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Thursday, January 21, 2016

Wunderbare Heilung durch Adulte Stammzellen


Dr. Edith Breburda
Christliches Forum, 28. Januar 2016
Engländer, die an Multiple Sklerose erkrankt sind, berichten über erstaunliche Heilungen, nachdem ihnen eigene adulte Stammzellen verabreicht wurden.
Prof. Dr. Richard Burt von der Amerikanischen Northwestern Universität aus USA entwickelte die Behandlung, an der Patienten in England im Rahmen eines klinischen Versuches teilnehmen.
Multiple Sklerose ist eine unter weltweit hunderten von Krankheiten, die erfolgreich mit adulten Stammzellen therapiert werden.
Die 25. jährige Mutter, Holly Drewry suchte im Rollstuhl das Royal Hallamshire Krankenhaus in Sheffield, GB auf. Nach einer einmaligen Behandlung mit adulten Stammzellen, die man aus ihrem Knochenmark entnommen hatte, konnte sie wieder gehen. „Innerhalb von Tagen habe ich gemerkt, dass es mir besser geht. Es war ein Wunder. Ich konnte vorher nicht aufrecht gehen. Ich wagte es nicht, meine kleine Tochter Isla zu halten, aus Sorge sie fallen zu lassen. Es ist eine sehr beängstigender Zustand. Ich fragte mich immer, wie das noch alles enden sollte“, sagt sie in einem Interview mit BBC. Das Röntgenbild der Patientin zeigte ein Abklingen der Symptome. Ihr fehlgeschaltetes Immunsystem wurde durch Chemotherapie zerstört. Danach verabreichte man die eigenen Knochenmarksstammzellen die ihre Immunität wieder herstellte. „Ich ging zu Fuß vom Krankenhaus nach Hause. Dort umarmte ich Isla. Ich weinte und weinte. Es war ein überwältigendes Gefühl. Es war ein Wunder“, sagt Drewry.
Basil Sharrack stimmt dem Bericht der Patientin zu. „In den drei Jahren, in denen wir die neue Behandlung durchführen, haben wir schon viele Wunder gesehen. Es ist ein Wort, dass ich nicht oft gebrauche. Wir haben jedoch tatsächlich profunde neurologische Fortschritte gesehen“, berichtet er dem Telegraph. 
Noch imposanter ist die Genesung von Steven Storey. Ein Triathlet, der durch Multiple Sklerose komplett gelähmt war. Er konnte keinen einzigen Muskel bewegen. Aber innerhalb von neun Behandlungstagen, in denen er seine eigenen Knochenmarkszellen injiziert bekam, konnte er eine Zehe bewegen und nach 10 Monaten zwei Kilometer schwimmen. „Es war großartig. Ich war zurück im Leben“, sagt Steven.
Die noch in der klinischen Versuchsphase liegende Britische Therapie mit adulten Stammzellen wurde durch Dr. Burt entwickelt. Erfolgreich behandelte er in den letzten 14 Jahren 23 Krankheiten. Es ist ein weiterer Beweis, dass adulte Stammzellen seit Jahren erfolgreich Krankheiten heilen. Bis heute kann man das nicht über embryonale Stammzellen sagen. 2009 verkündete der berühmte Fernseharzt Dr. Oz gegenüber Oprah Winfrey: „Ich glaube, Ophra, die Stammzellen Debatte ist vorüber. Das Problem mit embryonalen Stammzellen ist, dass sie aus Embryos entstehen. Wir alle waren mal Embryos. Es ist jedoch schwer, die Entwicklung von embryonalen Stammzellen zu kontrollieren, und so verwandeln sie sich oft in Krebszellen.“(1)
Seit der Isolierung der ersten Stammzellen versuchen Wissenschaftler mit ethisch stark umstrittenen menschlichen embryonalen Stammzellen, Krankheiten, wie z. B. Alzheimer, Krebs, Diabetes oder Parkinson zu heilen. Trotz vieler Fortschritte im Labor und im Tierversuch gibt es bis jetzt noch keine sichere Stammzelltherapien mit embryonalen Stammzellen (2).
Literatur
1) Weatherbe S.: MS patient see miraculous healings after adult stem cell treatments. LifeSiteNews , 20. Jan 2016
2) E. Breburda, Reproduktive Freiheit, free for what? ·ISBN-10: 0692447261· ISBN-13: 978-0692447260

Saturday, November 17, 2012

Ein unsterblicher Organismus auf Erden, der sein ewiges Leben Stammzellen verdankt.

Forscher sind dem Geheimnis des Alterns auf der Spur. Der winzige Süßwasser-Polyp Hydra lebt "ewig", weil er sich ausschließlich ungeschlechtlich vermehrt. Dazu muss er Stammzellen besitzen, die sich ständig teilen, sowie ein funktionierendes Immunsystem. Dr. Edith Breburda


Ein Traum der Menschheit war es von Anbeginn, nicht altern zu müssen bzw. unsterblich zu sein.

Man denke an die Jadehemden der Chinesischen Kaiser, an die Liebelungensage und Siegfried, der im Drachenblut badete, um unverwundbar zu werden - oder in den 1970er und 1980er Jahren, als Frischzellen von Lämmern der "Renner" waren. Bis man entdeckte, dass sie außer Allergien und anderer Nebenwirkungen nicht viel bewirkten. So wie das Blatt, das Siegfried bei seinem Bad anhaftete, eine Stelle für den Todesstoß war. 

Nichtsdestotrotz bleibt der Traum vom ewigen Jungsein erhalten und eine Behandlung mit dem höchstpotentem Nervengift  Botox nimmt immer mehr zu.

Es ist somit nicht verwunderlich, dass man auf die Quelle des Lebens selbst zurückgriff, den Embryo. 

Auch die Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen hatte das Ziel, sich den Traum des ewigen Lebens und ein Ausmerzen sämtlicher Krankheiten und Leiden baldmöglichst zu erfüllen (siehe auch: Verheißungen der neuesten Biotechnologien, Kindle-ebook).

Um so erstaunlicher scheint es nun, dass der winzige Süßwasser-Polyp Hydra keine Alterungsprozesse zeigt und dass es auf der Welt bereits unsterbliche Lebewesen gibt. 

Die Erde schien nur mit Organismen bevölkert, die endlich sind. Und um dem zu entgehen, muss sich das Individuum fortpflanzen, um seine Art zu erhalten. Die Vermehrung des Polypen erfolgt paradoxerweise nur asexuell, ganz so, als ob darin der Schlüssel zum "ewigen Leben" läge.

Die einfache biologische Erklärung und Voraussetzung seines Fortbestehens liegt darin, dass jeder individuelle Polyp Stammzellen enthält, die sich ständig teilen. 

Gingen diese Stammzellen verloren würde auch der Polyp das "Zeitliche segnen". 

In Lebewesen verlieren Stammzellen im zunehmenden Alter ihre Regenerierungsfähigkeit, weiterhin neue Zellen zu bilden. Der Mensch verliert an Kraft, Herzmuskelzellen können sich nicht mehr erneuern. Nervenzellen im Gehirn werden nicht mehr durchblutet und sterben ab. Zudem wird man so auch noch vergeßlich. Versprechungen über das Pharmakon Viagra, welches die Durchblutung im Gehirn verbessern soll und somit dem Alterungsprozess entgegenwirken soll, seien dahingestellt.

Das Grundprinzip bleibt - und so kann die Forschung wichtige Erkenntnisse aus dem Studium eines Organismus erhalten, das voll mit aktiven Stammzellen ist. 

Der Polyp erweitert das Verständnis von Alterungsprozessen bei Stammzellen allgemein.

 "Auf der Suche nach dem Gen, das für die Unsterblichkeit der Hydra verantwortlich ist, sind wir unerwartet ausgerechnet auf das sogenannte FoxO-Gen gestoßen", berichtet die Doktorandin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Anna-Marei Böhm, Autorin der Studie: "FoxO is a critical regulator of stem cell maintenance in immortal Hydra"

An verschiedenen genetisch veränderten Polypen untersuchte die Biologin Böhm das FoxO-Gen. Das Kieler Forschungsteam fand heraus, dass Polypen mit ausgeschaltetem FoxO-Gen weniger Stammzellen besitzen und langsamer wachsen. Gleichzeitig veränderte sich auch das Immunsystem.

Professor Philip Rosenstil vom Institut für Klinische Molekularbiologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein erläutert: "Ähnliche drastische Veränderungen des Immunsystems wie bei den genetisch veränderten Hydren kennen wir auch von Menschen im Alter".

Professor Thomas Bosch vom Zoologischen Institut der Universität Kiel und Leiter der Hydra-Studie bestätigte: 
"Unsere Forschungsgruppe konnte erstmals direkt zeigen, dass zwischen dem FoxO-Gen und der Alterung ein unmittelbarer Zusammenhang besteht. Da besonders aktives FoxO bereits bei über hundert Jahre alten Menschen festgestellt wurde, spielt dieses Gen mit großer Wahrscheinlichkeit eine entscheidende Rolle beim Altern - auch beim Menschen."

Die Erkenntnisse lassen den Schluß zu, dass das FoxO-Gen entscheidend zur Neubildung von Stammzellen beiträgt und damit die individuelle Lebensspanne bestimmt. "Vom Nesseltier bis zum Menschen sind es Stammzellen und ein funktionierendes Immunsystem, die das Lebensalter bestimmen", berichtet die Uni Kiel am 15. November 2012. 

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