Friday, July 17, 2015

Schaden oder nutzen Ultrashalluntersuchungen am Ungeborenen?


Dr. Edith Breburda

Gynäkologen in den USA warnen vor zu vielen Ultraschalluntersuchungen bei normalen Schwangerschaften. Milena Mrosovsky erzählt, dass sie mindestens ein Dutzend Ultraschalluntersuchungen hatte, als sie schwanger war. "Ich war glücklich über die vielen Bilder und klebte sie alle in mein kleines Album."
Solche Aussagen sind nicht ungewöhnlich für Eltern. Amerikanische Frauen lassen heute immer mehr Ultraschalluntersuchungen an ihren Ungeborenen durchführen. Sie posten die Bilder stolz auf Facebook oder anderen modernen Medienseiten.
Seit 2004 konnte man einen 92% Anstieg dieser Untersuchungen beobachten. Jeder Besuch beim Arzt beinhaltet eine Ultraschalluntersuchung. Experten warnen nun davor, dass es medizinisch nicht gerechtfertigt ist, bei einer risikoarmen Schwangerschaft so viele Untersuchungen durchführen zu lassen. Im Mai 2014 machten verschiedene medizinische Gesellschaften, wie auch die Amerikanischen Gynäkologen und Geburtshelfer darauf aufmerksam, dass eine oder zwei Untersuchungen bei einer Schwangerschaft ohne Komplikationen genügen sollten.
"Ultraschall sollte für die kurzmöglichste Zeit und mit der geringsten Energiefrequenz an einem Ungeborenen angewendet werden, und auch nur dann, wenn es unbedingt nötig ist", empfehlen die Fachleute.
Daniel O'Keefe, Vizepräsident der Gesellschaft für Maternal-Fetal Medizin, beschreibt 2013 im medizinischen Journal Seminars Perinatology, dass 4-5 Ultraschalluntersuchungen übertrieben sind. Wenn Frau Milena Mrosovsky dieses Wissen bei ihrer Schwangerschaft gehabt hätte, wäre sie nicht so naiv den Anweisungen ihres Doktors gefolgt. "Früher bestand man auf einer Untersuchung um die 20igste Woche herum. Neuerdings empfiehlt man die 12. Woche. Leider lesen Ärzte nicht ihre Fachzeitungen", bemerkt Dr. O'Keeffe.
Ob Ultraschall dem Fötus schadet untersuchte man das letzte Mal 1992. Damals war die Dosierung, mit der die Apparate arbeiteten, viel geringer. Die Schallwellen, die letztendlich vom Körper des Ungeborenen reflektiert oder absorbiert werden, verwandeln sich in elektrische Impulse, die vom Ultraschallgerät verstärkt und auf einem Bildschirm dargestellt werden.
Wie man heute weiß, sind zu viele Mamogramme, Darmspiegelungen und andere medizinische Ultraschalluntersuchungen meistens gar nicht notwendig. Eltern sind jedoch begeistert, dass ihnen die moderne Technik einen Einblick in die Gebärmutter ermöglicht. Immer genauere Bilder müssen gemacht werden. Weil man wissen will, wie das Baby aussieht. Ob man dafür nun mehr Schallintensität benötigt und eventuell dem Kind schadet, interessiert keinen.

"Selbst Ärzte machen sich über die Sicherheit von pränatalen Ultraschalluntersuchung keine weiteren Gedanken. Krebs kann man davon nicht bekommen, es sei schließlich keine Röntgenstrahlung damit verbunden", sagt Dr. Jacques Abramowicz von der Wayne State Universität.
Ärzte warnen Frauen, sie sollten keinen Alkohol zu sich nehmen, kein heißes Bad, und Stress vermeiden, wenn sie schwanger sind.
Aber über die Sicherheit und Effizienz von Ultraschalluntersuchungen redet kaum ein Arzt. Man hofft, dass Frauen sich stärker an ihr Ungeborenes binden, wenn sie es sehen.
"Lernen sie ihr Kind kennen, bevor es geboren wird", wirbt die Firma General Electric auf ihrer Webseite. Sie verkauft ihre Maschinen nur an Gesundheitseinrichtungen. Einige Eltern drängen darauf, mehr von ihrem Kind zu sehen, als die Ärzte befürworten. Andere Ärzte sind besorgt, irgend ein Detail über die Gesundheit des Ungeborenen übersehen zu können. Gynäkologen werden an erster Stelle herangezogen, wenn es um Kunstfehler geht. Oft wird dann behauptet, weitere Ultraschallbilder hätten Klarheiten gegeben.
Doch wie sicher sind die Apparate? Die Amerikanische Food und Drug Administration, die gleichbedeutend mit unserer Lebens- und Arzneimittelbehörde ist, warnte im Dezember 2014 vor einigen Ultraschallgeräten. "Sie erhitzen das Gewebe und verursachen die Bildung von kleinen Blasen."
Die Langzeiteffekte, welche diese Maschinen ausüben, kennt man nicht. Einige Tierversuche an Hühnern und Mäusen lassen eine schädliche Auswirkung vermuten. Einige Neurowissenschaftler haben ungeborene Tiere Ultraschalluntersuchungen ausgesetzt. Eine Studie der Yale Universität, die 2006 in den Proceedings of the National Academy of Science erschien, brachte neurologische Auffälligkeiten bei jungen Mäusen mit den Untersuchungen in Verbindung. Australische Forscher beschrieben 2009 im International Journal of Developmental Neuroscience, Küken-Eier mit Ultraschall bestrahlt zu haben. Die Küken hatten nach ihrem Schlüpfen Gedächtnisstörungen. Ihre Lernfähigkeit lag hinter der von anderen Küken. Die Universität von Washington berichtetet 2014 im Autism Research Journal von überaktiven Mäusen, die vorgeburtlich mit Ultraschall behandelt wurden. Dr. Pasko Rakic vom Nationalen Institute of Health untersuchte Affenhirne auf mögliche neurologische Folgen nach der intrauterinen Anwendung von Ultraschall. Frank A. Chervenak, Direktor der Gynäkologie des New Yorker Presbyterian Krankenhauses ist der Überzeugung, dass eine oder zwei Ultraschalluntersuchungen bei einer normalen Schwangerschaft nicht überschritten werden sollten. Eine Studie von 2012, die im Amerikanischen Journal of Obstetrics and Gynecology erschien, ergab, dass vermehrte Ultraschalluntersuchungen manchmal ein falsches Bild geben. Manchmal meint man das Ungeborene sei zu groß und man macht einen Kaiserschnitt, der gar nicht nötig gewesen wäre[i].


Rebecca Loretz und ihr Mann Michael wollten immer eine große Familie. Doch als ihr zweites Kind durch einen Kaiserschnitt zur Welt kam, warnten die Ärzte vor weiteren Kindern. Die Narbe, die durch den Kaiserschnitt entstand, könnte einreißen, sagten sie. Die Eltern beachteten den Rat nicht. Die medizinische Literatur beschrieb das Risiko mit nur einem Prozent. Das wollten die beiden gerne auf sich nehmen. Es folgten sechs weitere Geburten. Alle Kinder wurden durch Kaiserschnitt entbunden. Nach dem 8. Kind dachten die Eltern, ihre Familie sei komplett. Und dann, im Mai 2013, erwarteten  sie wieder ein Kind. "Das war wirklich eine Überraschung. Wir dachten diese Schwangerschaft würde wie alle anderen verlaufen", sagte Michael. Die erste Ultraschalluntersuchung ergab, dass das Baby genau auf dem Narbengewebe der Gebärmutter implantiert war. Man sagte den Eltern, so eine ektopische Schwangerschaft auszutragen käme einer Katastrophe gleich. Die Ärzte gaben dem Kind keine Chance. Es müßte abgetrieben werden, um das Leben der Mutter zu retten. Selbst Ethiker würden in so einem extremen Fall zustimmen, die Stelle der Gebärmutter zu entfernen, wo sich das Kind implantiert hat. Normalerweise spricht man von einer ektopischen Schwangerschaft, wenn sich das Kind im Eileiter eingenistet hat. Der Eileiter kann sich nicht ausdehnen, wie die Gebärmutter. Er kann platzen, sobald das Kind grösser ist. Eine Operation würde aber auch unweigerlich den Tod des Kindes hervorrufen. Theologen argumentieren, dass das Kind  hierbei indirekt getötet wird. Die Ärzte bedrängten Rebecca, ihr neuntes Kind durch die Einnahme von Methotrexate abzutreiben. Es sollte also direkt getötet werden. Das sehr gläubige Ehepaar brachte das nicht über das Herz. Einen Plan B hatte das Krankenhaus nicht, weil noch nie eine Mutter in so einem Fall eine Abtreibung verweigert hatte. Rebecca wurde in das Krankenhaus eingeliefert, um genauer beobachtet zu werden. Die Ärzte bedrängten die Mutter in den kommenden Tagen. Sie kamen alleine oder zogen andere Experten hinzu. Sie sollte das Leben des Babys endlich beenden, um ihr eigenes zu retten. Ein Arzt sagte zu Michael: "Ihre Chance, am Ende der Schwangerschaft ein lebendes Baby in den Armen zu halten ist gleich Null. Höchstwahrscheinlich stirbt auch ihre Frau. Ist es das was sie wollen? Sie wollen einfach nicht die Realität sehen und deshalb hören sie auch nicht auf den Rat der Experten." Erst nachdem den Ärzten klar wurde, dass sie das Paar nicht zu einer Abtreibung bringen konnten, sympathisierten einige Ärzte mit den Eltern und fingen sogar an, mit ihnen für das Ungeborene zu beten.

Bei der nächsten Ultraschalluntersuchung hörten sie, dass die Schwangerschaft fehldiagnostiziert worden war. Das Baby hatte sich nicht über der Narbe eingenistet, sondern im Muttermund. "Ist das besser", fragte Michael hoffnungsvoll. Er erinnert sich an die schmerzliche Antwort. "Nein. Im Grunde ist das noch schlimmer."
Ein drittes Ultraschallbild, das viel später gemacht wurde, brachte dann dennoch Hoffnung. Es sah nur so aus, als ob das Baby im Muttermund eingenistet wäre. Aber es war in Wirklichkeit doch in der Gebärmutter. Nur eben sehr nahe an der Cervix. Dies gab allen eine kleine Erleichterung, auch wenn die Beteiligten noch sehr besorgt blieben. Das Ehepaar gab zu, dass die Schwangerschaft sehr an ihnen zehrte. Nur das Wissen, dass viele Leute für Mutter und Kind beteten, half. "Fünf Wochen war ich vor der Geburt im Krankenhaus. Die Ärzte hatte Sorge, meine Gebärmutter würde zerreißen. Ich betetet unentwegt, dass Gott mir dieses Kind schenkt. Nach einiger Zeit übergab ich mich in den Willen Gottes", sagt Rebecca. 
Am 1. November 2013 wurde die kleine Philomena nach einer vierstündigen Operation entbunden. Das Kind war volkommen gesund. Auch wenn es fast unmöglich schien, dass es überhaupt  hätte geboren werden können. Die Eltern beteten die ganze Zeit zur Heiligen Philomena und versprachen, ihrem Kind den Namen Philomena zu geben, wenn es ein Mädchen werden sollte. Während ihrer ganzen Ehe beteten sie, Gottes Willen folgen zu können und so großmütig wie möglich zu sein. Das brachte ihnen viel Kritik ein.
Michael war erstaunt als er in der Literatur fand, dass seit 1967, 60.000 ähnliche Schwangerschaften zu 99.7% mit einer Abtreibung endeten. Ihr Fall wurde  bei einem wissenschaftlichen Symposium präsentiert. Es wurde empfohlen, beim Vorliegen einer ektopischen Schwangerschaft mit einer Abtreibung länger zu warten und genauere Untersuchungen heranzuziehen[ii].

Veröffentlicht im Christlichen Forum 27. Juli 2015

Siehe auch Neuerscheinung: 



Literatur

[i]Helliker Kevin: The case for fewer fetal scans. Obstetrics expert says frequent ultrasound in low-risk pregnancies aren't medically justified. The Wall Street Journal, July 18-19, 2015
[ii] Jalsevac John: Abort, or die: Pregnant with an ectopic pregnancy after 5 c-sections, this couple found a miracle. LifeSite, 17. July 2015

Friday, July 3, 2015

Die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe in den USA könnte ein Abtreibungsverbot bewirken


Dr. Edith Breburda

In einem Kommentar von Francis Wilkinson berichtet das Wisconsin State Journal vom 3 Juli 2015, dass der Triumph der Liberalen bezüglich Legalisierung der Homo-Ehe zu einem Verbot der Abtreibung führen könnte:
 
Die Konservativen Gruppen der USA sind mutlos geworden, seitdem das Urteil des Obersten Gerichtshofes  zugunsten der homosexuellen Ehe in allen 50 Staaten ausgesprochen wurde. Es handelt sich um einen Meilenstein bei der Erweiterung der Rechte, der Macht und der moralischen Legitimität einer zuvor marginalisierten Gruppe.
Die Legalisierung weiterer Rechte könnte den Samen für einen konservativen Sieg bei einem anderen wichtigen Anliegen enthalten: beim Verbot der Abtreibung.
Der wichtigste Teil im Programm der US-amerikanischen Liberalen ist die permanente Anstrengung, den bürgerlichen, wirtschaftlichen und politischen Rahmen für die Menschen zu erweitern. Dieser Prozess, der kein Ende zu haben scheint, hat bisher z. B. zur Einführung des Frauenwahlrechts, der Bürgerrechte, der Erweiterung der Rechte von Immigranten und von  Homosexuellen geführt. Eine erfolgreiche Legalisierung der Transgender-Rechte scheint fast sicher in der Zukunft. Es gibt sogar bereits überzeugende Argumente dafür, ein Recht für Inzest und Polygamie einzuführen.

Die anhaltende Anerkennung und Stärkung der Rolle der bisherigen Randgruppen bewirkt allerdings Spannungen bei der liberalen Unterstützung der Abtreibungsrechte. In der Tat könnte die Unterstützung der Abtreibungsrechte durch die Liberalen abnehmen. Umfragen zeigen, dass sich die Wähler selbst häufiger als „liberal“ identifizieren, als in der Vergangenheit. Die liberale Aufschwung ist u.a. auf die öffentliche Unterstützung der homosexuellen Ehe zurückzuführen. Nur noch 52 Prozent der Baby-Boomer sagen, Abtreibung sollte legal sein in allen oder den meisten Fällen.

Die Ausweitung der Rechte auf gefährdete Gruppen stellt ein interessantes Dilemma dar. Ungeborene haben bisher keine Rechte. Bei den Liberalen hat sich jedoch die Meinung, dass ein Fötus nur ein „Zellhaufen" ohne inneren Wert ist, weitgehend geändert. Stattdessen hört man Forderungen, die Abtreibung solle "sicher und selten" sein.

Der libertäre Impuls in der amerikanischen Kultur ist stark, und Rechte, wie homosexuelle Ehen, verstärken diesen Impuls und stehen ihm nicht entgegen. Dennoch ist es nicht schwer, sich vorzustellen, wie sich eine Erweiterung der Rechte auf die Gesellschaft auswirken könnte. In konservativen Regionen kann sich das Recht auf Abtreibung deutlich schwieriger durchsetzen, weil die politischen Führer zum Schutz der Persönlichkeitsrechte des Fötus das verfassungsmäßige Recht der Frauen auf legale Abtreibung behindern.
Selbst für Tiere, die in den USA als humane Pets bezeichnet werden, fordert die Tierrechtsbewegung einen weitaus größeren Schutz, als für einen menschlichen Fötus. Für Tierquälerei kann man zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden.

Einem Fötus sollt die gleiche Würde und der gleiche Rechtsschutz gewährt werden, wie allen anderen Lebewesen.
Frauen, sind in den USA lange an den Rand gedrängt worden. Durch das gesetzliche Recht auf Abtreibung sollte ihre soziale Würde gestärkt werden. Aber, nachdem der Einfluss der Frauen auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gewachsen ist, scheint ihr Nachwuchs paradoxerweise weniger schutzbedürftig zu sein. Ein neues Persönlichkeits-Recht für die heute noch marginalisierten menschlichen Föten könnte eines Tages zu einem Verbot der Abtreibung führen. Wenn das jemals zustande kommen sollte, könnten die Abtreibungsgegner der liberalen Revolution dafür dankbar sein.

Veröffentlicht im Christlichen Forum am 5. Juli 2015

Friday, June 19, 2015

Reproduktive Freiheit, free for what? Published, 18.6.2015

Neuerscheinung:

Reproduktive Freiheit
 


free for what?

Authored by Edith Breburda
Edition: 1

Das Buch enthält viele persönliche Geschichten über Leute, die in das Business der Reproduktion involviert sind. Schwerpunkt ist eine investigative Berichterstattung über Eizellspenderinnen, Surrogate Mütter, Single Moms, Frauen im Konflikt zwischen Karriere und Kindern, Familien, die ihre Drillinge selektiv reduzieren wollen, Teenager, die von ihren Stiefvätern vergewaltigt wurden, Frauen, die mit über 50 noch Kinder bekommen,
Designer Kinder, Lesbische Paare, denen aus Versehen das falsche Sperma zugesendet worden ist, selbstbewusste Kinder, die trotz Down Syndrom von der Welt anerkannt werden und und und.
Der Leser erfährt, was sich hinter der Szene der modernen Reproduktionstechnologien abspielt. Die Integration von neuesten Forschungsergebnissen und persönlichen Geschichten verleiht den Berichten eine Lebendigkeit. Der Einsatz von Gentechnik und Reproduktionstechnologien, auch in der Diskussion über die moralischen, sozialen und schädlichen Auswirkungen, sind Dauerbrenner. Die weltweite Kinderlosigkeit stellt uns
vor wesentliche Herausforderungen, die sich nicht mit Gentechnik allein meistern lassen.
Sollen wir das Kinderkriegen Reproduktionsmedizinern überlassen, die es in eine shopping experience verwandeln?
Die Reproduktionstechnologie ist Ausdruck eines sozialen Wandels, aber wir, die wir daran teilnehmen, sollten versuchen, schädliche Auswirkungen zu verhindern. So integriert dieses Buch Männer und Frauen, Fruchtbare und Unfruchtbare, weil diese Fragen in der Tat jeden Einzelnen betreffen.


Publication Date: 18. Juni 2015
ISBN/EAN13:
0692447261 / 9780692447260
Page Count: 356
Binding Type: US Trade Paper
Trim Size: 6" x 9"
Language: German
Color: Black and White
Related Categories: Medical / Reproductive Medicine & Tec

Taschenbuch: Vom Verlag
                         Amazon
E-Buch:           Kindle  8,86 EUR
 
 

Tuesday, May 12, 2015

Reproduktive Freiheit, free for what?

erscheinen am 18. 6. 2015

Authored by Edith Breburda
List Price: $23.00
6" x 9" (15.24 x 22.86 cm)
Black & White on White paper
352 pages
Scivias  
ISBN-13: 978-0692447260  ISBN-10: 0692447261
  BISAC: Medical / Reproductive Medicine & Technology
 
Das Buch enthält viele persönliche Geschichten über Leute, die in das Business der Reproduktion involviert sind. Schwerpunkt ist eine investigative Berichterstattung über Eizellspenderinnen, Surrogate Mütter, Single Mom’s, die sich zwischen Karriere oder Kinder zu entscheiden haben, Familien, die ihre Drillinge selektiv reduzieren wollen, Teenager, die von ihren Stiefvätern vergewaltigt wurden, Frauen, die mit über 50 noch Kinder bekommen,
Designer Kinder, Lesbische Paare, denen aus Versehen das falsche Sperma zugesendet worden ist, selbstbewusste Kinder, die trotz Down Syndrom von der Welt anerkannt werden und und und.
Der Leser erfährt, was sich hinter der Szene der modernen Reproduktionstechnologien abspielt. Die Integration von neuesten Forschungsergebnissen und persönlichen Geschichten verleiht den Berichten eine Lebendigkeit. Der Einsatz von Gentechnik und Reproduktionstechnologien, auch in der Diskussion über die moralischen, sozialen und schädlichen Auswirkungen, sind Dauerbrenner. Die weltweite Kinderlosigkeit stellt uns  vor wesentliche Herausforderungen, die sich nicht mit Gentechnik allein meistern lassen.
Sollen wir das Kinderkriegen Reproduktionsmedizinern überlassen, die es in eine shopping experience verwandeln?
Die Reproduktionstechnologie ist Ausdruck eines sozialen Wandels, aber wir, die wir daran teilnehmen, sollten versuchen, schädliche Auswirkungen zu verhindern. So integriert dieses Buch Männer und Frauen, Fruchtbare und Unfruchtbare, weil diese Fragen in der Tat jeden Einzelnen betreffen.

Monday, April 20, 2015

Kinder, Nein Danke


 Dr. Edith Breburda

Im April 2015 hatte ein Artikel in der New York Times den Titel No Kids for Me, Thanks. Kinderlosigkeit ist ein zunehmender Trend. Soziologen führen das auf die Ichbezogenheit zurück. „Das ich-ich-ich, rund um die Uhr, wird uns schon in die Wiege gelegt. Eigentlich sollten wir diese Einstellung, spätestens nach dem Kleinkindalter, verlieren“, bemerkt Patti Maguire in ihrem Blog (1).
Die heutige Generation geht zu sehr in den weltlichen Anforderungen auf. Kaum einer hat mehr Interesse daran, Kinder zu bekommen. „Ich werde niemals eine gute Mutter sein“ behauptet eine Frau. Ein anderer erklärt: „Meine Gene möchte ich keinem anderen wünschen.“

 Sich selber als mangelhaft, ja fast unwürdig zu beschreiben, um Kinder zu bekommen, hat nichts mit einer demütigen Einstellung zu tun. Es zeigt eher, dass wir uns mit unserer von Gott gegebenen Rolle: „Seid fruchtbar und mehret Euch“, nicht mehr identifizieren.
Die New York Times bezieht sich auf das Buch: Selfish, Shallow and Self-Absorbed: Sixteen Writers on the Decision Not to Have Kids. Einer der Autoren des Buches erinnert sich an Kinder, die sein Tennisspiel störten, währenddessen die Mutter das einfach tolerierte. Diese Episode diente als Beweis dafür, dass: „Kinder und Eltern die Priorität haben, das zu tun, was immer sie wollen. Ob andere dabei belästigt werden, spielt keine Rolle.“ Vielleicht handelten die Eltern zu nachsichtig und eventuell hatten sich die Kinder schlecht benommen, nur deswegen kann man doch nicht alle Kinder über einen Kamm scheren und behaupten, sie zu verabscheuen. Soll es nur noch Erwachsene auf dieser Welt geben, um dem  egozentrischen Verhalten einiger Genüge zu tun?
Eine von fünf Frauen in den USA bekommt nie in ihrem Leben Kinder, berichten Wissenschaftler in einer Studie des Pew Research Centers. 1970 war es eine von zehn Frauen, die ohne Nachwuchs blieb. Das alles ereignet sich in einer Zeit, in der die moderne Biomedizin in der Lage ist, unfruchtbaren und alten Frauen dazu zu verhelfen, biotechnologisch designte Kinder zu bekommen.
Für einige Menschen, die sich eigentlich noch reproduzieren könnten, zählen Kinder dennoch zu den unbequemen Dingen im Leben. Die Vereinigung, Ausstieg aus der Zeugung, hat mittlerweile viele Anhänger. Es handle sich dabei einfach nur um die andere große Wahl, die Frauen in ihrem Leben treffen können. Eine Tagung, wie Frauen, die ihr Erbe neu definieren, (Redefining Feminine Legacy) und kinderfrei glücklich werden können, findet im Oktober 2015 in Cleveland statt.
Auf der Agenda des ersten NotMom Gipfels stehen Themen wie: Empfängnisverhütung, Probleme am Arbeitsplatz, Haustiere, Reisen, Gesundheit und die lästigen Beziehungen mit verschiedenen Mitmenschen. Auf der Redefining Feminine Legacy Webseite kann man weiterhin lesen, wie Frauen ihr Erbe weitergeben können, damit es lange anhält (2).
Aber haben unsere weltlichen Errungenschaften einen langanhaltenden Wert? Vergeht unser Ruhm nicht oft, sobald wir gestorben sind. Eventuell werden unsere Taten noch in Geschichtsbüchern festgehalten. So gesehen, können wir nur unsere Kinder in den Himmel mitnehmen.
Vielleicht ist die Gesellschaft an dieser Einstellung nicht ganz unschuldig. Sexualkundelehrer realisieren zunehmend, dass sie jungen Menschen zu viel Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft gemacht haben. Grundschüler wissen, wie man Sex ohne Nachwuchs haben kann. Es wird hingegen fast immer schwieriger für junge Paare, ein Baby zu bekommen. Neben Umweltfaktoren, die nicht ganz unschuldig an einer zunehmend zu verzeichnenden Unfruchtbarkeit sind, muss das junge Paar erst einmal umdenken lernen. Sie hören immer wieder, unter allen Umständen ein Kind zu vermeiden. In Dänemark wurde der Lehrplan für die Sex-Aufklärung bereits umgestellt. Jetzt erklärt man den Teenagern, wie man schwanger wird. „Für viele Jahre haben wir nur über geschützten Sex gesprochen. Wir wollten verhindern, dass Teenager schwanger werden. Nun sehen wir, dass Frauen keine Kinder mehr haben wollen. So müssen wir umdenken, um die Geburtenrate wieder anzuheben. Wir sind nicht das einzige Land, das über den demographischen Wandel klagt“, erläutert Marianne Lomholt, Direktorin des dänischen Sexualaufklärungs-Programmes (3).
Lord Winston Hammersmith, einer der renommiertesten In-Vitro-Fertilisation Pioniere, reiste im März 2013 durch Neu Seeland, um Teenager in den Schulen über die Gefahren der Unfruchtbarkeit aufzuklären. Sein Rat, sie sollen nicht zu lange damit warten, Kinder zu bekommen, lautete: „Ich möchte Leute darauf aufmerksam machen, dass die Fruchtbarkeit sehr schnell bei Frauen abnimmt, je älter sie werden. Das liegt einfach in der Biologie der Frau. Die Gesellschaft muss kinderreiche Familien unterstützen. Es handle sich hierbei um einen ganzheitlichen Ansatz, der uns viel besser dient, als Eizellen einzufrieren oder aufwändige In-Vitro-Fertilisationen durchzuführen.“ Die Welt fühlt sich sehr schnell zu irgendwelchen Neuheiten, die Scheinlösungen versprechen, hingezogen. Vielleicht ist uns besser gedient, wenn wir zurück zu den Wurzeln gehen. So wird in stabilen Familien-Verhältnissen ein effizienter Weg gesehen, Kinder erfolgreich zu erziehen. „Die In-Vitro-Fertilisation hat eigentlich nur falsche Hoffnungen geweckt. Seine Erfolgsrate ist extrem niedrig.“ Als man Lord Winston fragte, was er davon hält, dass Wissenschaftler GOTT spielen und Embryonen genetisch modifizieren, warnte er vor dieser sehr gefährlichen Technik. „Um Krankheiten zu vermeiden, sollte man lieber darauf achten, was die Mutter während einer Schwangerschaft konsumiert. Wir müssen die Umwelt in der Gebärmutter ändern. Eine gute Gesundheitsversorgung der Mutter spielt da eine sehr wichtige Rolle (4).“


Sind Frauen ohne Kinder wirklich glücklich? Aber warum nehmen kinderlose Paare oft Hunde als eine Art Kinderersatz an? Eine Studie des US-Science Magazin's erklärte die Interaktionen einer Mutter mit ihrem Baby durch Hormone. Wie Wissenschaftler herausfanden, beruht die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind auf dem Hormon Oxytocin. Takefumi Kikusui, ein Tierverhaltensforscher von der Universität von Azabu, in Sagamihara, Japan, ist daran interessiert, warum Oxytocin Vertrauen, Muttergefühle und Nächstenliebe hervorbringt. „Wenn eine Mutter ihrem Kind in die Augen schaut, steigt sowohl ihr, als auch der Oxytocin-Gehalt des Kindes an. Dieser Mechanismus bewirkt, dass das Kind die Blicke der Mutter erwidert, was die Hormonwerte weiterhin erhöht. Dieses sich steigernde Feedback ist gedacht, um die emotionalen Bindung zwischen Mutter und Kind zu verfestigen, in einer Zeit, wo sich das Kind nicht anders ausdrücken kann.“
Kikusui, der seit 15 Jahren Hundebesitzer ist, fragte sich nun, ob derselbe Mechanismus auch auf Hunde zutrifft.
Eine Studie, an der 30 Hunde und ihre Besitzer teilnahmen, bestätigte diese Theorie. Wenn sich Hunde und ihre Besitzer in die Augen schauten, verzeichneten die Hunde einen Anstieg von 130% des Hormons, während bei ihren Besitzern 300% mehr Oxytocin gemessen wurden. Die Studie lässt vermuten, dass eine Beziehung zwischen einem Menschen und seinem Hund die gleiche Oxytocin Kaskade in Gang setzt, die normalerweise zwischen einer Mutter und ihrem Baby stattfindet. Dieser Vorgang mag eine Rolle gespielt haben, um Hunde zu domestizieren. „Auch wenn wir Hunde oft als unsere Babies ansehen, heißt das noch lange nicht, dass sie uns umgekehrt als ihre Mütter betrachten“, erläuterte Jessica Oliva, eine Doktorandin der Monash Universität aus Melbourne in Australien (5). Die Studie erklärt zumindest, wieso es dem Hund gelungen ist, unser engster Begleiter zu werden. Muttergefühle sind demnach in jeder Frau vorhanden, nur manchmal setzen wir sie anders ein, als von der Natur her vorgesehen.

Veröffentlicht im Christlichen Forum am 27. April 2015

[1] Maguire P.: New York Times: No Kids for me, Thanks. Society, Aleteia 17. April 2015
[2] The NotMom.com, Celebrating women without children by choice or by chance. http://thenotmom.com/the-not-mom-summit-2015/
[3] Roberts S.: The New Sex Ed: Have babies before it’s too late! Society, Aleteia, 16. April 2015
[4] Roberts S.: Fertility treatment pioneer calls for caution. Demography is Destiny. MercatorNet.com, 13 März 2014
[5] Grimm D.: How dogs stole our hearts. Science 16. April 2015

Saturday, April 4, 2015

Das verändert Familienbild in den USA


Dr. Edith Breburda

Siehe auch: Christliches Forum, 20. April 2015

Im September 2015 werden zwei Millionen Menschen mit Papst Franziskus in Philadelphia das Welt-Treffen der Familien feiern. Ein paar Monate vor diesem Ereignis könnte es passieren, dass der Oberste Gerichtshof der USA die Gesetze für die traditionelle Familie ändert und auch gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt. Das Verständnis für Familie und Ehe hat sich seit der sexuellen Revolution geändert.
Wie ist es soweit gekommen?
Die Einführung der Pille in den 50iger und 60iger Jahren machte es möglich, Sex  ohne Folgen haben zu können.
Die rezeptfreien Pille danach, die jetzt in Deutschland zugelassen wurde, „wird Geschlechtskrankheiten en masse verursachen, den demographischen Wandel und Unterhaltszahlungen für jeden zweiten Mann stoppen”, erläutert der Arzt Dr. Johannes[1].

Der Heilige Papst Johannes Paul II warnte im Evangelium Vitae vor den Gefahren, die der Gebrauch von Verhütungsmitteln mit sich bringt. “Der Mensch macht die persönliche Erfüllung zum Mittelpunkt seines Lebenszweckes. Damit strebt er eine egozentrische Freiheit an, die sich von der wahren Freiheit separiert.“
Freiheit bedeutet, das zu tun, was immer Du tun willst. Wobei die Grenzen des Anderen beachtet werden sollen. Freiheit bedeutete auch Disziplin und Selbstbeherrschung und darf einen nicht versklaven. Wenn wir den Sex von der Reproduktion trennen, machen wir ihn zu einer sterilen Handlung, die nicht mehr seine Intention erfüllt. Mit Hilfe von reproduktiven Technologien überlassen wir das Kinderkriegen Mitarbeitern von Fertilitäts-Kliniken und Ei- und Samenzell- Agenturen. Elternschaft wird heute als ein kommerzielles Vorhaben betrachtet. Kinder werden nicht mehr so gezeugt, wie es die Biologie vorsieht. Sie mutieren zu einem rechtlichen Gegenstand, der den Absichten und Wünschen des Erwachsenen zugeordnet wird.  
Liebe ist eine Handlung, ein Versprechen, eine Verpflichtung, ein willentlicher Akt und nicht ein Gefühl oder eine Stimmung, die Schmetterlinge im Bauch hervorruft. Wenn die Emotionen vergehen, kann man die Scheidung einreichen. Einen Grund muss man nicht mehr erwähnen. Man handelt ganz so, wie es uns in jeder Soap- Opera vorgespielt wird.
Man fragt sich gar nicht mehr, was der Zweck einer Ehe ist. Als eine dauerhafte Beziehung wird sie schon lange nicht mehr angesehen. Rayan T. Anderson, schreibt in seinem Buch: What is Marriage: a Man and a Woman: A Defense, dass eine Ehe immer die Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau ist. 

Vater und Mutter geben ihren Kindern Schutz, geborgen aufzuwachsen. Es ist eine anthropologische Wahrheit, dass sich beide Geschlechter ergänzen. Beide Geschlechter sind notwendig, um neues Leben hervor zu bringen. Kinder brauchen Vater und Mutter, erklären uns die Soziologen. Am besten entfalten sie sich, wenn sie von ihren biologischen Eltern großgezogen werden. Fast die Hälfte der Erstgeburten in den USA haben eine unverheiratete Mutter. Familien sind instabil, wenn Eltern nur zusammenleben, ohne verheiratetet zu sein. Alleinerziehende Eltern sind oft prädestiniert, arm zu sein. Kinder, die ohne Vater aufwachsen, werden oft drogenabhängig, kriminell oder werden selber als Teenager schwanger.
In der heutigen Hook-up-Kultur, die ubiquitär für amerikanische Universtäten scheint, wird Sex als eine andere Form der Entspannung angesehen. Sex hat keine tiefere Bedeutung mehr und dient  nur dem Mann, seine sexuellen Begierden auszuleben. Die Frau wird abgestumpft, ihre wirklichen Gefühle spielen keine Rolle. Dazu kommen eventuell ungewollte Schwangerschaften, vermehrte Geschlechtskrankheiten, ein erhöhte Gefahr von sexueller Gewalt sowie emotionale und psychische Probleme, die den Weg zu einer authentischen Liebe mit Hindernissen zuschütten[2].
Wie es scheint, streben wir heute eine Ehe an, in der das Geschlecht der Partner in den Hintergrund rückt.
Selbst die Italienischen Modeschöpfer Domenico Dolce und Stefano Gabbana betrachten die Naturgesetzte als die Norm. Sie stießen mit ihrer Aussage, die sie in einem Interview in der Zeitung Panorama[3] machten: „Wir sind Gay und gegen die Homo-Ehe" auf Ablehnung.
Sie wurden massiv kritisiert, als sie weiterhin verkündeten, dass nur die traditionelle Familie als authentisch betrachtete werden könne. Kinder sollten ohne künstliche Befruchtung entstehen. Man kann sie nicht von Leihmüttern, die ihre Gebärmutter vermieten, bekommen. Das Leben muss durch einen Akt der Liebe weitergegeben werden. Leben hat einen natürlichen Werdegang, den wir nicht ändern können. Domenico Dolce wurde sogar noch deutlicher, er sagte: „Kinder der Chemie sind synthetische Babys. Uteri bietet man zum Vermieten an und Samen kann man sich aus einem Katalog aussuchen. Nicht einmal Psychiater sind darauf vorbereitet, mit den Folgen dieser Experimente umzugehen.“
Als sich Elton John, der selber zwei surrogate Söhne mit seinem Partner David Furnish hat, darüber mit der Bemerkung beschwerte, dass diese Ansichten mittelalterlich seien, lenkten die Designer ein.
Sie gaben zu, dass sie die Lebensentscheidungen anderer Leute respektieren. Im Gegenzug forderten sie, Respekt vor unterschiedlichen Ansichten füreinander aufzubringen.
Sir Elton John ärgerte sich am meisten über das Statement der Designer, dass Kinder, die für Gleichgeschlechtliche gentechnisch erschaffen werden, in einer bestimmte Weise synthetisch seien.
 „Wie kann man es wagen, meine wunderschönen Kinder als synthetisch zu bezeichnen? Schande soll über dich kommen, wenn du mit deinen Zeigefinger wackelst und voreingenommen über die In-Vitro-Fertilisation denkst. Legionen von lieben Menschen, Homosexuellen und Heterosexuellen,  haben das Wunder der IVF in Anspruch genommen, um ihren Traum nach Kindern zu erfüllen. Das archaische Denken von Dolce und Gabbana ist nicht mehr zeitgemäß, so wie ihre Mode.“
Doug Mainwaring, ein Schriftsteller, der für das Witherspoon Institute arbeitet, kommentiert den Vorfall. „Man muss bedenken, dass Sir Elton John 63 Jahre alt war, als er sein erstes Kind mithilfe einer Surrogat-Mutter bekam. Sein Partner David Furnish war 48, und beim zweiten Sohn 50. Wenn der jüngere Sohn aus der Schule kommt, werden die Väter 81 und 68 Jahre alt sein. Verdienen Kinder nicht biologische Eltern, Mutter und Vater und nicht zwei Opas, wenn ihre Kinder noch klein sind? Die beiden mögen zwar ihre Kinder lieben, trotzdem bleibt die Frage, ob das Interesse der Kinder nicht vor den Wünschen egoistischer Eltern Vorrang hat.
Normalerweise wird der In-Vitro-Technologie eine Altersgrenze gesetzt, ganz so wie der Adoption. Doch Kinder durch den Kauf von Gameten in einem gemieteten Uterus herzustellen, unterliegt keinerlei Regulierung. Jedes unfruchtbare Paar, das mit einer Adoptionsgesellschaft zusammenarbeitet, weiß, dass es nach einer Altersgrenze von 40 Jahren kein Neugeborenes mehr adoptieren darf. Aber zahlenden weißen Männern, die ihre Familie mit eigens für sie angefertigten Kindern bestücken wollen, scheinen keinerlei Grenzen auferlegt zu sein.
Domenico Dolce erregte mit dem Begriff synthetische Babyss Aufsehen. Aber es gibt im Leben Dinge, die eben nicht geändert werden können. Dass sich Mann und Frau ergänzen, ist unabdingbar. Es handelt sich nicht um eine religiöse Erfindung. Es ist unabdingbar in unser Herz geschrieben, spiegelt sich in unserer DNA wieder und wir können es überall um uns herum entdecken: Das Naturgesetz. Es kann nicht ausgetrickst oder verändert  werden. Zumindest nicht ohne unvorhersehbare Folgen. Warum haben wir so eine Eile, den Begriff der Ehe neu zu definieren? Auch wenn Gerichte vorgeben, die besten Absichten zu haben. Die Leidtragenden sind die Kinder. Wir werden erst darüber erfahren, wenn sie alt genug sind, um uns über ihr Schicksal zu berichten[4].“


Literatur:




[1] Dr. Johannes Videoblog, Die Pille danach: Gefährliche Freigänger, DocCheck News, 27.03.2015
[2] Newman R.: The 5 ways the sexual revolution has divorced us from each other, Aleteia, 2. April 2015
[3] http://www.panorama.it/news/cronaca/dolce-gabbana-lunica-famiglia-quella-tradizionale/
[4] Mainwaring D.: Nature vs. Synthetics: What’s at Stake in the Dolce and Gabbana controversy. The Public Discourse 2. April 2015

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