Dienstag, 3. März 2015

Sex-Kult aus Neugierde -wie sind wir da hingekommen?

Dr. Edith Breburda

Am 26. Februar 2015 wurde Mohammad Hossain, ein 19-jähriger Student aus Chicago, verhaftet, nachdem er in das Zimmer einer Studentin einbrach, sie fesselte, mit einem Gürtel schlug und vergewaltigte. Das Mädchen wehrte sich. Der Student gab zu seiner Verteidigung an, er wäre von dem Film: Fifty Shades of Grey inspiriert worden und wollte die Szenen, die er dort gesehen hatte, nachspielen.
<< In einer Zeit, wo wir fast schon eine Epidemie von Vergewaltigungen und sexuellen Missbräuchen registrieren und versuchen diese Probleme zu loesen, preisen wir eine Filmgeschichte, in der es um Sex und Gewalt geht und die männliche Dominanz als eine verlockende und spannende Option dargestellt wird.  
Die Hochschulen verharmlosen den sexuellen Missbrauch, der sich nur allzu oft auf ihrem Campus abspielt, leider zu oft. Man redet sich heraus, alles sei möglich, solange es im gegenseitigen Einverständnis geschieht. Dadurch wird das sexuelle Klima auf dem Unigelände allerdings nicht verbessert>>, schreibt der Psychiater Dr. Aaron Kheriaty in seinem neuen medizinischen Artikel: Hooked Up and Tied Down: The Neurological Consequences of Sadomasochism.
Der Student, der die Szenen aus dem Film Fifty Shades of Grey nachspielte, war verwundert, dass ihn die Polizei nicht frei ließ, nachdem er doch die Gründe für sein Handeln genannt hatte. Viele glauben, dass der Film nun zu mehr sexueller Gewalt gegen Frauen führen wird.
Jonathon van Maren, vom Kanadischen Zentrum für Bioethische Reformen, ist der Meinung: <<Nicht jede Einwilligung ist dieselbe. Leute posaunen die dumme Idee heraus, dass wenn jemand sein Einverständnis gegeben hat, falle die Tat um die es geht nicht mehr unter die Rubrik des Missbrauchs. Wenn also jemand die Erlaubnis gibt, dass der andere ihn schlägt, ohrfeigt, erniedrigt und noch alle anderen mögliche Dinge mit ihm tut, bedeutet das dann, die Handlung sei weniger anstößig, ekelhaft oder gewalttätig? Jeder der mit Opfern von Gewalttaten arbeitet weiß, es bleibt trotzdem eine Misshandlung, auch wenn jemand seine Erlaubnis gegeben hat. Frauen, die das Buch und den Film Fifty Shades of Grey verteidigen und behaupten, sie würden ihr Sexualleben bereichern, handeln egoistisch und unglaublich fahrlässig. Der Gedanke, dass dieses Buch und der Film anderen Frauen in  den verschiedensten Situationen, vor allem junge Mädchen, die leicht zu beeinflussen sind, schaden kann, kommt ihnen nicht>>.
Die Tat von Mohammad Hossain bleibt ein Verbrechen, für das er bestraft werden muss, selbst wenn das Opfer zugestimmt hätte. Die Tat wäre die gleiche geblieben.
Müssen wir uns nicht fragen, was Teenager dazu veranlasst hat, zu denken, andere an ein Bett zu fesseln, sie zu schlagen.. würde ihrem Sexualleben gut tun?
Die Antwort liegt in den Folgen der Erbsünde. Unsere Fähigkeiten sind nahezu unbegrenzt, immer neue Wege einzuschlagen, um bei der nächsten Gelegenheit in der Sünde zu verharren, auch wenn wir sie eigentlich verachten sollten. Es sollte uns nicht verwundern, dass je mehr unsere Kultur von dem eigentlichen Sinn der Ehe Abschied nimmt, in ihren Verhaltensweisen immer bizarrer wird. Am Ende steigern sich die gewaltsamen Verhaltensweisen. Sie werden zum Ersatz für eine permanente, engagierte Liebe, die untrennbar mit der Fortpflanzung verbunden ist. Die Möglichkeiten sind endlos. Deshalb muss man sich im Klaren sein, dass Lust zurecht als Todsünde bezeichnet wird[i].

Veröffentlicht Christliches Forum
10. März 2015



[i] Jansen J. Teenager arrested for „Fifty Shades“ inspired rape: How did we get there? LifeSiteNews, 26. Feb. 2015

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