchen, Ihren Schmerz mit Alkohol und Drogen zu betäuben", weiss Suzi Desmond, eine Psychotherapeutin des Katherinen-Zentrums zu berichten. 95% der Mädchen, die das Zentrum mit ungewöhnlich grossem Erfolg resozialisiert hat, haben einen derartigen Hintergrund.

"Der Weg in die Drogenabhängigkeit und kriminelle Szene und letztendlich ins Gefängnis ist vorprogrammiert. Wir versuchen den Kreislauf zu durchbrechen, indem wir die Kindheitstraumata wieder freilegen. Emotionen, die oft jahrelang verschüttet waren, versuchen wir gemeinsam zu verarbeiten. Daher ist es eine grundlegende Voraussetzung, dass sich unsere Schützlinge sicher und angenommen in unserem Haus fühlen."

GOTT ist die Liebe- ist das Motto des Katherinen Zentrums", erklärt Lorraine Moriarty.

"Wir sind die Hände und Füsse unserers Herrn Jesus für die vielen, die niemals erfahren hatten, dass GOTT Liebe ist. Unabhängig von ihrem vorherigen Lebenswandel sind Gottes Barmherzigkeit und Mitleid ist für sie da."

Lorraine ist Direktorin der Vincent de Paul Society (Vinzenz-von-Paul-Gesellschaft/ vergleichbar mit der Deutschen Caritas), die zusammen mit den Barmherzigkeits-Schwestern das Katherinen Haus leiten.

"Es wurde gegründet, nachdem man feststellte, dass staatliche Resozialisierungs-Programme nichts halfen. Staatliche Gelder hat man nicht angenommen. Man wollte sich nicht vorschreiben lassen, wem man helfen darf. Jeder, der herein kommt, ist willkommen. Viele kirchliche Spender und der Malteserorden unterstützen das Katherinen Haus," berichtet Lorraine.

Monique, eine selbstbewußte junge Frau, hat sich das Ziel gesteckt, ihr College zu beenden und dann einen Job zu finden, um Teenagern zu helfen, die in Schwierigkeiten sind. Es ist keine leichte Aufgabe, für die 28-Jährige. Vor 10 Monaten wurde sie aus dem Gefängnis entlassen. Sie hatte Angst, rückfällig zu werden. Allzugut kennt Sie das Problem, als ehemalige Gefängnis-Insassin einen Job zu finden. Ihre Eltern waren drogenabhängig. Sie konnten sich aus diesem Kreislauf befreien, das Sorgerecht für Ihre Kinder zurück bekommen und Ihr Leben nochmal neu durchstarten.

Monique ist nicht auf sich selbst gestellt. Experten des Katherinen Zentrums helfen ihr, ein eigenständiges Leben aufzubauen. Direkt vom Gefängnis aus kam sie hier her. Sie entdeckte ihren katholischen Glauben aus Ihrer Kindheit wieder. Sie lernte, GOTT um Verzeihung für ihr bisheriges Leben zu bitten.

"Ich wollte wieder eine spirituelle Beziehung aufbauen. Am Anfang war es sehr schwer. Ich war es nicht gewohnt, so viel Liebe zu erfahren. Ich fühlte nur eine innere Leere und meinte, ich sei schmutzig. In meinem Leben gab es keinen Werte oder Moral. Ich dachte, ich sei nicht würdig, dass man mir so viel Liebe und Respekt entgegenbrachte. Oft wollte ich gar nicht hier sein", berichtet Monique einem Reporter des National Catholic Register News Side (J. F. Desmond, Out of Prison but not Alone, 11. Januar 2013).

"Aber ich blieb. Mit der Zeit gewann ich viel Kraft. So viel, dass ich sogar meine Eltern anrief. Sie waren überglücklich von mir zu hören, dachten sie doch schon ich sei tot und fragten selbst beim Beerdigungsinstitut an."

Das Katherinen-Zentrum basiert auf einem 12-Stufen Programm, wozu das tägliche Gebet und Jahresexerzitien gehören.

"Andersgläubige werde ermutigt, Ihren Glauben näher kennen zu lernen. Trotz allem entscheiden sich einige unser Programm nicht fortzusetzen und verlassen das Haus. Dies sind für mich die härtesten Momente", berichtet Lorraine
.

Translate