Sunday, February 20, 2011

Wisconsin: Aufstand gegen Pro-Life Gouverneur

Der neue Gouverneur des US-Bundesstaates wendet sich gegen Abtreibung und embryonale Stammzellenforschung – und erntet dafür Demos randalierender junger Demonstranten. Ein Bericht von Edith Breburda.


Madison (kath.net) Der neue republikanische Pro-Life Gouverneur von Wisconsin/USA muss sparen, insgesamt 137 Millionen Dollar, doch die Demokratischen Abgeordneten boykottieren das Spargesetz und erschienen nicht zur Sitzung in der das Gesetz verabschiedet werden sollte. An ihrer Stelle besetzten Tausende von Demonstranten das Kapitol von Madison. Der neue Gouverneur ist den Demonstranten ein Dorn im Auge, da er strikt gegen Abtreibung und Stammzellforschung ist.

Am Donnerstag, dem 17. Februar, machte Madison, der Regierungssitz von Wisconsin, in ganz USA Schlagzeilen. Seit 3 Tagen demonstrieren Tausende vor und im Kapitol gegen die geplanten Gehaltskürzungen in Höhe von sieben Prozent für öffentliche Bedienstete (Lehrer, Universitätsangehörige, Staatsangestellte). Der Staat Wisconsin hat einen hohen Schuldenberg von seinem Vorgänger, dem demokratischen Gouverneur Doyle, übernommen. Gouverneur Scott Walkers Politik ist es, durch sofortige Spargesetze das Defizit im Haushalt von über drei Milliarden Dollars abzubauen.

Die Polizei rief die Mitarbeiter im Kapitol auf, ihre Türen abzusperren, laut grölende und randalierende junge Demonstranten zogen durch die langen Gänge des Kapitols. Die Toiletten waren unzugänglich, die Lifte des Gebäudes standen still. Ärgerliche Demonstranten klopften an die Scheiben der einzelnen Büros.

Die Polizei suchte nach den Demokratischen Abgeordneten. Um 11:30 Ortszeit waren 17 Republikaner im Sitzungssaal, aber keine Demokraten weit und breit. Nach einem Gebet und dem Fahneneid sollte die Sitzung beginnen, aber sie wurde jäh abgebrochen durch Demonstranten, die laut nach "Freiheit, Demokratie und Einheit" brüllten. Die Schulen im Staat waren geschlossen geblieben, Lehrer hatten sich krank gemeldet, damit sie an den Demonstrationen teilnehmen können.

Verängstigte Bürger, die zufällig an diesem Tag in der Innenstadt zu tun hatten, waren geschockt. "Es sei kein Durchkommen gewesen", berichtet eine Mitarbeiterin von Pro-Life-Wisconsin, die zu einem Treffen der Lebensbewegung wollte.

Nur purer Hass und randalierende junge Leute. Der Gouverneur hat keinen leichten Stand. Kurz vor den Wahlen, Ende Oktober 2010, wurde Walker von seinem Demokratischen Rivalen Tom Barrett als absoluter "Rechtsradikaler und Konservativer" verschrien. Warum?

Barrett argumentierte, Walker hätte mit den Pro-Life-Bewegungen einen Pakt geschlossen, er wolle alle Verhütungsmittel abschaffen und die Abtreibung gleich dazu. Apotheker sollten ein Recht haben, Frauen die Herausgabe der Pille zu verweigern. Damit würde Walker den Frauen ihre Selbstbestimmungs-Reproduktions-Rechte (women’s reproductive rights) verweigern. Auch Minderjährige sollten nicht die Pille bekommen, da Kontrazeptiva mit Steuergeldern finanziert werden. Aber woher sollten die Frauen dann die Pille beziehen, fragte der Rivale Barrett im Oktober.

Walkers Ansichten, Abtreibung, auch nach Vergewaltigung, zu verbieten, scheint den Demonstranten ein Grund zu sein, noch lauter gegen den neuen Gouverneur zu grölen. Walker möchte die Personenwürde Ungeborenen zukommen lassen und zwar ab dem Zeitpunkt der Befruchtung, berichtet man auf der Webseite von Pro-Life Wisconsin. Mit so einem Gesetz hätten die Ungeborenen das unbestrittene Recht auf Leben. Zu guter Letzt ist Walker auch noch gegen humane embryonale Stammzellforschung. Das allein erklärt, warum so viele (außerstaatliche) Demonstranten von weit her angereist kamen, und das knappe 6 Wochen, seitdem Walker im Amt ist.

Doch immer öfter äußern hochgradige Wissenschaftler Bedenken und warnen sogar vor einem klinischen Einsatz von humanen embryonalen Stammzellen. Forscher an der Universität von Kalifornien, der San Diego School of Medicine und des renommierten Scripps Research Institutes, berichten über massive Rückschläge der bis dato als Hoffnungsträgerin bezeichneten regenerativen Medizin. Ein Artikel in der Fachzeitung "Cell Stem Cell" vom 7. Januar 2011 analysiert die gefundenen schweren genetischen Abnormalitäten, die embryonale wie auch induzierte (zurückgezüchtete)
pluripotente Stammzellen aufweisen. Fachleute berichten von einem herben Rückschlag bei der Stammzellforschung.

Überraschend sind die Ergebnisse jedoch nicht. Bereits 2009 berichtete eine israelische Forschergruppe über die Entwicklung von Hirntumoren, die sich beim Einsatz von transplantierten neuralen Stammzellen entwickelten. Die neuronalen Stammzellen wurden aus abgetriebenen menschlichen Föten gewonnen. Bisher haben die Forscher nicht auf solche schwerwiegenden Mutationen geachtet, die bei beiden Stammzellgruppen auftreten.

Die neuesten US-Publikationen liefern Beweise, wonach Stammzellen zur Tumorbildung führen; damit kann man sie nicht zum therapeutischen Einsatz bringen. Scott Walker, der neue Gouverneur von Wisconsin, hatte bereits in seinem Wahlprogramm festgelegt, nur noch adulte Stammzellforschung zu unterstützen.

Für Samstag, den 19. Februar, hat Pro-Life Wisconsin zu einer friedlichen Demonstration für die "I Support Scott Walker Rally" aufgerufen. Da die Demokratischen Abgeordneten am Donnerstag, dem 17. Februar, nicht anwesend waren, konnte über das Spargesetz nicht abgestimmt werden. 

Monday, January 24, 2011

Der 38. "March For Life" in Washington D.C. 2011


von Dr. Edith Breburda


Am 24. Januar, 2011, fand in Washington, D.C. der 38. "March For Life" statt. Ein  Afrika Amerikaner steht am Podium und spricht mit erregter Stimme von der Tragödie, dass 70% der 17 jährigen Teenagerschwangerschaften in einer Abtreibung enden. Amerika darf nicht schweigen, es muss reden, so lange bis keine Abtreibung mehr stattfindet, ruft er der Menge zu. Wir haben über 50 Millionen unschuldige Kinder getötet. 40% aller Schwangerschaften endet in der Tötung des Kindes. Nach ihm kommt ein Jüdischer Rabbi. Er fragt die Anwesenden für 10 Sekunden niederzuknien und zu beten. Er bittet darum noch mehr zu tun. Er erinnert an den Schmerz die die Babys erleiden während sie getötet werden. Wir  müssen uns zusammen tun, Christen, Juden alle Religionen. Alle Abtreibungskliniken sind Horrorhäuser nicht nur das in Philadelphia, wo der Arzt Kermit Gosnell in den letzten 30 Jahren hunderte Babys von armen, meist nicht dokumentierten Einwanderern nach der Geburt tötete. Da er als Familienarzt nicht über das "know how" einer Spätabtreibung verfügte zerschnitt er den lebend geborenen Kindern das Rückenmark, obwohl in Pennsylvania das Gesetz besteht lebende Babys zu schützen.  Amerikaner müssen sehen wie horrorvoll Abtreibung ist und sich für immer von diesen barbarischen Praktiken distanzieren fordert der Podiumsredner. Wir töten unsere Söhne und Töchter, unsere Zukünftigen Ärzte, Wissenschaftler, Musiker erwähnt der Sprecher.  Abtreibung hat einen Impakt auf die Familien und die Gesellschaft. Nach den Ansprachen setzen sich die 1000enden von Anwesenden in Bewegung um bei der Parade für das Leben mitzugehen. Väter, Mütter und Kinder halten Plakate hoch und ziehen bei bitterer Kälte durch die Straße von Washington. Sie alle wollen Zeugnis geben für das Leben.  Viele der Teilnehmer aller Konfessionen arbeiten zuhause in pro life Beratungsstellen und wissen nur allzu gut, dass eine Abtreibung das Leben der Mutter verändert. Selbstmord, Drogen Depression, Unfruchtbarkeit verbinden die meisten nicht mit den Spätfolgen einer Abtreibung. Der March selber gibt Hoffnung betonen die Teilnehmer. Es gibt Heilung und Hoffnung, pro Life Mitarbeiter, Kirchen usw.  bieten Einkehrtage an und lassen Ehepaare auch nach der Tragödie einer Abtreibung nicht alleine. Erstaunlich viele junge Leute nehmen Teil. Sie wollen die verteidigen die nicht reden können. Sie verstehen sich nicht als zu jung um an so einer "Demonstration" teil zu nehmen. Sie sehen sich in einem gewissen Sinn als die Überlebenden, sagen sie. Julie eine 13 jährige die von EWTN Reportern interviewet wird hält ihr Poster in die Kamera und liest vor "Wähle Adoption, nicht Abtreibung".  Kein leerer Spruch, da viele Bistümer der USA Häuser haben die Teenagermüttern die Schwanger sind einen Platz anbieten ihr Kind zur Welt zu bringen. Von 12 bis 18 Jahren nehmen sie junge Mütter in den Häusern auf die sonst keinen Platz hätten und buchstäblich auf der Straße stehen. "Marys Schelter" heißen z. B. die 2  Häuser der Diözese in Orange, Süd Kalifornien. Die jungen Mütter werden auf die Geburt ihres Kindes vorbereitet, können nebenbei ihre Schulausbildung fortsetzen. Adoption ist eine Option, die nicht nur den jungen Müttern von "Marys Schelter" angeboten werden. 22 Millionen Ehepaare wollen ein Kind adoptieren, aber nur 1% der Schwangeren sind offen ihr Kind für eine Adoption frei zu geben.  Es mangelt an Informationen wie wir uns alle engagieren können "für das Leben", berichtet eine Mutter, die selber adoptiert wurde, den EWTN Reportern an diesem kalten Wintertag in Washington des 24. Januar's 2011.

Tuesday, December 7, 2010

Human experiments being held with potentially dangerous human embryonic stem cells


Dr. Edith Breburda

On October 11, 2010, the day the U.S. celebrates Columbus Day, the Shepherd Center, a 132-bed spinal cord and brain injury rehabilitation hospital and clinical research center in Atlanta, Ga., participated in an experiment for restoring sensation to people with spinal cord injuries.
They cooperated with Geron Corporation, a California based firm
that conducts “dubious embryonic stem cell research.” The firm announced it has treated the first time a patient with embryonic stem cells.
Human injected with cells
A human being had been injected with human embryonic stem cells, coming from human embryos left over from fertility treatments, explains Dr. Okarma, CEO director of Geron.
Seven potential sites in the United State enrolled patients in the clinical trial. Geron Corporation got the first U.S. Food and Drug Administration license to use the controversial cells to “treat” people.
The patients eligible for the phase one trial are those who have suffered a complete thoracic spinal cord injury between seven and 14 days ago. Patients in such conditions can still move their arms and breath on their own.
A ‘safety test’
However, the injected embryonic stem cells aren’t pure human embryonic stem cells anymore. The patient received precursor cells, un- or only partially differentiated cells, derived from human embryonic stem cells.
It is possible to make an abundant supply from the undifferentiated embryonic stem cells before treatment of an acute spinal cord injury. The hope of the Geron Cooperation is that the cells once inside the human body will finish specializing, then travel to the site of the recent spinal cord injury and release compounds that will repair the damage.
The whole trial was never set up to cure patients. It is only used to determine that the cells are safe to use. It is actually no more than a safety test to see whether the injections of precursor cells lead to tumors or other complications.
And it will take some time, perhaps many years. Still no one can be sure whether the stem cells really helped.
Meanwhile researchers who are looking at facts are convinced that adult stem cell therapies make experiments with embryonic stem cells wholly superfluous (Smith 2010).
Concerns about the trial
Scientists expressed concerns about Geron’s trial. The cells used were not completely differentiated, only partially differentiated (“precursors”). They actually did not inject human embryonic stem cells because science is still not able to overcome significant problems in their use with animals. Specifically, undifferentiated or partially differentiated embryonic stem cells cause tumors and are rejected by the immune system.
Researchers use different culture conditions in order to induce neuronal differentiation. They add Vitamin A, or use a so-called co-culture method. That means human embryonic stem cells are cultured in the Petri dish with already differentiated neuronal tissue.
“However, the neural induction process often requires direct contact of human embryonic stem cells with the stromal cells (connective tissue cells of an organ in order to release growth factors that promote cell division), which introduces unknown and potentially risky factors as most of these cell lines are tumorigenic,” explains Su-Chu Zang in his article: “Human embryonic stem cells for brain repair,” published at Biological Science 2007.
It is also common to isolate neural stem cells or progenitor stem cells from fetal brain tissue obtained from fetal tissue banks, which are using the remains (placenta, extra-fetal tissue….) of aborted children for medical research.
Adult stem cells better
Former Indiana State University biology Professor Dr. David Prentice accused Geron Corporation of falsely promoting its work as embryonic stem cell trials when derivates were used instead. “Geron is irresponsibly trying to do science by press release, publicizing that they have begun their human experiments by injecting a patient with potentially dangerous cells. Their press hype will help stock prices, but not science and not patients. We hope the patients don’t suffer any ill effects.
“It will be years before there is hard evidence about safety or effectiveness. If Geron truly wanted to help patients, it would stick to research and trials involving adult stem cells. They already are helping patients now who are battling dozens of diseases and medical conditions.”
Prentice continued: “Adult stem cells have published real scientific evidence for effectively treating spinal cord injury.”
First application is flawed
Professor Dr. John A. Kessler, chairman of neurology and director of the stem cell institute at Northwestern University announced that the first application from Geron for the embryonic stem cell trial was flawed.
Already in 2008, Evan Synder, a neuroscientist, head of the Stem Cell Research Center at Burnham Institute for Medical Research in San Diego, warned that the research is not ready for humans.
About the Geron trial Synder noticed that the mice used to conduct pre-human trial research had excessive injuries. And the company should have done experiments involving larger animals before seeking FDA permission.
Moving too fast?
Did Geron moved too fast? Jerry Silver, a neuroscience professor and stem cell researcher at Case Western Reserve University in Cleveland, is absolutely convinced they did.
He is not alone with that view. “Nobody can conceive of a human trial with the use of human embryonic stem cells following immediately from experiments in rodents only,” explains Jerry Silver.
Many spinal cord researchers acknowledge that the pre-clinical data itself doesn’t justify the clinical trial. They know too well that science revealed that many treatments actually worked well with rodents (or even only in rodents) but failed miserably in humans (Ertelt 2010).
Literature:
Breburda E., Verheißungen der neuesten Biotechnologien. Christiana Verlag, Stein am Rhein, ISBN-10: 3717111728, 160 pages 39,80 Euro.
Breburda E., Promises of new Biotechnologies. Unpublished Manuscript 2010
Smith W.J., First human embryonic stem cell treatment commences. First Things, Monday, October 11, 2010
Ertelt S., Company claims first patient treated with embryonic stem cells, not the case. LifeNews.com, October 11, 2010

Wednesday, June 23, 2010

Ersetzt Egozentrik unsere Selbstlosigkeit?


Was ist eine Familie

16 und schwanger


Dr. Edith Breburda

Lebensforum, 2010 #93/1 Ein von Teenagern Amerikas meist gesehener Fernsehkanal füllt sein Programm hauptsächlich mit Musik. Wie wundert es wenn ein Moderator, den man mit Dr. Drew anspricht,  in diesem TV Kanal „heiße Eisen“ anfasst.  Man kann sich vorstellen, wie Kids vor dem Programm hängen, denn das Thema ist ansprechend und  aus dem Leben gegriffen. In der Sendung mit dem Titel “16 und schwanger“  werden junge Mütter vorgestellt, die selbstbewusst auf dem Sofa des Moderators Platz nehmen. Väter dürfen dabei sein, auch dann wenn eine Beziehung durch eine Schwangerschaft auseinander ging und die Großmutter sich um die Enkeltochter kümmert. Wie gingen die Betroffenen mit der Situation einer Teenagerschwangerschaft um? Warum entschieden sich die Mütter, das Kind zu behalten, wo sie doch mitten in der Ausbildung waren? Eltern sich gegen sie stellten, sofern sie diese hatten! “ Nein,“ sagt die Sechzehnjährige, „ich wollte mein Kind nicht bei meiner Mutter großziehen. Bei ihr finden jede Nacht bis 2 bzw. 3 Uhr „coole Parties“ statt. Um genau zu sein, meinen um 2 Jahre jüngeren  Bruder habe eigentlich ich großgezogen. Aber was sollte ich tun? Deshalb entschied sich mein Freund und ich für eine offene Adoption.“ Der junge Mann, der neben dem Teenager sitzt kommen nun auch die Tränen. Dr. Drew bittet die Adoptionseltern herein. Sie haben ein süßes Neugeborenes im Arm. Kein Auge bleibt mehr trocken. Sie danken den leiblichen Eltern für das schönste Geschenk, das sie ihnen machen konnten, indem sie ihr Kind zur Adoption freigaben. „Was bedeutete es für Dich als Teenager festzustellen, schwanger zu sein?“, richtet ein Gast aus dem Studium seine Frage  an die Mutter des Kindes. „Viel“, sagte sie, „ich bin mit einem Schlag erwachsen geworden. Sicher, ich verpasste all das, was andere Kids meines Alters tun: Ich hänge auch mit meiner Ausbildung etwas hinterher, aber diese Zeit war so wertvoll für mein Leben. Ich möchte sie um nichts missen. Früher drehte sich alles nur um mich. Ich war so ich-bezogen. So hätte ich gar nicht weiterleben wollen. Diese Schwangerschaft war ein „wake up call.“ Das Publikum jubelt,  die Eltern strahlen und weinen zugleich. Am Ende der Sendung sitzen 6 Mütter mit ihren Babys neben dem Moderator, jede erzählt von ihren unvorstellbaren Schwierigkeiten - nicht zuletzt von ihren Eltern, die sie arg beschimpften. Fast meint man, die Eltern sind von der gleichen „Ichsucht“ befallen, welche die Tochter gerade überwunden hat.  Ist es nicht viel einfacher, sich seiner Pflicht als Angehöriger zu entziehen, indem man dem Mitmenschen zu einer Abtreibung rät? So kann man sich ohne größeren Aufwand wieder sich selbst und seiner Welt zuwenden. Was eine Familie ist, weiß man auch nicht mehr so recht.

Familie radelt durch die USA

So fällt eine Familie auf und wird bewundert die sich mit den 3 jüngsten Kindern im August 2009 aufmachte quer durch die USA zu reisen, und zwar auf einem extra dafür gebauten 5er Tandem. Die 3 ältesten Kinder sind zuhause geblieben. Sie dachten die Eltern wären total verrückt so eine Tour von über 7000 Meilen zu wagen. Dem Paar ging es darum ihren Jüngsten eine Lehre für das Leben mitzugeben. Sie wollten ihnen zeigen was es heißt das Leben in seiner Fülle zu leben. Sie gaben ihren 3-7 jährigen Kindern eine Hilfestellung ganz besonderer Art. Es sollte sich ihnen ein neues Bewusstsein erschließen einige Zeit auch ohne die Konsumwelt auszukommen. Stattdessen hätten sie die einmalige Gelegenheit die Schönheit der Natur zu entdecken, die Geographie des Landes fast „hautnah“ zu erleben. Die Hilfsbereitschaft der Mitmenschen können sie so erfahren und nicht zu letzt war ihr Gedanke die Familie durch all die Strapazen einer solchen Fahrradtour enger zusammen zu schweißen.  Im Februar 2010 hatten sie die Hälfte der Strecke hinter sich gelassen. Sie radeln 25 Meilen am Tag und hoffen günstige Übernachtsungsplätze zu finden. „Es steckt viel Vertrauen, aber auch Abenteuer in so einer Reise“ erklärt der Vater auf der Familienwebpage. „Wir lernen durch sie für das Leben und dafür nehme ich gerne alle Unannehmlichkeiten auf mich um dies meinen Kindern plausibel zu machen.“ So eine Selbstlosigkeit findet man kaum noch.

iGeneration

Das ist heutzutage eher eine Seltenheit, da wir uns, wie Anfang Februar 2010 eine große amerikanische Zeitung berichtete, im Zeitalter der  „iGeneration“ befinden.  „Diese Generation ist von frühester Kindheit an ständig mit iPods, iPhones usw. verbunden. Kinder wachsen im Grunde genommen völlig weltfremd auf. Sie sind 7/24 (7 Tage, 24 Stunden) connected. Kindergartenkinder besitzen rosa oder violette Barbie-Laptops mit eigener Computermaus. Extra für die Kleinsten erstellte Programme, die Mathematik, Spanisch sowie Computerspiele beinhalten berieseln die Kinder. Vorschulkinder sind süchtig nach ihrem Laptop. Eine Studie ergab, dass 35% der Kinder in den USA im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren  ihren eigenen Fernseher im Zimmer haben. 52% der 9-12 jährigen besitzen ein eigenes Mobil-Telefon. Kinder im Alter von 18 Monaten wissen, wie man eine Computermaus bedient. Psychologin Sandra Calvert, die Direktorin des Kinder-Digitalen-Media-Centers der Georgetown University in Washington DC berichtet von Computerprogrammen, erstellt für Kinder unter zwei Jahren. Das Interesse der Kleinsten ist darauf ausgerichtet ihren Wissensdurst schnellst möglichst über das Internet zu befriedigen. Am Abend texten sie ihren Freunden, dass sie jetzt zu Bett gehen und keine Nachrichten mehr senden oder empfangen wollen. Kinder können sich gar nicht an eine Zeit ohne ihre ständige „Technische Begleitung“ vorstellen. Der Psychologe Larry Rosen von der California State University deutet auf die Gefahren  der iGeneration hin. Rosen bezeichnet mit i nicht nur den iPod usw.,  sondern auch das eigene “ICH”. Die Technologie ist auf die Kinder zugeschnitten. Sie können die Musik wählen, die sie hören wollen, die Videos herunterladen, die sie sehen möchten, und keiner ist da der ihre Wünsche beschneidet.“ (Sharon Jayson USA Today, Wednesday, Feb.10, 2010 iGeneration has no off switch, www.usatoday.com).  Medien sehen ein Geschäft, das sich an der Egozentrik orientiert. Es scheint, dass Eltern sich nicht so sehr um die Kinder kümmern. Eine Sofortbefriedigung des Ichs, egal ob des Kindes oder der Eltern, ist  erstrebenswert, da so jeder -fast möchte man sagen- „Ruhig-Gestellt“ wird und den Anderen wenigstens nicht aus seiner Ich-Welt aufschreckt.

Eine Klage über die Ichsucht hört man in letzter Zeit öfters, - vor allem von Lebensbefürwortern, die sich am 22. Januar jeden Jahres aufmachen, um am „ Pro-Life-March“ teilzunehmen. Die größte Rally für das Leben ist in Washington. Es gibt also noch viele Menschen die Strapazen auf sich, um an einer der Pro Life Rally’s teilzunehmen die in allen größeren Städten der USA stattfinden. „Eigentlich dachten wir, so eine Marsch für das Leben wäre nur für ein paar Jahre notwendig, und bald würde jeder einsehen, dass Abtreibung eine Ungerechtigkeit ist,“ erklärte die schon betagte Präsidentin der Pro-Life Bewegung in Washington am 22. Januar 2010.   Mit zunehmender Technik gewinnen wir immer größere Einblicke in die Entwicklung des Ungeborenen.  „Einige Institutionen weigern sich ein Ultraschallbild, das vor einer Abtreibung gemacht werden muss, den Müttern zu zeigen. Abtreibung beherrscht das ganze Denken dieser Beratungseinrichtungen,“ erläutert Abby Johnson die jahrelang bei Planned Parenthood ihr Brot verdiente und somit weiß wovon sie spricht. Man versucht alles, keine andere Lösung als Abtreibung anzustreben. „Achtzig Prozent schrecken vor einer Abtreibung zurück, wenn sie ein Ultraschallbild sehen,“ betont Abby. Zwei Superabtreibungszentren sind jetzt in den USA geplant, Es sind die größten der Welt. „Ich sollte die Direktorin der Klinik werden,“ erklärte Abby. „Aber dann wohnte ich einer Ultraschalluntersuchung bei und sah  das Kind. Ich musste einfach meinen Job aufgeben. Seitdem erfüllt mich ein großer innerer Frieden!“ schließt Abby das Interview. „Wir haben einfach unsere Ichsucht an  die  Stelle der Wahrheit gesetzt,“ argumentiert ein anderer Teilnehmer der Pro-Life Rally.  „So können wir die Wahrheit nicht erkennen und auch nicht, dass Gott der Urheber allen Lebens ist.“ Wir meinen es seien die Eltern, oder die Forscher die Embryos erschaffen. Wenn wir unser Ego in das Zentrum unserer Weltanschauung rücken erliegen wir leicht dem Trugschluss, dass wir das Recht besitzen, dieses Leben wieder auslöschen zu dürfen. „Es ist wichtig, dass wir niemals den tragischen Tod vergessen der tagtäglich durch das unausgesprochene Übel der Abtreibung herbeigebracht wird. Wir müssen alles tun was in unserer Macht steht den Müttern und Vätern und allen beizustehen die emotional und psychisch unter einer Abtreibung leiden,“ predigte Bischof Olmsted in seiner Pro-Life-Messe in der Jesuitenkirche von Phoenix/Arizona/USA am 24. Januar 2010.









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