Montag, 7. März 2016

Forscher benutzen humane embryonale Stammzellen, um eine Verbindung von Zika-Virus und Mikrozephalie herzustellen

Dr. Edith Breburda
Christliches Forum, 8 März 2016
Zwei Laborstudien könnten uns helfen, die Pathogenität des Zika-Virus aufzudecken. Wie es scheint, hat sich der Virus auf das Gehirn des Ungeborenen spezialisiert. Damit verdichten sich die Hinweise, dass Zika-Virus Mikrozephalie hervorruft.
Die unabhängigen Forschergruppen der John Hopkins Universität in Baltimore, Maryland und der Florida State Universität in Tallahassee, zeigten in ihren Experimenten, wie das Virus das Gehirnwachstum des Ungeborenen beeinflusst.
In der Petrischale wurden neuronale Stammzellen, aus welchen sich später Gehirnzellen bilden, mit dem Virus infiziert. Drei Tage danach hatte das Virus 85% der Zellen durchseucht. Im Gegensatz dazu wurden fetale Nierenzellen, humane embryonale Stammzellen sowie induzierte pluripotente Stammzellen nur zu 10% infiziert, berichteten die Neurowissenschaftler Dr. Hongjun Song, Guo-li Ming und der Virologe Hengli Tang in Cell Stem Cell anfang März 2016.
Zum Erstaunen der Wissenschaftler wurden die erkrankten Zellen nicht gleich getötet. Das Virus benutzte stattdessen das Genom der Wirtszelle und veranlasste es, seine Virus-DNA herzustellen.
 „Durch das hijack Prinzip vermehrten sich die Viruszellen. Allerdings wuchsen die Zellen sehr langsam und unterbrachen sogar Teilungs-Zyklen. Diese Faktoren können zu einer Verkleinerung des Kopfes beitragen“, sagte Song.
Trotz allem bleiben noch viele Fragen unbeantwortet. Der Link zwischen Zika und Mikrozephalie ist immer noch nicht klar bewiesen. Die Forscher wollen die gleichen Versuche mit anderen Flavi-Vieren durchführen, die in den Gebieten vorkommen, in denen Zika ausgebrochen ist. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass vorrausgegangene Virusinfektionen das Erkrankungsbild von Zika beeinflussen.
copyright E. Breburda
Plazentazotten eines Affen mir rotgefärbten Immunzellen (3)
Auch muss noch geklärt werden, wie das Virus auf das Ungeborene übertragen wird. Die Plazenta bildet eine Barriere aus. Die Frage ist wie das Zika-Virus die Plazentaschranke durchbrechen und den Fetus infizieren kann, schreibt das Science Magazine (1).
Viele Experimente werden fast wie selbstverständlich an humanen embryonalen Stammzellen ausgeübt. Dennoch tappen Wissenschaftler im Dunkeln. Als sich die am 7. März 2016 verstorbene Nancy Regan nach der Alzheimererkrankung ihre Mannes dafür einsetzte, die Krankheit zu erforschen und später humane embryonale Stammzellforschung stark förderte, empörten sich viele Republikaner. Bei aller Sympathie, die sie für die einstige Mutter der Amerikanischen Nation empfanden, sahen sie es doch als falsch an, Menschen am Anfang ihres Lebens ein Recht auf dieses abzusprechen, weil man eventuell in ferner Zukunft alten Menschen das Leben verlängern könnte. Bisher hat das Töten von unzähligen Embryonen keinem Mitmenschen eine Heilung zukommen lassen.
„Man kann keine Krankheit heilen, indem man Ungeborene tötet“, betonen Bischöfe immer wieder. So gesehen kann man auch keine humanen embryonalen Stammzellen benutzen, um die Epidemiologie eines Virus zu erforschen (2).

Literatur:
1)Vogel G.: Zika virus kills developing brain cells. Science 4.März 2016
2) Siehe auch: Dr. Edith Breburda. Reproduktive Freiheit, free for what? Kindle Ebook oder Taschenbuch,  ·  ISBN-10: 0692447261,  ISBN-13: 978-0692447260

3) © E. Breburda aus:  Breburda EE, Dambaeva SV, Golos TG. Selective: Distribution and Pregnancy-Specific Expression of DC-SIGN at the Maternal-Fetal Interface in the Rhesus Macaque: DC-SIGN is a Putative Marker of the Recognition of Pregnancy. Placenta 2006, 27, 11-21 PMID: 16310033


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