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Saturday, January 24, 2026

Beim 53. Pro-Life-March in Washington geht es um viele Themen

Dr. Edith Breburda

Christliches Forum, 26. Jan. 2026


Pfarrer Dan Reehil, Priester und Exorzist der Diözese von Nashville im Bundesstaat Tennessee, ist Moderator der amerikanischen „Radio Maria“-Sendung „Battle Ready“. Seine Predigten auf YouTube finden weltweit Aufmerksamkeit. Wir befinden uns in einer Zeit, in der vermehrt von Bekehrungen berichtet wird, allein durch den Einfluss religiöser Videos. 

 

Der Priester, der in jungen Jahren die katholische Kirche als Opfer von sexuellem Missbrauch verließ; der fünf Jahre in seiner Zeit als Wallstreet-Banker verheiratet war; dessen Ehe annulliert wurde und der New York nach dem 11. September 2001 verließ, um kurz darauf ins Seminar einzutreten, bemerkte in seiner früheren Ansprache, dass er einer Dame am Fernsehen lauschte, die sagte: „Wir sind wirklich gesegnet, eine Frau als Präsidentschaftskandidatin zu haben, die eine menschliche Komponente in die Pro-Choice Abtreibungsbefürwortung bringt.“

Wirklich? fragt der Priester seine Zuhörer. In der Geschichte gab es immer Menschenopfer, doch ist es nicht gerade das unschuldige, wehrlose Kind im Mutterleib, welches unseren Schutz verdient hat? Und können wir nicht sehen, wie die Natur unsere Rebellion gegen Gott zum Ausdruck bringt, indem sie buchstäblich verrücktspielt?

 

Am 23. Januar fand in Washington der 53. March for Life statt. Tausende kamen, unbeachtet der Mahnungen eines gigantischen Eis- und Schneesturms, der Millionen von Menschen am Wochenende erreichen sollte. 

 

Unzählige Flüge wurden bereits am Freitag gestrichen. Leute bereiteten sich auf Stromausfälle vor und horteten Lebensmittel. Kaum einer setzte sich in ein Vehikel, welcher Art auch immer, mit dem Ziel Washington, um dort am „March for Life“ teilzunehmen.

 

Warum also riskieren Menschen so viel und nehmen all die Strapazen einer langen Reise in die Hauptstadt 
der USA auf sich, um  im extrem kalten Winter Zeugnis für das Leben zu geben? Tausende entschuldigten 
sich nicht, dass es zu kalt sei, Zeugnis zu geben. 
 
Fulton J. Sheen bemerkte bereits: „Die Tragödie unserer Zeit besteht darin, dass diejenigen, die noch an 
Ehrlichkeit glauben, es an Leidenschaft und Überzeugung mangelt, während diejenigen, die an 
Unehrlichkeit glauben, voller leidenschaftlicher Überzeugung sind.“ 
 

Weihbischof Joseph Espaillat von New York vervollständigte die Aussage des im Rufe der Heiligkeit stehenden Erzbischofs Sheen: „Wenn wir uns weigern, in wichtigen moralischen Fragen Partei zu ergreifen, ist dies allein eine Entscheidung und ein stillschweigendes Einverständnis mit dem Übel.“ 

 

Joseph Espaillat predigte bei einer der vielen heiligen Messen, welche von den Sisters of Life in aller Herrgottsfrühe am Freitag veranstaltet wurden. Der Weihbischof, der wie einst Papst Leo, selbst als junger Schüler am Pro-Life-March teilnahm und sich manchmal schwer tat, so viel Opfer auf sich zu nehmen, zitierte seinen verehrten Seminarprofessor Pfarrer Smith: „Als Katholiken bekennen wir uns für das Leben und stehen für die Wahrheit ein. Neutral zu sein und keine Seite einzunehmen, ist so gesehen eine Entscheidung, nämlich die, nichts zu tun.“

 

Der Bischof zitiert die Heilige Schrift: „Du sollst nicht töten, darunter fällt auch das Leben des Ungeborenen, weil es ein Affront gegen Gott ist.“ 

 

Mord, Euthanasie, Abtreibung, Stammzellforschung usw. verletzen fundamentale Menschenrechte, hören wir viele der Teilnehmer sagen. Einige davon Atheisten, die das Leben vom Moment der Empfängnis schützen wollen. 

 

Eine Ärztin nannte In-Vitro-Fertilisation als ein großes Unrecht. Es öffnet die Pandora-Büchse zu vielen Reproduktionstechniken, Designer-Babys, Fruchtbarkeitstourismus, Samen- und Eizellspende, Leihmutterschaft usw., und erfüllt den Kinderwunsch gleichgeschlechtlicher Partner, die das Leben selbst nicht als ein Geschenk Gottes ansehen, sondern eher als eine Ware, wodurch die menschliche Würde und Einmaligkeit abgesprochen werden. 

 

Prozentual ist es eine kleine Minderheit der Kinder, die letztendlich gesund auf die Welt kommen. Durch den Willen und die Vorstellungen der Eltern im Labor erzeugtes menschliches Leben endet meist auf unbestimmte Zeit in flüssigem Stickstoff eingefroren, was nicht nur die ethische Frage der so erstandenen Kinder aufwirft. Denn meist sieht man es als moralisch vertretbar an, diese menschlichen Embryos für Stammzellforschung zu nutzen. Eltern sind meist nicht damit einverstanden, dass andere ihre „Kinder“ austragen, falls sie den Auftauprozess überleben sollten. 

Der 53. March for Life behandelte in diesem Jahr viele Themen. Man brachte das unnütze Leid der Mütter zur Sprache, die nicht über die Pille danach aufgeklärt wurden und vom Erzeuger des Kindes… gezwungen werden, Mifepristone zu nehmen. Eine „Pille“, die fast ubiquitär und ohne Auflagen oder Einschränkungen per Post zugesendet werden kann und zudem überall erhältlich ist. Unter der vorherigen Administration hat sich die Zahl der chemischen Abtreibungen horrend vergrößert. 


So vermisst man eine Aufklärung über die Nebenwirkungen. Oft fehlt die Information, dass die Einnahme von Mifepristone nivelliert werden kann, wenn Schwangere ihre Einnahme bedauern und nur die Hilfe von Pro-Life-Institutionen erhalten, auf die es keine Hinweise gibt.  

 

Im Curriculum werden Medizinstudenten unter Präsident Trump nicht mehr gelehrt, praktische Abtreibungen durchzuführen. Die Forschung mit fetalem Gewebe ist erschwert worden. 

 

Die nie zuvor dagewesene Unterstützung der Regierung, mit der Ansprache von Präsident Trump, Vizepräsident J.D. Vance, dessen Frau Usha ihr viertes Kind erwartet, und Speaker of the United States House of Representatives Mike Johnson, das Leben des Ungeborenen zu schützen, ist ein großer Erfolg der Unzähligen, die seit 53 Jahren auf die Straße gehen, um friedlich zu demonstrieren. Mutter Teresa hatte bereits 1988 erklärt, dass Abtreibung zur größten Bedrohung für den Weltfrieden geworden ist, als sie den Friedensnobelpreis erhielt.  

Monday, February 4, 2019

Gott hat vom Mutterleib an einen Plan für jeden von uns

Pfarrer Jess Ty
Our Lady of Joy/Arizona
Predigt zum 4. Sonntag im Jahreskreis
(übersetzt von Dr. Edith Breburda)


Durch die Taufe nehmen wir Teil am allgemeinen Priestertum als Propheten und als Könige. In den Lesungen des vierten Sonntags im Jahreskreis betrachten wir die Rolle eines Propheten.
In Jeremia 1,4 heißt es: „Noch ehe ich dich auserwählt, noch ehe du aus dem Mutterleib hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“  
Gott hat ab dem Zeitpunkt unserer Empfängnis für jeden von uns einen Plan. Oft fragen Eltern ihre Kinder, was für einen Beruf sie erlernen wollen. Beide haben ihre Vorstellungen und Ideen. Wichtiger als dies ist es jedoch zu wissen, dass Gotte einen Plan für jeden von uns hat, und wir unseren Kindern helfen, ihn zu verstehen.
Gott hat eine bestimmte Berufung für unser Leben und sie ist unser Weg, um heilig zu werden. „Gott hat für das Leben eines jeden Menschen einen Plan. Niemand - außer Gott allein, kennt den Plan und die Bestimmung für unser Leben”(vgl.Jer.29:11).
So ist es sehr traurig, dass unsere Gesellschaft unheilvolle Gesetzte genehmigt hat; sie betrachten das Töten eines Kindes im Mutterleib als eine legale Handlung.

Die hl. Theresa von Kalkutta sagte einmal: „Jedes Land, das Abtreibung akzeptiert, lehrt seinen Menschen nicht zu lieben, sondern Gewalt anzuwenden, um das zu bekommen, was sie wollen. Deshalb ist Abtreibung der größten Zerstörer von Liebe und Frieden."
Wir haben auch zugelassen, dass eine Ehescheidung legal ist, während eine Scheidung in Gottes Augen verwerflich ist, wie es der Prophet Malachi (Mal 2,16) verkündet hat.
Vor wenigen Tagen wurde ein neues Gesetz in New York legalisiert, das die Ermordung von Babys bis zur Geburt erlaubt. Der Gouverneur von Virginia will das Gesetz auch auf bereits geborene Babies erweitern, damit sie noch nach der Geburt getötet werden können, wenn der Arzt und die Mutter dies wünschen.
Trotzdem ziehen es viele vor, über das Gesetz zu schwiegen, weil es sie als Erwachsene nicht betrifft und das, obwohl es sich um eine grobe Verletzung der Würde und der Rechte der menschlichen Person handelt. 
Wenn wir der Ideologie -Gottes Gesetze zu missachten- nicht Einhalt gebieten, wird sich dieser unheilvolle Prozess des Übels nicht aufhalten lassen und weitet sich aus, so dass wir am Ende all jene töten, die uns zur Belastung oder nutzlos für unsere Gesellschaft werden.
Es wird legal werden, jemanden zu töten, wenn er krank oder behindert ist, oder einfach nur, weil er zu schwach ist. Und wir meinen dann auch noch, wir tun etwas Gutes, weil wir dem anderen Menschen angebliches Leid ersparen.  
Wenn eine Nation Gott als den Mittelpunkt ihres Lebens missachtet, wird alles entschuldbar und es ist dann wörtlich ok, wenn die " Hölle ausbricht".
Wenn wir aufhören Gott anzubeten, werden wir alles andere vergöttern. Weltliches Vergnügen, Macht, Ansehen, Reichtum, Gesundheit, Tiere, aber auch uns selbst verehren wir dann anstelle Gottes.
Wir übersehen dabei, dass es ohne Gott keine Ordnung gibt und stattdessen Chaos herrschen wird. Wenn es keine aufopfernde Liebe mehr gibt, tritt an dessen Stelle die Selbstsucht; alles soll nur noch mir dienen. Ich, ich und nochmal ich - beherrscht dann unser Denken. 
Dennoch ist eine Hoffnung vorhanden. Denn auch, wenn wir untreu sind, ist der HERR seinen Verheißungen treu. ER wird uns nicht verlassen.
Das 2. Kapitel des Timotheusbriefes Vers 11-13 sagt: 
„Wenn wir mit ihm gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben. Wenn wir bis zum Ende durchhalten, werden wir auch mit ihm herrschen. Wenn wir ihn jedoch verleugnen, wird ER uns verleugnen. Wenn wir untreu sind, wird er immer noch treu bleiben, denn ER kann sich nicht selbst verleugnen.“
Lassen Sie uns Gott als Mittelpunkt unseres Lebens zurückbringen. Lassen Sie uns Glauben, Hoffnung und Liebe in unserem Leben neu entfachen.
Lasst uns die Liebe Gottes zu anderen verkünden, vor allem denen, die vom Feind getäuscht werden.
Lasst uns einander lieben, denn Liebe ist die größte aller Gaben, und ohne Liebe gewinnen wir nichts, wie der heilige Paulus in unserer zweiten Lesung verkündete.
Lasst uns die Wahrheit in der Liebe verkünden. Dieses Leben ist ein Geschenk von Gott, weil ER für jeden von uns einen Plan hat, welcher im Mutterleib beginnt: „Vom Mutterleib an ist Gott meine Stärke“, verkündet unser Psalm.
Lassen Sie uns alle die Heiligkeit des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod respektieren und schützen.
Lasst uns aufhören, selber Gott zu spielen, und zu entscheiden, wer leben darf und wer nicht. Möge Gott entscheiden, wann ER uns in seine himmlische Heimat zurückrufen möchte.
„Sterbehilfe wird dann für uns keine Notwendigkeit mehr sein. Wir werden Gottes Entscheidung respektieren, wenn er uns als Mann und Frau erschaffen hat. Mit dem Plan Gottes zu kooperieren, schenkt uns als Kinder Gottes die wahre Freiheit und wird uns sehr glücklich machen. „Sein Plan ist unser Wohlergehen, um uns eine Zukunft und Hoffnung zu geben.“
Jesus Christus ist der Gesalbte, die Erfüllung aller Prophezeiungen in der Hl Schrift. ER wird uns zeigen, dass Gott für uns sorgt. ER wird uns aus aller Gefangenen befreien. ER  wird uns von unserer Selbstsucht und unseren selbstzerstörerischen Fesseln loslösen, wenn wir es ihm erlauben.
Lasst uns zu ihm zurückkehren, lasst uns das Sakrament der Versöhnung in Anspruch nehmen, lasst uns ihn in der Heiligen Kommunion empfangen, und ihm erlauben, in unseren Herzen zu regieren.
Lasst uns seine Gebote halten und in Ihm bleiben. Wenn wir dem HERRN folgen, und die Wahrheit in Liebe verkünden, werden andere uns hassen und ablehnen. So haben sie auch Jesus und Jeremia behandelt. Aber Gott wird uns nicht im Stich lassen.
Gott wird immer bei uns sein: „Sie werden gegen dich kämpfen, aber nicht über dich herrschen, denn ich bin mit dir, um dich zu retten, sagt der Herr“ (Jer. 1, 19).

Tuesday, January 24, 2012

ABTREIBUNG ZERSTÖRT FRIEDEN


Pro-Life Veranstaltungen in den USA zur Vorbereitung für den Pro-Life Marsch Von Dr. Edith Breburda


ROM, 24. Januar 2012 (ZENIT.org). - „Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes.“ Ein Zitat von Mutter Theresa von Kalkutta während ihrer Rede am 10. Dezember 1979, als ihr der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Der 23. Januar 2012 ist für viele Amerikaner ein besonderer Bußtag, sie gehen auf die Straßen in allen großen Städten der USA. „50 Millionen Kinder wurden allein in den USA in den letzten 39 Jahren abgetrieben. Viele von ihnen wären heute unter uns, auch in den Kirchen, um mit uns zu beten“, betonte Bischof Olmsted am 22. Januar 2012 während der Pro-Life Messe in Phoenix (Arizona).


Heutzutage lehren uns besonders junge Menschen, dass das Leben von der Empfängnis bis zum Tod beschützt werden muss. Auf den Pro-Life Veranstaltungen in Washington, San Francisco und anderswo sieht man viele Jugendliche, die den Älteren eine klare Botschaft übermitteln. Nach dem „March for Life“ [Marsch für das Leben] trifft man sie in Fast Food Restaurants, berichtet Maria McFadden Maffucci, Herausgeberin des „Human Life Review“. Es war nicht immer so, gibt sie zu bedenken. Als sie in den 80iger Jahren mit ihren Eltern an den Roe v. Wade-Protest-Kundgebungen gegen die Grundsatzentscheidung zur Legalisierung von Abtreibungen in den USA vom 22. Januar 1973 unterwegs war, war sie wohl die Ausnahme. Später, als sie studierte, stand sie weitgehend alleine mit ihrer Ansicht da. Kommilitonen betrachteten sie als einen absonderlichen Kautz.

Vielleicht war Maria ihrer Zeit nur voraus, denn der Bischof von Denver, James D. Conley, forderte am 18. 1. 2012 in einem Artikel seiner Diözesanzeitung Christen dazu auf, Mitmenschen ihre Pro-Life Haltung kundzutun. „Konkrete Hilfe kann diejenigen, die eine Abtreibung erwägen, davon abbringen. Jeder von uns ist dazu berufen, Zeugnis für die Menschenwürde abzulegen. Auch wenn es unangenehm ist, wir müssen unsere Pro-Life Überzeugung Nachbarn, Freunden und unserer Familie mitteilen. Wir sollen dabei weder polemisch noch streitsüchtig sein“, ermahnt der Bischof. „Christen sollen sich in Ihren Gemeinden gegen Abtreibung engagieren oder Frauen in Not persönlich helfen. Damit zeigen wir unser ernsthaftes Interesse, Abtreibung zu beenden.“ Bischof Conley prangert die Amerikanische Gesellschaft an, die, wie er sagt: „Perverserweise in Abtreibung einen Garant für die Freiheit sieht“. Der Bischof zitierte eine Erklärung des Präsidenten der USA vom 23. Januar 2011. Der Präsident sagte damals:

Die Gesetzgebung von Roe v. Wade hilft uns sicherzustellen, dass unsere Töchter die gleichen Rechte, die gleiche Freiheit und die gleichen Möglichkeiten, sich ihre Träume zu erfüllen bekommen wie unsere Söhne.“ Bischof Conley bezeichnet diese Sicht als eine „tragisch konfuse Perspektive“. Wir können nicht die Rechte unserer Söhne und Töchter schützen, indem wir fundamentale, unverzichtbare, uns von Gott gegebene Rechte, wie das Recht auf Leben, leugnen, schreibt der Bischof.

„Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, die es mit allen Mitteln zu verhindern gilt“, erläuterte der designierte Kardinal Timothy Dolan/New York, Vorsitzender der Amerikanischen Bischofskonferenz, am 20. Januar 2012. Er protestierte gegen die Erklärung der Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius, wonach Sterilisation, Abtreibung und Verhütungsmittel in die Krankenkassenleistungen aufgenommen werden sollen und katholische Krankenhäuser diese Leistungen anbieten und durchführen müssen. Katholische Einrichtungen haben bis August 2013 Zeit, das neue Gesetz zu umzusetzen. Feministinnen jubeln. Katholische Universitäten sollen verpflichtet werden, nun auch Kontrazeptiva an ihre Studentinnen auszugeben. Medizinische Fakultäten an Katholischen Universitäten müssen ab August 2013 Pflichtvorlesungen über Kontrazeptiva abhalten und Studenten ausbilden, damit sie Abtreibungen durchführen können. Abtreibungen wurden bisher von katholischen Krankenhäusern in den USA nicht durchgeführt.

Erzbischof Dolan, der mehrmals den Präsidenten der USA aufgesucht und gebeten hat, von dem Gesetz abzulassen, da dieses gegen die in der Verfassung der USA ausdrücklich garantierte Religionsfreiheit gerichtet ist, intervenierte vergebens, berichten US Medien.  Erzbischof Dolan und seine Mitbrüder im Bischofsamt sind entrüstet. Katholiken sollen gezwungen werden, zwischen ihrer Gesundheit und dem Gewissen zu entscheiden. Die Regierung entwürdigt damit sowohl das Gesundheitssystem als auch die Religionsfreiheit, erläuterte Erzbischof Dolan.

Bisher konnten sich Ärzte, Apotheker, Krankenschwestern und medizinisches Personal auf ihr Gewissen berufen. Obwohl es auch schon Fälle gab, wo Apotheker ihre Lizenz verloren haben und sofort entlassen wurden, wenn sie die Ausgabe von Verhütungsmitteln aus Gewissensgründen verweigerten. Ein solcher Fall ereignete sich 2008 in Wisconsin, Madison. Der Apotheker verlor sofort seinen Job und saß arbeitslos auf der Straße. Erst später erhielt er in einem anderen US Staat eine neue Anstellung. Bedeutet das neue Gesetzt ein generelles „Aus“ für alle Katholischen Gesundheits-Einrichtungen in den USA?

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