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Monday, June 22, 2020

Werden Corona-Impfstoffe an humanen embryonalen Stammzellen getestet?

Dr. med.vet. Edith Breburda

Wie gefährlich sind Impfstoffe – und wie gefährlich ist es, über sie aufzuklären, so könnte man auch fragen. 
Der ehemalige Gouverneur Mike Hucakbee von Arkansas sagte kürzlich sarkastisch: „Das COVID-19-Virus wurde von den Protestierern und Randalierern geheilt“.  Doch legen wir diese politische Anspielung zur Seite.
Im Corona-Zeitalter, aber auch schon lange davor konnte man beobachten, dass diejenigen, die vor den Sicherheits- und Gesundheitsrisiken warnen, plötzlich und fast schon mysteriös von der Bildfläche verschwanden. 
Manche Eltern sind verunsichert, ob eine Impfung nicht womöglich andere Krankheiten heraufbeschwöre. Pflichtimpfungen sind in den USA ein heikles Thema. 
Denken wir z.B. an den Impfstoff Gardasil, der seit 2007 in Kanada und den USA auf dem Markt ist und der vor dem Humanen Pappiloma Virus (HPV) schützen soll. Der Erreger ist für Gebärmutterhalskrebs und genitale Warzen verantwortlich. 50 Millionen, vor allem junge Frauen, sind in mehr als 130 Ländern Träger des Virus.
Kritische Stimmen über mögliche Nebenwirkungen des Impfstoffes werden immer lauter. Das Newsmagazin Toronto Star startete eine intensive Untersuchung und fand in Kanada 50 Mädchen, die sich nach der Injektion des Impfstoffes Gardsil in ein Krankenhaus begeben mussten. In den USA gab es mehr als 100 Todesfälle und Tausende berichteten über Gegenreaktionen auf die Applikation.
Die Zeitung Toronto Star fand viele Eltern, die überzeugt waren, dass der Impfstoff ihren Kindern mehr schadet als hilft. 
Kaitlyn Armstrong, ein Mädchen aus Ontario, berichtete über ihre Lehrerin, die versicherte, dass der Impfstoff vor Gebärmutterhalskrebs schützt und dass es eine gute Idee sei, geimpft zu werden. Über Komplikationen sagte sie nichts. Kaitlyn musste bald nach der Injektion ihre sportlichen Aktivitäten aufgeben. Sie erinnerte sich, der Krankenschwester berichtet zu haben, dass sie eine Metallallergie hat. Obwohl Aluminium-Salze die Grundlage des Impfstoffes sind, bekam das Mädchen die Spritze.
Debbie Vinnedge, die Gründerin der Children of God of Life, eine Organisation, die vor allem Impfstoffe und ihre Herstellung überwacht, erklärte: „Die Nebenwirkungen von Gardasil sind sehr schwerwiegend.“ – Da sich so viele Eltern über den Impfstoff beschwert hatten, wurde eine Liste der aufgetretenen Komplikationen angelegt. Darauf findet man 16 Angaben: „Totgeburten, Fehlgeburten, Zysten der Eizellen, Genitale Warzen, Multiple Sklerose, Lähmungen, Schlaganfälle, Unfruchtbarkeit“ usw. 
Die übergreifende Erklärung könnte sein, dass Gardasil das Immunsystem schwächt. 28.000-mal wurde das Auftreten dieser Nebenwirkungen der U.S.-Regierung für Impfzwischenfälle gemeldet. 2012 gab es 128 Tote unter den Mädchen zwischen neun und 24 Jahren. Gardasil wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren getestet.
Die kanadische Regierung setzte 300 Millionen Dollars ein, um die HPV-Impfung zu propagieren. Mädchen aus der achten Schulklasse wurden kostenlos geimpft.
Die katholischen Bischöfe zeigten eine ablehnende Haltung gegenüber dieser Impfung. Sie waren nicht nur wegen den Nebenwirkungen besorgt. Für sie war es eher unverständlich, „Kinder“ gegen sexuell übertragbare Krankheiten zu impfen. Dies würde den Eindruck erwecken, als werde derart frühes sexuelles Verhalten gutgeheißen. (1) 
Doch das ist nicht der einzige Einwand, den Bischöfe im Hinblick auf Impfstoffe vorbringen. 
2005 veröffentlichte die Päpstliche Akademie für das Leben eine Erklärung mit dem Titel: „Moral Reflections on Vaccines prepared from cells derived from aborted human fetus”, in dem es die Akademie billigte, moralisch bedenkliche Impfstoffe ‘vorübergehend‘ zu nutzen, wenn es keine Alternative gibt.
Man muss dabei bedenken, dass für die Herstellung einiger Impfstoffe Ziellinien von abgetriebenen Kindern herangezogen werden. Vor allem die evangelikalen Gruppierungen der USA lehnten es daher ab, ihre Kinder impfen zu lassen. 
Wenn es aber der einzige Impfstoff ist, der zur Verfügung steht, argumentierten viele, dass die Kinder aus den Abtreibungen ja nicht für den Zweck getötet wurden, um einen Impfstoff aus ihren Zellen herzustellen. Und das kleinere „Übel“ sei es, diesen Impfstoff anzuwenden, anstatt an Mumps-Röteln und Masern zu erkranken und andere anzustecken.
Letzteres Argument, für die Gesundheit des Mitmenschen verantwortlich zu sein, kennen wir zu gut aus der Covid-Zeit, sonst würden wir nicht so ernsthaft um „Sozial Distancing“ bemühenund Masken tragen.
Dennoch: Wenn wir Impfstoffe aus abgetriebenen Kindern herstellen, zeigt das eine gewisse Mentalität, die versucht, etwas Gutes aus einer negativen Handlung zu konstruieren.
Man erinnert sich an einen Artikel mit der Überschrift: „Nutz doch die Dinger, bevor sie im Gulli landen.“ Gemeint waren gefrorene Embryonen, die aus In-Vitro-Fertilisationen stammten; sie zu entsorgen, ergibt für viele Wissenschaftler keinen Sinn. (2)
So ist es auch kein Geheimnis, dass schon seit langen Forschungsinstitute die für Ihre Forschung notwendige „Organe“ aus Abtreibungsklinken bekommen  – und sei es nur die Plazenta, die hauptsächlich von Abtreibungskliniken und nicht von Fehlgeburten aus der Gynäkologie „abgeholt“ werden können (weiterführende Literatur siehe: Reproduktive Freiheit, free for what?)
Bei solch einem Handeln kann es leicht passieren, dass wir beginnen, Abtreibungen und Stammzellforschung zu kommerzialisieren.
Aber was heißt anfangen?  Wenn wir in die moderne Reproduktionsmedizin schauen, wird das menschliche Genom doch bereits kommerzialisiert. 
So wie wir alles, was auf diesem Planeten lebt, patentieren und nach unseren Vorstellungen verändern wollen. Zu guter Letzt greifen wir auch noch in das Erbgut unserer Nachkommen ein und bestimmen unwiderruflich, was sie für Eigenschaften haben sollen. (3) 
Die Geburt des ersten Retortenbabys war auch gleichzeitig der Startschuss der künstlichen Befruchtung  – ungeachtet dessen, was Papst Paul VI in seiner Enzyklika Humane Vitae  –  auf den Tag genau 10 Jahre vor dem ersten Retortenbaby  –  schrieb. 
Papst Paul VI. richtete sich darin an alle Menschen guten Willens. Der göttliche Schöpfungsplan drücke sich in den biologischen Gesetzen aus. Die personale Begegnung zwischen Mann und Frau als ganzheitliches Miteinander wird in der Ehe verwirklicht. Es handelt sich dabei um eine sinnlich-geistige Liebesgemeinschaft, welche den Fruchtbarkeitsauftrag aufgrund der biologischen Gesetze erfüllen soll. Künstliche Verhütung ist so gesehen gegen das Leben gerichtet.
Papst Johannes Paul II. schrieb in Evangelium Vitae (21-24) von der Verfinsterung der Sinne für Gott und den Menschen. Das menschliche Leben verliere seinen Wert.

Der Jesuit und Moraltheologe Prof. Fucek sieht einen Ausweg aus dem Dilemma, dass Frauen tiefgefrorene Embryonen adoptieren könnten. Doch das scheitert schon daran, dass nicht viele dieser Embryonen ihren Auftauprozess überleben und am Ende besteht die Gefahr, tiefgefrorene Embryos zu kommerzialisieren. Obwohl sich rein theoretisch gar nicht so viele Frauen anbieten können, wie es auf Eis gelegte Embryos gibt. (4)
Ist es aber deshalb erlaubt, Genforschung an all den Embryonen auszuüben? Also quasi das kleinere Übel hinzunehmen, um Lagerungskosten zu sparen und weil die leiblichen Eltern meist nicht wollen, dass ihr Kind von einem „Fremden“ ausgetragen wird?
Wird dann der Laborforscher fast schon als der „Retter“ angesehen, der etwas Gutes aus etwas macht, das sowieso „weggeworfen“ werden müsste? 
Heutzutage ist es fast schon so, dass humane embryonale Stammzellen die Laborratte ersetzten. Trotzdem heiligt der Zweck nicht die Mittel. 
So kann man auch keine Stammzellen hernehmen, um an ihnen Arzneimittel oder Impfstoffe zu testen. Sicher, Embryonen wurden nicht für den Zweck „kreiert“, um anhand von ihnen herauszufinden, wie wirksam ein Impfstoff ist. So wie auch die Kinder nicht für den Mumps-Masern-Rötel Impfstoff abgetrieben wurden. Die Ungeborenen sind ja kein Ersatzteillager für Organe. (5)
Aber auf rein medizinischer Ebene gefragt: Wird unser Immunsystem Impfstoffe akzeptieren, die aus menschlichem Material hergestellt wurden?
Impfstoffe sind nicht erst das Thema, seitdem in Disneyland 2015 die Masern ausbrachen. 
Eine neue Studie aus Japan widerlegt die Vermutung, dass Impfstoffe gegen Masern, Röteln und Mumps (MMR) der Grund für das Auftreten von Autismus seien. Dr. Theresa Deisher, eine Genetikerin aus Seattle, vertritt jedoch eine andere Meinung.
Der japanische Forscher hatte einen Impfstoff untersucht, bei dem man Hühnereiweis als Ausgangsmaterial nahm. Frau Deisher untersuchte hingegen MMR-Impfstoffe, die in den USA mit Hilfe menschlicher Zell-Linien aus abgetriebenen Kindern hergestellt werden.
Die Ergebnisse der Forscherin bestätigen den Zusammenhang zwischen diesem Impfstoff und dem Auftreten von Krankheiten. Der Forscher Andrew Wakefield vom Royal Free Hospital in London hat 1998 zum ersten Mal einen Zusammenhang zwischen bestimmten Impfstoffen und Fehlentwicklungen des kindlichen Gehirns sowie der Autistischen Krankheit festgestellt.
Autismus, eine rätselhafte Krankheit, befällt seit wenigen Jahrzenten immer mehr gesunde Kleinkinder. Die Krankheit trat fast zeitgleich mit der Einführung der Masern-, Mumps- und Röteln-Impfungen auf. Autistische Kinder hören oft auf zu sprechen und verlernen ihre sozialen Fähigkeiten.
Harris Coulter bezieht sich in seinem Buch Impfungen, der Großangriff auf Gehirn und Seeleauf Diphtherie-, Keuchhusten- und Tetanus-Impfungen, die Verhaltensauffälligkeiten ausgelöst haben. Seit Mitte der 80iger Jahre tritt Autismus fast epidemisch bei zweijährigen Kindern auf.
So liegt der Schluss nahe, dass auch eine MMR-Impfung Autismus bewirken kann. Dr. Wakefield gibt als Ursache Wechselwirkungen zwischen Impfviren und dem Immunsystem an, die Nervenschäden und chronische Entzündungen zur Folge hätten.
Von Wissenschaftlern wird Wakefield deswegen stark kritisiert. Deisher unterstützt Wakefield’s Hypothese. Sie hat jedoch ihre eigene Erklärung für das Auftreten von Autismus nach einer Impfung.
2011 bezeugte sie vor der US-Kongress, dass die Erkrankungsrate bei Autismus gestiegen ist, seitdem man in den letzten Jahrzenten den Impfstoff für Kinderkrankheiten von tierischem auf menschliches Ausgangsmaterial umgestellt hatte.
Dies sei auch von den Regierungen vieler Länder festgestellt worden, erklärte Dr. Deisher den Abgeordneten:
„In den letzten Jahrzenten, seitdem der neue Impfstoff, der aus fötalen Zelllinien hergestellt wird, im Einsatz ist, sind autistische Krankheiten vermehrt aufgetreten. Wenn wir einem Kind diesen Impfstoff verabreichen, injizieren wir auch residuale fötale humane DNA-Moleküle.“ 
Das bedeutet: Die restlichen DNA-Moleküle der Zell-Linien des abgetriebenen Kindes, das benutzt wurde, um den Impfstoff herzustellen, bewirken eine Erkrankung.
Wissenschaftler der ‚Food und Drug Administration FDA‘, der Arzneimittelzulassungsbehörde der USA, spekulieren schon lange darüber, ob restliche humane DNA-Viren in Impfstoffen Krebs und Autoimmun-Krankheiten bewirken oder sogar Erbanlagen des Empfängers zerstören können.
Da keine klaren Forschungsdaten vorhanden sind, welche diese Hypothese bestätigen, wird die Industrie weiterhin Zelllinien, die von abgetriebenen Kindern stammen, für die Impfstoffherstellung benutzen – nicht zuletzt, weil es ein billiges und schnelles Verfahren ist.
In den USA basieren mehr als 10 Impfstoffe auf abgetriebenen fötalen Zelllinien. Es gibt jedoch daneben ethisch und medizinisch sichere Impfstoffe. Nur muss sie der Arzt speziell bestellen. Für Hepatitis A, Windpocken und MMR gibt es keine Alternativen.
Der Pharmakonzern Merck hatte ursprünglich verschiedene Impfstoffe. Ein Präparat wird jedoch billiger, wenn man es kombiniert, wenn man Impfstoffe für drei Krankheiten in eine Spritze packt, erklärte Deisher.
Rötelimpfstoffe werden in den USA ausschließlich aus fötalen Zelllinien hergestellt. Wenn Merck daran interessiert wäre, Impfstoffe herzustellen, die keine restlichen humane DNA-Moleküle besitzen und ethisch einwandfrei aus Hühnergewebe produziert werden, könnte man den japanischen Impfstoff lizenzieren lassen. 
„Das ist etwas, was Merck nicht tut, obwohl es eine Möglichkeit wäre. Eltern sollten trotzdem Merck anschreiben und darum bitten, damit das Unternehmen sieht, dass ein Bedarf an einem derartigen Impfstoff besteht“, betont Deisher.
Eltern befinden sich immer in einem Konflikt, ob sie ihre Kinder unter solchen Umständen gegen MMR impfen lassen sollen, vor allem, wenn sie ihr Kind nicht impfen und dies zur Folge hat, dass ihr Nachwuchs schwer erkrankt.
Die katholische Kirche, sagt Dr. Deisher, erlaubt eine Impfung mit den umstrittenen, aus fötalen Zellen hergestellten Impfstoffen, wenn keine anderen Impfstoffe verfügbar sind. Die Eltern sollten jedoch dem Arzt ihre Einstellung mitteilen. Auch könnte man mit einer MMR Impfung warten, weil ältere Kinder ein kleineres Risiko aufweisen, an Autismus zu erkranken (6).
Es bleibt eine letzte Frage, die noch niemand abgeklärt hat: Inwieweit spielen restliche humane DNA-Moleküle in der Impfstoffherstellung eine Rolle, die an humanen embryonalen Stamm-Zellen getestet werden?
„Man kann keine Krankheit heilen, indem man Ungeborene tötet“, betonten die Bischöfe beim Ausbruch des Zika-Virus. So gesehen kann man auch keine humanen embryonalen Stammzellen benutzen, um die Epidemiologie eines Virus zu erforschen. 
Und doch experimentierten damals zwei unabhängige Forschergruppen der John-Hopkins-Universität in Baltimore (Maryland) und der Florida-State-Universität an humanen embryonalen Stammzellen, um die Pathogenität des Zika-Virus aufzudecken. 
In der Petrischale wurden neuronale Stammzellen, aus welchen sich später Gehirnzellen bilden, mit dem Virus infiziert. Drei Tage danach hatte das Virus 85% der Zellen durchseucht. Im Gegensatz dazu wurden fetale Nierenzellen, humane embryonale Stammzellen sowie induzierte pluripotente Stammzellen nur zu 10% infiziert, berichteten die Neurowissenschaftler Dr. Hongjun Song, Guo-li Ming und der Virologe Hengli Tang in Cell Stem Cell Anfang März 2016(siehe dazu auch das Buch: Gentopia, das gelobte Land).
Schaut man in die Literatur und sucht nach den Zell-Linien, die für die Erforschung von Covid-19-Impfstoffen benutzt werden, findet man auch hier den Einsatz von humanen embryonalen Stammzelllinien. Die Frage bleibt, ob man solche Impfstoffe, die an humanen embryonalen Stammzellen getestet wurden, als moralisch einwandfrei ansieht und benutzen würde?
Literaturhinweise:
1) Breburda E.: Reproduktive Freiheit, free for what? Scivias Publisher, 2015, Seiten: 356, ISBN-13: 978-0692447260, ISBN-10: 0692447261, ebook, Taschenbuch-Amazon.de
2) Breburda E: Promises of New Biotechnologies, Scivias Publisher Seiten: 292, 2011, ISBN-10: 0615548288  – ISBN-13: 978-0615548289, erhältlich bei Amazon.de
3) Breburda E.: Gentopia, das gelobte Land. Scivias Publisher 2019, Seiten: 345 ISBN-10: 096006950X, ISBN-13: 978-0960069507 erhältlich bei Amazon.de
4) Breburda E.: Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst. Scivias Publisher, 2014, Seiten: 254, ISBN-10: 0615926657, ISBN-13: 978-0615926650, erhältlich bei Amazon.de
5) Breburda E: Verheißungen der neuesten Biotechnologien, Christian-Verlag, 2010, Amazon Ebook ASIN: B007MSBJGM
6) Breburda E.: Autismus durch Impfstoffe aus den fötalen Zell-Linien abgetriebener Kinder? Christliches Forum, 10. Juli 2014



Wednesday, December 5, 2012

Können humane embryonale Stammzellen neurodegenerative Krankheiten heilen? Rinderwahn-, Alzheimer-, Parkinson-Erkrankungen haben alle die gleiche Ursache.

Sind Parkinson-, Alzheimer-, Lou Gehrig's - Erkrankungen durch humane embryonale Stammzellen therapierbar? Wissenschaftler versuchen jetzt einen ganz anderen Weg einzuschlagen, um neurodegenerative Erkrankungen zu heilen. Dr. Edith Breburda


see also
Forscher glauben Ansätze gefunden zu haben, Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Lou Gehrig's Disease therapieren zu können. Hinweise dazu erhoffen sie sich von einer anderen neurologischen Erkrankung, dem Rinderwahn. Als Rinderwahn bezeichnet man eine Degenerationskrankheit des Gehirns und der Nervenzellen. Sie wird durch Prionen verursacht. Krankheiten, die durch Prionen hervorgerufen werden, gehören zum Formenkreis der Spongioformen Enzephalopathien TSE (transmissible spongioform encephalopathies), einer schwammartigen Hirnerkrankung, die mit zentralnervösen Störungen einhergeht und tödlich endet. Sie tritt beim Menschen sowie bei einer Vielzahl von Säugetieren auf.
Prionen sind Proteinpartikel (Eiweißteilchen), die noch kleiner sind als Viren. Prionen findet man hauptsächlich im Gehirn und Nervengewebe. Auch der gesunde Organismus besitzt Prionen, die nach neuesten Erkenntnissen eine wichtige Schutzfunktion für die Nervenzellen ausüben. Infektiöse Prionen sind anders gefaltet. Die Ansammlung von falsch gefalteten Prionen-Proteinen im Hirngewebe wird für die langsame Zerstörung von Nervenzellen verantwortlich gemacht. Die Zerstörung der Nervenzellen führt zu einer spongioformen (schwammartigen) Hirnerkrankung. Durch die Verformung werden Prionen hochansteckend und offensichtlich giftig für die Nervenzellen. Prionen verbreiten sich aggressiv von  erkrankten Nervenzelle zu gesunden und bewirken, dass diese auch erkranken (Verheißungen der neuesten Biotechnologien, Kindle ebook).
Die menschliche Variante der Prionen-Krankheit wird Creutzfeld-Jakob-Disease genannt. Normalerweise besteht keine Verbindung zwischen ihr und anderen neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Lou Gehrig's Disease. Weltweit leiden hauptsächlich ältere Leute unter diesen Erkrankungen, die vornehmlich den ganzen Körper in Mitleidenschaft ziehen. Auch gibt es keine Hinweise darauf, dass Alzheimer, Parkinson oder Lou Gerhig's Disease ansteckende Krankheiten sind, die man auf Gesunde übertragen kann. Wissenschaftler fanden jedoch heraus, dass die 3 genannten Krankheiten sowie Diabetes Type 2 zu einer ähnlichen Deformation der Struktur spezifischer Proteine führen. Das Prinzip, welchem erkrankte Prionen folgen, um gesunde Nachbarzellen zu infizieren, scheint auch in andern neurodegenerativen Erkrankungen vorzuliegen. Forscher der Universität von Pennsylvania in Philadelphia injizierten die giftige Variante eines Proteins, welches man mit Parkinson assoziiert, in das Gehirn einer gesunden Maus. Wie in einem im November 2012 in der Zeitschrift Science publizierten Artikel beschrieben wird, wurden kurz nach der Injektion toxische Proteine in den Gehirnarealen gefunden, die normalerweise Dopamin produzieren. Diese Zellen starben alle ab. Somit wurde die  Verbreitung von Zelle zu Zelle offensichtlich, die sich ganz so verhielt, wie der Übertragungsmechanismus von Prionen. Die Versuchstiere zeigten die gleichen Symptome, die auch Parkinsonpatienten haben.
Nachdem sich Proteine dreidimensional geformt haben können sie ganz bestimmte Prozesse im Körper  regulieren. Falten sich die Proteine jedoch falsch könnte der Körper diese missgefalteten Proteine immer noch abstoßen. Das Alter und andere Faktoren hindern jedoch den Abbau fehlgefalteter Proteine. Zudem verbreiten sich diese toxischen Proteine von Zelle zu Zelle und veranlassen die Fehlfaltung von Nachbarzellen.
Virginia Lee, Leiterin des Forschungsteams und Direktorin des Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen an der Pennsylvania-Universität erklärte, dass ihr Institut bei Mäusen eine Antikörper-Therapie testet, welche die Übertragung des giftigen fehlgebildeten Proteins verhindert. Wenn sie Erfolg hat, könnte eine Therapie angeboten werden, die Parkinson stoppt. Todd Sherer, Direktor der Michael J. Fox Foundation for Parkinson's Research sammelte Wissenschaftler um sich, welche die Fehlfaltung von Proteinen bei neurodegenerativen Krankheiten erforschen. Ihr Ziel ist es die Übertragung der toxischen Proteine zu unterbinden. Auch bei Alzheimer sieht man fehlgefaltete Amyloid-beta-Proteine, welche die Krankheit durch Zellkontakte verursachen. Die Liste der Krankheiten, die durch missgefaltete Proteine entstehen, ist beachtlich. Zu ihr gehören Arteriosklerose, Katarakt, Mukoviszidose, Lungenemphysem und Amyloid Kardiomyopathie (A. Dockser Marcus, Mad-Cow-Disease May Hold Clues to other Neurological Disorders, 4.12.2012, The Wall Street Journal).
Bisher setzte man ausschliesslich auf humane embryonale Stammzellen, um Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer, Lou Gerig's zu therapieren. Über Versuche, in denen man undifferenzierte embryonale Stammzellen Affen injizierte, die man vorher in einen parkinsonähnlichen Zustand brachte, waren Tierschützer entrüstet. Kurze Zeit nach der Injektion wurden die Tiere getötet und die Gehirne histopathologisch untersucht. Aber, die erhofften Dopamin-produzierenden Zellen konnten nicht nachgewiesen werden.

Thursday, February 2, 2012

Jobverlust


USA-Katholiken im Konflikt: Jobverlust oder Exkommunikation?

US-Katholiken geraten immer mehr in Konflikt mit dem neuen Gesundheitsgesetz, vor allem katholisches Medizinpersonal und Medizinwissenschaftler. 

02. Februar 2012, 10:00 
Von Edith Breburda
Washington D.C (kath.net) Die Zukunft des katholischen medizinischen Personals und katholischer Wissenschaftler in den USA? Sie haben die Wahl zwischen Exkommunikation oder Entlassung! Noch nie in der Geschichte der USA hat eine Regierung den Einwohnern ihres Landes Vorschriften gemacht, wie sie ihren Glauben zu leben haben. Das soll sich nun ändern. Wenn das neue Gesundheitsgesetz der USA vom Obersten Gericht bestätigt wird, müssen Katholiken gegen ihr Gewissen handeln und ihrer Morallehre schlichtweg den Rücken kehren. Abtreibung, Sterilisation und die Ausgabe von Verhütungsmitteln muss der Arbeitgeber durch den neuen Gesundheitsplan unentgeltlich anbieten. „Arbeitgeber“, das sind auch katholische Krankenhäuser, diese haben jedoch bis August 2013 Übergangsfrist, sich dem neuen Gesetz anzupassen. Die Gewissensklausel, auf die man sich bis dato berufen konnte, wird dann für nichtig erklärt. Katholische Krankenhäuser und ihre medizinisches Personal, die bisher aus Gewissensgründen keine Abtreibungen durchführen, werden in Zukunft dazu gezwungen. Katholische Universitäten, Schulen und sonstige Einrichtungen müssen Verhütungsmittel unentgeltlich anbieten. Apotheker dürfen die Ausgabe auch nicht mehr verweigern, wenn sie nicht ihre Berufslizenz verlieren wollen. Wissenschaftler, die keine humane embryonale Stammzellforschung machen wollen, werden gefeuert. Sofern sie überhaupt eine Stelle erhalten haben, denn eine Frage bei Einstellungsgesprächen lautet: "Haben Sie etwas gegen embryonale humane Stammzellforschung oder Tierversuche?".Viele junge Postdocs in den USA kommen aus Europa. D.h. ihr Visumsstatus ist von ihrer Arbeitsstelle abhängig. Wenn sie ihre Stelle verlieren, droht ihnen am Ende möglicherweise sogar die Deportation.Eine neue Anstellung bekommen die Katholiken, die entweder selbst gekündigt haben oder denen gekündigt wurde, nicht: Ihnen eilt ihr schlecht Ruf voraus. Arbeitslos sein bedeutet in den USA: Keine Krankenkasse, keine Rentenvorsorge - rein gar nichts. Unter dem Freiheitsbegriff verstanden die Gründungsväter Amerikas: "Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit", die jedem Amerikaner seit der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1776 zusteht. "Alle Menschen sind gleich erschaffen und wurden von ihrem Schöpfer mit diesen unveräußerlichen Rechten ausgestattet". Die Amerikanische Verfassung gesteht dieses Recht allen Menschen Ihres Landes zu, geboren oder ungeboren, da ist kein Unterschied (Verheißungen der Neuesten Biotechnologien, Christiana Verlag 2010). Soll den Geborenen ihre Freiheit genommen werden und sollen sie per Gesetz dazu gezwungen werden, ihren eigenen Nachkommen ein Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit zu verweigern? Die US-amerikanische Bischöfe sind empört, sie riefen am 28.1.2012 und am 29.1.2012 in allen katholischen Kirchen mit Hirtenbriefen dazu auf, sich gegen das neuen Gesundheitsgesetz zu wehren. Katholiken stehen nicht alleine da, auch Juden und Mitchristen wollen sie mit unterstützen. Aber wie würde die Zukunft aussehen wenn das Gesetz durchkommt? Wird es allen Krankenhäusern so ergehen wie dem St. Joseph's Krankenhaus in Phoenix/Arizona? Es wurde umbenannt in Dignity Health und verlor seine katholische Trägerschaft, kath.net hat berichtet. Dadurch stand einer Fusion mit anderen Krankenhäusern nichts mehr im Weg. Linda Hunt von Dignity Health Care, der neuen Dachorganisation, erläuterte gegenüber der Tageszeitung Arizona Republic am 23.1.2012: "Dignity Health wird sich nun darauf konzentrieren, das neue Gesundheitsgesetz der USA umzusetzen." Das heißt, dass man Patienten kostenlos Abtreibungen, Sterilisationen und die Ausgabe von Kontrazeptiva gewährleisten wird. Ist das St. Joseph's Krankenhaus das Modell, wie es allen katholischen Krankenhäusern der USA ergehen könnte, falls das Gesetz durchkommen sollte? Wie wird es dann dem katholischen Gesundheitspersonal ergehen? Müssen in Zukunft katholische Ärzte, katholische Krankenschwestern und katholisches medizinisches Personal gnadenlos wählen zwischen ihrer Exkommunikation und ihrem Job? Wo bleibt dann die Religionsfreiheit?

Monday, May 9, 2011

Zerstörend für menschliche Embryonen und Forscher

Ein U.S. Gericht entschied Ende April 2011, dass staatliche Mittel weiterhin in die humane embryonale Stammzellforschung fließen dürfen und machte damit den Gerichtsspruch von Richter Royce Lambert vom August 2010 rückgängig. Von Edith Breburda


Washington (kath.net) Ein U.S.-amerikanisches Gericht entschied am 29. April 2011, dass die humane embryonale Stammzellforschung weiterhin mit Staatsgeldern gefördert werden darf. Wissenschaftler sprechen von einem Sieg zugunsten des medizinischen Fortschrittes. Obwohl bisher keine einziger Mensch (oder Tier) mit embryonalen Stammzellen behandelt wurde. Die Frage ist somit durchaus berechtigt, ob überhaupt jemals eine Therapie mit humanen embryonalen Stammzellen einsatzfähig sein wird. 

An Geldern mangelt es nicht um die vielen Versprechungen der Forscher wahrmachen zu können. Private Gelder, und nicht zu knapp, fließen seit jeher in die sehr umstrittene Forschung, bei der man menschliche Embryonen „zerstören“ muss. Staatliche Universitäten, die kaum private Förderer haben, sind auf öffentliche Mittel angewiesen. Humane Stammzellen werden gewonnen, indem man Embryos, die man in vitro, im Labor oder in einer Fertilisationsklinik erzeugt hat, zerstört, anstatt sie in den Mutterleib einzupflanzen.

Am 25. August 2010 hatte der U.S. Verwaltungs-Richter Royce Lambert der Forderung der adulten Stammzellforscher Dr. James Sherely und Dr. Theresa Diesher stattgegeben, humane embryonale Stammzellforschung nicht mehr mit Steuergeldern zu finanzieren. Er berief sich auf das seit 15 Jahren bestehende Dickey-Wicker Gesetz, in welchem festgelegt wurde, dass Staatsgelder nicht eingesetzt werden dürfen für Experimente, in denen Embryos zerstört werden. 

Wissenschaftler der Staatlichen Universität in Madison/Wisconsin sowie der bis Ende 2010 noch amtierende Gouverneur Doyle nahmen den Urteilsspruch vom August 2010 mit Entsetzen auf. Doyle sprach der Universität seine volle Unterstützung im Kampf gegen die Steuergeldsperrung zu. Er fand es inakzeptabel, dass sich Geldfragen zerstörerisch auf die Forschung auswirken. Die akademische Freiheit, die auch in ethischen Fragen die freie Wahl der Forscher respektieren muss, werde dadurch vehement eingeschränkt. Die Universität von Madison hat Pionierarbeit in der humanen embryonalen Stammzellforschung geleistet und wurde von jeher mit staatlichen Mitteln gefördert. Es wurde argumentiert, dass ein plötzlicher Stopp der staatlichen Mittel die Universitätsforscher erheblich gegenüber privat geförderten Institutionen benachteiligt. Das Verbot, Embryos zu zerstören, wirke sich destruktiv auf die Forschung aus, erklärten die Pionier-Stammzellforscher Ende August 2010 in einer eilig zusammengerufenen Sitzung mit dem Gouverneur. Ein solches Verbot drehe die Uhr zurück in die Zeit des U.S. Präsidenten George Bush, der humane embryonale Stammzellforschung nur in Ausnahmefällen mit Steuergeldern finanzierte. Präsident Obama hatte 2009 neue Richtlinien gesetzt, damit die humane embryonale Stammzellforschung mit Geldern des National Institute of Health (NIH) finanziert werden kann. Die humane embryonale Stammzellforschung ist von der Zerstörung von menschlichen Embryos abhängig. 

Das Nationale Gesundheits-Institut (NIH) in Washington interpretierte das "Dickey-Wicker Gesetz" von jeher auf seine Weise und lockerte den Bann der Finanzierung erheblich. Die direkte Zerstörung der Embryos werde zwar nicht mehr gefördert, aber die Gelder dürften angewandt werden für Forschungen an bereits vorhandenen humanen embryonalen Stammzellen. Es wurde auch behauptet, dass Stammzellen keine Embryos sind. Auch das Gericht, das über einen Einspruch der embryonalen Stammzellforscher gegen den Finanzierungs-Stopp tagte, benutzte diese Argumentation, um weiterhin den Einsatz von Steuergeldern für humane embryonale Stammzellforschung zu rechtfertigen. Somit wurde das Urteil von Richter Royce Lamberth vom August 2010 am 29 April 2011 von einem US Gericht wieder aufgehoben. 

Forscher glauben, embryonale Stammzellen hätten (wenn auch in ferner Zukunft) das Potential, unheilbare Krankheiten wie z. B. Parkinson zu heilen. Es hat sich allerdings gezeigt, dass es viel schwieriger ist als vorgesehen war, embryonale Stammzellen z.B. in Knochenzellen oder Nervenzellen umzuwandeln. Zudem ist der Vorgang überhaupt nicht effizient. Warum sollte man nicht den einfachen Weg gehen und eine schon spezialisierte adulte Zelle in eine andere spezialisierte Zelle umwandeln? Viele Wissenschaftler sehen in der adulten Stammzellforschung einen viel schnelleren und vielversprechenderen Weg Krankheiten zu heilen und somit gehört diesem Forschungszweig die Zukunft der Biomedizin. Die Befürchtung von Dr. Theresa Diescher und Dr. James Sherely, Steuergelder für die humane embryonale Stammzellforschung zu "vergeuden", ist voll gerechtfertigt. Der neue Senator von Wisconsin Ron Jonson sagte im November 2010 der Presse: „Meine tiefste Überzeugung ist es, dass wir nicht in eine Situation geraten sollten, in der wir Leben erzeugen indem wir es zerstören“. (“My basic belief is you don't want to get in a situation where you are creating life by destroying it.") 

Siehe: "Promises of New Biotechnologies," (ebook Amazon, 2011) Englische Ausgabe des Buches: "Verheissungen der neuesten Biotechnologien"(Christiana Verlag, 2010) von Edith Breburda 

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