Mittwoch, 29. Oktober 2014

Die Faszination um Halloween

Dr. Edith Breburda



Halloween war ursprünglich ein heidnisches Fest der Kelten. Man nannte es <Fest der Toten>. Auf Altären und Türschwellen brachte man den <wandernden Verstorbenen> Nahrung und Opfergaben dar. In der "Nacht der Magie" sollte man  nach Einbruch der Dunkelheit nicht unterwegs sein. Die Meisten verkleideten sich als das andere Geschlecht, um die Geister, die in dieser Nacht umher schweifen, in die Irre zu führen. Diese Beschreibung findet man auf einer Webseite der Naturreligion, die den 31. Oktober noch heute begeht.
70% der Amerikaner feiern zur Zeit immer noch das alte keltische Fest. Viele wissen wohl gar nicht worum es sich handelt. Und anstatt der dicken Kürbisse, die ausgehöhlt wurden, damit sie den Schutzgeistern ähneln, stellt man heute dünne Kürbisse vor die Türe, um den Kinder zu symbolisieren, dass es keine Süßigkeiten mehr gibt, die eigentlich nur Diabetes verursachen. Auch hat man Sorgen vor Allergenen in den Treats. So verteilen verantwortungsbewußte Amerikaner Kugelschreiber, Spielzeug oder sonst welche nützliche  Gegenstände an die von Haus zu Haus herumziehenden Kinder. Die verkleideten Kinder, sagen auch nicht mehr: "Trick or Treat". Heute heißt es:" Trick or Toys (Wisconsin State Journal 27. Oktober 2014).

Früher war der Tag, an dem man <Die Herren der Toten> ehrte, in den USA so verrufen, dass man ein Feier-Verbot verhängte.
Im Mai 1977 schrieb Bill Schnoebelen im National Geographic: "Am 31. Oktober, dem Keltischen Fest der Samhain, wurden früher Menschen und erstgeborene Kinder geopfert."
Es ist eine Nacht, in der boshafte Geister ihr Unwesen treiben und ihre einstigen Wohnstätten wieder aufsuchen, schreibt CBN.COM, ein Christliches Network.

Am Anfang des 7. Jahrhunderts führte Papst Gregor der I. Halloween ein. 601 erließ er ein Edikt. Man wollte die Heidnischen Sitten und Gebräuche der Menschen nutzen. So wurde das Fest Allerheiligen auf den Ersten November gelegt und der Abend vor Allerheiligen, (Al Hallows Eve) wurde zu Halloween.
Viele Amerikaner lächeln über all das und tun es als altmodisch ab. Sie feiern Partys und denken sich nichts. Aber einige sind doch der Meinung, in dieser Nacht leichter mit dem Übernatürlichen in Verbindung treten zu können (M. Synder, Halloweens heidnische Wurzeln, 16. 10. 2014).

Viele  sind sich nicht bewusst, wie sehr heidnische Kulte und die New Age Bewegung bereits unsere Gesellschaft unterminiert haben. Der Atheismus, die Amoral, ein fehlender Glaube, ja eigentlich die Nivellierung des Bösen selbst scheint daran nicht ganz unschuldig, analysiert Jeanne Ewing die Lage in ihrem Bericht: 'Fascination and Trappings of the Occult and their unexpected consequence", in Society/Aletia, vom 25. Oktober 2014. Die heutige Gesellschaft ist fasziniert über Zombies, Vampire, Hexen und Zauberer. In ihren Augen handelt es sich sogar um friedliche Dinge, die einen Hauch von etwas Heiligem, ja Göttlichem in sich tragen. Sie sind alles andere als langweilig. 

Wenn Halloween näher rückt, steigert sich diese Faszination für Okkultes, für dunkle Künste und Magie. Es scheint verführerisch, weil wir ja eigentlich etwas tun, was wir dennoch als Verbot ansehen. Der Nervenkitzel, den wir verspüren, reizt uns. Wenn wir uns vor etwas fürchten, sind wir plötzlich hellwach. Ehrlich gesagt genießen auch einige die Angst, die aus  lauwarmer Routine reißt, schreibt Ewing.

Die Geister die ich rief - hat uns nicht schon Goethe davor gewarnt? Die Macht des Bösen, die unseren Seelen schadet, davon berichtet schon die Bibel.

Ewing berichtet aus eigener Erfahrung. Sie besuchte eine katholische Schule in den USA. In der Mittelstufe wurde sie neugierig und wollte alles Übernatürliche erforschen. Sie wollte in die Tiefen des Unbekannten vordringen und bat um die Gabe des Hellsehens. Eine Wahrsagerin sollte ihr die Zukunft voraussagen. Sie studierte Astrologie. All die magischen Gepflogenheiten, an denen sie teilnahm, spielte sie als harmlos herunter und sagte sich, sie wolle ja nur hineinschnuppern. Sie las Bücher über Geister und Spukhäuser. Verschwiegen wurde ihr Leben, in dem die Dunkelheit  herrschte. Sie dachte über sich selbst, sie sei sehr aufgeklärt.

Unbewußt rutschte sie ins teuflische Reich ab, wie sie es später nannte. Langsam und fast unbemerkt wandte sie sich von Gott ab. Teuflische Alpträume quälten sie fast jede Nacht. Damit verbunden wackelte ihr Bett sehr heftig, schreibt Ewing. Bruder und Vater wurden terrorisiert. In der Nacht schwebten sie über ihren Betten. Im Haus der Familie waren Schritte zu höheren, Türen vielen zu und Stimmen riefen ihren Namen. Als sie sah, wie ihre Familie litt, überkam sie eine tiefe Scham. Sie berichtete ihren Eltern was sie getan hatte, als sie bei Freunden übernachtete. Ihre Eltern rieten Jeanne zur Beichte zu gehen um dem Bösen zu widersagen. Sie folgte dem Rat und erlebte eine authentische Heilung. Sie kehrte sich ab von der makabren Faszination des Unbekannten. Später schrieb sie: Gott will, dass wir uns nur ihm zuwenden und nicht falschen Ideologien oder häretischen Philosophien nachrennen. Er will unsere ganzes Herz, damit wir die Wahrheit und Schönheit seiner bedingungslosen und unerschütterlichen Liebe erkennen.

Antworten auf unsere irrigen Lebenswege können wir nur in Gott finden. Heute sieht Jeanne, wie sehr das Okkulte unser Leben beherrscht. Sie wünscht sich so sehr, sie hätte eher gewußt, dass man nicht aus Neugierde oder Spaß dem Widersacher die Türe in sein Leben öffnen kann. Viele ihrer Freunde tun aber genau dieses, ohne eigentlich zu wissen was sie tun. Heute gibt es viele Katholiken die sich von der Kirche entfernen. Manchmal durch anscheinend "harmlose" Praktiken wie Yoga und Meditationen, die man akzeptiert, ohne zu hinterfragen. Wenn wir jedoch genauer hinsehen, bemerken wir die Häresien, mit denen sie befallen sind, schreibt Jeanne.
Heute geben sie und Ihr Mann Vorträge über okkulte Praktiken und Zauberei. Auch Videospiele wie Grand Theft Auto, ja selbst die Lieder von Lady Gaga oder die Bücher von Harry Potter haben okkulte Inhalte.

Leider scheinen wir heute die Infiltration der Medien mit dem Okkulten zu akzeptieren. Unsere Großeltern wären wohl aus ihren Betten gefallen, wenn sie wüßten womit wir uns heute beschäftigen. Heute sind wir nicht mehr offen genug, diese Dinge in unserer Kultur bloßzustellen, schließt Jeanne ihren Bericht auf der Webpage Aletia.

Ob sie recht hat? Ein Blick in die Zeitung genügt. Im Wisconsin State Journal wurde am 26. Oktober 2014 über ein Ehepaar berichtet, das anderthalb Jahre an einem Spukhaus arbeitete, wo man eine Nacht für 25 Dollars verbringen kann. Ihr Anwesen liegt im sogenannten "Wisconsin Scaryland". Das Haus von Guz Kitchell und seiner Frau Sahra ist unter den 200 gelisteten Geisterplätzen des Staates Wisconsin aufgeführt. Dazu gehören Spukhäuser, Ställe, Wälder, Maisfelder und Zombie Jagdgebiete.


Der 43 jährige Kitchell ist selbständig. Er stellt Deodorants her. Seit 2009 verkauft er nebenbei Halloween Dekorationen für die Vorgärten oder auch als Inneneinrichtung von Restaurants. Er gründete die Firma Halloween FX Props. "Es ist ein florierendes Geschäft", sagt er. Die Stadt von Westport, wo sein Haunted House steht hat diese makabre Attraktion genehmigt. Nur die Nachbarn beschwerten sich. Deshalb konnte das Haus erst dann für den Publikumsverkehr freigegeben werden, nachdem er eine 5 Millionen Versicherung abgeschlossen hatte. "So weit haben wir keine Probleme", betont der Eigentümer. Er betrachtet die Angelegenheit als kontrovers, und nennt seine Nachbarn Spaßverderber (Adams B. on Wisconsin: A Deodorant salesman adds to his repertoire. Wisconsin States Journal, 26. Oktober 2014). 

Veröffentlicht Christliches Forum 
2. November 2014

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