Freitag, 27. April 2012

Freiheit und Wahrheit


Freiheit und Wahrheit

Dr. Edith Breburda
In den USA, dem freiesten Land der Welt, ist die freie Meinungsäußerung "no big deal". Wer so denkt der täuscht sich. In vielen Berufen ist es üblich seine Ansichten für sich zu behalten. Man denke an Anwälte, denen es nicht erlaubt ist ein vorschnelles Urteil über Richter zu fällen. An Journalisten, die ihre persönliche Meinung nie und nimmer kundtun sollten, sondern angehalten sind nur strikte Fakten zu beschreiben. Ozzie Guillen, der Basketball Manager von Miami Marlin's kann ein Lied davon singen wie er behandelt wurde als er Fidel Castro pries. Es kostete ihm das "Aus" für 5 Spiele. Zu verdanken hatte er das seinen Team-Fans die in Little Havanna/USA wohnten.
Seit dem US-amerikanischen Bürgerkrieg achtet das Militär darauf die freie Meinungsäußerung einzuschränken um die politische Neutralität der Militärs und ihre Hierarchie sicherzustellen. Wer befehlen will muss erst gehorchen lernen, heißt es so schön. Das Militär sei ein Verband bei dem Disziplin und der Wille Befehle auszuführen entscheidend dazu gehören.
Gray Stein, Marine Unteroffizier des Kalifornischen Camp Pendleton/USA wurde angeklagt wiederholt seine Meinung auf seiner persönlichen Facebook-Seite geäußert zu haben. Er öffnete eine eigene Seite der er den Namen "Streitmacht Tea Party" (Armed Forces Tea Party) gab die mittlerweile 29 000 Anhänger hat. Abwertend äußerte sich der Sergeant in seinem Internetmedium über seinen Präsidenten. Er dränget seine Leser den Präsidenten der USA abzuwählen. Niemals würde er seinen Befehlen gehorchen wenn sie in seinen Augen unmenschlich wären.
Damit berief er sich auf die Debatte, ob man US Soldaten an Afghanistan ausliefern sollte, wenn diese sich gegen das Afghanische Gesetz verfehlt hatten indem sie z.B. den Koran schändeten.
Stein würde niemals seinem obersten Befehlshaber salutieren, wenn dieser so etwas verlangte. Wenn Stein Zivilist wäre, lägen die Dinge anders. Als er sich zum Militär meldete versicherte er die Regeln anzuerkennen. Das Verteidigungsministerium verbietet Militärangehörigen parteiliche oder politische Artikel, ja selbst Leserbriefe zu verfassen oder solche Aktionen zu unterstützen. Steins Verhalten hatte gegen Artikel 134 des einheitlichen Militärischen Gerechtigkeits Gesetzes verstoßen (Article 134 of the Uniform Code of Military Justice), womit er der Disziplin und Funktionsfähigkeit schwer geschadet und diese in Verruf gebracht hat. Stein sollte entlassen werden. Sein Anwalt argumentierte, dass er nur die Redefreiheit (free speech) in Anspruch genommen habe. Die militärischen Regeln wären in dieser Hinsicht ungenau und eigentlich selber verfassungswidrig. Die Regeln sind tatsächlich sehr kompliziert. Militärpersonal ist es sehr wohl erlaubt sich politisch zu äußern, oder politische Stoßstangen-Aufkleber auf privaten Fahrzeugen zu haben, Leserbriefe zu senden. Es muss nur gewahrt sein, dass ihre Ansichten ihre eigenen sind, und nicht dazu auffordern, für oder gegen einen politischen Kandidaten zu stimmen. Allerdings wurden diese Regeln vor der Explosion von sozialen Mediaseiten wie Facebook und Twitter erstellt. Eine Aktualisierung ist längst überfällig. Vielleicht liegt es an einer vernünftigen Definition des Begriffes 'Veröffentlichung', denn die persönliche Meinung von Sergeant Stein konnten nun mindestens 29,000 Anhänger lesen.
Das Militär kann und darf seinen Angehörigen nicht befehlen stumm in ihren Baracken zu sitzen, behaupten Steins Verteidiger. Vom Recht der Meinungsfreiheit, das im ersten Grundrecht der USA gewährleistet ist dürfen auch Soldaten Gebrauch machen und die Marine darf sich nicht rächen und ein Mitglied entlassen nur weil es eine persönliche Meinung hat. Wenn das Militär so handeln würde hätte es bald keine Mitglieder mehr, schreibt David Loy am 13. April in USA Today, Seite 8A. Die Gesetze des Verteidungsministerium sind verwirrend und nicht auf dem neuesten Stand, schreibt Loy. Sergeant Stein spricht nicht als der Führer der Tea Party oder als sonst irgend ein offizieller Parteiabgeordneter und auch nicht im Namen des Militärs auf seiner Facebook-Seite. Er hat eigentlich nur Dampf abgelassen sagt Loy. Und Stein hat sich später entschuldigt.
In einem Gerichtsfall von 2008, United States gegen Wilcox, stand ein angeklagter Soldat unter dem Schutz des First Amendements als er sich als "paratrooper" der US Arme identifizierte und lauthals von sich gab, dass die Regierung es nicht wert sei, sie zu unterstützen. Er wurde nicht verurteilt. So müßte Stein auch dieses Recht der Meinungsfreiheit haben. Sonst könne man jeden Soldaten verurteilen der über irgend ein X-beliebiges Thema spricht, schreibt Loy (USA Today, Friday, April 13 2012; Today's debate: Speaking out).

Freiheit ist die Macht sein eigenes Leben zu gestalten

Über Freiheit wird in den USA in den letzten Monaten viel geredet. In der Osternacht predigte Bischof Olmsted in seiner Kathedrale von Phoenix, Arizona: "Im Katechismus der Katholischen Kirche steht: Freiheit ist die Macht sein eigenes Leben zu gestalten". Sein Vater, so der Bischof, konvertierte 1943 zum katholischen Glauben, weil er so die Freiheit fand. "Seine Mutter, meine Großmutter", fuhr Bischof Olmsted fort, "war sehr schockiert über den Schritt ihres einzigen Sohnes, da sie die katholische Kirche haßte und eine eingefleischte Gegnerin war. Mein Vater hatte durch seine Studien Gottes Wort entdeckt. Jesus sagt im Johannesevangelium 8 (31): Wenn ihr in  meinem Worte verharret, werdet ihr wahrhaft meine Jünger sein; (32) und werdet die Wahrheit  erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen". Bischof Olmsteds Vater entschied sich aus freien Stücken katholisch zu werden. "Er wurde getauft, da er in der Kirche die Wahrheit erkannte. Mit diesem Schritt beeinflußte er auch das Leben seiner Familie und seiner Nachkommen".
"Freiheit ist auch der Schlüssel zu Ostern. Es gibt eine enge Verbindung, denn als Jesus von den Toten auferstanden ist hat er uns von den Fesseln des Todes befreit. Er befreite uns aus dem Grab, befreite uns von Zerstörung, die durch die Sünde in die Welt kam und letztendlich dürfen wir diesen Erlöserglauben an die gesamte Menschheitsfamilie weitergeben. Über Freiheit ist im ganzen Ostergeschehen die Rede. Am Ostersonntag, als die Frauen zum Grab gingen und sich fragten wer den Stein wegrollen sollte. Doch als sie aufschauten war der Eingang zum Grab bereits frei. Christus, auferstanden von den Toten, kann uns von all unseren Todes-Ängsten befreien. Jesus öffentliches Auftreten war von Beginn an geprägt Kranke zu heilen und Besessene zu befreien. Dadurch wurden viele unabhängig und frei ihre eigenen Wege zu gehen und auch Gutes zu tun. Besessen zu sein ist die schlimmste Form der Sklaverei. So schenkte Jesus diesen Menschen besondere Aufmerksamkeit, befreite sie und gab ihnen ein neues Leben. Nur Christus ist diese Macht gegeben", folgerte Bischof Olmsted. "Der Heilige Petrus predigte kurz nach Pfingsten, dass wir für Jesus Zeugnis ablegen müssen und jeder der glaubt dem werden seine Sünden vergeben durch den Namen Jesu. Sein Verrat durch Judas und seine Leiden und sein brutales Sterben scheint zwar dem Freiheitsgedanken zu widersprechen. Dreimal wurde  Jesus am Kreuz versucht: Wenn Du der Messias bist dann helfe Dir selber. Aber die freie Entscheidung von Jesus war es am Kreuz zu bleiben um uns durch seinen Tot zu erlösen. Das ist wahre Freiheit", verkündet der Bischof. "Freiheit die bereit ist zu leiden und sein eigenes Leben aus Liebe zu geben".

Die antikatholische Grossmutter des US Bischofs

Bischof Olmsted erwähnte in seiner Predigt noch einmal seine Grossmutter. "Etwas beeinträchtigte ihre Freiheit, etwas was auch unsere Freiheit mindern kann. Unwissenheit - was wir nicht wissen kann uns schaden. Wenn uns die Wahrheit frei macht und wir sie nicht kennen behindert diese Unkenntnis unsere Freiheit", erklärte Bischof Olmsted. "Meine Grossmutter war kaum gebildet. Ihre eigene Mutter hatte ihr nur Lügen und Vorurteile der damaligen Zeit über Katholiken weitergegeben. Meine Grossmutter hatte keine katholischen Freunde oder Nachbarn die derartige Lügen hätten korrigieren können. Unwissenheit hindert immer die Freiheit", stellte der Bischof in der Osternacht 2012 nochmals klar. Deshalb ist der Bischof dankbar für Katholische Radiosender, Katholische Zeitungen, Nachbarn und Katechesen-Programme die in den Pfarreien abgehalten werden. "Jeder der uns hilft die Wahrheit zu erkennen, hilft uns in der Freiheit zu wachsen. Angst hindert auch Freiheit. Die Apostel flohen als die Soldaten kamen um Jesus festzunehmen. Petrus verleugnete Jesus aus Angst dreimal, obwohl er um die wahre Identität von Jesus wusste. Selbst heute kann Angst unsere Freiheit einschränken. Wir trauen uns nicht auf die Strassen zu gehen wenn Lügen über Christus und seine Kirche erzählt werden; wenn Unwahrheiten über Abtreibung und Verhütungsmittel verbreitet werden; wenn man die Menschenwürde verachtet und die Ehe zwischen Mann und Frau nicht anerkennt und wenn unsere religiöse Freiheit bedroht wird durch einige Ministerien unserer Regierung.
Lasst mich zum Schluss noch etwas nennen was die Freiheit hindert und was sehr verbreitet ist", verlautet der Bischof. "Die unmäßige Anhänglichkeit an schlechte Gewohnheiten, was man auch als Sucht bezeichnen kann. Wir leben in einer Suchtgesellschaft. Millionen sind abhängig von Drogen, Alkohol oder Pornographie. Derartige Süchte werden noch verschlimmert, da viele Medien sie uns als erstrebenswert vorgaukeln. Es ist somit schwer sich selber zu befreien.
Es ist jedoch nicht unmöglich da wir in Jesus Christus Liebe und Freiheit finden können. Das ist allein die gute Nachricht von Ostern. Diese Freiheit bringt uns der Auferstandene Herr. Die groesste Freiheit ist die Freiheit der Religion, die Freiheit auf die Liebe Gottes zu antworten; die Freiheit unser Leben selber in die Hand zu nehmen und das zu tun und zu sein wozu Gott uns berufen hat.
Moses bat bereits den Pharao seine Leute in die Wüste ziehen zu lassen damit sie Gott dienen können. Moses führte die Auserwählten aus der Sklaverei zur Freiheit in das Gelobte Land. Jesus Christus ist der "Neue Moses" der uns befreit aus der Sklaverei der Sünde, der Süchte. Er bringt uns die Freiheit als Kinder Gottes zu leben. Da die religiöse Freiheit die erste aller Freiheiten ist ist die Taufe eine Freiheitserklärung. Wir bezeugen öffentlich dass wir der Sünde widersagen damit sie keine Gewalt über uns hat und wir in Freiheit als Kinder Gottes leben können. Wenn wir sagen "Ich widersage" exerzieren wir unsere Freiheit und können so reife Christen werden. Diese Worte werden uns mit Osterfreude erfüllen und uns Frieden geben. Es wird uns nicht von unseren Auseinandersetzungen befreien. Streitigkeiten entstehen wenn wir etwas Richtiges tun nicht etwas Falsches. Deshalb sind wir als Katholiken in die Kontroversen involviert die Amerika betreffen", erläutert der Bischof von Phoenix. "Sogenannte Katholiken, die nicht treu zur Lehre der Kirche stehen, solche die meinen sie müssen diese sogar ablehnen in puncto Verhütungsmittel, Abtreibung, vor- oder außerehelicher Geschlechtsverkehr oder jedes andere Dogma. Solche Katholiken werden von den Anfeindungen der Welt verschont. Kontroversen entstehen wenn wir zu dem stehen was wir als wahr erkennen, egal ob diese Ansichten populär sind oder nicht. Freiheit befähigt uns die Wahrheit kennen zu lernen, sie zu bezeugen und sie in Liebe zu leben. Nur so sind wir wahre Zeugen des Auferstandenen und seiner Zeugnisse für das Evangelium des Lebens", beendete Bischof Olmsted seine Osternachtspredigt von 2012 in der Kathedrale von Phoenix/USA.


Mittwoch, 25. April 2012

"Mercy-Killing"-Ein viel diskutiertes Thema


"Mercy-Killing"- Ein viel diskutiertes Thema.

Verstösst man in den USA gegen das Gesetz, wenn man behinderte Babys nicht abtreibt? Man spricht bereits von widerrechtlicher Geburt

Dr. Edith Breburda

Generelle Kosten der Gesundheitsversorgung

Der US-Fernsehsender CNN berichtete am 2. März 2012 von einer Sitzung über den "Obama-Haushaltsentwurf für 2013", in welcher US-Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius argumentierte, dass praktisch niemand für die kostenlose Ausgabe von Verhütungsmitteln zahlen muss, weil langfristig gesehen durch das neue Gesundheitsgesetz die Bevölkerungszahl vermindert wird und somit keine Krankenkassenkosten in Anspruch genommen werden. "Die Verringerung von Schwangerschaften deckt die Kosten der Pille", argumentierte Kathleen Sebelius. Die Gesundheitsministerin beruft sich hierbei auf eine Aussage des US-Präsidenten, der einen Monat zuvor verkündete: "Die generellen Kosten der Gesundheitsversorgung sind geringer, wenn Frauen freien Zugang zu Verhütungsmitteln haben".
Douglas Johnson, Direktor des Nationalen Lebensrechts Komitees bezeichnet diese Behauptung als einen Trugschluß und irreführend. "Wenn keine Kosten entstehen die Pille auszugeben, kann man damit auch rechtfertigen, dass Katholiken und religiöse Gruppierungen gezwungen werden Abtreibungen über ihre Krankenkasse mitzufinanzieren. Denn wenn Krankenkassen für Abtreibungen zahlen sparen sie Schwangerschaftskosten, Geburtskosten und nachgeburtliche Versorgungskosten. "Letztendlich argumentiert man dann so, dass wenn die Regierung eine medizinische Prozedur gebietet, die langfristig Geld einspart, wir nicht im wahrsten Sinne des Wortes für sie bezahlen und so unser Veto an Gewicht verliert "(K. Gilbert 2. März 2012).

Schadensersatz für Down-Syndrom

Was passiert aber wenn ein Baby mit Down-Syndrom geboren wird weil Ärzte anstatt einer kindlichen Plazenta-Gewebeprobe aus Versehen den mütterlichen Teil der Plazenta untersuchten und davon ausgingen, dass eine gesunde Schwangerschaft vorliegt? Das Down-Syndrom-Kind Kalanit ist heute 4 Jahre alt. Ihre Eltern Ariel und Deborah Levy hätten sie abgetrieben wenn sie gewusst hätten eine behinderte Tochter zu bekommen. Ihre "Chance" dazu wurde durch den Mißgriff der Ärzte des Legacy Health Krankenhauses in Portland vertan und man sprach von einer "widerrechtlichen Geburt". Die Eltern lieben ihre Tochter. Die Anwälte der Familie verklagten trotzdem das Krankenhaus. Es solle für die "Fehldiagnose" zahlen, solange Kalanit lebt. Die Geschworenen entscheiden mit 12-0 für einen Schadensersatz in Höhe von 3 Millionen US Dollars. Neun von 10 Babys, bei denen ein Down-Syndrom festgestellt wird, werden in den USA abgetrieben.
Melinda Delahoyde, Präsidentin des "Pregnancy resource centers network Care Net", einer Hilfs-Organisation der USA, die sich besonders schwangerer Frauen annimmt, die nicht über genügend finanzielle Mittel verfügen ein Kind auszutragen, ist selber Mutter eines Down-Syndrom Kindes. Sie beklagte sich über den Urteilsspruch. "Der Begriff widerrechtliche Geburt ist widersprüchlich. Das einzige Widerrecht ist es ein behindertes Kind abzutreiben. Wie schwierig die Umstände auch immer sind, die Geburt eines Kindes ist ein Wunder", sagt Melinda.
Sie betet für Kalanits Eltern damit sie in Ihrer Tochter nicht einen medizinischen Fehler sehen sondern die perfekte Ergänzung zu ihrer Familie. Die Levy's sind kein Einzelfall. Letzten September bekam eine Familie aus Florida US$ 4,5 Millionen für ihren Sohn der ohne Arme und mit nur einem Bein geboren wurde (K.Gilbert, 14. März, 2012).

Eltern müssen Kinder beschützen

Eltern müssen das Leben Ihrer Kinder beschützen. Nachrichten, dass Eltern Schußwaffen unbeaufsichtigt "herumliegen lassen" nehmen zu. Tageszeitungen der USA berichteten am 15. März 2012 von einem 3 jährigen Jungen aus Seattle/Washington der sich mit der Schußwaffe seines Vater tötet. Der Vater muss sich nun vor Gericht verantworten.
Am 14. März 2012 erschien ein Artikel in AmericanThinker.com. Der Autor bezichtigt sich das Leben seiner Zwillinge nicht geschützt zu haben. Lange haben er und seine Frau versucht Kinder zu bekommen. Nach einer langen 'schmerzlichen"  Prozedur der künstlichen Befruchtung erfüllten sie sich den Traum und seine Frau wurde mit gleich drei Baby's schwanger. "Es regnet nicht, es schüttet" verkündete der Frauenarzt. "Alle 3 Embryos haben es geschafft". "Ich war geschockt, wollte aber alles auf mich nehmen für meine Kinder", berichtet der Vater. "In meiner Frau", fährt er fort, "brach irgend etwas Unerklärliches zusammen. Sie bestand darauf, eine selektive Abtreibung durchzuführen, von drei zu einem. Sie war unerbittlich, nicht zwei, nicht drei, ein Kind oder gar keines". Der Vater schreibt weiter, dass er immer wieder vor sich her sagte "rette wenigstens eins deiner Kinder".
"Ich wusste, dass der Abtreibungsarzt uns anlog, als er uns den Vorgang der selektiven Abtreibung erklärte. Er würde eine Kaliumchlorid-Spritze in die Plazenta spritzen, was die Babys schmerzlos töten würde, indem ihr Herz aufhört zu schlagen. Vor der Abtreibung fragte meine Frau den Arzt immer wieder, ob die Babys Schmerz fühlen würden, was der Arzt verneinte. Ich fragte mein Frau, ob sie sicher sei all das zu tun. Sie nickte - obwohl ihre Augen mit Tränen gefüllt waren", schreibt der anonyme Autor. "Ich dachte mir, sie weiss genau wie ich, -wir tun das Falsche-. Meine Frau schaute nicht hin, aber ich tat es. Ich musste wissen was mit meinen Kindern passiert. Jedes Kind versuchte vor der Spritze zu fliehen. Der Arzt stach nicht in die Plazenta sondern direkt in das Herz. Das erste Kind zuckte zusammen, als die Nadel in sein Herz stiess. Ich sah wie sein Herz aufhörte zu schlagen und mit seinem Herzen fast auch meines. Mein zweites Kind kämpfte für 10 Minuten, dann stand das Herz still. Der Arzt hatte die Unverfrorenheit die Todes- spritze als Medizin zu bezeichnen. Ich wollte ihn fragen was er damit heilen wollte? Das Leben?? Aber bittere Worte würden nicht rückgängig machen was gerade passierte, so schwieg ich", berichtet der Schreiber.
"Ich wusste meine Kinder fühlten den Schmerz, sie waren in panischer Angst. Ich wusste hatte meine Kinder ermordet. Mein einziger Trost war, dass ein Kind überlebte und ich hoffte, dass es gesund und ohne Komplikationen zur Welt kommt. Ich beruhigte mich. Es war nicht meine Entscheidung meine anderen Kinder zu töten. Ich hätte gerne all die Arbeit auf mich genommen Drillinge zu haben. Aber eine Wunde über all das werde ich mein ganzes Leben mit mir tragen", schliesst der anonyme Schreiber seinen Bericht.

Erbkankheiten erst im Kindesalter auffällig

Was aber wenn eine Erbkrankheit erst im Kleinkindalter auffälligen wird? Dr. Phil, ein bekannter Fernsehmoderator der USA, hatte am 13. April 2012 eine Mutter zu Gast, die beanspruchte ihre eigenen Kinder töten zu lassen.
Annette Corriveau hat zwei schwerkranke erwachsene Kinder. Sie haben das Sanfilippo Syndrom, eine seltene, erblich bedingte angeborene Stoffwechselerkrankung, die mit einer Störung des Abbaus von langkettigen Zuckermolekülen einhergeht. Betroffene sind bei der Geburt unauffällig. Im Kleinkindalter verzögert sich die geistige Entwicklung. Im zweiten Lebensjahrzehnt treten spastische Lähmungen auf.
Annettes Kinder leben in einem speziellen Heim. Sie können nicht sprechen und müssen über eine Magensonde ernährt werden. Eine detaillierte Information wurde nicht bekanntgegeben. Wahrscheinlich, weil Annette nicht mehr weiss über ihre Kinder, die sie einmal alle zwei Monate besucht. Pfleger der Kinder, die ihre Schützlinge genau kennen, und eine bessere Auskunft über den Zustand hätten abgeben können, waren nicht in Dr. Phil's Show. Annette weiss nicht, ob ihre Kinder Schmerzen haben, ob sie ihre Mutter erkennen würden. Sie hat auch keine Ahnung, ob es etwas gibt was ihre Kinder besonders lieben, oder womit man ihr Leben erleichtern könnte. Sie weiss nur, dass ihre Kinder seit 20 Jahren in der Pflegeanstalt sind und diese niemals verlassen haben. Annette hat nie gefragt, ob sie einen Ausflug mit den Kindern machen kann. Sie meint aber, sie sei in der Lage zu beurteilen, dass Ihre Kinder, wenn sie die Wahl dazu hätten, umgebracht werden wollten. Und nun verlangt sie als Mutter, die eigentlich ihre Kinder beschützen sollte, dass diese euthanasiert werden, denn ein Leben, das jeglicher Qualität entbehrt, sei nicht wert gelebt zu werden.
Ein weiterer Gast bei Dr. Phil's Schow war der Anwalt Geoffrey Fleiger. Sein berühmtester Klient, Dr. Jack Kevorkian, hatte bereits einige assistierte Selbstmorde ausgeführt. Dr. Kevorkian's Motto ist Leuten zu helfen sich aus ihrem eigenen Elend zu erlösen.
Aber Annettes Kinder könnten nicht die Entscheidung treffen Selbstmord zu begehen. Sie sind auch nicht in der Lage Dr. Kevorkian zu rufen, da sie durch ihre Krankheit nicht bei vollem Bewußtsein sind. So gesehen sei es verständlich, dass die eigenen Mutter die, wie schon gesagt ihre Kinder verteidigen und lieben sollte, die Entscheidung für die Kinder fällt. Annette spricht von einem Gnadentod.
"Man kann einen assistieren Selbstmord in das beste Licht stellen und so wohlwollend wie möglich beschreiben, es bleibt schlichtweg ein Mord. Mag man es nennen wie man will, es bleibt eine Tatsache, dass jemand einem anderen das Leben nimmt", erläutert Cassy Fiano in einem Artikel vom 17. April 2012 in LifeSiteNews.com.
Dr. Phil startete daraufhin eine Umfrage, wie viele Zuschauer der Mutter zustimmen, das Töten Ihrer Kinder als einen Akt der Barmherzigkeit zu bezeichnen. Alle im Studio Anwesenden drückten ohne lange zu zögern auf den Ja-Knopf.
Anette Corriveau trat schon des öfteren an die Öffentlichkeit. So auch in dem Video: Taking Mercy,  wo sie das Leben ihrer Kinder beschreibt. Am Anfang waren Janet und Jeffrey ganz normale wunderhübsche Kinder. Als sie 5 und 6 Jahre alt waren änderte sich ihr Verhalten dramatisch, sie konnten nicht mehr sprechen und verloren ihre motorischen Fähigkeiten. Etwas später wurden die Kinder mit dem Sanfilippo Syndrom diagnostiziert. Zuerst kamen die Kinder am Wochenende noch nach hause. Seit 20 Jahren haben sie die Anstalt jedoch nicht mehr verlassen und werden immer schwächer und schwächer. Jeffery wird seit 17 Jahren künstlich ernährt, Janet seit 5 Jahren. Die Magensonde ist das Einzige was ihre Kinder am Leben erhält. "Das ist kein Leben", bemerkt Annette und bittet das Leben ihrer Kinder zu beenden.
In dem Video Taking Mercy kommt auch Robert Latimer zu Wort. Er hat seine Tochter getötet. Sie war nicht behindert, im Gegenteil, man sieht sie lachend. Warum hat sich der Vater dennoch entschlossen seine eigene Tochter in seinem Lastwagen mit Kohlenmonoxid zu ersticken? Sie hatte viele Hüft-Operationen über sich ergehen lassen müssen und erneut stand eine solche an. So entschied der Vater, dass das Leben seiner Tochter zu schmerzlich war. Nachdem er seine Tochter getötet hatte fühlte er einen tiefen Frieden da er wußte seine Tochter hatten nun auch diesen Frieden gefunden. Nur eine Frau weinte am Ende des Videos. Man gab ihr eine Minute Zeit sich zu äußern. Sie sagte: "Man kann nicht seine Kinder töten nur weil es zu viel Arbeit ist, sie  am Leben zu erhalten".
Warum glauben Menschen, sie hätten das Recht zu entscheiden, ob ihre Kinder leben dürfen oder sterben müssen? fragt Cassy Finao. Er berichtete weiter: Annette Corriveau wiederholte immer wieder: "Man kann niemanden verurteilen wenn man nicht in seinen Moccasins steckt." Kann man so argumentieren? Es handle sich nicht um eine Beurteilung des Wunsches der Mutter ihre Kinder zu töten. Sondern derartige Argumente würden Tor und Tür öffnen Euthanasie zu rechtfertigen. Ist eine Behinderung der Grund für den Gnadentod? Was sind die Kriterien um eine solches Sterben zu rechtfertigen? Wer entscheidet darüber, ob ihr Leben lebenswert ist? Die Mutter? Dann können Eltern den Tod der Kinder bestimmen weil sie der Ansicht sind Down Syndrom, Multiple Sklerose oder Muskeldystrophie seien ein nicht zu ertragendes Schicksal. Es gibt Hunderte von behinderten Menschen und keiner von Ihnen würde es wollen, dass andere über ihr Weiterleben entscheiden. Cassy Finao schlußfolgert: "Keiner darf Gott spielen. Niemand hat das Recht zu entscheiden wer leben darf und wer nicht. Nur weil Eltern ihren Kindern das Leben geschenkt haben, heißt das noch lange nicht sie hätten das Recht es auch wieder zu nehmen. Nichts rechtfertigt eine Tötung, egal wie mittleidvoll man die Lebenssituation des anderen schildert. "
"Eine Behinderung wird als "unwertes Leben" angesehen und man mindert damit den ethischen Wert eines Lebens überhaupt. Das kann man als Deutscher eigentlich nicht zulassen, da wir doch in diesem Punkt gebrannte Kinder sind", meint ein berühmter Kardiologe Strauer in einem Interview im Cicero Magazin für Politische Kultur: "Nutz’ die Dinger, bevor sie in den Gully kommen" vom 6. Juni 2008. Professor Strauer erläutert weiterhin: "Wenn man schon einen Embryo, der im befruchteten Stadium ein kleiner Mensch ist, für nicht lebenswert erachtet, weil er nicht denkt und fühlt, dann ist der Schritt, Behinderte zum unwerten Leben zu erklären, auch nicht mehr so weit". Strauer steht mit seiner Meinung keineswegs allein da. "Wollen wir eine genetisch gesäuberte Zukunft?" lautet ein Statement, das aus dem Mund des schwer behinderten Bioethikers Dr. Tom Shakespeare kommt. Früher kämpfte Shakespeare für ein Verbot, behinderte Kinder abzutreiben, heute sind wir soweit, dass man froh sein muss, wenn man nicht dafür diskriminiert wird, wenn man eines austrägt. (Verheissungen der neuesten Biotechnologien, Christiana (2010), ISBN: 3717111728, ISBN-13: 978-3717111726, Kindle edition (2012): ASIN:B007MSBJGM)


Sonntag, 22. April 2012

Bioethik-Bücher


Edith BreburdaVerheißungen der Neuesten Biotechnologien        

Edith Breburda
Hardcopy:  Christiana (2010),   
ISBN: 3717111728, ISBN-13: 978-3717111726

            Kindle edition: ASIN:B007MSBJGM



Biotechnologie ist ein anwendungsorientierter Begriff für die neuesten Forschungserkenntnisse aus dem Bereich der Biochemie und Molekularbiologie, der Genetik und Gentechnik. Seit Jahrtausenden versuchen die Menschen ihre Umwelt nach ihren Nutzvorstellungen zu verändern. Die molekularen Biowissenschaften befassen sich mit der gesamten belebten Welt. Die neuesten biotechnologischen Methoden markieren einen Wendepunkt der Biologischen Wissenschaften, der jeden Menschen betrifft und über den man Bescheid wissen sollte. Um die Frage, wie das System Leben funktioniert, rangelt sich der internationale wissenschaftliche Wettbewerb. Leben ist mehr als nur das Produkt einer Vielzahl von Genen und Epigenen. Ein Eingriff in das Erbmaterial mittels Biotechnologie, um Bestehendes optimal zu nutzen, ist nicht so kontrollierbar, ungefährlich und erfolgreich, wie wir gerne behaupten. Forschung, die schon längst jenseits der Existenzsicherung steht, ist manipulierbar. Wirtschaftliche Interessen, politische und historische Gründe, Imagebewußtsein und Lukrativität untermauern die Technikgläubigkeit. Die Gentechnik durchmischt die genetischen Grundlagen des Menschen, des Tier- und Pfanzenreichs. Dadurch entstehen neue Risiken. Mit der Gentechnik greift der Mensch in innerste Naturprozesse ein, ohne die komplexen Folgeerscheinungen überschauen zu können. Interessensgruppen, die die umstrittenen Fragen aufgreifen, sind Experten, Regierungen, Biotechnologieunternehmen und Konsumentenvereine. “Otto Normal Verbraucher” wird ein Mitspracherecht abgesprochen. Die Biotechnologie greift zunehmend in unser tägliches Leben ein und berührt und verändert fundamentale ethische Standards - und dennoch fehlt ein fundiertes Wissen. Abhilfe und ein Fülle von Informationen bietet das vorliegende Buch: eine verständlich geschriebene Gesamtschau der Biotechnologie. Sie eignet sich zum schnellen Nachschlagen und für ein intensives Studium. Jedem an dieser Materie Interessierten wird eine wertvolle Orientierungshilfe geboten. Die hier aufgeführte Darstellung der vielstrukturierten Biotechnologie-Thematik konzentriert sich auf das Wesentliche. Die Autorin, die bereits hochranginge Publikationen zum Thema verfasst hat, verfügt als Insider über exzellente Kenntnisse der Europäischen und Amerikanischen Biotechnologie-Szene. Die Probleme, die hier diskutiert werden, haben weltweite Dimension.

Promises of New Biotechnologies

 Edith Breburda, Preface William E. May
Hardcopy: Scivias ( 2011),  ISBN-10: 0615548288, ISBN-13: 978-0615548289


Kindle edition ASIN: B004TM9CZO


In today's world, the creation of genetically engineered plants, the cloning of animals, and the introduction of new reproductive technologies are being promoted as keys to a bright future. "Promises of New Biotechnologies" serves as a comprehensive and well-referenced introduction to important technologies with worldwide consequences. The book presents a wide range of opinions in the current debate about genetically modified food sources (crops and animals), and humans. The author has extensive experience and broad knowledge in these topics. This book provides excellent information and discusses ethical issues in the context of new biotechnologies. The purpose of the book is to help non-scientists to understand the developments in genetic engineering and in reproductive technology. It is a well-written, easy-to-read, major resource for an international perspective on the issues surrounding biotechnology and genetic engineering.



Samstag, 21. April 2012

Kinderbücher




Kindle E-book: ASIN: B007CM5D60
Hard Copy:Christiana-Verlag (November 2008), ISBN-10: 3717111442, ISBN-13: 978-3717111443

Felix, ein überintelligenter junger Kater, erkundet vorwitzig mit großem Erfolg alles, was in seiner näheren Umgebung interessant ist, so zum Beispiel einen Wallfahrtsort im Bodenseeraum. Dadurch kommt er in unzählige Schwierigkeiten. Er findet aber immer wieder einen Freund, der ihn versteht und ihm aus all seinen brenzligen Situationen heraushilft. Felix hat klare Verbote auferlegt bekommen, bestimmte Sachen zu tun, aber der junge Teenager-Kater kann sich einfach nicht daran halten. Durch seine vielen Streiche erobert Felix sehr schnell die Herzen aller, mit denen er zu tun hat. Unter anderem die der vielen Pilger. Sein größter und bester Freund ist ein Seminarist und als dieser als Neupriester versetzt wird, veranlasst er, dass Felix offiziell zum «Wallfahrtskater» und «Pförtner des Seminars» ernannt wird. Bei «Felix, der Wallfahrtskater» handelt es sich um ein Buch, das einen Wallfahrtsort beschreibt, so wie ihn nur eine Katze erleben und lieben lernen kann. Der Charme und die Überlegungen eines kleinen Kätzchens entrücken den Leser schlichtweg in eine andere Welt.

Kindle E-book: ASIN: B004VWKZSK
Hard copy: Scivias  ISBN-10: 0615541011, ISBN-13: 978-0615541013

Felix der hilfsweise die Pfortendienste des Seminars in Wigratzbad übernommen hat führt keineswegs ein langweiliges Dasein. Jeden Tag passieren neue Dinge in seinem so aufregenden Katzenleben. Und was wäre ein Wallfahrts-Kater der nicht wirklich die grossen Pilgerstätten Europas besuchen würde.
Alles hat damit angefangen, dass man doch glatt vergass ihn zu füttern. Der blanke Katzenhunger brachte ihn in die Nähe der Küche wo es so fein duftete. Dass er im Verpflegungsrucksack von seinem Freund Peter landet war schierer Zufall. Oder war es Vorsehung, denn Felix hatte eine Aufgabe die nur er als kleine Katze ausführen konnte. Er rettete seinem Peter das Leben in der Nacht der Pfingstwallfahrt von Paris nach Chartres. Wie konnte Peter da seinem Katerfreund noch böse sein, über all die Streiche die Felix ihm in den letzten Tagen spielte. Felix war nun ein Held und als dieser durfte er sogar mit Peter nach Rom. Doch durch einen dummen Zufall verliert er Peter und irrt nun mutterseelenallein in den Vatikanischen Gärten herum. Findet er seine Freunde wieder? Können ihm seine neuen Freunde dabei helfen? Der zweite Band von unserem Felix zeigt jungen und alten Lesern was in so einem kleinen Katzenhirn vor sich geht wenn er mit den menschlichen Traditionen und Gepflogenheiten konfrontiert wird.

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