Freitag, 20. Mai 2011

USA: Bundesstaat stoppt Finanzunterstützung von Abtreibungen

Abtreibungen, die Planned Parenthood vornimmt, sollen in Wisconsin nicht mehr durch Steuergelder finanziert werden. Von Edith Breburda


Madison (kath.net) Im US-amerikanischen Bundesstaat Wisconsin werden Abtreibungsinstitutionen wie Planned Parenthood nicht mehr mit Steuergeldern finanziert. Dies wurde am 18. Mai 2011 unter der Federführung der Republikaner beschlossen. Dies bedeutet für Abtreibungskliniken einen Verlust von rund 1 Millionen Dollars im Jahr. Andere „Gesundheitsdienste“ der Reproduktionsmedizin, die Planned Parenthood anbietet, fallen nicht unter die Kürzung.

Planned Parenthood hat jedoch selbst zugegeben, eine Institution zu sein, welche überwiegend „chirurgische“ Eingriffe vornimmt, das heißt: Abtreibungen. Wenn Frauen ein Magnetresonanztomogramm zwecks Brustkrebsvorsorge haben wollen, werden sie meist gar nicht in den Kliniken angenommen, erklärte die junge Pro-Life Präsidentin Lila Rose unter anderem, auch in einer TV Sendung mit Fox News Ende März 2011.
Abtreibungsgegner sehen in der Kürzung der Gelder den entscheidenden ersten Schritt zur völligen Aufhebung von Zahlungen an die Planned-Parenthood-Einrichtungen aus Steuergeldern. Schon lange versucht der republikanische Gouverneur Scott Walker aus Wisconsin, die staatliche Finanzierung von Planned Parenthood komplett zu streichen, was ihm jedoch bisher nicht gelang, weil die Demokratischen Abgeordneten Einspruch erhoben haben. Planned Parenthood versuchte, sich zu wehren und fuhr im April mit einem "Rosa Bus" durch Wisconsin. Die Farbe rosa wurde deshalb gewählt, weil Entlassungsbriefe in den USA einen rosa Briefumschlag haben. Der Gouverneur habe der "Gesundheitsvorsorge von Frauen den Krieg erklärt", hieß die Schlagzeile einer Annonce von Planned Parenthood am 28. März 2011.

Die Katholische Kirche sowie alle Pro-Life Organisationen der USA teilen das Anliegen der GOP(d.h. Grand Old Party und meint die Republikanische Partei) . Das Planned Parenthood nahestehende Guttmacher Institute, eine Organisation, die sich mit Fragen der Fortpflanzungsmedizin beschäftigt, veröffentlichte daraufhin am 1. April 2011 neueste Daten aus der Studie: "Countering Conventional Wisdom: New Evidence on Religion and Contraceptive Use" (J. Desmond, Mai 13. 2011), wonach nur 2 Prozent der US-Katholiken die Lehre der Kirche, d.h. natürliche Familienplanung, befolgen. Weiterhin heißt es, dass 68 Prozent der befragten katholischen Frauen zur Pille greifen. Mit der neuen Studie will das Institut auf eine Diskrepanz aufmerksam machen, weil Pro-Life Organisationen und US-Bischöfe fordern, dass die staatliche finanzielle Unterstützung für die Planned Parenthood Gesellschaft eingestellt wird. Jörg Dreweke, Co-Autor der Studie interessierte, vor allem, ob Katholiken hinter den Forderungen ihrer Bischöfe stehen und wie sie es mit der Lehre der Kirche halten.

Michael New, Professor für Politikwissenschaften der Universität von Alabama, gibt zu bedenken, dass viele solcher Umfragen nicht berücksichtigen, in welchem Verhältnis die Teilnehmer einer solchen Studie zur Katholischen Kirche stehen. New bezweifelt, ob alle eifrige Kirchgänger sind und man sehr schnell nominelle Katholiken interviewt. Trotz allem ist die Katholische Kirche in den USA die einzige Institution, welche sich gegen die Pille (die u.a. eine frühabtreibende Wirkung hat) und andere Verhütungsmittel ausspricht. Sie bezieht auch eine klare Stellung gegen Abtreibung und gegen humane embryonale Stammzellforschung und man darf ihren generellen Einfluss nicht außer Acht lassen.

Katholische Kirchenleiter in den USA verschweigen die Ergebnisse der Guttmacher Studien nicht. Die katholischen Bischöfe sprechen von einem jahrzehntelangen Versagen, den Gläubigen die prophetischen Lehren von Humanae Vitae zu vermitteln. Katholische Priester sind keineswegs von den statistischen Zahlen entmutigt. Sie suchen Wege, wie sie ihre Gläubigen auf die Natürliche Familienplanung aufmerksam machen können. Dabei kommt ihnen das Schreiben des Seligen Papstes Johannes Paul II, "Die Theologie des Leibes", zu gute. Man beobachtet, dass sich angebotene Aufklärungskurse sehr positiv auswirken. Damit wird eine größere Aufmerksamkeit erzielt, als wenn der Priester von der Kanzel her gegen die Verhütungsmentalität und über Humanae Vitae predigt. Ärgerliche Gläubige könnten bei so einer Predigt die Kirche verlassen, wenn nicht sogar ganz austreten, berichtet Pfarrer Evans von der Holy Cross Gemeinde in Batavia, Illinois. "Es gibt einige, die diese Worte so sehr trifft, als wären sie von einer Rakete getroffen worden." Auch Kaplan Stanlez Stuglik, Kaplan der Kathrinen Gemeinde, eines Vorortes von Chicago, bezieht sich auf die "Theologie des Leibes". Der Selige Papst Johannes Paul II hat in seinem Schreiben weitaus ansprechendere und plausiblere Worte gefunden die Lehre der Kirche den Gläubigen zu vermitteln als dies Humanae Vitae tut, sagte der Kaplan. In einem persönlichen Gespräch kann man auf die gesundheitlichen Folgen der Pille aufmerksam machen. Als die Pille 1960 "zugelassen" wurde behauptete man, dass nun alles besser und einfacher werden würde, bemerkte Monsignore Edward Filardi, Pfarrer von Our Lady of Lourdes, in Bethesda, Maryland. "Schauen wir jedoch in der Retrospektive auf die Versprechungen von damals, so merken wir, dass nichts davon stimmt. Im Gegenteil, die Pille brachte uns Ehescheidungen anstatt den Zusammenhalt der Familie zu fördern. Nur fünf Prozent der Familien, die natürliche Familienplanung befolgen, werden geschieden."

Priester müssen jedoch sehr einfühlsam sein, wenn sie so ein Thema besprechen. Viele Gläubige sprechen dieses Thema auch während der Beichte an, was zeigt, dass ein Bewusstsein in diesem Punkt noch vorhanden ist, berichten einige Priester. Papst Paul VI. ermutigte seine Priester Eheleuten Verständnis entgegen zu bringen, die versuchen die durchaus anspruchsvolle Lehre der Kirche zu leben. Papst Paul der VI. machte auch auf den sehr langen Zeitraum aufmerksam, den Humanae Vitae brauche um aufgenommen und verstanden zu werden.

Montag, 16. Mai 2011

Embryonale Stammzellenforschung: Grenzen wissenschaftlicher Hoffnung

Sind induzierte pluripotente Stammzellen der Ausweg aus dem Ethik Dilemma der sogenannten lebenswichtigen embryonalen Stammzellforschung? Ein Gastkommentar von Edith Breburda

Kisslegg (kath.net) Oft hören wir, dass induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) ethisch unbedenklich sind um bisher unheilbare Krankheiten zu heilen oder Ersatzorgane zu schaffen. Als natürlich pluripotent bezeichnet man embryonale Stammzellen, die gewonnen werden, indem man einen Embryo fünf Tage nach seiner Befruchtung im sogenannten Blastozystenstadium abtötet, um die Zellen, die sich im Embryoblast befinden, zu entnehmen. Der Embryoblast besteht aus Stammzellen, die neun Monate brauchen, damit ein vollkommen ausgestattetes lebensfähiges Baby entsteht. Pluripotente Stammzellen haben das Potential, sich in über 220 Körperzellen zu entwickeln.

Forscher werden von der Idee geleitet, diese Zellen außerhalb des Uterus, in der Petrischale, in jene Organe umzuwandeln, die sie benötigen. Embryos bekommt man in den USA u.a. von Fruchtbarkeitskliniken. Sie sind in -80 Grad flüssigem Stickstoff tiefgefroren. Man argumentiert, dass sonst diese Embryos entsorgt werden müssten, weil die leiblichen Eltern sie nicht wollten und Lagerungskosten zu hoch seien.

2007 haben Forscher aus Madison, Wisconsin/USA und Japan unabhängig voneinander induzierte pluripotente Stammzellen "geschaffen". Man hat dazu bereits differenzierte Zellen genommen, nämlich Hautzellen, und hat die Entwicklungsuhr zurückgedreht, soweit, bis der genetische Code wieder dem von embryonalen Stammzellen gleich zu sein schien. Aber sind natürliche embryonale pluripotente Stammzellen wirklich identisch mit induzierten pluripotenten Stammzellen? Weiterhin bleibt die Frage bestehen, wie man diese undifferenzierten Zellen in Nervenzellen oder Leberzellen umwandelt. Egal welcher Ausgangszellen ich mich bediene.

Menschliche embryonale Stammzellen galten angesichts der Fortschritte bei der Reprogrammierung von Hautzellen für viele Forscher bereits als überholt. Jetzt zeigten US-amerikanische Studien gravierende Unterschiede zwischen den embryonalen Stammzellen und den induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS).

Seit mehr als 13 Jahren versuchen nämlich Wissenschaftler mit ethisch stark umstrittenen menschlichen embryonalen Stammzellen Krankheiten, wie z. B. Alzheimer, Krebs, Diabetes oder Parkinson, zu heilen. Trotz vieler Fortschritte im Labor und im Tierversuch gibt es bis jetzt noch keine sichere Stammzelltherapien. Bei den vielen durch die Stammzell-Forschung entstandenen ungelösten Problemen handelt es sich um Kontaminationen der Zellen, Tumorbildung und unkontrolliertes Wachstum. Die Wege der Differenzierung in geeignete Zelltypen, die Zellintegration, das Wachstum und die Heilungseffekte sind unklar und es fehlt an Strategien zur Überwindung immunologischer Reaktionen. Abstoßungsreaktionen sind nach wie vor unbeherrschbare Komplikationen.

Durch genetische Reprogrammierung von Hautzellen konnten vor vier Jahren sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) erzeugt werden, die sich wie embryonale Stammzellen verhalten: Sie sind extrem teilungsfreudig und pluripotent, d.h. potentiell zu jeder beliebigen Körperzelle, ob Nerven-, Knochen- oder Drüsenzelle, verwandelbar. Viele Wissenschaftler hatten gehofft, daß das neue Forschungsfeld mit den ethisch unbedenklichen iPS -Zellen das ethische Dilemma der Forschung mit embryonalen Stammzellen auflösen könne. Seit einiger Zeit aber häufen sich Berichte, nach denen die iPS-Zellen doch nicht die gleichen Eigenschaften haben wie embryonale Stammzellen, die aus getöteten menschlichen Embryos gewonnen werden.

Zwischen den echten embryonalen Stammzellen - dem "Gold-Standard" - und den in der Petrischale erzeugten induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) sind gravierende Unterschiede im Aktivitätsmuster vieler Gene festgestellt worden. In den zu reprogrammierenden Körperzellen ist der Hauptteil des Erbgutes inaktiviert, da die Zellen ja selbst ausdifferenziert sind. Während der Differenzierung lagern sich Methylketten auf die DNA. Ein entscheidender, wenn nicht sogar der limitierende Faktor der Reprogrammierung besteht darin, daß die DNA erst wieder aufgeschlossen werden muß. Dies geschieht durch eine Demethylierungsreaktion, die jedoch völlig unbekannt ist. Zurückprogrammierte iPS-Zellen haben genetische Schäden (Mutationen) und ein Krebsrisiko. Hautzellen lassen sich nicht vollständig in den pluripotenten embryonalen Zustand zurückverwandeln. Sie behalten einen Teil ihrer alten Eigenschaften. Ihre ursprüngliche epigenetische Programmierung wird nicht vollständig gelöscht. Ihr Einsatz wird dadurch erschwert.

Einige chemische Veränderungen der Erbsubstanz bleiben bei der Reprogrammierung erhalten. Die Erbinformation oder der so genannte Pathway (Syntheseweg) der Differenzierung einer Zelle in eine der 220 spezifisch verschiedenen Organzellen des Organismus liegt nur in der embryonalen Zelle frei. Bei einer Reprogrammierung bleibt diese Erbinformation geblockt, womit eine Anwendbarkeit von iPS-Zellen fraglich wird. Auch die geringe Ausbeute der zurückgezüchteten iPS-Zellen könnte damit erklärt werden.

Bisher hatte man angenommen, aber nie überprüft, daß die aus Hautzellen eines Patienten erzeugten induzierten pluripotenten Stammzellen vom Immunsystem als körpereigene Zellen angesehen und toleriert werden. Jetzt zeigten Tierversuche US-amerikanischer Biologen vom Institute for Biological Studies im kalifornischen La Jolla, dass injizierter iPS-Zellen zur Abstoßung des neuen Gewebes führen. Deswegen sind weitere langwierige, zeitaufwendige und kostspielige Untersuchungen nötig bevor iPS-Zellen in der Therapie sicher eingesetzt werden können.

Viele Forscher beharren darauf, daß embryonale Stammzellen unumstritten am besten für die Regenerationsmedizin geeignet sind und alle anderen Forschungsrichtungen nur Zeitverschwendung seien. Forschungsaktivitäten mit humanen embryonalen Stammzellen werden in den USA seit kurzem wieder staatlich finanziert. Ein Ausweg aus dem Ethik-Dilemma der embryonalen Stammzellforschung ist noch weiter entfernt als gedacht. 

Montag, 9. Mai 2011

Zerstörend für menschliche Embryonen und Forscher

Ein U.S. Gericht entschied Ende April 2011, dass staatliche Mittel weiterhin in die humane embryonale Stammzellforschung fließen dürfen und machte damit den Gerichtsspruch von Richter Royce Lambert vom August 2010 rückgängig. Von Edith Breburda


Washington (kath.net) Ein U.S.-amerikanisches Gericht entschied am 29. April 2011, dass die humane embryonale Stammzellforschung weiterhin mit Staatsgeldern gefördert werden darf. Wissenschaftler sprechen von einem Sieg zugunsten des medizinischen Fortschrittes. Obwohl bisher keine einziger Mensch (oder Tier) mit embryonalen Stammzellen behandelt wurde. Die Frage ist somit durchaus berechtigt, ob überhaupt jemals eine Therapie mit humanen embryonalen Stammzellen einsatzfähig sein wird. 

An Geldern mangelt es nicht um die vielen Versprechungen der Forscher wahrmachen zu können. Private Gelder, und nicht zu knapp, fließen seit jeher in die sehr umstrittene Forschung, bei der man menschliche Embryonen „zerstören“ muss. Staatliche Universitäten, die kaum private Förderer haben, sind auf öffentliche Mittel angewiesen. Humane Stammzellen werden gewonnen, indem man Embryos, die man in vitro, im Labor oder in einer Fertilisationsklinik erzeugt hat, zerstört, anstatt sie in den Mutterleib einzupflanzen.

Am 25. August 2010 hatte der U.S. Verwaltungs-Richter Royce Lambert der Forderung der adulten Stammzellforscher Dr. James Sherely und Dr. Theresa Diesher stattgegeben, humane embryonale Stammzellforschung nicht mehr mit Steuergeldern zu finanzieren. Er berief sich auf das seit 15 Jahren bestehende Dickey-Wicker Gesetz, in welchem festgelegt wurde, dass Staatsgelder nicht eingesetzt werden dürfen für Experimente, in denen Embryos zerstört werden. 

Wissenschaftler der Staatlichen Universität in Madison/Wisconsin sowie der bis Ende 2010 noch amtierende Gouverneur Doyle nahmen den Urteilsspruch vom August 2010 mit Entsetzen auf. Doyle sprach der Universität seine volle Unterstützung im Kampf gegen die Steuergeldsperrung zu. Er fand es inakzeptabel, dass sich Geldfragen zerstörerisch auf die Forschung auswirken. Die akademische Freiheit, die auch in ethischen Fragen die freie Wahl der Forscher respektieren muss, werde dadurch vehement eingeschränkt. Die Universität von Madison hat Pionierarbeit in der humanen embryonalen Stammzellforschung geleistet und wurde von jeher mit staatlichen Mitteln gefördert. Es wurde argumentiert, dass ein plötzlicher Stopp der staatlichen Mittel die Universitätsforscher erheblich gegenüber privat geförderten Institutionen benachteiligt. Das Verbot, Embryos zu zerstören, wirke sich destruktiv auf die Forschung aus, erklärten die Pionier-Stammzellforscher Ende August 2010 in einer eilig zusammengerufenen Sitzung mit dem Gouverneur. Ein solches Verbot drehe die Uhr zurück in die Zeit des U.S. Präsidenten George Bush, der humane embryonale Stammzellforschung nur in Ausnahmefällen mit Steuergeldern finanzierte. Präsident Obama hatte 2009 neue Richtlinien gesetzt, damit die humane embryonale Stammzellforschung mit Geldern des National Institute of Health (NIH) finanziert werden kann. Die humane embryonale Stammzellforschung ist von der Zerstörung von menschlichen Embryos abhängig. 

Das Nationale Gesundheits-Institut (NIH) in Washington interpretierte das "Dickey-Wicker Gesetz" von jeher auf seine Weise und lockerte den Bann der Finanzierung erheblich. Die direkte Zerstörung der Embryos werde zwar nicht mehr gefördert, aber die Gelder dürften angewandt werden für Forschungen an bereits vorhandenen humanen embryonalen Stammzellen. Es wurde auch behauptet, dass Stammzellen keine Embryos sind. Auch das Gericht, das über einen Einspruch der embryonalen Stammzellforscher gegen den Finanzierungs-Stopp tagte, benutzte diese Argumentation, um weiterhin den Einsatz von Steuergeldern für humane embryonale Stammzellforschung zu rechtfertigen. Somit wurde das Urteil von Richter Royce Lamberth vom August 2010 am 29 April 2011 von einem US Gericht wieder aufgehoben. 

Forscher glauben, embryonale Stammzellen hätten (wenn auch in ferner Zukunft) das Potential, unheilbare Krankheiten wie z. B. Parkinson zu heilen. Es hat sich allerdings gezeigt, dass es viel schwieriger ist als vorgesehen war, embryonale Stammzellen z.B. in Knochenzellen oder Nervenzellen umzuwandeln. Zudem ist der Vorgang überhaupt nicht effizient. Warum sollte man nicht den einfachen Weg gehen und eine schon spezialisierte adulte Zelle in eine andere spezialisierte Zelle umwandeln? Viele Wissenschaftler sehen in der adulten Stammzellforschung einen viel schnelleren und vielversprechenderen Weg Krankheiten zu heilen und somit gehört diesem Forschungszweig die Zukunft der Biomedizin. Die Befürchtung von Dr. Theresa Diescher und Dr. James Sherely, Steuergelder für die humane embryonale Stammzellforschung zu "vergeuden", ist voll gerechtfertigt. Der neue Senator von Wisconsin Ron Jonson sagte im November 2010 der Presse: „Meine tiefste Überzeugung ist es, dass wir nicht in eine Situation geraten sollten, in der wir Leben erzeugen indem wir es zerstören“. (“My basic belief is you don't want to get in a situation where you are creating life by destroying it.") 

Siehe: "Promises of New Biotechnologies," (ebook Amazon, 2011) Englische Ausgabe des Buches: "Verheissungen der neuesten Biotechnologien"(Christiana Verlag, 2010) von Edith Breburda 

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