Mittwoch, 27. Februar 2013

Vergewaltigt mit 13


Als die 13-jährige Anna vom Stiefvater vergewaltigt wurde, behält sie ihr Kind 
Dr. Edith Breburda

In einen Bericht: "Raped, impregnated 13-year-old keeps baby" den die bekannte US-Autorin Jill Stanek in ihrem Blog veröffentlichte, erfährt der Leser von einer Email, die die 13-jährige Anna an Jill richtete. Anna schildert die Vergewaltigung durch ihren Stiefvater und ihre Entscheidung, das Baby auszutragen.
Anna wurde seit frühester Kindheit vom Mann ihrer Mutter belästigt. Nicht nur sie, auch ihre kleine Schwester. Der Mann befahl dem Kind stillzuschweigen, sonst würden schlimme Dinge passieren. Anna glaubt ihm und wurde im Alter von 12 Jahren schwanger. Sie hatte Angst und berichtete ihrem Stiefvater davon. Der schlug sie und gab ihr Drogen, dann erzählte er der Mutter, Anna sei beim Spielen gefallen.
"Er tötet mein Baby, ich werde es niemals kennenlernen und nie wissen was aus meinem Kind geworden wäre. Als Anna 13 Jahre alt war wurde sie wieder schwanger. Diesmal schwieg sie, bis ihre Mutter merkte, dass sich Anna  verändert hatte. Sie war erst im 2. Monat, faßte aber den Mut, ihr alles zu erzählen. "Mutter packte sofort ihre Sachen, nahm meine zwei Geschwister und fuhr zu unserer Tante, von dort rief sie die Polizei."
Der Stiefvater bekam eine 10-jährige Haftstrafe. - Therapeuten, Lehrer, Freunde ja selbst Unbekannte rieten Anna dazu, ihr Kind abzutreiben. Anna schreibt, dass sie von ihrer Biologiestunde her wusste, dass ihr Kind zur Hälfte ihre DNA trägt, also stammte es genetisch zur Hälfte von ihr - und da sie es nun 9 Monate austrägt, sollte es ganz ihr Kind werden - und nicht das des Vergewaltigers.
Sie wusste von ihrer ersten Schwangerschaft, dass ihr Stiefvater das Kind nicht haben wollte. Und sie wusste, wenn sie nun dieses Kind abtreibt, tut sie genau das was ihr Peiniger von ihr wollte, womit er zum zweiten mal seinen Willen durchgesetzt hätte. Er hätte nicht nur ihre Unschuld geraubt, sondern auch ihre Tochter getötet.
Es wäre einfacher gewesen, eine Abtreibung durchzuführen. Dann hätte sie nicht so viele Dinge ertragen müssen. Aber Anna hatte etwas wofür sie kämpfen konnte und ihre Tochter war es wert, berichtet sie.
"Ich war nicht sehr gross, 1,27 Meter und wog 44 kg, so hatte ich eine Risikoschwangerschaft. Bei meiner ersten Ultraschalluntersuchung im 3. Monat sah ich das Herz schlagen und fing an, es zu lieben. Niemals hätte ich es zur Adoption abgegeben. Die nächsten Monate wurden sehr schwer für mich. Die Blicke der Leute und die Kommentare waren hart zu ertragen. Ich hatte alle meine Freunde verloren bis auf zwei", berichtet Anna.
Das Wissen, bald eine Tochter zu haben, half ihr über alles hinweg. Am 31. Juli kam ihre Tochter zur Welt. "Worte können die Freude nicht beschreiben die ich empfand", erzählt Anna in ihrer Email. Sie hatte zwar immer noch Alpträume, doch als sie aufwachte sah sie das Lächeln ihres Babys.
Wenn Anna schlecht behandelt wurde ging sie heim, um das Lachen ihrer Tochter zu hören. Es war ihr Licht in der dunkelsten Zeit ihres Lebens. "Ein Leben ohne mein Kind hätte ich mir nicht vorstellen können."
Annas Mutter passte auf Josey Ann auf. Und Anna konnte ihre Schulen beenden. Dann traf Anna einen Mann der sie und Josey Ann sehr liebte. Nun hat Anna noch vier Kinder.
Josey ist nun 17 und ein wunderschönes, intelligentes Mädchen: "Wenn ich sie sehe, erinnere ich mich nicht an das, was ich durchmachen musste, sondern an Gottes Liebe und dass er aus etwas Schlechtem etwas sehr Gutes machen kann. Ja, das größte Geschenk meines Lebens. Ich würde alles wieder so machen wie damals", schreibt Anna - und fügt hinzu:
"Wenn Du da draussen das liest und Dich in der gleichen Situation befindest, halte durch, und Dein Kind wird Dir mehr Freude bringen, als Du Dir vorstellen kannst."

Dienstag, 26. Februar 2013

Wenn man den Eisprung verhindern möchte

Zur Pille "davor" und "danach", ihre Nebenwirkungen und damit verbundene Frühabtreibung 

Dr. Edith Breburda

Die Medien beschäftigt heutzutage mehr denn je die Fruchtbarkeit der Frauen. Unter "reproduktiver Freiheit" versteht man, dass die Frau selbst bestimmen kann, wann und wo sie schwanger wird.

So will man den Eisprung nach einer Vergewaltigung verhindern. Oder wenn man seine Eizellen spendet für die künstliche Befruchtung oder die humane embryonale Stammzellforschung.
Bei der Eizellspende mit Hilfe der Superovulation wird die Eizellreifung zunächst unterdrückt und danach stimuliert, damit man multiple Eizellen gewinnen kann.
Der Präparat, das zur Unterdrückung der Ovulation verabreicht wird, ist ein synthetisches Hormon, welches die Ausschüttung der sogenannten gonadotropen Hormone LH und FSH aus der Hirnanhangsdrüse hemmt.
LH und FSH steuern die Aktivität der Eierstöcke und bereiten die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos vor.
Das Präparat wird im Fall der Eizellgewinnung so appliziert, dass der Eisprung auch tatsächlich nicht stattfindet.
Führende Wissenschaftler - wie Dr. James Trussell, Direktor des Princeton's Office of Population Research sowie Dr. Elizabeth G. Raymond - erklärten im Februar 2013, dass die Pille danach nicht immer den Eisprung verhindert - und den Embryo an einer Einnistung hindern kann.
Frauen, die solche Präparate einnehmen, müssen darauf hingewiesen werden, damit sie eine fundierte Entscheidung treffen können (P. B. Craine, World's top authority on morning after pill says women must be told it may cause abortions. 22. Feb. 2013)
Judy Norsigan, Direktorin der US Vereinigung, «Our Bodies Ourselves» - einer Organisation, die sich um Frauengesundheit und deren Gesundheitsberatung kümmert - weist bereits 2005 im Rahmen der Eizellspende auf die gesundheitlichen Gefahren von synthetischen Gestagenen hin und spricht von einer langen Liste von Nebenwirkungen, die da sind:
Ausschläge, Vasodilatation (Ausdehnung der Gefäße, mit der Folge von «Hitzewallungen»), Brennen, Prickeln, Jucken, Kopfweh und Migräne, Schwindel, Haarausfall, Gelenkschmerzen, Schwierigkeiten beim Atmen, Brustschmerz, Brechreiz, Depressionen, emotionale Instabilität, Libido-Verlust, Sehschwäche, Amnesie, Hypertonie, Anstieg der Herzfrequenz, Muskelschmerzen, Knochenschmerzen, Unterleibsschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwellung von Händen, allgemeine Ödeme, chronische Vergrößerung der Schilddrüse, Leberfunktions-Abnormität, Angst und Gleichgewichtsstörungen (vgl. E-book, Verheissungen der neuesten Biotechnologien).
Nebenwirkungen der Pille "davor" führten bereits  weltweit zu unzähligen Klagen gegen den Pharmakonzern Bayer. 

Samstag, 9. Februar 2013

Humane embryonale Stammzellforschung in den USA, Schimpansen unerwünscht

Dr. Edith Breburda
F.I.A.M.C. 

Das Nationale Gesundheitsinstitut der USA, das National Institute of Health (NIH), ist eine weltweit renommierte Einrichtungen für biomedizinische Forschung.
Die Behörde des Ministeriums für Gesundheitspflege und Soziale Dienste verfügt über ein jährliches Budget von rund 29 Mrd. US-$. an Bundesforschungsmitteln, die an Universitäten und eigene Forschungseinrichtungen vergeben werden.
Forscher, die mit Schimpansen arbeiten, wollen in Zukunft auf diese Versuchstiere in der biomedizinischen und Verhaltensforschung verzichten. Der Veterinärmediziner K.C. Lloyd vom Primatenzentrum der Universität von Kalifornien, Davis, USA, sieht keine Notwendigkeit Schimpansen als Versuchstiere zu halten. Man solle den Tieren ein Gnadenbrot gewähren und sie ganz einfach in "Rente" schicken.
Lloyd bezieht sich auf eine 84-seitige Studie vom Dezember 2011, welches das Institut für Medizin (IOM) vorlegte. Diese Studie hatte bestätigt, dass Schimpansen als Versuchstiere unnütz seien. Der Direktor des NIH, Francis Collins, will nun Richtlinien festlegen, wonach biomedizinische Versuche an Schimpansen nur dann noch gerechtfertigt sind, wenn sie aus ethischen Gründen nicht am Menschen, oder anderen Versuchstieren vorgenommen werden können und wenn die Tiere in ihrem ethologischen Umfeld bleiben.
Das NIH prüfte daraufhin seine eigenen Projekte. Die Hälfte von 22 Studien, die das NIH fördert, müssten demnach eingestellt werden. Von den 9 immunologischen und infektiösen Affenstudien können nur 3 weiter laufen. 5 der weiteren 13 genetischen Untersuchungen, z. B. mit humanen embryonalen Stammzellen bei Primaten, müssten gestoppt werden.
Die Haltungsbedingungen der Versuchstiere sollen verändert werden. Jedes Tier sollte genügend Platz haben. Der Neurologe Daniel Geschwind von der Universität Kalifornien in Los Angeles schlug vor Verhaltensstudien in Zukunft in Tierparks oder Zoos vorzunehmen.
Kathleen Conlee, Vizepräsidentin der Humane Society der USA, der Tierschutzgesellschaft Amerikas, ist begeistert: "Wir sind sehr zufrieden und hoffen, das NIH wird diese Vorschläge bald umsetzen. Ich glaube, sie reflektieren das, was die Gesellschaft von uns verlangt."
Alle 13 Mitglieder des NIH Rates stimmten dafür, die Ratschläge zu akzeptieren. NIH-Direktor Collins möchte noch weitere Meinungen einholen. In 60 Tagen will er entscheiden. Offen bleibt, wer die Kosten für die 700 Affen übernehmen soll, die nun in den Ruhestand gehen?
Die Gelder, mit denen das NIH arbeitet, sind Steuergelder. Seit 3 Jahren kämpfen in den USA zwei Wissenschaftler vor Gericht dafür, damit Steuergelder nicht in der humanen embryonalen Stammzellforschung verwendet werden. Im März 2009 erlaubten neue Richtlinien, dass NIH-Mittel für die embryonale Stammzellforschung eingesetzt werden können. Bundesrichter Royce Lambert stoppte diesen Beschluß und begründete seine Entscheidung mit der damit verbundenen Tötung menschlichen Lebens in seinem embryonalen Stadium. Das sogenannte Dickey-Wicker Amendement untersagt Steuergelder für eine Forschung einzusetzen die Leben zerstört.
Am 7. Januar 2013 verwarf das Oberste Gericht der USA diesen Beschluß wieder und gab einem Einspruch recht. "Dadurch endet eine lange Schlacht, die grosse Schatten auf die humane embryonale Stammzellforschung geworfen hatte", schreibt J. Kaiser im ScienceINSIDER dieses Tages.
Amy Comstock Rick, Präsidentin der Vereinigung Advancement of Medical Research in Washington DC., unterstützt die humane embryonale Stammzellforschung. Sie nennt das Urteil vom 7. Januar 2013 einen Sieg für Wissenschaftler, Patienten und die ganzen Biomedizinischen Gemeinschaft. "Eine vielversprechende Forschung kann nun ungehindert fortschreiten, da die Hindernisse der Finanzierung erfolgreich aus dem Weg geräumt wurden", erläuterte sie.
Sind wirklich alle Hindernisse beseitigt?
Ein weiterer Bericht von J. Kaiser vom 7. Februar 2013 in Science weist auf ein ethisches Dilemma ganz eigener Art hin. Das NIH untersuchte seine etwa 200 humanen embryonalen Stammzellinien, die finanziell gefördert werden und fand heraus, dass Ei- und Samenzellspender nicht ihr Einverständnis gegeben hatten, dass ihr genetisches Material dazu verwendet wird, Embryonen für Stammzellinien zu klonen.
Im Juli 2009 forderte Präsident Obama das NIH auf, neue ethische Richtlinien in Bezug auf die Stammzellforschung zu erstellen. Damals hieß es, dass Stammzellinien nur aus Embryonen entstehen dürfen, die für die künstliche Befruchtung nicht benötigt wurden. Die neuen Richtlinien ließen ausser Acht, dass in Fertilisationskliniken auch mit gespendeten Ei- und Samenzellen gearbeitet wird.
Die Rockefeller-Universität in New York äusserte sich besorgt. Viele Reproduktionskliniken weisen ihre Spender nicht darauf hin, dass ihre Ei- oder Samenzellen eventuell für die Forschung benutzt werden. Amy Wilkerson und Kathaliya Wongsatittham sowie die Bioethikerin Josephine Johnston stellten Nachforschungen an, wer die Spender der NIH-Linien sind und ob diese auch ihr Einverständnis für eine Verwendung in der Stammzellforschung gegeben hatten.
Bei 50 von 200 NIH-Stammzellinien bestehen Zweifel. Wilkerson fordert das NIH darauf hinzuweisen, dass einige Linien nicht den Guidelines entsprechen. In Zukunft sollten Fertilisationskliniken ihre Spender bitten, ihr Einverständnis für die Stammzellforschung zu geben. Auch sollten die Spender der Klinik bekannt sein. Die Kliniken argumentieren immer mit dem Datenschutz ihrer Spender. Johnston ist jedoch der Meinung, dass ethische Angelegenheiten über dem Datenschutz der Spender stehen, die zudem auch ein Recht hätten, zu erfahren, wozu ihre Spende eventuell noch verwendet wird. 


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