Samstag, 20. September 2014

Genozid der Christen im Mittleren Osten

Dr. Edith Breburda

Veröffentlicht, Christliches Forum 17. September 2014
Vor einem Jahr hat sich die amerikanische Bevölkerung noch entschieden gegen einen militärischen Einsatz in Syrien ausgesprochen. Diese öffentliche Meinung war eine Überraschung nicht nur für Washington, sondern auch für die Republikaner im Kongreß.
Warum existierte eine solche Oppositionswelle?
Teilweise weil die Amerikaner nicht überzeugt waren, dass ihre Führer die Komplikationen, Geschichte und Realitäten im Mittleren Osten verstehen. Die amerikanische Auslandspolitik der vergangenen 12 Jahre war für viele Amerikaner enttäuschend; sie hatten das Gefühl, dass inneramerikanische Probleme mehr Aufmerksamkeit verdienen.
2013 gab es einen neuen Tiefpunkt bezüglich der Führungsqualitäten von Präsident Obama.
Aber es gab noch einen anderen gewichtigen Grund für diese Opposition in den USA.
Evangelische Christen und konservative Katholiken, die normalerweise für starke Militäraktionen sind, waren relativ still im Jahr 2013. Warum?
Weil Ihnen zum ersten Mal eindrucksvoll bewusst wurde, was mit den Christen im Mittleren Osten geschah. Sie wurden wegen ihres Glaubens ermordet, gequält, vergewaltigt und aus der Region vertrieben.
Wobei Syriens Präsident Assad nicht die Absicht hatte die Christen in seinem Land zu zerstören. Seine Feinde waren die Jihadisten und der Islamische Staat.
Durch die zunehmende Brutalität der Islamisten im Mittleren Osten wurden die Christen weltweit alarmiert.
Jihadisten entchristianisieren den Mittleren Osten, wo das Christentum seine Ursprünge hat.
Seit der U.S.-Invasiven im Jahre 2003 sind Zweidrittel der irakischen Christen aus ihrem Land geflüchtet. Sie wurden brutalisiert, terrorisiert, hingerichtet. Auch in Syrien wurden Christen exekutiert, weil sie sich weigerten zum Islam zu konvertieren.
In den letzten 18 Monaten ist die Berichterstattung hierüber in den USA angewachsen. Papst Franziskus hat auf die Greueltaten der Islamisten hingewiesen. Der Vatikan diskutiert über die Theorie des Gerechten Krieges.
Der republikanische US-Kongreßabgeordnete Chris Smith aus New-Jersey hat vor wenigen Tagen die Geschehnisse im Irak und in Syrien als „Genozid“ bezeichnet.
Die Christen in Amerika sind vor allem durch die Exekution von zwei amerikanischen Journalisten auf die Krise hingewiesen worden. Die Entrüstung der amerikanischen Christen über die unvorstellbaren Grausamkeiten, die vom Islamischen Staat an ihren Glaubensbrüdern und Glaubensschwestern verübt werden, ist sicher für die amerikanischen Entscheidung für militärische Aktionen gegen die Terror-Gruppe mitverantwortlich.
Im „The Wall Street Journal“ vom 13./14. September 2014 wird betont, dass es sich bei den militärischen Aktionen nicht um eine Invasion oder Okkupation handelt, sondern vielmehr um eine Antwort an eine Gruppe, die auch für die Verhältnisse im Mittleren Osten ungewöhnlich brutal agiert.

Die US-Regierung bemüht sich gemeinsam und mit vereinter Kraft der zivilisierten Welt den Genozid unschuldiger Menschen im Mittleren Osten zu stoppen.

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