Donnerstag, 18. Dezember 2014

Prof. Dr. William E. May verstorben


Christliches Forum
19. Dezember 2015 

William E. May, McGivney Professor der Moraltheologie, John Paul II Institut/ Washington/DC/USA, der bekannteste amerikanische Moraltheologe, ist am 13.12. 2014 im Alter von 87 Jahren in Kensington, MD, USA, verstorben.
Von 1971 bis 2008 lehrte er Moraltheologie an der Katholischen Universität von Amerika in Washington. Er verfasste zahlreiche Bücher u.a. über: Sexualethik, Bioethik, Theologie des Körpers, Menschliche Existenz, Medizin und Ethik, Sexualität und die Heiligkeit des menschlichen Lebens.
Im Folgenden finden Sie das übersetzte Vorwort zum Buch: "Promises of New Biotechnolgies", das Professor May 2011 verfasst hat:

VORWORT von William E. May/
Das Buch von Dr. Edith Breburda „Promises oft New Biotechnologies“ (Versprechungen der Neuesten Biotechnologien) ist eine faszinierende und umfassende Abhandlung über wichtige Fragen der heutigen "Bioethik". Ich setze das Wort "Bioethik" in Anführungszeichen, weil Dr. Breburda’s ausgezeichnete Studie sich nicht den Arbeiten  zeitgenössischer  „Bioethiker“, dazu gehören Philosophen, Theologen, Juristen und andere Nichtwissenschaftler, angleicht. Von diesen sind die einflussreichsten diejenigen, die der Mitgliedschaft in der menschlichen Spezies keine moralische Bedeutung beimessen, die die "Natur" als ein menschliches Konstrukt betrachten, und die "neuen Biotechnologien" als einen Job zur "Erschaffung" besserer Pflanzen, Tiere und Menschen betrachten. Es besteht keine Notwendigkeit  in ihren Köpfen, auf irgendeinen "Gott" als Schöpfer hinzuweisen.
Breburda’s Buch unterscheidet sich, weil sie als Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der neuen Biotechnologien eine Autorität ist. Edith Breburda’s Buch bietet tiefe Einblicke und begründet gewichtige Vorbehalte über die utopischen Versprechungen der  Biotechnologien. Im Vorwort zu ihrem Buch schreibt Bischof Klaus Küng: "Wir hören von Hybriden, Stammzellenforschung , Klonen und andere Technologien. Viele bewundern diese neuen Techniken. Nur wenige hinterfragen. Darüber hinaus ist die Welt stolz auf das Ergebnis der modernen Biotechnologie. Sie werden als ein Zeichen des Fortschritts geschätzt ... " Er fährt dann fort: "Dennoch ist die entscheidende Frage, was Menschen tun dürfen. Die Antwort hängt von der Frage ab, was ein Mensch ist. Unsere Beziehung zu Gott zeigt  unsere Abhängigkeit von Ihm als seiner Schöpfung". Diese Worte drücken in gewisser Weise die Hauptbotschaft dieses bemerkenswerten Buches aus. Edith Breburda's  "These" beinhaltet, dass Pflanzen, Tiere, Menschen und alle Lebewesen keine künstlichen Konstrukte sind sondern von Gott geschaffen wurden.
In den Kapiteln ihres Buches  nimmt uns Edith Breburda mit auf eine Tour durch die "Leistungen" und "Versprechungen" dieser Biotechnologien. Dabei zeigt sie, dass Manipulationen bei der Tierernährung zum Rinderwahnsinn führten. Sie zeigt, wie die künstliche Befruchtung von Pferden im 18. Jahrhundert zur Entwicklung der neuen Reproduktionstechnologien, von In-Vitro-Fertilisation, Klonen, künstlicher Befruchtung bei Menschen, Eizellenproduktion, Stammzellenforschung, Präimplantationsdiagnostik geführt hat. Sie zeigt, wie genetisch manipulierte Pflanzen und Tiere bei Menschen Antibiotika-Resistenzen und neue Arten von gastrointestinalen, respiratorischen und hämatologischen Erkrankungen verursachen können, zusammen mit Fehlgeburten und der Zunahme von genetischen Anomalien bei Säugetieren und Menschen. Ich könnte diese Liste viel weiter fortsetzen, aber von dem, was bereits gesagt wurde sehen wir, was Breburda in den verschiedenen Kapiteln ihrer Arbeit behandelt. Breburda’s faszinierende Studie soll dazu beitragen, dass einfache Menschen die Komplexität und die Gefahren der neuen Biotechnologien verstehen und dass wir alle eine Verantwortung für das Wohlergehen unserer menschlichen Nachkommen und der Umwelt, in der wir leben, haben. Man kann nur wünschen, dass das Buch eine breite Leserschaft findet.


 Promises of New Biotechnologies
·  Paperback: 292 pages
·  Publisher: Scivias (September 29, 2011)
·  Language: English
·  ISBN-10: 0615548288
·  ISBN-13: 978-0615548289

Ebook
·  File Size: 1054 KB
·  Print Length: 294 pages
·  Page Numbers Source ISBN: 0615548288
·  Publisher: Edith Breburda; 1 edition (March 25, 2011)
·  Sold by: Amazon Digital Services, Inc.
·  Language: English
·  ASIN: B004TM9CZO

Sonntag, 23. November 2014

Ist Social Freezing richtungsweisend?

Dr. Edith Breburda
Am 14. November 2014 veröffentlichte Carl Djerassi, der "Miterfinder der Antibabypille", einen Artikel über die Rechte der Frauen. Die Trennung von Sex und Fortpflanzung sei ein bedeutender Schritt in diese Richtung. Die Social Freezing Methode, mit der Frauen ihre Fruchtbarkeit konservieren können, lobt Carl Djerassi als richtungsweisend für die Zukunft.
Als Meilensteine der Reproduktionsmedizin sieht Djerassi die Erfindung der Pille von 1960, die In-Vitro-Fertilisation 1977, 10 Jahre nach Humanae Vitae, und die Möglichkeit, dass sich Frauen unbefruchtete Eizellen entnehmen und einfrieren lassen.
Für all diese Techniken stand die Tiermedizin Pate. Ursprünglich hatte man Zuchtziele in der Tierzucht damit verfolgt. Wen wundert es, dass viele bekannte humane embryonale Stammzellforscher, wie James Thompson von der Universität Madison/Wisconsin, Tiermediziner sind. Carl Djerassi hat auch an der Universität Madison geforscht.
In den vergangenen drei Jahrzehnten sind mehr als fünf Millionen Babys aus dem Reagenzglas geboren worden. Die genannten reproduktionsmedizinischen Methoden können nicht nur infertilen Frauen, sondern auch homosexuellen Paaren, zu Kindern verhelfen. Einige Mediziner sprechen davon, dass sie auch Unfruchtbarkeit heilen können. Physiologisch hat sich allerdings bei den betroffenen Frauen nichts verändert, sie bleiben auch nach dem Eingriff unfruchtbar.
Trotzdem können moderne reproduktive Techniken Frauen helfen, ihre biologische Uhr auszuschalten.
Selbst Frauen, die schon lange unfruchtbar sind, können wieder schwanger werden. Das Risiko, wegen fortgeschrittenen Alters ein behindertes Kind zu bekommen, soll durch das Einfrieren der Eizellen umgangen werden.
Und all das bezeichnet Djerassi und viele seiner Kollegen als die größten Errungenschaften der Reproduktionsmedizin der letzten Jahrzehnte.
Gebildete Frauen bekommen meist erst mit 35 Jahren Kinder. Hingegen liegt das Durchschnittsalter der werdenden Mütter ohne Studium bei 25 Jahren. Im Alter von 35 Jahren sind bei Frauen nur noch fünf Prozent ihrer Eizellen vorhanden. Ältere Frauen können mit Hilfe der modernen Medizin trotzdem auch im fortgeschrittenen Alter Kinder bekommen. Durch Hormonbehandlung zur Vorbereitung auf die künstliche Befruchtung können bis zu einem Dutzend Eizellen entnommen werden. Allerdings sei es besser, wenn die Frau für eine künstliche Befruchtung Eizellen benutzt, welche bereites im Alter von 20 Jahren entnommen und dann eingefroren werden. Junge berufstätige Frauen können sich so in jungen Jahren ganz dem Beruf widmen, so Djerassi.
Der Wissenschaftler begrüßt es daher, dass Facebook und Apple ihren Mitarbeiterinnen  anbieten, die Kosten für das Einfrieren ihrer Eizellen zu übernehmen Damit würde auch armen Frauen, die sich die modernen Reproduktions-Techniken nicht leisten können, geholfen. Das Leben der Frauen könne so erleichtert werden.
Frauen könnten damit Karriere machen und Kinder bekommen, und das Machtgefälle zwischen den Geschlechtern könnte damit verhindert werden. Diese Option sollte allerdings nicht aufgedrängt werden. Denn Carl Djerassi weiß, was zu erwarten ist, wenn man anderen seine Meinung aufdrängt: Viele seien aus der katholischen Kirche allein wegen des Verbots, Antibabypillen zu benutzen, ausgetreten[1].
Über die Verantwortung, die wir gegenüber künftigen Generationen haben, wird heute kaum noch nachgedacht.
Die Aussagen von Djerassi treffen vor allem für Individualisten zu. Dabei gehören wir doch alle zu einer riesengroßen Familie. Gott hat uns von Anfang an als soziale Wesen geschaffen, die sich um ihre Mitmenschen zu kümmern haben. Eltern, Geschwister, Lehrer, Professoren, sie alle haben ihre Zeit und Liebe gegeben. Wir sollten der Gesellschaft doch zumindest das zurück geben, was wir unverdient empfangen haben.
Djerassi erkennt offensichtlich nicht mehr den Wert der Familie als Grundlage der Zivilisation an. Die Würde der Person baut auf ihrer Natur auf. Keine Gesellschaft kann sie ihr geben. Im Gegenteil, viele moderne Regime verwehren die Freiheit und die von Gott zugedachten Rollen von Mann und Frau. Die Attraktion zwischen den Geschlechtern, die sich gegenseitig ergänzen, ist die Basis einer Beziehung. Es handelt sich nicht um ein Konstrukt.
So sind auch Kinder keine Produkte oder Objekte der Gesellschaft, eines Staates oder einer Computerfirma. Kinder haben ein Recht auf Vater und Mutter und ein Recht darauf, natürlich empfangen zu werden[2].
Die Argumentation, armen Entwicklungsländern durch die Errungenschaften der modernen Reproduktionstechniken zu helfen, ist sehr fraglich. Djerassi's Artikel erschien zur gleichen Zeit wie eine Abhandlung vom 5. November 2014 mit der Überschrift:
"As marriage Culture collapses, liberals want to sterilize poor and minority Women. And the victims are women and their children."
(Weil die Ehe-Kultur zugrunde geht, wollen Liberale sich dafür einsetzen, Arme und Minderheiten zu sterilisieren. Die Leidtragenden sind die Frauen und ihre Kinder):
"Die Folge eines Zusammenbruchs der Ehe sind außereheliche Kinder. Deshalb geben sich liberale Politiker nicht damit zufrieden, jungen Frauen aus der Armen- und Mittelklasse, sowie Minderheiten, nur eine kurzwirkende chemische Sterilisation durch die üblichen Kontrazeptiva zukommen zu lassen. Sie fordern eine dauernde Sterilisation."
Eheschließungen haben ihren Tiefpunkt erreicht. Das US-Zentrum für Disease Control veröffentlichte Studien, wonach die Hälfte der 15- bis 44-Jährigen Frauen ohne Trauschein zusammenleben. Zwischen 2006 bis 2010 wurden etwa 20% von ihnen schwanger. Ihre Kinder wurden im ersten Jahr ihrer Kohabitation geboren. 40 Prozent aller Kinder, die in den USA geboren werden, und 48 Prozent der Erstgeburten haben eine unverheiratete Mutter. Eheexperten sehen darin eine Trendwende. Die neue Realität besteht darin, dass in den Vereinigten Staaten die Ehe nicht mehr als notwendig betrachtet wird, um Kinder in die Welt zu setzten. Unverheiratete Mütter findet man in allen Schichten.
Sollten wir deshalb besorgt sein, fragen Experten. Die Antwort ist ein eindeutiges ,,JA". Kinder leiden, wenn sie keine Familie haben. Das Phänomen der unverheirateten Frauen ist nicht nur ein statistischer Kennwert. Es prägt die Kinder und bedeutet einen schwierigen Lebensweg. Heute bereits existieren viele herzzerreisende Lebensberichte der Kinder von Single-Eltern[3].


Veröffentlicht Christliches Forum
25. November 2014


[1] Djerassi C.: Unbefleckte Empfängnis; Einfrieren von Eizellen. Süddeutsche, 14. Nov. 2014
[2] Pentin E.: Cardinal Müller: Attack on Marriage are a 'suicide of humanity'. Daly News, National Catholic Register, 19.Nov. 2014
[3] Hasson M. R.: As marriage culture collapses, liberal want to sterilize poor and minority woman, Politics, Aleteia 5. November 2014

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Die Faszination um Halloween

Dr. Edith Breburda



Halloween war ursprünglich ein heidnisches Fest der Kelten. Man nannte es <Fest der Toten>. Auf Altären und Türschwellen brachte man den <wandernden Verstorbenen> Nahrung und Opfergaben dar. In der "Nacht der Magie" sollte man  nach Einbruch der Dunkelheit nicht unterwegs sein. Die Meisten verkleideten sich als das andere Geschlecht, um die Geister, die in dieser Nacht umher schweifen, in die Irre zu führen. Diese Beschreibung findet man auf einer Webseite der Naturreligion, die den 31. Oktober noch heute begeht.
70% der Amerikaner feiern zur Zeit immer noch das alte keltische Fest. Viele wissen wohl gar nicht worum es sich handelt. Und anstatt der dicken Kürbisse, die ausgehöhlt wurden, damit sie den Schutzgeistern ähneln, stellt man heute dünne Kürbisse vor die Türe, um den Kinder zu symbolisieren, dass es keine Süßigkeiten mehr gibt, die eigentlich nur Diabetes verursachen. Auch hat man Sorgen vor Allergenen in den Treats. So verteilen verantwortungsbewußte Amerikaner Kugelschreiber, Spielzeug oder sonst welche nützliche  Gegenstände an die von Haus zu Haus herumziehenden Kinder. Die verkleideten Kinder, sagen auch nicht mehr: "Trick or Treat". Heute heißt es:" Trick or Toys (Wisconsin State Journal 27. Oktober 2014).

Früher war der Tag, an dem man <Die Herren der Toten> ehrte, in den USA so verrufen, dass man ein Feier-Verbot verhängte.
Im Mai 1977 schrieb Bill Schnoebelen im National Geographic: "Am 31. Oktober, dem Keltischen Fest der Samhain, wurden früher Menschen und erstgeborene Kinder geopfert."
Es ist eine Nacht, in der boshafte Geister ihr Unwesen treiben und ihre einstigen Wohnstätten wieder aufsuchen, schreibt CBN.COM, ein Christliches Network.

Am Anfang des 7. Jahrhunderts führte Papst Gregor der I. Halloween ein. 601 erließ er ein Edikt. Man wollte die Heidnischen Sitten und Gebräuche der Menschen nutzen. So wurde das Fest Allerheiligen auf den Ersten November gelegt und der Abend vor Allerheiligen, (Al Hallows Eve) wurde zu Halloween.
Viele Amerikaner lächeln über all das und tun es als altmodisch ab. Sie feiern Partys und denken sich nichts. Aber einige sind doch der Meinung, in dieser Nacht leichter mit dem Übernatürlichen in Verbindung treten zu können (M. Synder, Halloweens heidnische Wurzeln, 16. 10. 2014).

Viele  sind sich nicht bewusst, wie sehr heidnische Kulte und die New Age Bewegung bereits unsere Gesellschaft unterminiert haben. Der Atheismus, die Amoral, ein fehlender Glaube, ja eigentlich die Nivellierung des Bösen selbst scheint daran nicht ganz unschuldig, analysiert Jeanne Ewing die Lage in ihrem Bericht: 'Fascination and Trappings of the Occult and their unexpected consequence", in Society/Aletia, vom 25. Oktober 2014. Die heutige Gesellschaft ist fasziniert über Zombies, Vampire, Hexen und Zauberer. In ihren Augen handelt es sich sogar um friedliche Dinge, die einen Hauch von etwas Heiligem, ja Göttlichem in sich tragen. Sie sind alles andere als langweilig. 

Wenn Halloween näher rückt, steigert sich diese Faszination für Okkultes, für dunkle Künste und Magie. Es scheint verführerisch, weil wir ja eigentlich etwas tun, was wir dennoch als Verbot ansehen. Der Nervenkitzel, den wir verspüren, reizt uns. Wenn wir uns vor etwas fürchten, sind wir plötzlich hellwach. Ehrlich gesagt genießen auch einige die Angst, die aus  lauwarmer Routine reißt, schreibt Ewing.

Die Geister die ich rief - hat uns nicht schon Goethe davor gewarnt? Die Macht des Bösen, die unseren Seelen schadet, davon berichtet schon die Bibel.

Ewing berichtet aus eigener Erfahrung. Sie besuchte eine katholische Schule in den USA. In der Mittelstufe wurde sie neugierig und wollte alles Übernatürliche erforschen. Sie wollte in die Tiefen des Unbekannten vordringen und bat um die Gabe des Hellsehens. Eine Wahrsagerin sollte ihr die Zukunft voraussagen. Sie studierte Astrologie. All die magischen Gepflogenheiten, an denen sie teilnahm, spielte sie als harmlos herunter und sagte sich, sie wolle ja nur hineinschnuppern. Sie las Bücher über Geister und Spukhäuser. Verschwiegen wurde ihr Leben, in dem die Dunkelheit  herrschte. Sie dachte über sich selbst, sie sei sehr aufgeklärt.

Unbewußt rutschte sie ins teuflische Reich ab, wie sie es später nannte. Langsam und fast unbemerkt wandte sie sich von Gott ab. Teuflische Alpträume quälten sie fast jede Nacht. Damit verbunden wackelte ihr Bett sehr heftig, schreibt Ewing. Bruder und Vater wurden terrorisiert. In der Nacht schwebten sie über ihren Betten. Im Haus der Familie waren Schritte zu höheren, Türen vielen zu und Stimmen riefen ihren Namen. Als sie sah, wie ihre Familie litt, überkam sie eine tiefe Scham. Sie berichtete ihren Eltern was sie getan hatte, als sie bei Freunden übernachtete. Ihre Eltern rieten Jeanne zur Beichte zu gehen um dem Bösen zu widersagen. Sie folgte dem Rat und erlebte eine authentische Heilung. Sie kehrte sich ab von der makabren Faszination des Unbekannten. Später schrieb sie: Gott will, dass wir uns nur ihm zuwenden und nicht falschen Ideologien oder häretischen Philosophien nachrennen. Er will unsere ganzes Herz, damit wir die Wahrheit und Schönheit seiner bedingungslosen und unerschütterlichen Liebe erkennen.

Antworten auf unsere irrigen Lebenswege können wir nur in Gott finden. Heute sieht Jeanne, wie sehr das Okkulte unser Leben beherrscht. Sie wünscht sich so sehr, sie hätte eher gewußt, dass man nicht aus Neugierde oder Spaß dem Widersacher die Türe in sein Leben öffnen kann. Viele ihrer Freunde tun aber genau dieses, ohne eigentlich zu wissen was sie tun. Heute gibt es viele Katholiken die sich von der Kirche entfernen. Manchmal durch anscheinend "harmlose" Praktiken wie Yoga und Meditationen, die man akzeptiert, ohne zu hinterfragen. Wenn wir jedoch genauer hinsehen, bemerken wir die Häresien, mit denen sie befallen sind, schreibt Jeanne.
Heute geben sie und Ihr Mann Vorträge über okkulte Praktiken und Zauberei. Auch Videospiele wie Grand Theft Auto, ja selbst die Lieder von Lady Gaga oder die Bücher von Harry Potter haben okkulte Inhalte.

Leider scheinen wir heute die Infiltration der Medien mit dem Okkulten zu akzeptieren. Unsere Großeltern wären wohl aus ihren Betten gefallen, wenn sie wüßten womit wir uns heute beschäftigen. Heute sind wir nicht mehr offen genug, diese Dinge in unserer Kultur bloßzustellen, schließt Jeanne ihren Bericht auf der Webpage Aletia.

Ob sie recht hat? Ein Blick in die Zeitung genügt. Im Wisconsin State Journal wurde am 26. Oktober 2014 über ein Ehepaar berichtet, das anderthalb Jahre an einem Spukhaus arbeitete, wo man eine Nacht für 25 Dollars verbringen kann. Ihr Anwesen liegt im sogenannten "Wisconsin Scaryland". Das Haus von Guz Kitchell und seiner Frau Sahra ist unter den 200 gelisteten Geisterplätzen des Staates Wisconsin aufgeführt. Dazu gehören Spukhäuser, Ställe, Wälder, Maisfelder und Zombie Jagdgebiete.


Der 43 jährige Kitchell ist selbständig. Er stellt Deodorants her. Seit 2009 verkauft er nebenbei Halloween Dekorationen für die Vorgärten oder auch als Inneneinrichtung von Restaurants. Er gründete die Firma Halloween FX Props. "Es ist ein florierendes Geschäft", sagt er. Die Stadt von Westport, wo sein Haunted House steht hat diese makabre Attraktion genehmigt. Nur die Nachbarn beschwerten sich. Deshalb konnte das Haus erst dann für den Publikumsverkehr freigegeben werden, nachdem er eine 5 Millionen Versicherung abgeschlossen hatte. "So weit haben wir keine Probleme", betont der Eigentümer. Er betrachtet die Angelegenheit als kontrovers, und nennt seine Nachbarn Spaßverderber (Adams B. on Wisconsin: A Deodorant salesman adds to his repertoire. Wisconsin States Journal, 26. Oktober 2014). 

Veröffentlicht Christliches Forum 
2. November 2014

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