Montag, 23. Februar 2015

Psychiater und Exorzist warnt vor dem Film, "Fifty Shades of Grey"

Dr. Edith Breburda
Der Psychiater Dr. Aaron Kheriaty von der Irvine Universität in Kalifornien ist der Überzeugung, das Buch und der Film Fifty Shades of Grey ändern unseren Geist und unseren Körper.
Kheriaty fand in zwei Studien von 2013 heraus, dass Frauen, die das Fifty Shades Buch, gelesen haben, ihr Verhalten gegenüber missbräuchlichen Beziehungen ändern:
„Wir dürfen eine Filmromanze und die Gewalt nicht miteinander vermischen. Die neuronalen Vernetzungen in unserem Gehirn, die sich auf unser Sexualverhalten beziehen, sind so geschaltet, dass sie unsere sexuellen Erfahrungen in subtiler Weise prägen. Bestimmten Gehirnregionen ordnen wir der Aggression und dem Zorn zu. Ihre Ausprägung verstärkt sich, wenn wir in gewalttätigen oder herrschsüchtigen Verhaltensweisen engagiert sind.
Anderen separaten Hirnarealen ordnen wir Angst und Furcht zu. Sie werden in ihrer Intensität durch furchteinlösende und erschreckende Erfahrungen erhöht. Was passierte demzufolge in den Gehirnen der Hauptdarsteller des Films? Christian und Anastasia bringen ihre Liebe durch ein brutales Verhalten zum Ausdruck. Wenn wir Sex, Aggression und Furcht in einer Handlung miteinander vermischen, passt sich unsere Geist und auch unser Körper diesem Verhalten an.
Das Gehirn verknüpft die Handlungen miteinander, die normalerweise nichts miteinander zu tun haben und speichert sie im Gedächtnis ab. Es handelt sich um Lernprozesse, die wir der Plastizität unseres Gehirns zu verdanken haben.
Menschen, die mit sadomasochistischen sexuellen Praktiken experimentieren, sind zuerst verwirrt. Die erlebten Ereignisse bleiben jedoch dauerhaft im Gedächtnis und beeinflussen das zukünftige Verhalten, das zudem mit einer starken emotionalen Beteiligung einhergeht. Morphologische  Umbauvorgänge im Gehirn, die aufgrund der Kombination von Reizen erfolgen, aktivieren das Langzeitgedächtnis[1].“
Kheriaty beruft sich bei seinen Erläuterungen auf das Hebb’sche Prinzip[2].
„Wenn die separaten Hirnareale sich vereinigen, werden wir Aggression ganz automatisch mit Sex verbinden. Desweitern steigern Angst und Furcht unser sexuelles Interesse. Wenn diese Verhaltensweise auffällig wird, sehen wir die Leute oft in unserer Praxis. Sie beschweren sich, dass ihr sexuelles Verhalten an all die zuvor beschriebenen Dinge gekoppelt ist. Sie können nichts dagegen tun.
Filme und Bücher wie Fifty Shades, welche die Allgemeinpräsenz von Pornographie in der breiten Masse der Gesellschaft propagieren, zwingen vor allem junge Menschen sich genau zu überlegen, was sie sich ansehen. Und sei es auch nur, um der Versuchung mit dem Feuer zu spielen, auszuweichen.
Bevor wir uns durch unser Sexualverhalten bestimmen lassen, müssen wir uns fragen, was wir unserem Gehirn und Körper antun wollen. Welche neuronalen Verschaltungen sollen uns prägen? Wollen wir Sex mit Liebe; Sex mit Vertrauen, Sex mit Verpflichtung, Sex und Selbstlosigkeit, Sex und Geborgenheit miteinander verbinden?
 Oder wollen wir unsere Neuronen derart manipulieren, dass sie Sex und Gewalt; Sex und Dominanz, Sex und Unterordnung, Sex und Kontrolle miteinander koppeln. Unser Gehirn wird durch unsere Entscheidungen geprägt. Automatisch macht es sich die wiederholenden Gewohnheiten zu nutze. Die initiierende Handlung, welchen Weg wir gehen wollen, hängt von uns ab[3].“

Ganz nebenbei, auch ein Exorzist warnt vor dem Film: Fifty Shades of Grey. Pater Patrick, und sein Team bezeichnen es als das Grey Phänomen, vor dem die Kirchenoberhäupter der USA warnen. Sie sind nicht alleine. Selbsthilfegruppen gegen häusliche Gewalt, selbst Filmkritiker verurteilen aufs Schärfste die sexuelle Gewalt, die sich hier zeigt. Der Film basiert keineswegs auf der Realität. In den ersten drei Tagen, die er in den Kinos der USA zu sehen war, brachte er 81,7 Millionen US-Dollars ein.
Pater Patrick, wie ihn die Autorin Patti Armstrong nennt, ist nicht sein richtiger Name. Patti will seine Identität schützen, so wie das bei Exorzisten im Allgemeinen üblich ist. Der Priester war sechs Jahre lang unter der Obhut eines kompetenten Exorzisten tätig. Heute hat er seine eigene Pfarrei. Seit fünf Jahren ist er nebenbei als Exorzist einer US-Diözese tätig. Seine Mitarbeiter, sein Deliverance Team, wie er sie nennt, sind immer mit dabei, wenn der Priester seinen Dienst vollzieht. Sie beten mit den Leuten, die zu Pater Patrick kommen und um seine Hilfe bitten.
Patti hat den Priester am Telefon interviewt. Sein Team war mit ihm und konnte über Lautsprecher mithören. Der Priester erläuterte:
„Wenn wir uns einen Film wie diesen anschauen, nehmen wir die Handlungen in uns auf. Er verbiegt unsere Sinne und wird sich in unseren Beziehungen widerspiegeln. Man sagt zwar, ein Film ist dazu da, um uns zu entspannen, deshalb genießen wir es ins Kino zu gehen. Kann man wirklich einen Film als Rekreation bezeichnen, der sich über Gottes Kreation lustig macht, bzw. sie entheiligt? Es ist fast eine Ironie, dass der Hauptdarsteller den Namen Christian Grey trägt. So wie er würde nie ein Christ handeln. Außerdem können keine Schatten auf dem Christentum liegen. Es geht hier um alles oder nichts. Eine  Grauzone, wo wir nicht zwischen richtig und falsch entscheiden können, spottet einem jeden Gläubigen. In der heiligen Messe zelebrieren wir das Opfer unseres Erlösers Jesu Christus. Die schwarze Messe dreht alles um. Das uns Heilige wird als unheilig deklariert.
So wie es sich bei der Sexualität in der Ehe um einen heiligen Akt, ein Geschenk Gottes handelt, wird in dem Film die Tugend der Keuschheit und Gottes Schöpfung pervertiert. Wir sind Gottes Kinder. Wenn wir uns einen Film ansehen, der das Böse fördert, begeben wir uns auf sehr dünnes Eis. Unsere Sinne können dann nicht mehr entscheiden, was richtig und falsch, rein und unrein ist. Wir verlieren unser geistiges Gespür. Das gleiche passiert auch, wenn wir uns Vampir-Filme ansehen. Warum lieben wir sie? Welche Geister laden wir in unser Leben ein? Blutsaugen ist konträr zu dem, was uns heilig ist. Wir begeben uns in eine dunkle Welt, wo jemand unwiderruflich tot ist. Menschen lassen diese Dunkelheit in ihr Leben. Ihre mitmenschlichen rechtschaffenen Beziehungen werden nicht besser. All unsere Kontakte, jeder Atemzug, jeder Gedanke, sollte uns näher zu unserem Schöpfer bringen. Viele verfallen oft dem Sex-Kult aus Neugierde. Wir degradieren die Würde unserer Mitmenschen, wenn wir uns da einlassen. Am Ende rechtfertigen wir unsere Sünden und dann fehlt uns die Unterscheidungskraft. Unser Hauptanliegen sollte nicht so sehr sein, ob etwas mit dem Film nicht in Ordnung ist, sondern ob es gut für unsere Psyche ist, ihn uns anzusehen“, erklärt Pater Patrick[4].

Literatur:
[1] Reichenbach A.: Neurophysiologische Grundlagen des Lernens. Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Leipzig, 17. April 2007
[2] Hebb D. H.: The Organization of Behavior. Psychology Press, 1949, 1. May 2002
[3] Desmond J.: Psychiatrist: How Fifty Shades of Grey changes your mind and body. National Catholic Register, 18. Feb. 2015
[4] Armstrong P.M.: An Exorcist warns of the Dangers of “Fifty Shades of Grey”. Aleteia, 20. Feb. 2015

Veröffentlicht Christliches Forum
10. März 2015

Sonntag, 15. Februar 2015

Am Valentinstag lief in den in den USA ein zweifelhafter Film an.

Dr. Edith Breburda



Jeder in den USA kennt den "Valentine's Day". Gleich nach dem 25. Dezember schalten die Geschäfte um und verkaufen alles Vermarktbare in Herzform.  Am Valentinstag  2015 lief auch der Film: "Fifty Shades of Grey" in den Kinos an.
2004 war Mel Gibson's "Passion of the Christ" ein Bestseller-Film. 83 Millionen Dollars brachte er zwischen Aschermittwoch und dem ersten Fastensonntag ein. Dieser Film, der nun 11 Jahre als Favorit des Monats Februar galt, verliert seine Stellung. Im Jahr 2015 wird es voraussichtlich der Film "Fifty Shades of Grey" von E.L. James sein, der die Kinokassen füllt. Für die linke US Zeitung Huffington Post war das Buch zum Film schlecht. Den Menschen scheint das egal zu sein, für sie wird er der Blockbuster.

Psychische Störungen nicht mehr krankhaft

Früher bezeichnete jeder rational denkende Mensch Praktiken des BDSM (bondage-discipline, dominance-submission & sadism-masochism) Hörigkeit und Disziplin, Dominanz und  Submission, Sadismus und Masochismus als eine psychische Störung. Die Zeiten haben sich geändert. Heute beschreibt die neueste Ausgabe des: Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM), welche die Amerikanische Psychiatrische Gesellschaft herausgibt, solche Erscheinungen nicht mehr als  krankhafte Abnormalitäten.  Bischof Richard Malone von Buffalo und der Erzbischof Dennis Schnurr von Cincinnati verurteilen den Film, weil er sexuelle Handlungen erniedrigend darstellt. Sie machen die Öffentlichkeit über die Lehre der Kirche bezüglich  sexueller Intimität, die ihren Platz in der Ehe hat, aufmerksam.

Protest mit alter Filmromanze

Anstatt  zu protestieren drehte der Filmproduzent Rik Swartzwelder den alternativen Film "Old Fashioned". Der Film lief auch am Valetinstag 2015 in den Kinos an. Er beschreibt die platonische Beziehung zwischen Amber, die neu in eine Stadt kommt und ihrem neuen Vermieter Clay. Clay hatte sich geschworen, nie alleine mit einer Frau zu sein, es sei denn mit seiner Frau, falls er jemals heiraten sollte. Die ganze Stadt scheint über dieses Gelübde von Clay Bescheid zu wissen. Die Bewohner versuchen Amber zu warnen, nicht ihre Zeit damit zu verschwenden, Clays Absonderlichkeiten zu ändern. Amber zerstört absichtlich Dinge in ihrem Apartment, um Clay zum Richten zu holen. Schließlich willigt Clay in ein Date ein, nur damit er nicht mehr Dinge reparieren muss. Clay versucht nun Amber auf die alte Weise zu erobern. Amber, die schon viele zerbrochene Verbindungen hinter sich hat, findet das sehr charmant, obwohl ihre Freunde meinen, es würde nicht funktionieren.
Swartzwelder sagt: "Ich wollte eine romantische Geschichte beschreiben, die jedem Single passieren könnte, denn ich kenne eben Leute, die nicht dem Diktat der sexuellen Revolution folgen".[i]

Hollywoods Sadomasochistischer Filme

2012  wurde das Buch Fifty Shades of Grey, eine Trilogie, die eine sadomasochistische Beziehung mit einem glücklichen und zufriedenen Ende zeigt, zum weltweiten Bestseller. Eine feministische Journalistin,  Maureen Dowd,  von der New-York Times versuchte dieses Phänomen zu erklären. Sie schrieb damals:
"In einer Zeit, in der Rick Santorum ( katholischer Anwalt und Senator der Republikaner) und andere Konservative versuchen, Frauen zu erniedrigen, wundert man sich, warum Frauen so begeistert von einer Geschichte sind, bei der sich ein unschuldiges ungebildetes, aber hübsches Mädchen, in einen superreichen Sadisten aus Seattle verliebt."
Der Film repräsentiert die Evolution der Pornographie in einer Zeit, die weit von der biblischen Vision über Sexualität und menschliche Würde entfernt ist. Die Gesellschaft hat die Scham vor dem verloren, was nur als explizit pornographisch beschrieben werden kann.

Popkornessend betrachten wir die Normalisierung eines zerstörerischen Verhaltens

Das zeigt sich auch in den noch nie dagewesenen hohen Verkäufen des Buches.
Früher wären die Handlungsabläufe in "Fifty Shades of Grey" als pervers definiert worden. Heute zelebrieren die Medien den Film. Popkornessend verfolgen die Leute, wie die Sexual-Moral auf Pornographie reduziert wird.
Christen glauben, Gottes Schöpfung ist gut, wahr und schön. Die Wahrheit hat nichts mit Häßlichkeit zu tun. Der Versuch, das Gute, Wahre, Schöne von der Wahrheit zu trennen, ist unmöglich und sündhaft. Unsere menschliche Würde basiert darauf, dass wir nach dem Bild eines liebenden und barmherzigen Gottes geschaffen sind. Die Korruption der Sexualität ist ein Verbrechen gegen die menschliche Würde. Der Versuch, die Pornographie als schön und gut zu bezeichnen, zeigt wie sehr wir unsere Scham verloren haben[ii].
Das erotische Drama von E.L. James wurde mehr als 36 Millionen mal in der ersten Woche seiner Herausgabe bei YouTube angeklickt. Diese Neuigkeit sollte uns nicht überraschen, da mehr als 100 Millionen Bücher von "Fifty Shades of Grey" verkauft wurden.

Gewalttaten werden als sexy verkauft

Katholiken, Psychiater, Opfer von Sexualverbrechen und häuslicher Gewalt stehen dem Film äußerst skeptisch gegenüber. Ein Zentrum , das den sexuellen Missbrauch untersucht, ruft auf, den Film zu boykottieren. Der Film sollte nicht angeschaut werden und das Eintrittsgeld sollte lieber Opfern von häuslicher Gewalt  gespendet werden. Kritiker bitten die Kinos, den Film nicht zu zeigen.
"Gewalttaten werden als sexy verkauft. Es sei ok, wenn Frauen geschlagen, angekettet und ausgenutzt werden", erläutert Mary Anne Layden, Psychotherapeutin und Direktorin des Sexual Trauma und Psychopathologischen Programms der Universität von Pennsylvania.
Wissenschaftler untersuchen die Auswirkungen, die ein solcher Film hat:
 "Es ist gefährlich ein Verhalten, das Familien und Leben zerstört, als normal darzustellen. Wenn man sexuelle Gewalt verherrlicht, signalisiert man die Botschaft, dass Frauen es lieben geschlagen zu werden", sagt Layden.
"Wenn so etwas erlaubt wird, regt man weitere derartige Verhaltensweisen an. Es ist eine Einladung, Frauen zu mißbrauchen und außereheliche Verhältnisse zu haben. Prostitution und Pornographie werden nicht nur zunehmen sondern als ganz selbstverständlich angesehen."
Tagtäglich behandelt Layden Sexualopfer in ihrer Praxis.
"Sich davon zu erholen ist nicht leicht. Der Film endet mit der Hochzeit des Paares. Auf diese Weise kann man keine Psychopathen, wie den Bräutigam in dem Film, kurieren. Es wird in dem Film so einfach dargestellt. Er schlägt sie, um dafür ihre Liebe als Gegenleistung zu erhalten. Heute versuchen wir, sexuelle Übergriffe an den Universitäten einzudämmen und  über  sexuelle Beziehungen mit Minderjährigen aufzuklären. Der Film verherrlicht jedoch gerade dieses Verhalten, anstatt es zu verurteilen."
Der Blog: "A Parent's Survival Guide to Fifty Shades of Grey" von Dr. Miriam Grossman, einer Kinder- und Erwachsenen-Psychiatrin, verbreitet sich rasant im Internet. Sie schreibt:
 "Der Film wird viel Verwirrung stiften. Man weiß am Ende nicht mehr,  was eine gesunde emotionale sexuelle Beziehung ausmacht. Der Titel alleine sagt es ja schon. Alles ist grau, anstatt schwarz oder weiss. Das Verhalten von Christian Grey ist in der einen oder anderen Form kontrollierend, manipulativ und abusiv. Aber der Film und das Buch vermitteln die Botschaft, es sei okay von Zeit zu Zeit so zu sein. Es gibt Leute, die so etwas tun und bei ihnen wird es sogar als gut angesehen. Junge Leute vergessen dabei, dass der Film ihrem Wohlergehen erheblich schadet", schreibt sie in ihrem Blog.
Sadomasochistische Filme sind zwar eher selten, dieser Film pflanzt jedoch die Saat des Zweifelns, ob Frauen weiterhin den üblichen Formen des Missbrauchs widersprechen sollen.

Bischöfe warnen vor dem Film

 Bischöfe fragen sich, warum die Amerikaner sich so einen Film gefallen lassen?
"Warum unterstützen wir eine Industrie, welche Frauen zum Objekt sexueller Gewalt machen?", fragt Bischof Paul Loverde von Arlington, VA.
"Die Unterhaltungsindustrie bezeichnet den Film nicht als pornographisch, da sie die Verwicklung von Sex und Gewalt als normal deklariert.  Wir müssen unsere Leute über die zerstörerische Botschaft dieses Films informieren. Aber auch über die Schönheit einer liebevollen Beziehung zwischen Mann und Frau nach dem Plan Gottes", schrieb der Bischof am 4. Februar in einem Brief an seine Katholiken. Die Presse fragte daraufhin, ob Katholiken sich diesen Film nun ansehen werden, was die Mehrheit verneinte.
Erzbischof Samuel Aquila aus Denver bemerkt:
"Die Idee des Films ist, dass körperliche, emotionale und psychologische Ausbeutung akzeptabel sei. Gott wünscht sich hingegen, dass jeder von uns Liebe empfangen und geben darf. Wir sollen nicht zu Opfern der Gewalt werden. Von Natur aus ist unser Körper so geschaffen, diese Liebe durch unser Handeln zu kommunizieren. Das Buch von Papst Johannes Paul II, Theologie des Leibes, fördert und erhöht die wahre Würde des Menschen. Es ist so das Gegenmittel für minderwertige Sexualität, welche die säkulare Kultur propagiert."

Frauen sind begeistert

Warum sind jedoch so viele Frauen von dem Buch und nun auch von dem Film begeistert?, fragen sich Journalisten. Joseph Heschmeyer, ein Student des North American Colleges in Rom, versucht eine Antwort zu geben.
"Es könnte der ungestillte Hunger nach Maskulinität und Führerschaft eines Mannes sein, den Frauen sich wünschen. Die moderne Idee der Geschlechtsneutralität hat Männer entmutigt, ihre Rolle als Verteidiger und Beschützer der Familie wahrzunehmen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Frauen zufriedener sind, wenn die traditionelle Rolle der Arbeitsteilung in einer Familie aufrecht erhalten wird. Die unterdrückte Rolle des Mannes läßt unsere Fantasie mit uns durchgehen. Fifty Shades verherrlicht den Psychopathen Christian Grey. Das hilft nicht die Verwirrung und den Schmerz zu adressieren, der durch den Geschlechter-Krieg entstanden ist."

Beunruhigende Widersprüche

Die Medien verhalten sich widersprüchlich.  Sexuelle Vergehen werden einerseits angeprangert, zur gleichen Zeit jedoch wird dieser Film glorifiziert. Die Film-Industrie und der Kommerz machen jedenfalls mit dem Film über eine erniedrigende und toxische Beziehung ein Riesengeschäft.
Die EWTN Radiomoderatorin Teresa Tomeo ist entsetzt, dass auch viele Katholiken das Buch gelesen haben und den Film sich ansehen wollen.
"Die Leute missachten, was die Kirche über Pornographie sagt". Erst als Teresa Tomeo das Thema in ihrer Sendung ansprach, merkten die Zuhörer, dass es falsch war, das Buch zu lesen. Maureen Dowd, die sich als  sex-positive Feministin bezeichnet, sagte, der Film würde sie bemächtigen, Sex als Spielzeug und Vergnügen anzusehen.
"Sind wir doch ehrlich, kann man wirklich allen ernstes sagen so ein Film verleiht Macht? Dann kann man doch auch behaupten, Kokain stärkt. Die wahre Macht, lateinisch  "virtus", bedeutet fähig zu sein, alles zu geben um nach der Wahrheit zu suchen, welche dich wirklich glücklich macht", erklärt die Autorin Dawn Eden, die mehrere Bücher über Kindermissbrauch und Keuschheit geschrieben hat[iii].   

Veröffentlicht  Christliches Forum 
21. Feb. 2015

Literatur



[i] Ives D. "Old fashioned! offers Polar opposite of "Fifty shades of Grey". Aleteia, 13. Feb. 2015
[ii] Mohler A.: 50 Shades of Grey isn’t just an evil movie- it's the next stage in the evolution of porn. LifeSiteNews, 13. Feb. 2015
[iii] Desmond J. F.: Fifty Shades of Grey's meets target. NCRegister, 14. Feb. 2015

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