Sonntag, 29. Juli 2012

The Provincial Emails: Valley of Our Lady Monastery Nuns Need a New Home

The Provincial Emails: Valley of Our Lady Monastery Nuns Need a New Home

Die Zisterzienserinnen in Wisconsin und ihr Broterwerb


Zisterzienserinnen in Wisconsin leiden unter der unerträglichen Hitze

Die Selige Anna Katharina Emmerick hatte immer ein grosse Sehnsucht nach dem eucharistischen Brot, so können wir die Hostien samt ihren Schwestern die sie backen doch nicht so lange "brennen" lassen.  Edith Breburda

Im heißen Sommer 2012 hatten die amerikanischen Zisterzienserinnen des „Vallay of our Lady“-Klosters ein Problem: Die Backöfen produzierten die Oblaten zu braun verbrannt. Doch wie sollten sie eine teure Klimaanlage finanzieren? 

Prairie du Sac (kath.net) Vier Schweizer Zisterzienserinnen kamen 1957 nach Prairie du Sac im Bundesstaat Wisconsin im Mittleren Westen der USA, um eine Niederlassung ihres Ordens zu gründen. Ein junger Priester, Monsignore Georg Wirz, der perfekt Deutsch sprach, versuchte den Schwestern, so gut es eben ging, zu helfen, da keine von ihnen Englisch sprach. Monsignore Wirz hatte seinem Bischof geraten, die Schwestern aus der Schweiz herkommen zu lassen. Bischof William P. O'Conner, der erste Bischof der 1946 gegründeten Diözese von Madison/Wisconsin, wollte unbedingt einen kontemplativen Orden in seiner Diözese haben, da die Gebete der Schwestern seine Arbeit unterstützen sollten. In Wisconsin leben viele deutsche Einwanderer und auch der engste Vertraute des Bischofs, Msgr. Wirz, hatte selber Schweizer Vorfahren, so entschied man sich, die Zisterzienserinnen, aus Frauenthal herzuholen.

Vier Schweizer Schwestern folgten der Einladung. Sie kamen aus der Abtei Frauenthal/Kanton Zug (Mehrerauer Kongregation), mit dem Ziel, in der Diözese Madison ein Zisterzienserinnenkloster, das einzige dieser Art in Nord Amerika, zu errichten. Die Schwestern kauften 112 Acres (ca. 40 ha) Farmland auf dem sich ein Steinhaus befand, das 1850 als das Sommerhaus des ehemaligen Gouverneurs von Wisconsin Emanuel L. Phillip gebaut wurde. Das Haus diente nur als ein provisorisches Klösterchen.

Zuerst bewirtschafteten die Schwestern die Farm. Aber sehr bald schon kamen die ersten Novizinnen und die Farm reichte nicht mehr aus, um den Unterhalt zu bestreiten. Wiederum war es Msgr. Wirz, der später selbst Bischof wurde, der den Schwestern riet, eine Hostienbäckerei aufzubauen. Ein neuer Anbau 1964 und wieder ein Anbau 1994 sollte den Schwestern helfen den Platzmangel zu überwinden.

Aber sehr bald schon war selbst die Kapelle zu klein, denn an Nachwuchs fehlt es nicht. Die Gebäude selbst liegen nicht weit von einer sehr befahrenen Straße. Sandsteinfelsen, die direkt an das Gebäude heranreichen, bieten keine weitere Möglichkeit für eine Erweiterung. Das Hauptgebäude selbst ist modrig und alt und oft ist der Keller mit Wasser überflutet. Im Winter kann man nicht richtig heizen und eine Klimaanlage für die unangenehm heißen Sommer Wisconsins haben die Schwestern auch nicht.

Schon lange planen die Schwestern ein neues eigentliches Kloster zu bauen. Nur mangelt es an Geld. Die Schwestern wissen sehr wohl davon, dass in Greenbay/Wisconsin ein einziger Sponsor den dortigen Karmelitinnen ein wunderschönes Kloster finanziert hat. So ein Kloster wär auch ihr Traum.

Die Nonnen sparten, wo sie nur konnten um sich diesen Traum bald zu erfüllen. Doch sie rechneten nicht mit dem total heißen Sommer 2012. Eine Jahrhundertdürre- wie soll man da ohne Klimaanlage Hostien backen? Den neuen Backöfen, die sie sich gerade neu zulegen mußten, da die alten nicht mehr wollten, bekam die Hitze gar nicht. Die Hostien selber waren nicht mehr schön weiss sondern eher verbrannt und braun. Aber eine Klimaanlage konnten sich die Schwestern nicht leisten.

Die Sehnsucht nach einem neuen Kloster samt Klimaanlage und Platz für alle 21 Schwestern wuchs, je heißer die Tage wurden. Aber dann kam doch Hilfe - unerwartet und schnell. Eine pensionierte Lehrerin, die die Selige Anna Katharina Emmerick (8. September 1774 - 9. Februar 1824), die Mystikerin des Münsterlandes verehrt, wußte von der unerträglichen Hitze in Wisconsin. Sie kannte die Schwestern, weil sie sich vor Jahren beim Bischof von Münster, Felix Genn, dafür eingesetzt hatte, dass die Zisterzienserinnen in Wisconsin eine Reliquie der Sel. Anna Katharina Emmerick bekamen.

"Wenn die Schwestern ein neues Kloster brauchen, muss dies die Sel. Anna Katharina besorgen, schließlich muss sie ja irgendwie heilig werden", dachte sich die Dame aus dem Münsterland. Als sie nun hörte, unter welchen Arbeitsbedingungen ihre Zisterzienserinnen versuchen, Hostien zu backen, wartete sie keine Sekunde und räumte wohl ihr Bankkonto leer, damit sich die Schwestern sofort eine Klimaanlage für die Hostien-Bäckerei einbauen lassen konnten.

Die Freude, den Schwestern geholfen zu haben, betrachtet sie als ihr eigenes Geburtstagsgeschenk, sie wird am 7. August 75 Jahre alt. "Die Selige Anna Katharina Emmerick hatte immer ein grosse Sehnsucht nach dem eucharistischen Brot, so können wir die Hostien samt ihren Schwestern, die sie backen doch nicht so lange brennen lassen", schreibt die edle Spenderin in einer E-mail. 

Montag, 16. Juli 2012

Genmanipulierte Kinder - haben wir noch nichts gelernt?

Haben wir von den vielfachen Mißerfolgen bei der genetischen Manipulation von Organismen in der Pflanzen- und Tierwelt gelernt? Warum wollen wir nunmehr auch noch den Menschen selbst genetisch verändern? Dr. Edith Breburda




Washington D.C. (kath.net) In Wisconsin/USA herrscht zur Zeit eine nie dagewesene Trockenheit. Seit hundert Jahren, oder genauer gesagt, seit der Aufzeichnung des Wetters in diesem U. S. Staat  hatte man so etwas noch nicht beobachtet. Es fehlt nicht an Wolken, und oft verschwindet die Sonne hinter ihnen, dann kommt ein Wind auf und jeder hofft auf ein paar Tropfen - aber es geschieht nichts.
Der Regen zieht einfach über Dane County, dem Landkreis der Hauptstadt Madison hinweg. Der Wetterdienst verspricht jeden Tag Regen mit dem Ergebnis, dass es heiß und humid ist. Temperaturen die tagsüber unter 35 Grad Celsius liegen, gab es schon lange nicht mehr. Die Farmer befürchten einen totalen Verlust ihrer Maisernte. 


Der Bestäubungsprozess kann nicht stattfinden - seit erstem Juni sind nur 10 mm Regen gefallen. Auf 450 ha baut der Bauer Harvey Kopp aus Süd-Wisconsin dieses Jahr Mais an, eine Versicherung hat er nicht, das heißt seine Verluste würden $750.000 betragen. Auch die Verbraucher werden  betroffen sein, erklärte Agrarökonom Professor Bruce Jones von der Universität/Madison gegenüber dem Wisconsin State Journal am 13. Juli 2012. "Wenn die Farmer kein Futter mehr haben, verkaufen sie ihre Rinder zum Schlachten. Zuerst fallen die Fleischpreise, weil ein Überangebot herrscht, aber dann steigen die Preise für Fleisch zusammen mit den Milchpreisen. Somit sind wir alle von der Dürre betroffen."
In den USA und somit auch in Wisconsin wird sehr viel Genmais angebaut. Maissorten die an die jeweiligen Standorte und Klimabedingungen angepaßt waren existieren nicht mehr. Es gibt nur noch Sorten, die besonders ertragreich und resistent gegenüber Maisschädlingen sind und einen hohen Düngemittel- und Wasserbedarf haben.
Andere Sorten bekommen die Farmer nicht zu kaufen. Sie dürfen auch kein eigenes Saatgut ausbringen. Viele waren schon immer skeptisch, dass genetische Veränderungen der Pflanzen zu einer Hungersnot führen könnten. Auch die Mayas hatten nur noch wenige Maissorten angebaut. Wahrscheinlich hat eine grosse Dürre ihren Mais vernichtet, was zum Untergang der Mayas führte. Greenpeace argumentiert schon lange, dass man am Profit mehr interessiert ist als an der Umwelterhaltung. Durch biogenetische Technologien scheint man unendliche viele Möglichkeiten zu haben, Pflanzen Tiere und seit neuestem auch Menschen zu manipulieren. Als der bekannte Wissenschaftler Dr. Arpad Pusztai vom Englischen Rowett-Lebensmittel-Institut davor warnte, dass Genmanipulationen irreversible Technologien sind , wurde er für inkompetent und senil erklärt und verlor zu guter Letzt noch seine Stelle (E. Breburda, Promises of New Biotechnologies).
Die Frage bleibt, ob wir aus den vielfachen Mißerfolgen bei der genetischen Manipulation von Pflanzen und Tieren gelernt haben? Warum wollen wir jetzt auch noch den Menschen selbst genetisch verändern?
Wissenschaftler versuchen neuerdings Eizellen im Labor zu züchten. Das bisherige, allgemein anerkannte und in jedem Biologie-Buch enthaltene Faktum, dass die Anzahl der Eizellen bei Säugern beschränkt und bereits bei der Geburt festgelegt ist, versuchen jetzt Wissenschaftler wie Jonathan Tilly vom Massachusetts General Hospital in Boston und der Biologe Ji Wu von der Shanghai Jiao Tong Universität in China zu widerlegen. In ihren wissenschaftlichen Veröffentlichungen sprechen sie davon in Mäusen eine sehr kleine Population von Eierstockstammzellen entdeckt zu haben die auch noch bei erwachsenen weiblichen Säugetieren Eizellen bilden können. Andere Wissenschaftler widersprechen  und behaupten Wu und Tilly hätten einfach nur falsche Schlüsse gezogen. In den Eierstöcken befänden sich nur Eizellen und keine Eistammzellen (E. Underwood, Stem Cell Study Scrambles Egg Debate, Again, SCIENCENOW, July 10, 2012).
Immer wieder wird von Wissenschaftlern berichtet, die versuchen Eizellen oder Samenzellen z. B. durch Rückzüchtung von Hautzellen zu gewinnen. Im September 2011 berichtete das Magazin "Nature Methods" von Wissenschaftlern der La Jolla Universität in Kalifornien, die aus Hautzellen des Weißen Nashorns und des Drills, einer seltenen Affenart, induzierte pluripotente Stammzellen herstellen konnten. Wenn es gelingt diese iPS-Zellen, die embryonale Stamzell-Eigenschaften haben, in Keimzellen umzuwandeln, wäre die Möglichkeit gegeben kleine Tierpopulationen vor dem Aussterben zu bewahren. Durch künstliche Befruchtung könnte man für Nachwuchs sorgen (I. F. Ben-Nun et al. "Generation of induced pluripotent stem cells from highly endangered species," Nature Methods, 2011).
Eizellen sind vor allem in der modernen Reproduktionsmedizin der limitierende Faktor. Für einige U.S. Wissenschaftler ist es unethisch, dass Frauen für Eizellen kein Entgelt bekommen (E. Breburda, Verheißungen der neuesten Biotechnologien). Zunehmend diskutiert man, ob eine Ei- oder Samenzellspende unter die gleiche Rubrik fallen sollte wie jede andere Organspende, unabhängig davon ob man die davon gewonnenen Embryos für die Stammzellforschung oder die Reproduktionsmedizin verwendet.
Über moralische Bedenken, welche die In-vitro-Fertilisation beinhaltet, schweigt man sich aus schrieb Francis Phillips in einem Artikel: "No one wants to talk about the morality of IVF", im CatholiHerald.co.uk, vom 13. Juni 2012.
Gleichgeschlechtliche Partner sehen in der IVF den einzigen Weg um Kinder zu bekommen. Ohne In-vitro-Fertilisation gäbe es keine Leihmütter- Schwangerschaften, Designerbabys, Donorkinder mit unzähligen Halbgeschwistern, tiefgefrorene Embryos, Stammzellforschung und Pränataldiagnostik (PID). Bei der PID, die bereits vor einem Jahr vom Deutschen Bundestag erlaubt wurde, werden künstlich befruchtete Embryonen "qualitätsgeprüft". Für einen Transfer in die Gebärmutter der Frau werden nur Embryonen ausgewählt, die keine unerwünschten Gene tragen.
Der Bioethiker Michael Handby warnt vor der mit der Reproduktionsmedizin verbundenen Gewalt, die den Eltern und dem so entstandenen Kind schadet.
Die Gemeinsamkeiten die künstliche Befruchtung und Benutzung von Kontrazeptiva aufweisen sind, dass die Prokreation von der Sexualität abgekoppelt wird. Sigmund Freud sagte in einem Vortrag über das menschliche Sexualleben: "Die Abkehr von der reproduktiven Funktion ist das gemeinsame Merkmal aller Perversion" (J. Strachey, The Complete Psychological Works of Sigmund Freud, Vol. 16). Bereits Margaret Sanger und Mahatma Gandhi weisen darauf hin, dass Leute die Verhütungsmittel benutzen einem unausweichlich verderblichen Werdegang unterliegen. Mit der Zeit werden sie rücksichtslos und rachsüchtig (D.G. Tendulkar, Wisdom for all Times, 1978, India).
Ziel der künstlichen Befruchtung ist es mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle "neues Leben zu erzeugen". Konträr dazu steht die Kontrazeption. Hierbei soll die Vereinigung von Samen- und Eizelle verhindert werden. Wegen des geringen Hormongehalts der Pille kommt es trotzdem vielfach zu einer Befruchtung der Eizelle. Der so erzeugte Embryo kann sich nicht in der Gebärmutter einnisten und stirbt ab. Jede Pille kann eine abtreibende Wirkung haben. Ein Tatbestand den die Befürworter von Kontrazeptiva schon immer zugegeben haben. Mittlerweile geht man davon aus, dass eine Frau nach 10-jaehriger Pillen-Einnahme 10 bis 20 Embryos "abgetrieben" hat (man spricht auch von einer "Stillen Abtreibung"), erläutert die Amerikanische Life League im 97. Kapitel der Pro-Life Activist's Encyclopedia. Der Artikel schlußfolgert, dass mit der Verhütungs-Mentalität Abtreibung und Euthanasie gefördert werden, weil man dadurch den Respekt vor dem Leben verliert. Auf einem Keilschrifttext aus "Ur of the Chaldeans" um 2000 vor Christus kann man lesen: "Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos... das Ende der Welt ist nahe". Historiker sind nach wie vor der Meinung, dass der Untergang des Römischen und anderer Imperien ihrem Werteverlust und Sittenverfall zuzuschreiben ist. 

Freitag, 13. Juli 2012

USA: Katholiken fordern Gewissensfreiheit



Noch nie zuvor hatte eine US-Regierung Personen und Organisationen zu Maßnahmen gezwungen, die sie mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können. Von Edith Breburda


Washington D.C. (kath.net) Unzählige Leute tummeln sich in der Hafengegend von San Diego, alle Parkplätze sind besetzt, Hotelzimmer schon seit Monaten ausgebucht in San Diego Bay, nahe Coronado Island/Kalifornien/USA. Man kommt kaum noch durch, so viele Besucher tummeln sich im Hafen an diesem Abend des 4. Juli 2012. Über Lautsprecher hört man den lokalen Radiosender, welcher die Musik zu dem zu erwartenden Feuerwerk synchronisiert. 20 Minuten soll es dauern. Sponsoren haben $380.000 springen lassen berichtet Sandy Purdon, Chef Organisator des Feuerwerkes. Der Hafen von San Diego bezuschußte das Spektakel mit $145.000. 50.000 sammelte der Hafendistrikt, womit man die Kosten deckte um den Verkehr zu regeln. Mit dem Gewinn von $50.000 wollte man jungen Familien helfen. Mike Newton, ein 29-Jähriger Photograph wollte das Spektakel mit seinen Freunden vom 28. Stock seines Apartmenthauses ansehen. Aber was dann passierte konnte niemand vorausahnen. Es gab einen riesigen Knall, alle Raketen gingen auf einmal los. Ein unwahrscheinliches Schauspiel mit viel Licht, lautem Krachen und viel Rauch. Nach 20 Sekunden war alles vorbei. "Wir standen nur da und schauten ungläubig, danach saßen wir herum und warteten. Aber es passierte nichts mehr" erzählte Bre Nelson ein 26-Jähriger Hochzeitsplaner. Was war geschehen? Warum dauerte ein Feuerwerk, das für 20 Minuten geplant war nur 20 Sekunden? Ein Computer-Fehler hieß es am Donnerstag, er zündete alle Raketen auf einmal. "Verletzt wurde keiner, so müssen wir auch keinen entschädigen. Wir sind von der Technologie abhängig" sagte August Santore, Miteigentümer der Feuerwerks-gesellschaft (E. Spagat, Fireworks flash, fizzle and fail, Wisconsin State Journal, 6. 7. 2012). 
Ein Feuerwerk gehört unabdinglich zum 4. Juli, an dem sich jeder Amerikaner an die Unabhängigkeitserklärung von 1776 erinnern soll. An diesem 4. Juli 2012 feierten die Vereinigten Staaten zum 236. Mal ihre Unabhängigkeit von Grossbritannien. 1776 lebten 2,15 Millionen Menschen in den damals 13 Staaten von Amerika, die sich nicht nur von England lossagten sondern in ihrer Unabhängigkeitserklärung auch fünf Mal Gott erwähnten. Gott als ihren Schöpfer, als den oberste Gesetzgeber, als die Quelle allen Rechtes, als den Obersten Richter der Welt und als ihren Beschützer. 
Kurz vor dem 4. Juli 2012 kam der Film, "For the Greater Glory" [Cristiada] in die US-Kinos. Eine wahre Geschichte, die zeigt wie die mexikanische Regierung Christen von 1926 bis 1929 verfolgte. Amerikaner sollten durch den Film daran erinnert werden wie sehr Christen gehaßt werden, nicht in einem fernen Land sondern in ihrem eigenen Nachbarland. 1926 wurde jegliche Religion durch den Mexikanischen Präsidenten Plutarco Elias Calles unterdrückt. Priester wurden getötet, Kirchen zerstört. 90.000 Mexikaner, die sich selbst als Christeros bezeichneten fanden den Tod. Im Jahr 2000 wurden 25 Märtyrer von ihnen heiliggesprochen. Die Reaktion der Amerikaner auf den Film war, daß so etwas natürlich nicht in den USA passieren kann. "Der blutige Teil vielleicht nicht, aber die Verachtung der Religion bekommt man schon zu spüren", schreibt Phyllis Schlafly am 4. Juli 2012 in seiner Kolumne des Eagle Forums: "Obama censors the declaration of independence." In der Unabhängigkeitserklärung heißt es, dass alle Menschen gleich erschaffen worden sind und von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet worden sind worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit zu verstehen ist. Die Unabhängigkeitserklärung bekräftigt somit eine tiefe Gottesgläubigkeit. Die Absicht der Regierung soll es sein, diese von Gott gegebenen unveräußerlichen persönlichen Rechte zu beschützen. Phyllis Schlafley kann sich allerdings vorstellen, daß sich ähnliche haßerfüllte Tiraden gegenüber Christen, wie sie einst der Mexikanische Präsident benutzte, in den USA wiederholen könnten. 
Seit Donnerstag dem 28.06.2012 müssen auch alle katholischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den USA aufgrund des vom Obersten Gericht der USA bestätigten neuen Krankenversicherungsgesetzes Krankenversicherungen akzeptieren, die auch Sterilisierungen, Abtreibungen und Verhütungsmittel abdecken. In den USA wehren sich die Katholiken und viele andere mit ethischen und religiösen Einwänden gegen diesen massiven Eingriff in die Gewissensfreiheit. Noch nie zuvor hatte eine US-Regierung Personen und Organisationen zu Maßnahmen gezwungen, die sie mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können. Es scheint fast absurd, da viele Einwanderer gerade wegen der in der U.S.-Verfassung garantierten Religions- und Gewissensfreiheit in die USA gekommen sind. 
In allen katholischen Kirchen der USA wurde am 4. Juli 2012, dem Unabhängigkeitstag, folgender Text der U.S. Konferenz der katholischen Bischöfe gebetet: O Gott unser Schöpfer, von Deiner vorsehenden Hand habe wir unser Recht zum Leben, zur Freiheit und dem Streben nach Glückseligkeit erhalten. Du hast uns Dein Volk genannt und uns das Recht und die Pflicht gegeben Dich anzubeten, den einzigen wahren Gott und Deinen Sohn Jesus Christus. Durch die Macht und das Wirken Deines Heiligen Geistes hast Du uns gerufen, unseren Glauben in der Mitte der Welt zu leben, und das Licht und die Wahrheitsfindung des Evangeliums in jeden Winkel der Gesellschaft zu tragen. Wir bitten Dich, unsere Wachsamkeit über das Geschenk der religiösen Freiheit zu segnen. Gib uns die Stärke von Leib und Seele, unsere Freiheiten zu beschützen, wenn sie angegriffen werden. Gib uns Mut, damit unsere Stimmen für die Rechte Deiner Kirche gehört werden und die Gewissensfreiheit aller Menschen des Glaubens gewährleistet wird. Wir beten, gewähre uns, oh himmlischer Vater dass wir mit klarer und vereinter Stimme zu all unseren Söhnen und Töchtern, die in Deiner Kirche versammelt sind, sprechen. Damit wir in dieser entscheidenden Stunde in der Geschichte unserer Nation allen Versuchungen widerstehen und alle Gefahren überwinden, zum Wohl unserer Kinder und Kindeskinder und von allen, die nach uns kommen. Dieses grosse Land wird immer "eine Nation unter Gott sein, untrennbar von der Freiheit und Gerechtigkeit für alle". Wir bitten Dich Durch Christus unseren Herrn Amen. 
Das neue "Obamacare"-Krankenversicherungsgesetz ist jetzt essentiell bestätigt. Es gibt nur einen Weg, um es zu annullieren. Es ist derselbe Weg, der zur Gesetzgebung geführt hat - ein neuer Präsident und ein neuer Kongreß müßte gewählt werden. Diese Auffassung hat auch der Oberste Richter Roberts vertreten: "Es ist Euer Job, nicht meiner. Ich will es Euch nicht zu leicht machen." (Charles Krauthammer, Wisconsin State Journal, 3. July 2012).

Sonntag, 8. Juli 2012

Glaubensunterricht von einem Kater


Autorin Edith Breburda lässt den intelligenten Felix in Paris, Chartres und Rom hinter die Kulissen schauen. Von Klemens Hogen-Ostlender / Gießener Anzeiger

Rom (kath.net/GießenerAnzeiger) Ein Kinderbuch über einen vorwitzigen, intelligenten jungen Kater, der alles erkundet, was er in seiner Umgebung findet.

Weil Felix aber im süddeutschen Wallfahrtsort Wigratzbad ist und die Autorin, die in Gießen noch bestens bekannte Biowissenschaftlerin Dr. Edith Breburda, ihn allerlei Verwicklungen im Milieu des dortigen Priesterseminars erleben lässt, gilt für das zweite Bändchen der Reihe dasselbe, das schon für das erste galt: Am Ende hat der Leser mehr von Glaubensdingen mitbekommen, als wenn er ein halbes Dutzend diskursfixierte Mainstream-Veranstaltungen des letzten existierenden deutschen Zentralkomitees besucht hätte, das seine Parteitage „Katholikentag“ nennt.

Edith Breburda war unter anderem am Zentrum für experimentelle Unfallchirurgie der Justus-Liebig-Universität tätig, ehe sie an die University of Wisconsin in Madison/USA wechselte, wo sie unter anderem auf dem Gebiet der embryonalen Entwicklung forscht. Ihr Buch „Verheißungen der modernen Biotechnologie“ deckt zum Beispiel auf, wie durch Präimplantationsselektion tagtäglich das Recht auf Leben verletzt wird, das die US-Verfassung ausdrücklich jedem Menschen einräumt, ohne es von der Geburt abhängig zu machen. Bei Besuchen in Wigratzbad begegnete Edith Breburda tatsächlich einem Miniaturtiger namens Felix, der ihr kaum noch von der Seite wich und so zum Titelhelden mittlerweile zweier Bücher wurde.


Das Herrchen des Katers organisiert für eine deutsche Pilgergruppe die Teilnahme an der Fußwallfahrt von Paris nach Chartres. Das Tier schlüpft unerkannt in seinen Rucksack und bekommt so unterwegs alles mit, was die Pilger erleben. In der Pariser Rue du Bac besuchen sie die Kapelle, in der die Heilige Catherine Labouré einst Marienerscheinungen hatte, nach denen die heute weltweit millionenfach verbreitete wundertätige Medaille geprägt wurde.

Bei einem Vortrag über die Jungfrau von Orleans sind sie fasziniert davon, wie ein einfaches Bauernmädchen es schaffte, das Vertrauen des Königs zu gewinnen, um von ihm an der Spitze einer Armee den Auftrag zu bekommen, Frankreich von den englischen Besatzern zu befreien. Auf einer neuerlichen Wallfahrt nach Rom erkundet Felix nicht nur das Kolosseum, in dem Christen einst zum Entsetzen von Kaiser Nero Lieder anstimmten, als sie wegen ihres Glaubens von viel größeren Katzen als Felix zerfleischt wurden. Bei einer Papstaudienz schafft es Felix schließlich sogar, in den Armen des Mannes zu landen, der jetzt seinen Lebensabend als Buchautor genießen könnte, wenn ihn die Herren Kardinäle vor sieben Jahren nicht zum Papst gewählt hätten.


Benedikt XVI. hat Breburdas Buch übrigens ebenfalls schon gelesen. Ein Onkel der Autorin, der Geistliche Rat Pfarrer Bernhard Schweiger, hat es dem Papst bei einem Treffen im Vatikan überreicht. Wie der Pfarrer berichtete, war Benedikt XVI. sehr angetan von der Idee, dass ein Kater den Katechismus der katholischen Kirche erklärt. Fazit: Man wünscht sich als Leser, dass aus der Felix-Reihe mindestens eine Trilogie werden möge.

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