Samstag, 12. Dezember 2015

In Memoriam, Univ.-Prof. Dr. agr., Dr. habil. Prof. h.c. Dr. h.c. Josef Eduard Breburda

Biographie von Univ.-Prof. Dr. agr., Dr. habil. Prof. h.c. Dr. h.c. Josef Eduard Breburda
07.10.1931-28.11.2015
15.11.2015


Josef Eduard Breburda wurde am 07.10.1931 in Karwin, Oberschlesien nahe Moravská Ostrava, geboren. Seine Vorfahren lebten in Prag, Tschechien. Als Erstgeborener eines Schulrektors verlebte er eine glückliche Kindheit in der milden Landschaft rund um den Hirschberger See in Böhmen. Viele Stunden verbrachte er mit seinem Vater auf dem Hochstand oder beim Pilze sammeln.
1938 bei der Eingliederung der seit über 800 Jahren überwiegend von Deutschen besiedelten Grenzgebiete im Westen, Norden und Süden der Tschechoslowakei in das Deutsche Reich, kam sein Onkel als katholischer Bürgermeister in das KZ Dachau. Auch sein Vater, der nicht der NSDAP angehörte, geriet in Schwierigkeiten. Er sollte sich von seiner polnischen Frau scheiden lassen. Wegen dieser unerfreulichen Situation meldete sich sein Vater zum Militär und leistete seinen Kriegsdienst zunächst in Russland und später in Frankreich ab. Als die Amerikaner ihre Offensive im Oktober 1944 in Metz /Frankreich starteten, ergab er sich als Oberleutnant mit seiner Truppe von 120 Mann und geriet bis 1947 in Gefangenschaft.
1945 entkam Josef nur knapp einer Verschleppung nach Sibirien, als er von einem schon fahrenden russischen LKW absprang.
Seine Familie wurde nicht vertrieben und durfte bei Verwandten in Schlesien bleiben. Deutsch wurde von nun an nicht mehr gesprochen. Josef besuchte das tschechische Gymnasium. Nach der Schule arbeitete Josef im Gastbetrieb seiner Tante, in der Landwirtschaft und im Bergwerk, um seine Mutter und Geschwister zu unterstützen. Er wurde zum Vaterersatz für die jüngeren Geschwister.
Im Oktober 1948 erhielt er die Genehmigung der amerikanischen Botschaft in Prag nach Westdeutschland umzusiedeln. Als Flüchtling verließ er die damals schon kommunistische Tschechoslowakei.
Nach drei Monaten beschloss er das Bischöfliche Gymnasium in Viernheim, Hessen wieder zu verlassen. Er begann eine Lehre als Landwirtschaftsgeselle. Drei Jahre später war er als staatlich geprüfter Landwirt unter den wenigen, die für das Studium der Agrarwissenschaften zugelassen wurden. Sein Studium finanzierte er sich selbst in verschiedenen Jobs – auch in der Brauerei und als Bauarbeiter.

Nach seiner Promotion 1958 bei Prof. Dr. Ing. H. Kuron, Institut für Bodenkunde und Bodenerhaltung, arbeitete Dr. Josef Breburda bis 1964 als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für kontinentale Agrar- und Wirtschaftsforschung (Osteuropa-Institut) der Universität Gießen. 1959/60 forschte er als erster Austauschwissenschaftler der Bundesrepublik Deutschland ein Jahr in der Sowjetunion (Universität Moskau).
1965 habilitierte er sich an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Justus Liebig Universität Giessen und wurde 1967 Professor für Bodenkunde und Bodenerhaltung. 1972 bis 1979 und 1985 bis 1990 war er Geschäftsführender Direktor des Zentrums für kontinentale Agrar- und Wirtschaftsforschung der Justus Liebig Universität Giessen, 1972 und 1973 Dekan des Fachbereichs „Umweltsicherung“ sowie 1976 und 1977 Dekan des Fachbereichs „Angewandte Biologie und Umweltsicherung“ der Universität Giessen, 1985 und 1986  Geschäftsführender Direktor des Instituts für Bodenkunde und Bodenerhaltung der Universität Giessen, 1993 bis 1995 Geschäftsführender Direktor des „Tropeninstituts“ der JLU - und 1989 bis 1999 Partnerschaftsbeauftragter der Universitäten Gießen und Kazan/Russland.
Prof. Dr. Breburda veröffentlichte 200 wissenschaftliche Publikationen in deutschen und internationalen Fachzeitschriften sowie sieben Monographien und 23 Bücher. Er betreute 20 Dissertationen und zahlreiche Diplomarbeiten, hielt Vorlesungen und Seminare über Quartärgeologie und Bodenkartierung, Bodenerosion und Bodenerhaltung, über die Bodengeographie Eurasiens, Bodenversalzung und Desertifikation, Bodennutzung in Trockengebieten. Er leitete bodenkundliche Forschungsprojekte in Nordafrika, Zentralasien, Sibirien, China und Indien, die von der EU, der Max- Planck-Gesellschaft und Bundesministerien finanziert wurden. Prof. Breburda organisierte und leitete 20 wissenschaftliche Exkursionen mit jeweils 40 Studenten und Wissenschaftlichen Mitarbeitern nach Osteuropa, in alle Teile der damaligen Sowjetunion und in die VR China.
1987 wurde Prof. Breburda in Nanking/China zum Ehrenprofessor (Prof.h.c.) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (Academia Sinica) ernannt.
1998 erhielt er von Bundespräsident Herzog das Bundesverdienstkreuz und 1999 in Kazan/Russland vom Rektor der Universität die Ernennungsurkunde zum Dr. h. c..
Giessener Anzeiger, 12,.12.2015



Er war Mitglied des "Collegium Carolinum", eine wissenschaftliche Vereinigung der Universitätsprofessoren, die ursprünglich aus Böhmen und Mähren kam . "

1969 - erhielt er als Gastprofessor der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften einen Forschungsaufenthalt am Institut für Bodenverbesserung in Prag-Zbraslav und war 2001-2002 Gastprofessor am Department für Bodenkunde der Universität von Wisconsin in Madison/ USA.  

Neben Lateinkenntnissen, sprach er Russisch, Tschechisch, Slowakisch, Polnisch, Kroatisch, Englisch und Französisch.

Seine Studenten nannten ihn den „hl. Josef“, wobei er in der Stadt als „fliegender Professor“ bekannt war.
Im Oktober 1961 heiratete er die approbierte Apothekerin Hildegard Scheid, Tochter einer
Gutsbesitzerfamilie bei Straubing/Bayern, in St. Peter in München. Sein Schulkamerad aus Böhmisch Leipa, Pater Angelus Graf Waldstein, OSB, zelebrierte die Hochzeitsmesse.
Prof. Dr. Josef Eduard Breburda lebte seit 2001 bis zu seinem Tode am 28. November 2015 bei seinem Sohn, Univ.-Prof. Dr.med. Christian Breburda, und seiner Tochter, Dr. med. vet. Edith Breburda, in den USA. Er war ein beliebter Wissenschaftler, liebevoller Ehemann und Vater. 
Giessener Allgemeine Zeitung, Dez. 2015

(Seine Biographie- Vom Heimatboden vertrieben zum Weltbodenforscher, Kindle Ebook  ).
 

Mittwoch, 2. Dezember 2015

In Memoriam, Univ.-Professor Dr. Dr. habil. Prof. h.c. Dr. h.c. Josef Eduard Breburda


1O/07/1931-11/28/2015



Josef Eduard Breburda was born in Karvina/Silesia near Mährisch Ostrau (Moravská Ostrava) on October 7, 1931. His ancestors lived in Prague/Czechoslovakia.

As firstborn of three children to a school principal his childhood was spent peacefully. From early childhood on he helped the farmers, spent time with Czech children from Prague to study German with them and frequently accompanied his father on his hunting trips. His whole life he loved to pick mushrooms. When World War II broke out, his Uncle, a Catholic mayor, was arrested and sent to the Concentration Camp in Dachau. His father endured many difficulties during Nazi occupation and was told to get divorced from his wife, who was Polish. However, that helped her and her three children to remain, when the ethnic German population was expelled from Silesia in 1945.

His father Gustav never become a Nazi-Party member, but joined the German Army and was sent to Russia. In 1944 Gustav was installed as a first Lieutenant in Metz/France where in October he led his company to peacefully surrender to the American troops and thereby saved the live of 120 German soldiers. Gustav was held in an officer’s prison camp in Scotland until January 1947.

At the end of the war, Josef escaped being kidnapping and sent to a Russian labor camp in Siberia in the last moment. He was already on a truck but jumped off without being noticed. He never saw the other “passengers” again.

After the war, Josef was sent to a Czech school, even though he did not know the language. He was not allowed to speak German any more. From that moment on, his mother only spoke Czech with him. To support his siblings and mother, Josef started to work after school in agriculture and took the nightshifts in a coal-mine, until he got permission from the American Embassy in Prague to leave the already communist Czechoslovakia in October 1948.
He crossed the border into West Germany as a refugee.

For a short time he attended a Catholic Bishops High School in Germany. Early 1949 he decided to leave school to work as a farm hand. In 1952 he became a State Examined farmer and was under a few graduates who were allowed to go to University to study Agriculture. He financed himself working in many jobs, including a brewery and in construction. In 1955 he graduated as a Master of Agricultural Sciences and received his Ph.D. in 1958.

From 1958 to 1964 he worked as an Assistant Scientist at the Institute for Continental Agrarian and Economic Research at the Justus-Liebig-University of Giessen/ West Germany. 1959-1960 he was the first exchange scientist of the Federal Republic of Germany at the Lomonossov-University in Moscow, Soviet Union. In 1965 he graduated with a second doctorate (Dr. habil.) from the Agricultural Department of the Justus-Liebig-University of Giessen. In 1967 he became a professor of Soil Science and Soil Conservation in the Agricultural Department. From 1972 to 1979 and 1985 to 1990 he was the Director of the Center for Continental Agrarian and Economic Research. From 1972 to 1973 he was the Dean of the Department of Environment Conservation. From 1976 to 1977 he was the Dean of the Department of Applied Biology and Environment Conservation. From 1985 to 1986 he was the Director of the Institute of Soil Science and Soil Conservation. From 1993 to 1995 he was the Director of the Tropical Institute. From 1989 to 1999 he was the partnership representative from the University of Giessen to the University of Kazan/Russia.

He spend a lifelong career as a devoted teacher, a unique expert in Soil Geography of Eurasia and North America, Soil Erosion, Soil Conservation, Desertification, Salinization (Europe, Russia, China, India, Mongolia, Central Asia, North-Africa), Quartarnary Geology (North-Eurasia and North-America) at the Agriculture and Environmental School, Justus Liebig University, Giessen, Germany; he organized multidisciplinary projects, funding, preparing, operating on Soil Erosion (South-East-China), Soil Conservation (Tatarstan, Russia), Desertification (Turkmenistan and North Africa), Soil Salinization (Northwest- China and North-India), Arctic-Soils (Siberia/Russia) on Global Warming.

He led soil research projects in North Africa, Central Asia, Siberia, China and India, financed by the European Union, the Max-Planck Society and Federal Ministries of Germany. Professor Breburda organized and led 20 scientific excursions to Eastern Europe, all parts of the Soviet Union and the People’s Republic of China.

He supervised the dissertations of 20 Ph.D. students and master degree projects of numerous students. He has published over 200 scientific papers in technical periodicals as well as 23 books on the topic of soil erosion and conservation.

In 1987 Professor Breburda was appointed an Honorary Professor (Prof. h. c.) of the Chinese Academy of Science (Academia Sinica) in Nanijng/China, because of his successful soil conservation projects in Southeast China.

In 1999 he was appointed an Honorary Doctor (Dr. h.c.) of the State University in Kazan, Russia.

In 1998 he received the Order of Merit (Bundesverdienstkreuz) from the President of the Federal Republic of Germany, Roman Herzog. This is the highest civilian honor awarded by the German government. He received this award for both improving the scientific relationship between Germany, the Soviet Union and Eastern Europe after World War II and helping to create a good relationship with Mainland China.

He was a member of the “Collegium Carolinum”, a scientific association of University Professors who came originally from Bohemia and Moravia.

Besides being a founding member and Director of the Institute for Continental Agrarian and Economic Research at the Justus Liebig University in Giessen from 1958 to 1997 he became a visiting Professor of the Czechoslovakian Academy of Sciences for a research stay at the Amelioration-Institute in Prague-Zbraslav in 1969 and was a guest Professor at the Dept. of Soil Science at the University of Wisconsin, Madison from 2001 to 2002.

He developed excellent relations with his communistic colleagues of China and former Soviet Union and all over the World. Next to the German Language, he knew Latin, spoke English, Russian, Czech, Slovak, Polish, Croatian, and French.

His academic students called him Saint Josef. He was also known as the flying Professor.

In October 1961 he married the Pharmacologist Hildegard Scheid, whose parents had an agricultural farm estate in Straubing/Bavaria. The wedding-Mass was at the beautiful baroque church, “The Old Peter”, Downtown Munich, presided by his Classmate from Böhmisch Leipa, Pater Angelus Count Waldstein, OSB, who was the director of the High School at the Benedictine-Monastery in Ettal, nearby Garmisch-Partenkirchen.

He was a renowned scientist; a beloved husband and a loving father for his son Univ.- Professor Christian Breburda MD, Ph.D. and his daughter Edith Breburda DVM, Ph.D.

(© E.Breburda)  


Sonntag, 15. November 2015

Wie es Fürsprechern der traditionelle Ehe in den USA ergeht

Dr. Edith Breburda

Publiziert, Christliches Forum, 21. November 2015 

Professor Lopez wuchs mit zwei Müttern auf, deshalb befürwortet er die traditionelle Ehe. Die Universität sieht das anders und will ihn nun fristlos entlassen. Doch nicht nur der Professor sorgt für Aufsehen, auch ein Richter, der Homosexuellen kein Kind zur Adoption überlassen will, steht im Rampenlicht der Medien.

Professor Dr. Robert Oscar Lopez von der California State University in Northridge, USA, lehrt Englisch. Seine Eltern kamen aus Puerto Rico und den Philippinen. Er kann neben Latein und Griechisch noch sechs weitere Sprachen.
Prof. Lopez wuchs bei seiner Mutter und deren Partnerin auf, nachdem sein Vater sie verlassen hatte. Er hat am eigenen Leib erfahren, was das bedeutet. Seit dem ist er gegen die Ehe von Gleichgeschlechtlichen. Sie sollten auch keine Kinder adoptieren. Er hat einen Brief an den obersten Gerichtshof der USA geschrieben, in dem er gegen die Neudefinierung der Ehe protestiert. Da er selber durch sein Elternhaus traumatisiert ist, kämpft er für die Rechte der Kinder und fordert, dass sie bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen sollten.
Jetzt wird Prof. Lopez wegen seiner Ansichten diskriminiert. Seine antikulturelle“ Meinung scheint nicht jedem zu passen. Man meint, sie wäre im Zeitalter der sexuellen Revolution nur peinlich. Dr. Roback-Morse, die die Lopez Ansichten teilt, sagte: „Lopez hinterfragt eine der Hauptaussagen der Sexuellen Revolution, die auf der Idee basiert, dass alle Erwachsenen ein Recht auf unbegrenzten Sex haben sollten. Sie vergessen dabei die Kinder, die ungefragt jede Rolle akzeptieren müssen, die ihnen aufgedrängt wird.“
„Rein theoretisch beschneidet eine gleichgeschlechtliche Ehe nicht die Rechte von jemand außenstehenden. Wenn man jedoch darauf beharrt in einer Ehe einen Anspruch auf Kinder zu haben, verletzt man die Rechte einer dritten Person. Nicht jeder heiratet, aber jeder hat ein Recht auf Vater und Mutter. Diese Beziehung ist grundlegender, als das eheliche Verhältnis. Kinder, nicht Gleichgeschlechtliche, haben einen wahren Grund vor Gericht zu ziehen, wenn es um die Neudefinition der Ehe geht“, sagt Lopez. Er ist auch strikt gegen die In-Vitro-Fertilisation. „Diese Technik ist nur ein Mittel zum Zweck für Gleichgeschlechtliche, um Kinder haben zu können. In diesem Sinne handeln auch Adoptions Agenturen. Homosexuelle wollen Eltern sein. Es geht ihnen aber gar nicht um die Kinder, die ein Zuhause brauchen. Während der Sklaverei war es üblich einen Menschen zu entmündigen. Der Missbrauch von damals war zwar schlimmer und doch ist eine Gemeinsamkeit vorhanden, weil die Human Rights Campaign die heutigen Praktiken unterstützt“, sagte Lopez.

Wen wundert es, dass man den Professor zum Schweigen bringen will?.
Er könnte sogar fristlos entlassen werden, d. h. seine Dauerstelle verlieren. Seit 378 Tagen untersucht ihn die Uni, obwohl er erst 245 Tage davon weiß.

Alles fing mit einer Tagung über Elternschaft und Kinderrechte an, die 2014 in der Ronald Reagan Presidential Library veranstaltet wurde. Lopez, der gerade das International Children’s Rights Institut gründete, hatte seine Studenten zu der Veranstaltung eingeladen, weil ihre Teilnahme ihrem Studium zugute kam.
Eine der Vortragenden war Dr. Jennifer Roback Morse vom Ruth Institut. Sie sprach über die Scheidung, ging aber nicht auf Homosexualität ein.
„Millionen von Kindern haben infolge einer Scheidung  keine Beziehung mehr zu einem Elternteil“, erläuterte sie. Auf ihrem Stand hatte sie einige Informationen ausliegen, darunter ein Heft mit dem Titel: „77 nichtreligiöse Gründe, um eine Ehe zwischen einem Mann und einer Frau zu unterstützen.“
Nach der Tagung wurde Lopez von drei Studenten angezeigt. Ihrer Anklage legten sie die Zeitschrift, „Are You a Survivor oft the Sexual Revolution bei, die bei der Tagung ausgelegen hatte, um zu beweisen, dass bei der Veranstaltung eine feindselige Atmosphäre herrschte und sie von dem Professor aufgrund ihres Geschlechts schikaniert und diskriminiert worden seien.
Allerdings stellte sich die Anklage als haltlos heraus, was selbst die Universität zugeben musste, weil eine Studentin, die sich an der Anzeige beteiligte, mit der Bestnote ihr Studium abgeschlossen hatte, obwohl der Professor von der Anzeige wusste. Der Anwalt von Prof. Lopez stellte fest, dass man den Professor nicht  entlassen könne, und es im Grunde nur um eine politische und ideologische Attacke gegen den Professor geht, weil er seine Studenten mit der Idee vertraut gemacht hatte, dass Kinder Rechte in Bezug auf ihre Familie haben (1).

Auch ein Richter im Bundestaat Utah ist sich der Probleme bewusst, die Kinder erfahren, die von gleichgeschlechtlichen Eltern großgezogen werden. Der Richter beruft sich auf wissenschaftliche Untersuchungen die zeigen, dass es Kindern die mit ihren biologischen Eltern aufwachsen besser geht.
Viele Studien haben gezeigt, dass Kinder, die bei Gleichgeschlechtlichen aufwachsen nicht so erfolgreich sind. –Sie leiden sehr darunter und werden selber nie ideale Eltern werden.
Dr. Douglas Allen der Simon Fraser Universität erklärt, dass Kinder von Homosexuellen schlechter in der Schule abschneiden. Auch werden sie viermal öfter vergewaltigt und viel öfter sexuell missbraucht. Dr. Lars Wichstorm aus Norwegen erklärt, dass 50 Prozent der Gleichgeschlechtlichen prädestiniert sind unter Depressionen zu leiden oder einen Selbstmord zu begehen. Essstörungen wie Anorexia sind auch öfter zu verzeichnen. Kinder von depressiven Eltern neigen zum Alkoholismus.

Die Frauen Beckie Peirce, 34 und April Hoagland 38, hatten im Oktober 2014 geheiratet. Ihre Ehe wurde anerkannt. Im August wurde ein einjähriges Mädchen in ihre Obhut gegeben. Die Frauen hofften, das Kind bald adoptieren zu dürfen, weil die Agentur und die leibliche Mutter des Kindes bereits ihr Einverständnis gegeben hatten.
Der Richter Scott Johanson, der den Fall behandelte, wollte das Kind jedoch lieber einem heterosexuellen Paar überlassen. Der Richterspruch ist nicht ausgeführt worden, dennoch waren die Medien entsetzt.
„Es handelte sich um eine rein religiöse Entscheidung von Richter Johansen. Die Studien, auf die er sich berief, konnte er gar nicht nennen“, sagte Mandie Torgerson, die biologische Mutter der Einjährigen. Viele sind nun über den Richter empört. Selbst Hillary Clinton schrieb auf Twitter: „Eine gute Elternschaft hat nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun- Tausende Familien geben dafür ein Beispiel.“
Chad Griffin, der Präsident der Homolobby „Human Rights Coalition“, sprach von einem ungerechten und krankhaften Urteil. Er war außer sich und geschockt. Seiner Meinung nach missachtet das Urteil alle Indizien, wonach Kinder, die bei Gleichgeschlechtlichen aufwachsen, genauso gesund und justiert sind (2).

Literatur:
1) Siggins D. und Jalsevac J.: Bisexual prof. raised by lesbians who supports traditional marriage faces loss of tenure. LifeSiteNews, 11. November 2015
2) Johnson B.: Judge reportedly removes foster child from lesbian couple, says children do better with children do better with opposite-sex parents. LifeSiteNews, 12. Nov. 2015

Donnerstag, 12. November 2015

Dubiose Versprechungen der Pharmafirma OvaScience, unfruchtbaren Frauen zu helfen

Dr. Edith Breburda

Ist die Biotechnologie soweit, Körperzellen zu Eizellen umzuwandeln, woraus sich letztendlich lebensfähige Babys entwickeln? Eine derartige Methode würde die biologische Uhr der Frau hinfällig machen. Sie wäre wie der Mann zeitlebens“ fruchtbar.

Auf einer sehr populären Unfruchtbarkeits-Internetseite konnte man am 11. August 2014 den folgenden anonymen Eintrag finden

 „Ich bin 47 Jahre alt und lese die Webseite der Pharmafirma OvaScience. Dort wird über neue Behandlungsmethoden berichtet, die für In-Vitro-Fertilisationen benutzt werden können. Hat jemand darüber näherer Informationen?”, fragt die Frau.

In den 14 Monaten, die seitdem vergangen sind kamen 3500 Antworten. Viele von ihnen sind voll des Lobes über die Versprechungen von OvaScience. In einer Zuschrift heißt es, eine Frau habe bereits 300.000 US Dollars für Fruchtbarkeitsbehandlungen ausgegeben. Trotzdem will sie nochmals Geld aufnehmen, um mit OvaScience  schwanger zu werden. Die Institution verspricht, primitive Zellen in Eizellen umwandeln zu können.

“Ich wette bei meinem Leben, dass ich dank dieser Methode bald ein Baby haben werde“, behauptet eine andere Frau, die ihre Renten-Ersparnisse bereits in OvaScience steckte.

Wenn Kunden so viel Vertrauen in ein Biotechnologie-Unternehmen setzen und Spender bereits 2011 und 2012 zweihundertvierzig Millionen US Dollars für  Forschungsvorhaben aufgebracht haben, muss man sich fragen, was diese Firma von andern In-Vitro-Kliniken unterscheidet?

OvaScience Forscher wollten es einfach nicht hinnehmen, dass die Zahl der Eizellen, die einer Frau zur Verfügung stehen, bereits bei der Geburt festgelegt ist. Sie wollten die Biologie der Frau verändern.

„Die Möglichkeit, mehr Eizellen herzustellen, kommt einer Revolution in der Frauengesundheit gleich“, sagte der Reproduktionsbiologe Roger Gosden der New York Times bereits 2004.

Anlass war ein Artikel von Jonathan Tilly, der am 12. März 2004 in der Fachzeitschrift Science erschien. Dr. Tilly gründete OvaScience. Obwohl viele Wissenschaftler überzeugt sind, dass es keine Stammzellen in den Eierstöcken gibt, die noch nach der Geburt Eizellen produzieren, behauptet Tilly einen Weg gefunden zu haben, genau solche Eizellen entwickeln zu können. Damals, 2004, waren Mäuse die Versuchstiere. Die zuständige US-Behörde verlangte von OvaScience mehr Daten zu sammeln, bevor eine derartige Therapie für Menschen zugelassen wird.

Jonathan Tilly ist über die vielen Zweifler an seinen Studien frustriert. Seine Kollegen erwähnen, dass er bei Vorträgen oft schon vor der Diskussion den Saal verlässt, um lästigen Fragen aus dem Weg zu gehen.

Am 29. Juli, 2005 berichtete Tilly, der damals noch an der Harvard praktizierte, im Fachmagazin Science über seine Mäuse-Experimente. Er gewann seine sogenannten Eizellstammzellen aus dem Knochenmark.

„Ich hatte damals Patientinnen, die mir erzählten, sie gehen in Boston in das Mass General Krankenhaus, um sich Knochenmarkszellen entnehmen zu lassen, aus denen dann Eizellen entstehen. Ich sagte zu ihnen, dass derartige Versuche nicht replizierbar sind. Die Frauen antworteten mir jedoch, sie würden alles tun, um ein Kind zu bekommen “, erinnert sich Dr. David Keefe, ein Fruchtbarkeitsspezialist des Langone Medical Centers der New York Universität.

Ein Jahr später wurde Tilly’s Studie widerlegt (Science, 16 Juni 2006). Dann fing Tilly an die angeblichen Eizellvorläuferzellen anstatt aus Knochenmark aus Eierstöcken zu entnehmen.

OvaScience, hat seinen Hauptsitz in Waltham, Massachusetts, USA. Seit neuestem bietet die Firma außerhalb der USA Frauen die neuartige AUGMENT Therapie für 50.000 Dollars per Zyklus an. Wissenschaftler der Firma haben ein Elixier hergestellt, das sie mit den Samenzellen vermischen und bei einer In-Vitro-Fertilisation anwenden.
AUGMENT Methode von OvaScience
 
Aus der Außenwand der Eierstöcke gewinnen die Forscher ein Gemisch aus denen sie angebliche Vorläufer von Eizellen entwickeln. Daraus werden Mitochondrien extrahiert, die mit den Spermienzellen bei der Befruchtung wieder eingebracht werden. Ob es funktioniert, weiß keiner. Man arbeitet also letztendlich nur mit Substanzen, die man aus den angeblichen Eistammzellen extrahiert. Eine Stammzelle ist eine Zelle, aus der funktionstüchtige Zellen hervorgehen. Eine Eistammzelle müsste demnach selbständige Eizellen bilden.
Und trotzdem behauptet Tilly, dass er Eistammzellen gefunden hat, die er in Eizellen umwandeln kann. Skeptiker betonen hingegen, man könne erst von einer Eizelle reden, wenn die Zelle einen haploiden Chromosomensatz hat und wenn eine Befruchtung Nachkommen hervorbringt.

Ji Wu von der Shanghai Jiao Tong Universität in China schrieb 2009 in einem Artikel in Nature Cell Biology von Zellen aus Eierstöcken von neugeborenen Mäusen, die er in sterilisierte Mäuse transplantierte, die daraufhin trächtig wurden. Tilly hat die Versuche von Ji Wu nachgemacht, es dauerte jedoch neun Monate bis er endlich Erfolg hatte. „Diese lange Zeit gibt den Skeptikern Recht, die längst vorher aufgeben“, sagt Tilly.

Evelyn Telfer von der Universität Edinburgh stellte fest: “Ich glaube es gibt doch so etwas wie Eistammzellen.“

Wissenschaftler die versucht haben Wu zu kontaktieren hatten allerdings keinen Erfolg. Er reagiert weder auf Anrufe, noch auf Emails.

Viele Forscher zweifeln an den Mäuse-Studien, die nicht nachvollziehbar sind. Vier Forschungsteams konnten keine Eistammzellen finden, egal welche Methode sie anwendeten. „In meinem Labor konnte ich sie nicht isolieren“, sagt Prof. Kui Liu von der Universität von Gothenburg in Schweden.

Weder Dr. Kui Liu, noch Lin Liu Nankai von der Universität  Tianjin in China, haben diese Zellen in Affen, Menschen und Mäusen gefunden. „Vielleicht sehen die Zellen unter dem Mikroskop so ähnlich aus wie Eizellen, und eventuell reagieren sie auf Hormone so wie Eizellen, aber sie teilen sich nicht und sind nicht haploid, so wie alle Eizellen. Es handelt sich um ein Wunschdenken“, sagen John Eppig und David Page, zwei Wissenschaftler von Universitäten in Massachusetts-USA.

Tilly ist zugegebenermaßen erstaunt über seine Kollegen. „Jeder der weiterhin die Existenz dieser Eistammzellen leugnet, obwohl sie so oft in der Literatur beschrieben worden sind, ist entweder naiv oder hat irgendwelche Hintergedanken, die mit Wissenschaft nichts zu tun haben“, behauptet er.

Sein Kollege Hugh Clarke von der McGill Universität in Montreal, Kanada, ist fassungslos- „Ich dachte die Debatte ist endgültig vorbei. Hingegen schenkt man den Eistammzellen immer mehr Aufmerksamkeit. Ich kenne keinen einzigen Wissenschaftler in der Grundlagenforschung, der allen ernstes an diese Zellen glaubt. Und plötzlich ist da diese dubiose Firma OvaScience.“

Zian Rajani, ist das erste Baby, das im April 2015 in Toronto/Kanada durch die Mithilfe der AUGMENT Behandlung von OvaScience auf die Welt kam.

Bilder des Babys mit seinen schwarzen Haaren und den geballten Fäustchen gingen um die Welt. Seine Mutter bekam einen Extrasatz Mitochondrien bei der Befruchtung injiziert. Mitochondrien sind kleine Zellorganellen, die sich in jedem Zellplasma befinden und als Energie-Lieferant der Zelle fungieren. Die Mitochondrien der Eizellen von älteren Frauen sind nicht mehr so funktionstüchtig. Dr. Tilly sagt er wurde durch ein Experiment der späten 90iger Jahre inspiriert. Wissenschaftler entnahmen damals Zellplasma von jungen Frauen und spritzten es in Eizellen von 30 unfruchtbaren Frauen. Dreizehn der Probanden wurden daraufhin schwanger.

Jacques Cohen, von der Livingston Universität in New Jersey, der damals die Versuche machte, beschreibt sie als Pilot Studie, die einigen Frauen verhalf schwanger zu werden, aber ansonsten keine sicheren Erkenntnisse lieferte.

Tilly war dennoch beeindruckt. „Es hat immerhin bei 43% funktioniert“, erklärt er.

Krankenhäuser in Kanada, der Türkei und den Arabischen Emiraten bieten seit 2011 die AUGMENT Methode an. Panama, Spanien, Japan und Groß Britannien werden wohl bald folgen.

Seitdem sind angeblich 17 gesunde Babys mit Hilfe von AUGMENT geboren worden. Sie hatten allerdings jüngere Mütter. „Ärzte haben eine höhere Fruchtbarkeitsrate bei Frauen festgestellt“, sagte der Direktor von OvaScience Michelle Dipp im September 2015. Neun von 34 Frauen werden fruchtbar, heißt es in den einschlägigen Fachzeitschriften: Journal of Fertilization, In-Vitro-IVF-Worldwide, Reproductive Medicine, Genetics & Stem Cell Biology.

Prof. Keefe, der New Yorker Spezialist für Unfruchtbarkeit ist sehr verärgert. Er war Mitglied der US Food and Drug Administration, der Arzneimittelbehörde, die derartige Therapien auswertet „Das was OvaScience tut, ist völlig fehlerhaft. Die Patientinnen haben 2-3 erfolglose Fruchtbarkeitstherapien hinter sich. Was OvaScience veranlasst dieses als „Null-Fertilität“ zu bezeichnen. Dann werden sie behandelt und haben eine 20 prozentige Erfolgsquote. Wenn ich eine Münze werfe und wenn sie erst beim dritten Mal auf den Kopf fällt, ist das nicht plötzlich 100 mal besser. Daten haben gezeigt, dass die Fruchtbarkeitsrate bei 5 Zyklen 30% beträgt. Jeder möchte gerne an den Hl. Nikolaus glauben. Man zahlt immerhin 50.000 US-Dollars pro Zyklus. OvaScience kann ja weiterhin behaupten Eistammzellen gefunden zu haben, nur glaubt das außer ihnen kein Mensch auf der Welt.“ Keefe fordert, dass OvaScience keine Therapien mehr anbietet, solange die Grundlagenforschung nicht stattgefunden hat.

OvaScience hat eine Niederlassung in Kanada. In den USA erwartet die FDA von OvaScience reguläre klinische Studien, wie bei allen neuen Therapien. Dementsprechend ist die Konversation zwischen OvaScinece und der FDA minimal. Da jedoch AUGMENT in anderen Ländern angenommen wird, sieht sich OvaScience nicht unbedingt der FDA gegenüber verpflichtet. „Der Endmarkt ist attraktiv“, sagt Zarak Khurshid von der Firma WedBush Securities in San Francisco, der den Werdegang von OvaScience  verfolgt. „Da sind sehr motivierte Kunden. Es ist ein barzahlendes Geschäft.“

AUGMENT ist erst der Anfang. Die Pharmaindustrie plant zwei weitere Therapien:  OvaPrime und OvaTure benutzen Extrakte aus den sogenannten Vorläuferzellen der Eistammzellen. Die Therapie mit OvaPrime, die zwei chirurgische Eingriffe erfordert, soll Ende 2015 angeboten werden. Im Grunde handelt es sich um die gleiche Therapie wie bei der Methode von AUGMENT.  

Hugh Taylor, der Forschungsgelder von OvaScience bekommt, ist der Meinung, es wäre unethisch, eine erfolgsversprechende Behandlung nicht anzuwenden. Er hofft AUGMENT wird bald auch in den USA angeboten. „Ärzte sollen die Wirkung selber herausfinden. Grundlagenforschung ist nicht so wichtig in diesem Fall.“

Die Austragenden dieses Dramas sind die Patientinnen, die jede Behandlung ertragen; jeden Preis zahlen; sonst wohin fahren, nur mit dem Ziel ein eigenes Baby  zu bekommen.

Literatur: Jennifer Couzin-Frankel, Feature: A controversial company offers a new way to make a baby. Science Magazine, Latest News, 5. Nov. 2015

Montag, 9. November 2015

Pariser UN-Konferenz behandelt Auswirkungen des Klimawandels auf arme Länder

Dr. Edith Breburda
Der Klimawandel könnte bis 2030 mehr als 100 Millionen Menschen in extreme Armut bringen infolge von Wassermangel bei der Landwirtschaft, Ausbreitung von Malaria und anderer Krankheiten, berichtete die Weltbank am Mittwoch, dem 04.11.2015.
Nur wenige Wochen vor dem UN-Klimagipfel in Paris weist der Bericht darauf hin, dass die Auswirkungen der globalen Erwärmung ungleichmäßig vor allem die Armen in der Welt treffen werden, die unvorbereitet mit Klimaschocks und steigendem Meeresspiegel oder schweren Dürren nicht umgehen können.
"Sie haben weniger Ressourcen und erhalten weniger Unterstützung von der Familie, der Gemeinschaft, dem Finanzsystem und den sozialen Sicherheitsnetzen, um die Folgen des Klimawandels zu verhindern, zu bewältigen und sich anzupassen", sagt die in Washington ansässige Weltbank.
Wie man den armen Ländern - und armen Gemeinschaften innerhalb der Länder – helfen kann sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen, ist eine der Crunch Fragen bei den Gesprächen über ein globales Klimaabkommen, die im Dezember 2015in Paris stattfinden.
"Die Statistiken im Bericht der Weltbank sind schockierend und es ist zu hoffen, dass sie die reichen Länder zwingen, weltweit die armen und gefährdeten Gemeinschaften zu unterstützen, damit sie die unvermeidbare Klimakrise besser bewältigen, und widerstandsfähiger in einem veränderten Klima werden." 



Obwohl die Emissionen von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen in Europa und den USA verringert werden konnten, ist der Klimawandel wahrscheinlich nicht in absehbarer Zeit zu stoppen. Kohlenstoffemissionen werden voraussichtlich noch viele Jahre in China, Indien und anderen Entwicklungsländern steigen wegen Nutzung fossiler Energieträger, um ihre Wirtschaft anzutreiben.
Bemühungen um die Armen zu schützen, wie zum Beispiel eine Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung und sozialen Sicherheitsnetzen, gezielte Maßnahmen zum Hochwasserschutz und der Anbau von mehr dürretoleranten landwirtschaftlichen Kulturen, könnten die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Armut verhindern.
"Ohne eine solche Entwicklung könnte der Klimawandel bei weiteren 100 Millionen Menschen, eine extreme Armut bis zum Jahr 2030 zur Folge haben", so der Bericht.
Stephane HALLEGATTE, einer der Autoren, sagte der Associated Press, dass sich der Bericht anstelle einer Analyse der makroökonomischen Auswirkungen des Klimawandels auf Erhebungen von 1,4 Millionen Menschen in 92 Ländern stützt.
"Wenn wir die Leute befragten, warum sie in Armut gefallen sind gab es drei Hauptfaktoren: Landwirtschaftliche Schocks, einschließlich einer Erhöhung der Lebensmittelpreise, Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürren, Stürme... und Gesundheitsfragen, einschließlich Malaria, Durchfall" 



Studien haben  gezeigt, dass der Klimawandel beim globalen Ernteertrag Verluste von 5 Prozent bis 2030 und von 30 Prozent bis 2080 bedingen könnte. Eine Temperaturerwärmung könnte auch die Zahl der Menschen mit einem Risiko für Malaria um 150 Mio. erhöhen.
HALLEGATTE sagte die "Hotspots" für die Klimafolgen für arme Leute sind Afrika südlich der Sahara und Südasien.
Die USA und andere Länder haben sich gemeinsam verpflichtet, zur Finanzierung des Klimaschutzes in den entwickelten Länder,100 Milliarden Dollars pro Jahr bis zum Jahr 2020 aufzubringen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Verringerung der Emissionen. Die Entwicklungsländer fordern Verpflichtungen über das Jahr 2020 hinaus.
Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung schätzt, dass die Klimafinanzströme in die Entwicklungsländer im Jahr 2014 62 Milliarden $ erreicht haben.

Literatur
Ritter K.: World Bank: Climate change could result in 100 million poor. World Bank Report, Wisconsin State Journal, 8. Nov. 2015

Ein wesentlicher Schritt bei der Suche, um tödliche Krankheiten durch Veränderung des menschlichen Genoms zu behandeln ist gelungen

Dr. Edith Breburda
Christliches Forum, 10. Nov. 2015
Forscher verwendeten eine neuartige Gen-Schnitttechnik, um einen aggressiven Krebs bei einem Kind zu behandeln. Sie veränderten dadurch das menschliche Genom. Nachdem eine herkömmliche Behandlung mit Chemotherapie und einer Knochenmarktransplantation nicht funktioniert hat, wurden einem Mädchen spezielle Designer-Zellen injiziert. Ein paar Wochen danach verschwand ihre Leukämie.
"Wir werden über eine Heilung erst in ein oder zwei Jahren reden, sofern der Krebs nicht zurückkommt“, sagte Paul Veys, der Arzt, der die Behandlung am Great Ormond Street Hospital für Kinder in London durchgeführt hat.
Es gibt andere Gründe, vorsichtig zu sein. Die Behandlung wurde bisher nur bei einem Patienten durchgeführt.
Medizinmann/USA
Während einige der Daten auf einem wissenschaftlichen Treffen in Florida im Dezember vorgelegt werden sollen, wurde das Verfahren bisher nicht begutachtet oder in einer Fachzeitschrift veröffentlicht.
Bei der Gen-Bearbeitung werden fehlerhafte DNA-Stücke mit einer winzigen Schere herausgeschnitten, um eine genetische Erkrankung zu beheben.
Der Ansatz ist jedoch umstritten, weil er eines Tages verwendet werden könnte, um Merkmale wie Augen- oder Haarfarbe zu verändern, die nichts mit einem medizinischen Nutzen zu tun haben. Das Gespenst sind "Designer-Babys".
Inzwischen haben mehrere große Unternehmen, darunter Pfizer Inc., Astrazeneca
SPS und Novartis AG damit begonnen, mit Gen-Editing-Tools zu arbeiten.
Viele Biotechnologieunternehmen und akademische Forscher experimentieren bereits mit einer als CRISPR-Cas9 benannten Technik. Sangamo BioSciences
Inc. in den USA testet eine rivalisierende "Zinkfinger-Nukleasen-Gen-Schnitttechnik" bei HIV-Patienten.

Der Säugling, der in London behandelt wurde, litt an einer rezidivierenden akuten lymphatischen Leukämie, einer Form von Blutkrebs, die sich sehr schnell ausbreiten kann. Nachdem eine konventionelle Therapie gescheitert war, hatten die Ärzte fast keine Optionen mehr.
Einige Leukämie-Patienten können mit einer experimentellen CAR-Technik, die einige Erfolge bei US-Studien gezeigt hat, behandelt werden. Sie beinhaltet die Entnahme von Immunzellen des Patienten, die gentechnisch verändert werden, so dass sie effizienter Leukämiezellen aufspüren und töten. Anschließend werden die Zellen wieder eingesetzt.
Das Problem war, dass Layla nicht genug von ihren eigenen gesunden Immunzellen hatte, weil so viele durch die Chemotherapie zerstört wurden. Das normale CAR-Verfahren wurde somit ausgeschlossen. Um T-Zellen eines gesunden Spenders zu verwenden, wandten sich die Great Ormond Street Ärzte an Cellectis, eine französische Biotech-Firma, in der Pfizer 8% der Anteile besitzt.
Ein paar Wochen, nachdem die Spenderzellen entwickelt und Layla gegeben wurden, bildete sich ihre Leukämie zurück. Sie erhielt dann eine Knochenmarktransplantation, um ihrem Immunsystem, das durch die Behandlung ausgelöscht worden war, Auftrieb zu gegeben. Sie erholt sich jetzt zu Hause.
"Es ist sehr aufregend, aber es ist noch zu früh von Erfolgen zu sprechen", sagte Matt Kaiser, der Leiter der Blutkrebs-Forschung bei UK Charity Bloodwise.
Um die Behandlung von Layla zu validieren, fügte er hinzu, "es muss sich eindeutig um klinische Langzeitstudien handeln, mit mehr Patienten. Wir müssen wissen, wer reagiert und wer nicht, um langfristige Ergebnisse zu verstehen. "
Cellectis plant die Aufnahme einer Prüfung seiner Produkte bei mehr Patienten ab Anfang nächsten Jahres. Wenn die Layla Ergebnisse repliziert werden können, kann der Gen-Bearbeitungsansatz eine neue Möglichkeit bieten, Leukämie und möglicherweise andere Krebsarten zu bekämpfen.

Literatur:
Gautam Naik: New York on Genes Helps Cancer Fight, The Wall Street Journal. 6. Nov. 2015

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