Monday, April 4, 2011

Interna einer US-Uni: Meinungsfreiheit nur für die Mehrheitsmeinung?

Wenn der wissenschaftliche intellektuelle Austausch nicht gewährleistet sei, könne man keine neuen Entdeckungen machen. Doch die Meinungsfreiheit hört bei Stammzellforschung auf. Ein Kommentar von Edith Breburda


Madison (kath.net) Anfang April 2011 veröffentlichte der Kanzler der Universität Madison, Wisconsin, die man gemeinhin wegen ihres politischen "touches" als das Berkeley des Mittleren Westens bezeichnet, ein Rundschreiben an die Universitäts-Mitglieder (Talking Points Memo, TPM, 1.April 2011). 


Der Kanzler teilte seinen Kollegen mit, dass der Parteisprecher der Republikaner die Freigabe der Akteneinsicht über einen Professor William Cronon angefordert hat. Professor Cronon hatte sich u.a. in der New York Times kritisch über den neuen republikanischen Pro-Life Gouverneur Scott Walker geäußert, der ein Gesetz über staatliche Mittelkürzungen in Wisconsin erlassen hat. Der Kanzler teilte in seinem Rundschreiben mit, er sei stolz, Prof. Cronon als Mitglied des Lehrkörpers zu haben. Die Regierung habe jedoch das Recht Akten anzufordern, und muss dafür nicht den Grund nennen.


Von dem Gesetz der Akteneinsicht wird oft Gebrauch gemacht entweder von einer links- oder einer rechtsorientierten Part ei und dieses scheint nichts Ungewöhnliches zu sein. Die Universität sieht sich verpflichtet diese Akteneinsicht zu gewähren da sich die Regierung ein Bild über die politische Ausgeglichenheit der Mitarbeiter der Universität machen will.

Der Kanzler betonte in seinem Rundschreiben, dass er niemals Unterlagen über Studenten herausgibt. Dritte werden von der Einsicht in persönliche Emails, oder in den wissenschaftlichen Austausch unter Kollegen ausgeschlossen. Diese Informationen fallen unter die Akademische Meinungsfreiheit. Über seine Forschungen und sein Fachwissen, das man sich an der Universität angeeignet hat, soll man frei diskutieren können. Man sollte sich keine Sorge machen, irgendeinen Nachteil zu erleiden wegen seiner Ansichten, die eventuell von der allgemeinen Auffassung oder sogar Lehrmeinung abweichen.

Wenn der wissenschaftliche intellektuelle Austausch nicht gewährleistet ist, könnte man keine neuen, eventuell lebensrettenden Entdeckungen machen, vermerkt der Kanzler der Universität. Auch die politischen Auseinandersetzungen in einer hitzigen Debatte gehören zum Akademischen Leben, sie sind Inbegriff der Akademischen Freiheit. Dies trifft gerade für die Universität Wisconsin-Madison zu.

Wenn Mitarbeiter Emails oder andere Mittel benutzen, um miteinander zu diskutieren, sollten die Inhalte ihres Austausches nicht der Öffentlichkeit preisgegeben werden, denn so ein Vorgang würde ihre Akademische Freiheit massiv verletzen und jede Diskussion im Keim ersticken.

Der Kanzler ermutigte seine Mitarbeiter, auch weiterhin furchtlos schwierige und unpopuläre Fragen zu stellen, ohne Angst zu haben, deswegen eine Sonderstellung einzunehmen oder Repressalien zu erleiden. Dies sei ganz nach dem Motto der Universität: "Continual and fearless sifting and winnowing of ideas" (Kontinuierlich und furchtlos, Sichtung und Worfeln der Ideen (Worfel ist ein Dreschflegel, der die Spreu von den Körnern trennt).

Das Schreiben des Kanzlers wurde nicht von allen als korrekt bezeichnet. Ein Mitglied der Universität stellte dazu fest, dass man nur dann keine Repressalien befürchten muss, wenn man eine Dauerstelle an der Universität hat. Er selber habe Freunde die als Wissenschaftliche Angestellte oder Post Doc's an der Universität arbeiten und sich nicht trauen ihre Meinung kund zu tun, da sie sonst fristlos und ohne weitere Diskussion entlassen würden.

Mitarbeiter von Instituten die Forschungen an humanen embryonalen Stammzellen betreiben, und das sind sehr viele an dieser Universität, wagen es nicht zum Ausdruck zu bringen, dass sie moralische Einwände und Gewissensbisse haben. Sein Chef dürfe auf gar keinen Fall davon erfahren, vertraute der Freund ihm an, denn schon bei der Einstellung ist es Standartfrage, ob man gegen Tierversuche oder Stammzellforschung sei.

Weiterhin weiß der Universitätsangehörige über einen Bekannten zu berichten, der sogar gezwungen wurde, seine Kündigung einzureichen, weil er wissenschaftliche Bedenken an einem vollkommen unnützen Tierversuch hatte, bei dem humane embryonale Stammzellen involviert waren.

Der nun schon seit 30 Jahren an der Universität Beschäftigte stellt immer wieder fest, dass die Toleranz bei Andersdenkenden sehr schnell aufhört. Er erlebt ein Arbeitsumfeld in dem Akademischen Freiheit limitiert wird. Viele seiner Bekannten schweigen lieber aus Angst davor, ihren Job zu verlieren. 


Friday, March 25, 2011

Beliebter katholischer Fernsehprediger Pater Corapi suspendiert

Verdacht auf Drogengebrauch und sexuellen Fehltritt an einer ehemaligen Mitarbeiterin. Der US-Ordensmann wurde durch seinen Vorgesetzten bis auf weiteres entlassen. Von Edith Breburda



New York (kath.net) Der in den USA und in vielen Ländern bekannte Prediger und Buchautor Pater John Corapi wurde von seinem Vorgesetzten bis auf weiteres aus dem priesterlichen Dienst entlassen. Am 19. März 2011 bestätigte Father John Corapi, daß eine ehemalige Mitarbeiterin von ihm, die anonym blieb, einen dreiseitigen Brief an mehrere Bischöfe der USA gesendet hatte worin sie den Priester anklagt sich sexuell an ihr und anderen Damen vergangen zu haben. Auch würde der Priester, so die Anklägerin, regelmäßig Drogen konsumieren. 

Pater John Corapi ist Mitglied der in Texas stationierten Ordensgemeinschaft "Society of Our Lady of the Most Holy Trinity". Der international bekannte und wegen seiner klaren und eindringlichen Predigten sehr beliebte Pater Corapi, der seit vielen Jahren täglich im Katholischen Fernsehen EWTN und im Rundfunk auftrat, hat eine große und treue Zuhörerzahl.




Nach einer steilen Karriere zum wohlhabenden Geschäftsmann in Los Angeles und Hollywood verlor John Corapi die Kontrolle über sein Leben, wurde drogenabhängig und landete letztendlich als Obdachloser auf der Straße. Nach langer Zeit fing er wieder an ein "Ave Maria" pro Tag zu beten und kehrte heim zu seiner Mutter nach New York. Dort ging er nach langem wieder zur Beichte und bald stand sein Entschluß fest, Priester zu werden. Es war kein leichter Weg für ihn. Er studierte in Pamplona/Spanien und wurde von Papst Johannes Paul II 1991 in Rom zum Priester geweiht.

Am 18. März 2011 veranlaßte Pater Gerry Sheehan, der Vorgesetzte von Pater Corapi, daß dieser vorerst von seinem priesterlichen Wirken entlassen wurde. Diese Vorgehensweise stehe in Übereinstimmung mit den kirchlichen Regeln. "Uns liegt eine Anschuldigung gegen Pater Corapi vor, er hätte sich in einer Weise verhalten die eines Priesters unwürdig ist", erklärte Pater Sheehan. "Wir haben die Pflicht diesen Anschuldigungen nachzugehen. Was allerdings nicht automatisch besagt, daß Pater Corapi schuldig ist. Allerdings sind keine Minderjährigen involviert und so ist ein krimineller Tatbestand nicht gegeben".

Die Fernsehstation EWTN, die Pater Corapi's Predigten und Katechesen auf ihrem täglichen Programm hat, wird diese Sendungen vorerst ausfallen lassen müssen, teilte Michael Warsaw am 21. März der "Catholic News Agency" mit. Warsaw hofft auf eine schnelle Klärung des Falls. Pater John Corapi bat um die Gebete aller Familien, die dem Fernsehsender treu sind.

Der 63 Jahre alte Pater Corapi, der seit einiger Zeit von einer seltsamen Krankheit geplagt wird, erklärt er habe am Aschermittwoch von den Anschuldigungen gehört. Bei der Anklägerin handele es sich um eine ehemalige Mitarbeiterin von ihm, er wisse aber nicht um wen. Pater Corapi der ein ausgesprochener Kritiker der Nulltoleranz-Politik der Bischöfe bei sexuellen Mißbrauchsskandalen innerhalb der Kirche war, sagte, daß seine Beurlaubung eine zu erwartende Reaktion der Bischöfe war. Es scheint für kirchliche Autoritäten nicht nötig zu sein, eine Beschwerde auf ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen. Pater Corapi glaubt persönlich, daß es eine sehr ernste Angelegenheit ist, einen Priester bereits vor dem Beginn einer Untersuchung für schuldig zu erklären. Die Anklagen für jemanden, der so bekannt ist wie Father Corapi, sind irreparabel, auch wenn sich später die Unschuld des Angeklagten herausstellen sollte. Father Corapi weist die Anschuldigungen als falsch zurück.

Die Diözese Corpus Christi, wo sich das Mutterhaus der Ordensgemeinschaft "Society of Our Lady of the Most Holy Trinity" befindet, sagte, obwohl der Fall außerhalb ihrer Jurisdiktion liegt, da Pater Corapi kein Priester der Diözese ist, daß die Unterstellung Pater Corapi sei schuldig, definitiv nicht in Ordnung ist. Pater Corapi hat große Dinge in seinem Leben geleistet, er sollte so lange als unschuldig gelten, bis die Anklage überprüft ist. Marty Wynd, der Direktor der Ordensgemeinschaft, sagte gegenüber CNN in einem Interview am 21 März: "Es gibt so viele Priester, die so viel Außerordentliches getan haben; wir sollten sehr vorsichtig mit Anschuldigungen sein und jede Art von Mutmaßungen unterlassen."

Pater Sheehan erklärte, daß der Fall vorerst intern untersucht wird. Wenn sich Anhaltspunkte für ein strafrechtliches Vergehen ergeben sollten, wird der Fall unmittelbar dem Staatsanwalt übergeben. 

Sunday, March 6, 2011

‚Nun Run’ für ein neues Kloster

Kontemplative Klarissinnen in Arizona - gegründet von Mother Angelica - rufen zum Fundraising-Lauf und machen selbst in Habit und Turnschuhen mit. Im Vorjahr waren über 1000 Sportliche dabei. Von Edith Breburda.


Phoenix (kath.net) Die Armen Klarissinnen der Ewigen Anbetung im US-Bundesstaat Arizona veranstalten einen „Nun Run“, ein „Nonnenrennen“, um Geld für ihr neues Kloster zu sammeln, das sie selbst bauen wollen. Die sechs Schwestern ziehen Turnschuhe an und laufen selbst mit. Natürlich im Ordensgewand, damit sie auch jeder erkennt.

Die "Poor Clares of Perpetual Adoration of Our Lady of Solitude Monastery", die sich auch “Wüstennonnen” (desert nuns) nennen, haben sich vor einigen Jahren an der Westseite von Phoenix niedergelassen. Sie sind die einzigen Kontemplativen Ordensschwestern im Bundesstaat Arizona.

Die Gründerin des großen katholischen Mediennetzwerks EWTN (Eternal Word Television Network), Mother Angelica, ist Mitglied dieses Ordens und ist die Gründerin dieser Gemeinschaft in Phoenix.

Der erste Nun Run im vorigen Jahr war ein sehr großer Erfolg. Über 1000 Teilnehmer waren dabei. Ihr Anliegen war, die Kosten für die Klosterkapelle zu decken. Viele Eltern schoben ihre Kleinkinder im Kinderwagen beim Rennen oder Gehen vor sich her. Auch die Schwestern liefen mit und es war ungewohnt, eine Schwester in Turnschuhen zu sehen.

Beim heurigen Fundraising-Lauf am 12. März stehen je nach Konstitution der Teilnehmer zehn Meilen, fünf Meilen oder eine Meile auf dem Programm. Der rund zweistündige Lauf führt durch die Wüste im Kiwanis Park der Stadt Tempe.

Doch nicht nur in Tempe laufen Freunde der Wüstennonnen: Aus vielen Staaten der USA können sich so genannte "Schattenteilnehmer" (shadow participants) bis zum 11. April anmelden. Der Lauf ist nicht nur auf Amerika beschränkt, sondern jeder kann teilnehmen. Die zahlenmäßig größte Gruppe außerhalb der USA wird ausgezeichnet. Einige “Schattenteilnehmer” kommen aus Rom und Israel. Sie müssen nicht einmal zur gleichen Zeit oder am gleichen Tag mitmachen. Sie können auch nur als Sponsoren teilnehmen. Ein Läufer-T-Shirt wird allen Teilnehmern zugesendet.

Eine Ordensschwester sagte letztes Jahr: " Es geht nicht nur darum, das Rennen zu gewinnen. Wir rennen nicht, um eine Krone zu gewinnen, sondern das Ewige Leben." Ende Februar 2011 hatten sich bereits mehr Leute angemeldet, als im letzten Jahr.

Nicht nur die Poor Claire Schwestern der Ewigen Anbetung von Phoenix stehen vor der Aufgabe, ein neues Kloster zu bauen. Auch Zisterzienserinnen in Wisconsin ergeht es ähnlich: 1957 schickte die Zisterzienserinnen-Abtei aus Frauentaal in der Schweiz vier Ordensschwestern in die USA. Die Schwestern waren auf Einladung von Bischof William P. O'Conner (1946-1967) nach Madison, der Hauptstadt des Bundesstaates Wisconsin gekommen. Madison wurde 1946 zur eigenständigen Diözese erhoben.

Die Schweizer Gründungschwestern, die kaum Englisch sprachen, kauften 112 Acres Land nahe des Wisconsin Flusses, etwa 40 Kilometer außerhalb von Madison. Das Gebäude, das die ersten Schwestern wählten, war das vormalige Haus des Gouverneurs von Wisconsin. Das „Valley of Our Lady Monastery“ war als Provisorium gedacht. Die Schwestern bewirtschafteten zuerst eine kleine Farm, die Farmgebäude brannten jedoch ab.

Auf Ratschlag des 2010 verstorbenen Bischofs G. Wirz, dessen Vorfahren aus Glarus in der Schweiz kamen und der fließend Deutsch sprach, fingen die Schwestern an, Hostien zu backen. Mit der Zeit hatten die Schwestern immer mehr Zuwachs. Schon bald mussten sie Kandidatinnen absagen. Seit Jahren tragen sich die Schwestern mit dem Plan, ein endgültiges Kloster zu bauen, aber auch sie verfügen bei weitem nicht über die notwendigen Mittel. 

Sunday, February 20, 2011

Wisconsin: Aufstand gegen Pro-Life Gouverneur

Der neue Gouverneur des US-Bundesstaates wendet sich gegen Abtreibung und embryonale Stammzellenforschung – und erntet dafür Demos randalierender junger Demonstranten. Ein Bericht von Edith Breburda.


Madison (kath.net) Der neue republikanische Pro-Life Gouverneur von Wisconsin/USA muss sparen, insgesamt 137 Millionen Dollar, doch die Demokratischen Abgeordneten boykottieren das Spargesetz und erschienen nicht zur Sitzung in der das Gesetz verabschiedet werden sollte. An ihrer Stelle besetzten Tausende von Demonstranten das Kapitol von Madison. Der neue Gouverneur ist den Demonstranten ein Dorn im Auge, da er strikt gegen Abtreibung und Stammzellforschung ist.

Am Donnerstag, dem 17. Februar, machte Madison, der Regierungssitz von Wisconsin, in ganz USA Schlagzeilen. Seit 3 Tagen demonstrieren Tausende vor und im Kapitol gegen die geplanten Gehaltskürzungen in Höhe von sieben Prozent für öffentliche Bedienstete (Lehrer, Universitätsangehörige, Staatsangestellte). Der Staat Wisconsin hat einen hohen Schuldenberg von seinem Vorgänger, dem demokratischen Gouverneur Doyle, übernommen. Gouverneur Scott Walkers Politik ist es, durch sofortige Spargesetze das Defizit im Haushalt von über drei Milliarden Dollars abzubauen.

Die Polizei rief die Mitarbeiter im Kapitol auf, ihre Türen abzusperren, laut grölende und randalierende junge Demonstranten zogen durch die langen Gänge des Kapitols. Die Toiletten waren unzugänglich, die Lifte des Gebäudes standen still. Ärgerliche Demonstranten klopften an die Scheiben der einzelnen Büros.

Die Polizei suchte nach den Demokratischen Abgeordneten. Um 11:30 Ortszeit waren 17 Republikaner im Sitzungssaal, aber keine Demokraten weit und breit. Nach einem Gebet und dem Fahneneid sollte die Sitzung beginnen, aber sie wurde jäh abgebrochen durch Demonstranten, die laut nach "Freiheit, Demokratie und Einheit" brüllten. Die Schulen im Staat waren geschlossen geblieben, Lehrer hatten sich krank gemeldet, damit sie an den Demonstrationen teilnehmen können.

Verängstigte Bürger, die zufällig an diesem Tag in der Innenstadt zu tun hatten, waren geschockt. "Es sei kein Durchkommen gewesen", berichtet eine Mitarbeiterin von Pro-Life-Wisconsin, die zu einem Treffen der Lebensbewegung wollte.

Nur purer Hass und randalierende junge Leute. Der Gouverneur hat keinen leichten Stand. Kurz vor den Wahlen, Ende Oktober 2010, wurde Walker von seinem Demokratischen Rivalen Tom Barrett als absoluter "Rechtsradikaler und Konservativer" verschrien. Warum?

Barrett argumentierte, Walker hätte mit den Pro-Life-Bewegungen einen Pakt geschlossen, er wolle alle Verhütungsmittel abschaffen und die Abtreibung gleich dazu. Apotheker sollten ein Recht haben, Frauen die Herausgabe der Pille zu verweigern. Damit würde Walker den Frauen ihre Selbstbestimmungs-Reproduktions-Rechte (women’s reproductive rights) verweigern. Auch Minderjährige sollten nicht die Pille bekommen, da Kontrazeptiva mit Steuergeldern finanziert werden. Aber woher sollten die Frauen dann die Pille beziehen, fragte der Rivale Barrett im Oktober.

Walkers Ansichten, Abtreibung, auch nach Vergewaltigung, zu verbieten, scheint den Demonstranten ein Grund zu sein, noch lauter gegen den neuen Gouverneur zu grölen. Walker möchte die Personenwürde Ungeborenen zukommen lassen und zwar ab dem Zeitpunkt der Befruchtung, berichtet man auf der Webseite von Pro-Life Wisconsin. Mit so einem Gesetz hätten die Ungeborenen das unbestrittene Recht auf Leben. Zu guter Letzt ist Walker auch noch gegen humane embryonale Stammzellforschung. Das allein erklärt, warum so viele (außerstaatliche) Demonstranten von weit her angereist kamen, und das knappe 6 Wochen, seitdem Walker im Amt ist.

Doch immer öfter äußern hochgradige Wissenschaftler Bedenken und warnen sogar vor einem klinischen Einsatz von humanen embryonalen Stammzellen. Forscher an der Universität von Kalifornien, der San Diego School of Medicine und des renommierten Scripps Research Institutes, berichten über massive Rückschläge der bis dato als Hoffnungsträgerin bezeichneten regenerativen Medizin. Ein Artikel in der Fachzeitung "Cell Stem Cell" vom 7. Januar 2011 analysiert die gefundenen schweren genetischen Abnormalitäten, die embryonale wie auch induzierte (zurückgezüchtete)
pluripotente Stammzellen aufweisen. Fachleute berichten von einem herben Rückschlag bei der Stammzellforschung.

Überraschend sind die Ergebnisse jedoch nicht. Bereits 2009 berichtete eine israelische Forschergruppe über die Entwicklung von Hirntumoren, die sich beim Einsatz von transplantierten neuralen Stammzellen entwickelten. Die neuronalen Stammzellen wurden aus abgetriebenen menschlichen Föten gewonnen. Bisher haben die Forscher nicht auf solche schwerwiegenden Mutationen geachtet, die bei beiden Stammzellgruppen auftreten.

Die neuesten US-Publikationen liefern Beweise, wonach Stammzellen zur Tumorbildung führen; damit kann man sie nicht zum therapeutischen Einsatz bringen. Scott Walker, der neue Gouverneur von Wisconsin, hatte bereits in seinem Wahlprogramm festgelegt, nur noch adulte Stammzellforschung zu unterstützen.

Für Samstag, den 19. Februar, hat Pro-Life Wisconsin zu einer friedlichen Demonstration für die "I Support Scott Walker Rally" aufgerufen. Da die Demokratischen Abgeordneten am Donnerstag, dem 17. Februar, nicht anwesend waren, konnte über das Spargesetz nicht abgestimmt werden. 

Monday, January 24, 2011

Der 38. "March For Life" in Washington D.C. 2011


von Dr. Edith Breburda


Am 24. Januar, 2011, fand in Washington, D.C. der 38. "March For Life" statt. Ein  Afrika Amerikaner steht am Podium und spricht mit erregter Stimme von der Tragödie, dass 70% der 17 jährigen Teenagerschwangerschaften in einer Abtreibung enden. Amerika darf nicht schweigen, es muss reden, so lange bis keine Abtreibung mehr stattfindet, ruft er der Menge zu. Wir haben über 50 Millionen unschuldige Kinder getötet. 40% aller Schwangerschaften endet in der Tötung des Kindes. Nach ihm kommt ein Jüdischer Rabbi. Er fragt die Anwesenden für 10 Sekunden niederzuknien und zu beten. Er bittet darum noch mehr zu tun. Er erinnert an den Schmerz die die Babys erleiden während sie getötet werden. Wir  müssen uns zusammen tun, Christen, Juden alle Religionen. Alle Abtreibungskliniken sind Horrorhäuser nicht nur das in Philadelphia, wo der Arzt Kermit Gosnell in den letzten 30 Jahren hunderte Babys von armen, meist nicht dokumentierten Einwanderern nach der Geburt tötete. Da er als Familienarzt nicht über das "know how" einer Spätabtreibung verfügte zerschnitt er den lebend geborenen Kindern das Rückenmark, obwohl in Pennsylvania das Gesetz besteht lebende Babys zu schützen.  Amerikaner müssen sehen wie horrorvoll Abtreibung ist und sich für immer von diesen barbarischen Praktiken distanzieren fordert der Podiumsredner. Wir töten unsere Söhne und Töchter, unsere Zukünftigen Ärzte, Wissenschaftler, Musiker erwähnt der Sprecher.  Abtreibung hat einen Impakt auf die Familien und die Gesellschaft. Nach den Ansprachen setzen sich die 1000enden von Anwesenden in Bewegung um bei der Parade für das Leben mitzugehen. Väter, Mütter und Kinder halten Plakate hoch und ziehen bei bitterer Kälte durch die Straße von Washington. Sie alle wollen Zeugnis geben für das Leben.  Viele der Teilnehmer aller Konfessionen arbeiten zuhause in pro life Beratungsstellen und wissen nur allzu gut, dass eine Abtreibung das Leben der Mutter verändert. Selbstmord, Drogen Depression, Unfruchtbarkeit verbinden die meisten nicht mit den Spätfolgen einer Abtreibung. Der March selber gibt Hoffnung betonen die Teilnehmer. Es gibt Heilung und Hoffnung, pro Life Mitarbeiter, Kirchen usw.  bieten Einkehrtage an und lassen Ehepaare auch nach der Tragödie einer Abtreibung nicht alleine. Erstaunlich viele junge Leute nehmen Teil. Sie wollen die verteidigen die nicht reden können. Sie verstehen sich nicht als zu jung um an so einer "Demonstration" teil zu nehmen. Sie sehen sich in einem gewissen Sinn als die Überlebenden, sagen sie. Julie eine 13 jährige die von EWTN Reportern interviewet wird hält ihr Poster in die Kamera und liest vor "Wähle Adoption, nicht Abtreibung".  Kein leerer Spruch, da viele Bistümer der USA Häuser haben die Teenagermüttern die Schwanger sind einen Platz anbieten ihr Kind zur Welt zu bringen. Von 12 bis 18 Jahren nehmen sie junge Mütter in den Häusern auf die sonst keinen Platz hätten und buchstäblich auf der Straße stehen. "Marys Schelter" heißen z. B. die 2  Häuser der Diözese in Orange, Süd Kalifornien. Die jungen Mütter werden auf die Geburt ihres Kindes vorbereitet, können nebenbei ihre Schulausbildung fortsetzen. Adoption ist eine Option, die nicht nur den jungen Müttern von "Marys Schelter" angeboten werden. 22 Millionen Ehepaare wollen ein Kind adoptieren, aber nur 1% der Schwangeren sind offen ihr Kind für eine Adoption frei zu geben.  Es mangelt an Informationen wie wir uns alle engagieren können "für das Leben", berichtet eine Mutter, die selber adoptiert wurde, den EWTN Reportern an diesem kalten Wintertag in Washington des 24. Januar's 2011.

Tuesday, December 7, 2010

Human experiments being held with potentially dangerous human embryonic stem cells


Dr. Edith Breburda

On October 11, 2010, the day the U.S. celebrates Columbus Day, the Shepherd Center, a 132-bed spinal cord and brain injury rehabilitation hospital and clinical research center in Atlanta, Ga., participated in an experiment for restoring sensation to people with spinal cord injuries.
They cooperated with Geron Corporation, a California based firm
that conducts “dubious embryonic stem cell research.” The firm announced it has treated the first time a patient with embryonic stem cells.
Human injected with cells
A human being had been injected with human embryonic stem cells, coming from human embryos left over from fertility treatments, explains Dr. Okarma, CEO director of Geron.
Seven potential sites in the United State enrolled patients in the clinical trial. Geron Corporation got the first U.S. Food and Drug Administration license to use the controversial cells to “treat” people.
The patients eligible for the phase one trial are those who have suffered a complete thoracic spinal cord injury between seven and 14 days ago. Patients in such conditions can still move their arms and breath on their own.
A ‘safety test’
However, the injected embryonic stem cells aren’t pure human embryonic stem cells anymore. The patient received precursor cells, un- or only partially differentiated cells, derived from human embryonic stem cells.
It is possible to make an abundant supply from the undifferentiated embryonic stem cells before treatment of an acute spinal cord injury. The hope of the Geron Cooperation is that the cells once inside the human body will finish specializing, then travel to the site of the recent spinal cord injury and release compounds that will repair the damage.
The whole trial was never set up to cure patients. It is only used to determine that the cells are safe to use. It is actually no more than a safety test to see whether the injections of precursor cells lead to tumors or other complications.
And it will take some time, perhaps many years. Still no one can be sure whether the stem cells really helped.
Meanwhile researchers who are looking at facts are convinced that adult stem cell therapies make experiments with embryonic stem cells wholly superfluous (Smith 2010).
Concerns about the trial
Scientists expressed concerns about Geron’s trial. The cells used were not completely differentiated, only partially differentiated (“precursors”). They actually did not inject human embryonic stem cells because science is still not able to overcome significant problems in their use with animals. Specifically, undifferentiated or partially differentiated embryonic stem cells cause tumors and are rejected by the immune system.
Researchers use different culture conditions in order to induce neuronal differentiation. They add Vitamin A, or use a so-called co-culture method. That means human embryonic stem cells are cultured in the Petri dish with already differentiated neuronal tissue.
“However, the neural induction process often requires direct contact of human embryonic stem cells with the stromal cells (connective tissue cells of an organ in order to release growth factors that promote cell division), which introduces unknown and potentially risky factors as most of these cell lines are tumorigenic,” explains Su-Chu Zang in his article: “Human embryonic stem cells for brain repair,” published at Biological Science 2007.
It is also common to isolate neural stem cells or progenitor stem cells from fetal brain tissue obtained from fetal tissue banks, which are using the remains (placenta, extra-fetal tissue….) of aborted children for medical research.
Adult stem cells better
Former Indiana State University biology Professor Dr. David Prentice accused Geron Corporation of falsely promoting its work as embryonic stem cell trials when derivates were used instead. “Geron is irresponsibly trying to do science by press release, publicizing that they have begun their human experiments by injecting a patient with potentially dangerous cells. Their press hype will help stock prices, but not science and not patients. We hope the patients don’t suffer any ill effects.
“It will be years before there is hard evidence about safety or effectiveness. If Geron truly wanted to help patients, it would stick to research and trials involving adult stem cells. They already are helping patients now who are battling dozens of diseases and medical conditions.”
Prentice continued: “Adult stem cells have published real scientific evidence for effectively treating spinal cord injury.”
First application is flawed
Professor Dr. John A. Kessler, chairman of neurology and director of the stem cell institute at Northwestern University announced that the first application from Geron for the embryonic stem cell trial was flawed.
Already in 2008, Evan Synder, a neuroscientist, head of the Stem Cell Research Center at Burnham Institute for Medical Research in San Diego, warned that the research is not ready for humans.
About the Geron trial Synder noticed that the mice used to conduct pre-human trial research had excessive injuries. And the company should have done experiments involving larger animals before seeking FDA permission.
Moving too fast?
Did Geron moved too fast? Jerry Silver, a neuroscience professor and stem cell researcher at Case Western Reserve University in Cleveland, is absolutely convinced they did.
He is not alone with that view. “Nobody can conceive of a human trial with the use of human embryonic stem cells following immediately from experiments in rodents only,” explains Jerry Silver.
Many spinal cord researchers acknowledge that the pre-clinical data itself doesn’t justify the clinical trial. They know too well that science revealed that many treatments actually worked well with rodents (or even only in rodents) but failed miserably in humans (Ertelt 2010).
Literature:
Breburda E., Verheißungen der neuesten Biotechnologien. Christiana Verlag, Stein am Rhein, ISBN-10: 3717111728, 160 pages 39,80 Euro.
Breburda E., Promises of new Biotechnologies. Unpublished Manuscript 2010
Smith W.J., First human embryonic stem cell treatment commences. First Things, Monday, October 11, 2010
Ertelt S., Company claims first patient treated with embryonic stem cells, not the case. LifeNews.com, October 11, 2010

Wednesday, June 23, 2010

Ersetzt Egozentrik unsere Selbstlosigkeit?


Was ist eine Familie

16 und schwanger


Dr. Edith Breburda

Lebensforum, 2010 #93/1 Ein von Teenagern Amerikas meist gesehener Fernsehkanal füllt sein Programm hauptsächlich mit Musik. Wie wundert es wenn ein Moderator, den man mit Dr. Drew anspricht,  in diesem TV Kanal „heiße Eisen“ anfasst.  Man kann sich vorstellen, wie Kids vor dem Programm hängen, denn das Thema ist ansprechend und  aus dem Leben gegriffen. In der Sendung mit dem Titel “16 und schwanger“  werden junge Mütter vorgestellt, die selbstbewusst auf dem Sofa des Moderators Platz nehmen. Väter dürfen dabei sein, auch dann wenn eine Beziehung durch eine Schwangerschaft auseinander ging und die Großmutter sich um die Enkeltochter kümmert. Wie gingen die Betroffenen mit der Situation einer Teenagerschwangerschaft um? Warum entschieden sich die Mütter, das Kind zu behalten, wo sie doch mitten in der Ausbildung waren? Eltern sich gegen sie stellten, sofern sie diese hatten! “ Nein,“ sagt die Sechzehnjährige, „ich wollte mein Kind nicht bei meiner Mutter großziehen. Bei ihr finden jede Nacht bis 2 bzw. 3 Uhr „coole Parties“ statt. Um genau zu sein, meinen um 2 Jahre jüngeren  Bruder habe eigentlich ich großgezogen. Aber was sollte ich tun? Deshalb entschied sich mein Freund und ich für eine offene Adoption.“ Der junge Mann, der neben dem Teenager sitzt kommen nun auch die Tränen. Dr. Drew bittet die Adoptionseltern herein. Sie haben ein süßes Neugeborenes im Arm. Kein Auge bleibt mehr trocken. Sie danken den leiblichen Eltern für das schönste Geschenk, das sie ihnen machen konnten, indem sie ihr Kind zur Adoption freigaben. „Was bedeutete es für Dich als Teenager festzustellen, schwanger zu sein?“, richtet ein Gast aus dem Studium seine Frage  an die Mutter des Kindes. „Viel“, sagte sie, „ich bin mit einem Schlag erwachsen geworden. Sicher, ich verpasste all das, was andere Kids meines Alters tun: Ich hänge auch mit meiner Ausbildung etwas hinterher, aber diese Zeit war so wertvoll für mein Leben. Ich möchte sie um nichts missen. Früher drehte sich alles nur um mich. Ich war so ich-bezogen. So hätte ich gar nicht weiterleben wollen. Diese Schwangerschaft war ein „wake up call.“ Das Publikum jubelt,  die Eltern strahlen und weinen zugleich. Am Ende der Sendung sitzen 6 Mütter mit ihren Babys neben dem Moderator, jede erzählt von ihren unvorstellbaren Schwierigkeiten - nicht zuletzt von ihren Eltern, die sie arg beschimpften. Fast meint man, die Eltern sind von der gleichen „Ichsucht“ befallen, welche die Tochter gerade überwunden hat.  Ist es nicht viel einfacher, sich seiner Pflicht als Angehöriger zu entziehen, indem man dem Mitmenschen zu einer Abtreibung rät? So kann man sich ohne größeren Aufwand wieder sich selbst und seiner Welt zuwenden. Was eine Familie ist, weiß man auch nicht mehr so recht.

Familie radelt durch die USA

So fällt eine Familie auf und wird bewundert die sich mit den 3 jüngsten Kindern im August 2009 aufmachte quer durch die USA zu reisen, und zwar auf einem extra dafür gebauten 5er Tandem. Die 3 ältesten Kinder sind zuhause geblieben. Sie dachten die Eltern wären total verrückt so eine Tour von über 7000 Meilen zu wagen. Dem Paar ging es darum ihren Jüngsten eine Lehre für das Leben mitzugeben. Sie wollten ihnen zeigen was es heißt das Leben in seiner Fülle zu leben. Sie gaben ihren 3-7 jährigen Kindern eine Hilfestellung ganz besonderer Art. Es sollte sich ihnen ein neues Bewusstsein erschließen einige Zeit auch ohne die Konsumwelt auszukommen. Stattdessen hätten sie die einmalige Gelegenheit die Schönheit der Natur zu entdecken, die Geographie des Landes fast „hautnah“ zu erleben. Die Hilfsbereitschaft der Mitmenschen können sie so erfahren und nicht zu letzt war ihr Gedanke die Familie durch all die Strapazen einer solchen Fahrradtour enger zusammen zu schweißen.  Im Februar 2010 hatten sie die Hälfte der Strecke hinter sich gelassen. Sie radeln 25 Meilen am Tag und hoffen günstige Übernachtsungsplätze zu finden. „Es steckt viel Vertrauen, aber auch Abenteuer in so einer Reise“ erklärt der Vater auf der Familienwebpage. „Wir lernen durch sie für das Leben und dafür nehme ich gerne alle Unannehmlichkeiten auf mich um dies meinen Kindern plausibel zu machen.“ So eine Selbstlosigkeit findet man kaum noch.

iGeneration

Das ist heutzutage eher eine Seltenheit, da wir uns, wie Anfang Februar 2010 eine große amerikanische Zeitung berichtete, im Zeitalter der  „iGeneration“ befinden.  „Diese Generation ist von frühester Kindheit an ständig mit iPods, iPhones usw. verbunden. Kinder wachsen im Grunde genommen völlig weltfremd auf. Sie sind 7/24 (7 Tage, 24 Stunden) connected. Kindergartenkinder besitzen rosa oder violette Barbie-Laptops mit eigener Computermaus. Extra für die Kleinsten erstellte Programme, die Mathematik, Spanisch sowie Computerspiele beinhalten berieseln die Kinder. Vorschulkinder sind süchtig nach ihrem Laptop. Eine Studie ergab, dass 35% der Kinder in den USA im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren  ihren eigenen Fernseher im Zimmer haben. 52% der 9-12 jährigen besitzen ein eigenes Mobil-Telefon. Kinder im Alter von 18 Monaten wissen, wie man eine Computermaus bedient. Psychologin Sandra Calvert, die Direktorin des Kinder-Digitalen-Media-Centers der Georgetown University in Washington DC berichtet von Computerprogrammen, erstellt für Kinder unter zwei Jahren. Das Interesse der Kleinsten ist darauf ausgerichtet ihren Wissensdurst schnellst möglichst über das Internet zu befriedigen. Am Abend texten sie ihren Freunden, dass sie jetzt zu Bett gehen und keine Nachrichten mehr senden oder empfangen wollen. Kinder können sich gar nicht an eine Zeit ohne ihre ständige „Technische Begleitung“ vorstellen. Der Psychologe Larry Rosen von der California State University deutet auf die Gefahren  der iGeneration hin. Rosen bezeichnet mit i nicht nur den iPod usw.,  sondern auch das eigene “ICH”. Die Technologie ist auf die Kinder zugeschnitten. Sie können die Musik wählen, die sie hören wollen, die Videos herunterladen, die sie sehen möchten, und keiner ist da der ihre Wünsche beschneidet.“ (Sharon Jayson USA Today, Wednesday, Feb.10, 2010 iGeneration has no off switch, www.usatoday.com).  Medien sehen ein Geschäft, das sich an der Egozentrik orientiert. Es scheint, dass Eltern sich nicht so sehr um die Kinder kümmern. Eine Sofortbefriedigung des Ichs, egal ob des Kindes oder der Eltern, ist  erstrebenswert, da so jeder -fast möchte man sagen- „Ruhig-Gestellt“ wird und den Anderen wenigstens nicht aus seiner Ich-Welt aufschreckt.

Eine Klage über die Ichsucht hört man in letzter Zeit öfters, - vor allem von Lebensbefürwortern, die sich am 22. Januar jeden Jahres aufmachen, um am „ Pro-Life-March“ teilzunehmen. Die größte Rally für das Leben ist in Washington. Es gibt also noch viele Menschen die Strapazen auf sich, um an einer der Pro Life Rally’s teilzunehmen die in allen größeren Städten der USA stattfinden. „Eigentlich dachten wir, so eine Marsch für das Leben wäre nur für ein paar Jahre notwendig, und bald würde jeder einsehen, dass Abtreibung eine Ungerechtigkeit ist,“ erklärte die schon betagte Präsidentin der Pro-Life Bewegung in Washington am 22. Januar 2010.   Mit zunehmender Technik gewinnen wir immer größere Einblicke in die Entwicklung des Ungeborenen.  „Einige Institutionen weigern sich ein Ultraschallbild, das vor einer Abtreibung gemacht werden muss, den Müttern zu zeigen. Abtreibung beherrscht das ganze Denken dieser Beratungseinrichtungen,“ erläutert Abby Johnson die jahrelang bei Planned Parenthood ihr Brot verdiente und somit weiß wovon sie spricht. Man versucht alles, keine andere Lösung als Abtreibung anzustreben. „Achtzig Prozent schrecken vor einer Abtreibung zurück, wenn sie ein Ultraschallbild sehen,“ betont Abby. Zwei Superabtreibungszentren sind jetzt in den USA geplant, Es sind die größten der Welt. „Ich sollte die Direktorin der Klinik werden,“ erklärte Abby. „Aber dann wohnte ich einer Ultraschalluntersuchung bei und sah  das Kind. Ich musste einfach meinen Job aufgeben. Seitdem erfüllt mich ein großer innerer Frieden!“ schließt Abby das Interview. „Wir haben einfach unsere Ichsucht an  die  Stelle der Wahrheit gesetzt,“ argumentiert ein anderer Teilnehmer der Pro-Life Rally.  „So können wir die Wahrheit nicht erkennen und auch nicht, dass Gott der Urheber allen Lebens ist.“ Wir meinen es seien die Eltern, oder die Forscher die Embryos erschaffen. Wenn wir unser Ego in das Zentrum unserer Weltanschauung rücken erliegen wir leicht dem Trugschluss, dass wir das Recht besitzen, dieses Leben wieder auslöschen zu dürfen. „Es ist wichtig, dass wir niemals den tragischen Tod vergessen der tagtäglich durch das unausgesprochene Übel der Abtreibung herbeigebracht wird. Wir müssen alles tun was in unserer Macht steht den Müttern und Vätern und allen beizustehen die emotional und psychisch unter einer Abtreibung leiden,“ predigte Bischof Olmsted in seiner Pro-Life-Messe in der Jesuitenkirche von Phoenix/Arizona/USA am 24. Januar 2010.









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