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Friday, January 8, 2016

Ändert sich mit dem Trend zu Chemsex unsere Einstellung zu einer Vergewaltigung?

Dr. Edith Breburda
 
Christliches Forum, 21. Jan. 2016

Es werden immer mehr psychoaktive Drogen konsumiert, um die sexuelle Lust zu steigern. Verändert sich dadurch unsere Einstellung gegenüber Sex. Und was passiert, wenn eine Lehrerin, die Sexualstraffällige in einem US-Gefängnis unterrichtet, von einem ihrer Schüler vergewaltigt wird?

Zwei Jahre hatte die Justizanstalt im US-Bundesstaates Anschuldigungen abgestritten, dass der Gefangene Jacob Harvey seine Lehrerin vergewaltigt hatte.
Auch jetzt noch sind sie der Meinung, keinerlei Schuld an dem Verbrechen zu haben. “Der Staat gibt keinerlei Haftung oder Fehlverhalten zu”, hieß es in dem Schreiben des Schlichtungsverfahrens vom 4.1.2016.
Trotz allem bekam die Lehrerin 3 Millionen US-Dollars Schmerzensgeld ausbezahlt.
Man kann auch sagen: Der Staat sagt, er hätte nichts falsch gemacht, zahlt jedoch 3 Millionen an eine Person der angeblich nichts passiert ist. Man beharrt darauf, das Gefängnis habe keine Schuld an der Vergewaltigung, weil alles korrekt gehandhabt wurde.
Im Januar 2014 wurde eine Lehrerin beauftragt, sieben Sexualstraftäter im Arizona Staatsgefängnis Complex-Eyman eine Prüfung abzunehmen.
 Normalerweise finden solche Examen in einem mit Kameras ausgestatteten Raum unter Aufsicht von Gefängnisbeamten statt. An diesem Tag jedoch war eine andere Veranstaltung. Die Lehrerin war mit den sieben Häftlingen ohne Begleitschutz in einem nicht überwachten Raum. Man gab ihr ein Funkgerät, welches sie bei Bedarf benutzen sollte. Nach der 90 minütigen Prüfung, in der kein Aufseher vorbeigeschaut hatte, verließen sechs Häftlinge den Raum, um ohne Begleitung ihre Zellen aufzusuchen.
Jacob Harvey, der eine 30 jährige Gefängnisstrafe absaß, blieb zurück. Er hatte eine Frau vor den Augen ihres kleinen Sohnes vergewaltigt.
Der Zwanzigjährige attackierte die Lehrerin von hinten, schmiss sie auf den Boden, schlug ihren Kopf mehrmals auf den Boden, stach mit seinem Bleistift in ihren Augen, riss ihr die Kleider vom Leib und vergewaltigte sie. 
Auf die Schreie der Lehrerin kam keine Hilfe. Nachdem alles vorbei war, eilte sie zu ihrem Funkgerät. Nur die Frequenz darauf wurde schon lange nicht mehr von den Gefängnisaufsehern benutzt.
Harvey bekannte sich im August zu der Vergewaltigung. Es kam zu keinem Verfahren. Seine Gefängnisstrafe muss er nun bis zu seinem Tod absitzen.
Die Strafvollzugsanstalt, die 14.000 Dollars zahlen sollte, weil sie die Lehrerin nicht schützte, legte Berufung ein. Sie beantragten weiterhin, den Fall nicht weiter zu behandeln. Die Lehrerin habe doch gewusste, dass sie in einem Gefängnis unterrichtet, was habe sie denn erwartet. Der Staatsanwalt schrieb: „In einem Gefängnis zu unterrichten, unterscheidet sich nicht von Situationen, denen sie alltäglich ausgesetzt ist. Das Risiko, in einem Gefängnis angegriffen zu werden, existiert im Eyman Gefängnis. Wenn die Klägerin die Gefahr ihrer Situation richtig eingeschätzt hätte, hätte sie etwas dagegen tun können. Es ist also ihre eigene Schuld, dass sie vergewaltigt wurde.“
Generalstaatsanwalt Mark Bronvich erklärte am 4. Januar 2016, es sei richtig gewesen, einen Vergleich mit der Lehrerin anzustreben. „Ich kann Ihnen versichern, dass unsere Anwälte sich sehr genau unseren Fällen widmen. Wir messen Erfolg darin, das Richtige zu tun und nicht, ob wir einen Fall gewinnen.“
Aber wäre das Richtige nicht gewesen, einzugestehen, eine Mitverantwortung an der Vergewaltigung einzuräumen?
Andres Wilder, Sprecher des Gefängnisses betont: „ Wir nehmen die Sicherheit unserer Mitarbeiter sehr ernst. Aufgrund der Vergewaltigung hat sich viel geändert. Wie haben überall Kameras und jeder unserer zivilen Mitarbeiter hat ein Pfefferspray.“
Kein Mitarbeiter wurde jedoch verantwortlich gemacht, die Sicherheit der Lehrerin nicht gewährleistet zu haben. In dem Schlichtungsverfahren hieß es: „Der Staat verneint und streitet die Anschuldigungen der Lehrerin ab“. Trotzdem zahlte man der Lehrerin 3 Millionen Dollars (1).

Es stellt sich unweigerlich die Frage, warum ein so schweres Vergehen derartig abgehandelt wird? Liegt es am Trend der Zeit?
Heute greifen immer mehr Menschen zu psychoaktiven Drogen, um die Lust zu steigern und länger durchzuhalten. Ärzte warnen bereits vor Chemsex. Regelmäßig kommt es unter dem Einfluss von Amphetamin Mephedron oder Crystal zu ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die Tendenz, euphorisierende Mittel einzunehmen, welche die Herzfrequenz, den Blutdruck und die sexuelle Erregbarkeit steigern, stammt aus Großbritannien. Chemsex breitet sich rasant aus. Gammahydrosxybuttersäure, GHB und seine Vorstufe, Gamma-Butyrolacton GBL zählen auch zu den Chemsex-Substanzen. Dem Laien sind sie unter dem Namen k.o.-Tropfen bzw. Vergewaltigungsdrogen bekannt.
In einer niedrigen Dosierung wirken sie enthemmend und leicht betäubend und führen in größeren Mengen zu Bewusstlosigkeit und Atemlähmung. Oft werden sie als Liquid-Ecstasy tituliert, obwohl ihre Wirkung keine Ecstasy hervorruft. Trotz allem nimmt man Chemsex-Dorgen bewusst ein, um einen enthemmten und intensiven Sex auszuleben.
Britische Gesundheitsexperten äußern sich besorgt im Editorial des British Medical Journal über die Risiken von Chemsex. Sie fordern Aufklärung über vorsätzlichen Sex unter dem Einfluss von psychoaktiven Drogen, der hauptsächlich unter Männern stattfindet. Viele benutzen die Drogen, um ihre innere Homophobie oder das Stigmata, an AIDS erkrankt zu sein, zu überwinden. Für Stunden oder gar Tage sind sie mit verschiedenen Partnern sexuell aktiv, schreiben die Mediziner (2).
Chemsex Drogen machen stark psychisch und körperlich abhängig. Dauerhafte mentale Schäden treten auf. Gesundheitsgefährdend ist ein bis zu drei Tagen andauernder Schlafentzug. Während des Chemo-Rausches essen die Konsumenten meist nichts. Desweitern fördert die Droge die Verbreitung von sexuell übertragbaren Krankheiten, weil es zu ungeschütztem Sex mit durchschnittlich fünf verschiedenen Partnern führt. Wird die Droge gespritzt, kann es zur Ansteckung mit HIV und Hepatitis-C kommen. Wenn Party-Teilnehmer erst nach mehreren Tagen die Ambulanz aufsuchen, ist es für eine Postexpositionsprophylaxe zu spät.
Dem deutschen Experte Prof. Norbert Brockmeyer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für sexuell übertragbare Krankheiten, bereitet der Trend Sorge. „Die Welle ist vor einigen Jahren aus Großbritannien herübergeschwappt. Beliebt ist die Droge vor allem bei Männern. Zunehmend beobachtet man auch heterosexuelle Partyszenen die Gebrauch von Chemsex machen“, sagt er. Borckmeyer ist Direktor des Zentrums für sexuelle Gesundheit und Medizin der Ruhr-Universität Bochum. 15 Prozent seiner Patienten, die an Geschlechtskrankheiten leiden, haben bereits Chemosex Drogen konsumiert. „Chemosex-Praktizierer seien auf den ersten Blick nicht die typischen Drogenkonsumenten. Es handelt sich eher um gut gestellte Akademiker zwischen 40 und 60 Jahren. Sie sehen sich nicht als Drogenabhängige. Es geht ihnen scheinbar nur um ein wenig Spaß. Ein Risikobewusstsein existiert oft nicht, und so verzichtet man auf Safersex. Das größte gesundheitliche Risiko, neben der ganzen Palette an Sexualkrankheiten, ist, dass es zu Organschäden und psychischen Problemen kommt. Um tagelang bei Sex-Partys durchhalten zu können, werden die Stoffe kombiniert. Am Ende hat jeder sechs bis acht verschiedene Substanzen im Blut. Todesfälle kommen immer wieder vor.“
Eine englische Untersuchung „The Chemsex-Study“, bei der Wissenschaftler homo-und bisexuelle Männer interviewten, bestätigte, dass die Versuchung sehr hoch ist, immer wieder zu der Droge zu greifen. Viele der Konsumenten wollen ihren Mangel an Selbstvertrauen und sexuellem Selbstwertgefühl überwinden. Einige Männer geben an, „dass die Drogen Sex überhaupt erst möglich machen, weil sie die Anbahnung massiv erleichtern. Für viele ist ein Geschlechtsverkehr ohne Drogen nicht mehr vorstellbar. Sie erleben kein Gefühl der Befriedigung, sondern wollen nur noch mehr Sex haben,“ sagt Dr. Steffen Tauber, Projektkoordinator der deutschen AIDS Hilfe, der sich mit dem Thema Chemsex befasst.
Die englische Studie kommt überein, dass es sich mehr um eine Sucht, als um ein Genussverhalten handelt. Die Droge steigert zwar das Lustempfinden. Die meisten Männer waren jedoch mit ihrem Sexualleben unzufrieden, weil es nicht im Rahmen einer festen Beziehung mit einem Partner stattfindet, zu dem sie sich verbunden fühlen.
Dr. Tauber sieht Chemsex eher als ein Phänomen des Zeitgeistes. „Überall gilt heute der Anspruch: schneller, weiter und höher. Da mag die Suche nach extremeren Sex dazu gehören. Allerdings wurden zu allen Zeiten Drogen genommen und mit Sex kombiniert (3).“

Quellen:
1) Laurie Roberts: Prison rape costs us $3 million but DOC did nothing wrong? Arizona Republic, 6. Jan. 2016
2) McCall H. et al. What is Chemsex and why does it matter? BMJ, 2015;351:h5790, 3. Nov. 2015
3) Bourne A et al. The Chemsex Study: drug use in sexual settings among gay and bisexual men in Lambeth, Southward and Lewisham, London School of Hygiene & tropical medicine, 2014
Habich I. Drogen-Orgien: Make love, not Chemsex. Dochcheck, 6. Jan. 2016

Tuesday, March 3, 2015

Sex-Kult aus Neugierde -wie sind wir da hingekommen?

Dr. Edith Breburda

Am 26. Februar 2015 wurde Mohammad Hossain, ein 19-jähriger Student aus Chicago, verhaftet, nachdem er in das Zimmer einer Studentin einbrach, sie fesselte, mit einem Gürtel schlug und vergewaltigte. Das Mädchen wehrte sich. Der Student gab zu seiner Verteidigung an, er wäre von dem Film: Fifty Shades of Grey inspiriert worden und wollte die Szenen, die er dort gesehen hatte, nachspielen.
<< In einer Zeit, wo wir fast schon eine Epidemie von Vergewaltigungen und sexuellen Missbräuchen registrieren und versuchen diese Probleme zu loesen, preisen wir eine Filmgeschichte, in der es um Sex und Gewalt geht und die männliche Dominanz als eine verlockende und spannende Option dargestellt wird.  
Die Hochschulen verharmlosen den sexuellen Missbrauch, der sich nur allzu oft auf ihrem Campus abspielt, leider zu oft. Man redet sich heraus, alles sei möglich, solange es im gegenseitigen Einverständnis geschieht. Dadurch wird das sexuelle Klima auf dem Unigelände allerdings nicht verbessert>>, schreibt der Psychiater Dr. Aaron Kheriaty in seinem neuen medizinischen Artikel: Hooked Up and Tied Down: The Neurological Consequences of Sadomasochism.
Der Student, der die Szenen aus dem Film Fifty Shades of Grey nachspielte, war verwundert, dass ihn die Polizei nicht frei ließ, nachdem er doch die Gründe für sein Handeln genannt hatte. Viele glauben, dass der Film nun zu mehr sexueller Gewalt gegen Frauen führen wird.
Jonathon van Maren, vom Kanadischen Zentrum für Bioethische Reformen, ist der Meinung: <<Nicht jede Einwilligung ist dieselbe. Leute posaunen die dumme Idee heraus, dass wenn jemand sein Einverständnis gegeben hat, falle die Tat um die es geht nicht mehr unter die Rubrik des Missbrauchs. Wenn also jemand die Erlaubnis gibt, dass der andere ihn schlägt, ohrfeigt, erniedrigt und noch alle anderen mögliche Dinge mit ihm tut, bedeutet das dann, die Handlung sei weniger anstößig, ekelhaft oder gewalttätig? Jeder der mit Opfern von Gewalttaten arbeitet weiß, es bleibt trotzdem eine Misshandlung, auch wenn jemand seine Erlaubnis gegeben hat. Frauen, die das Buch und den Film Fifty Shades of Grey verteidigen und behaupten, sie würden ihr Sexualleben bereichern, handeln egoistisch und unglaublich fahrlässig. Der Gedanke, dass dieses Buch und der Film anderen Frauen in  den verschiedensten Situationen, vor allem junge Mädchen, die leicht zu beeinflussen sind, schaden kann, kommt ihnen nicht>>.
Die Tat von Mohammad Hossain bleibt ein Verbrechen, für das er bestraft werden muss, selbst wenn das Opfer zugestimmt hätte. Die Tat wäre die gleiche geblieben.
Müssen wir uns nicht fragen, was Teenager dazu veranlasst hat, zu denken, andere an ein Bett zu fesseln, sie zu schlagen.. würde ihrem Sexualleben gut tun?
Die Antwort liegt in den Folgen der Erbsünde. Unsere Fähigkeiten sind nahezu unbegrenzt, immer neue Wege einzuschlagen, um bei der nächsten Gelegenheit in der Sünde zu verharren, auch wenn wir sie eigentlich verachten sollten. Es sollte uns nicht verwundern, dass je mehr unsere Kultur von dem eigentlichen Sinn der Ehe Abschied nimmt, in ihren Verhaltensweisen immer bizarrer wird. Am Ende steigern sich die gewaltsamen Verhaltensweisen. Sie werden zum Ersatz für eine permanente, engagierte Liebe, die untrennbar mit der Fortpflanzung verbunden ist. Die Möglichkeiten sind endlos. Deshalb muss man sich im Klaren sein, dass Lust zurecht als Todsünde bezeichnet wird[i].

Veröffentlicht Christliches Forum
10. März 2015



[i] Jansen J. Teenager arrested for „Fifty Shades“ inspired rape: How did we get there? LifeSiteNews, 26. Feb. 2015

Friday, March 1, 2013

Testosteron und die Pille danach


Dr. Edith Breburda

Das Männer-Hormon Testosteron wird oft mit ungezügelter Gewalt in Zusammenhang gebracht. Gerade jetzt wird viel  über Vergewaltigung und die Pille danach diskutiert. Wird die Zudringlichkeit der Männer durch ein Hormon gesteuert? Das "Handbook of Crime Correlates" untersucht, ob Testosteron und Kriminalität zusammenhängen. Oscar Pistroius wurde plötzlich zum Paradebeispiel des Mythos um Testosteron. Der Titel der Münchner Abendzeitung lautete: "Schoss Pistorius im Testosteron-Wahn?" Zu diesem Zeitpunkt wusste man noch nicht, welchen Inhalt die Ampullen enthielten, die man bei Pistorius fand.
In der Tiermedizin redet man von Hengstmanieren und kastriert ein Tier, um es umgänglicher zu machen. Oft nimmt man dafür in Kauf, wertvolles Genmaterial zu verlieren. Besonders erfolgreiche Pferde werden deshalb für Unmengen von Geld geklont.
Dass männliche Vögel während der Paarungszeit aggressiver werden, haben Verhaltensforscher als "Challenge-Hypothese" bezeichnet.
Wissenschaftler meinen, Männer werden zunehmend aggressiver, wenn ihre Testosteron Werte signifikant erhöht sind. US-Verteidiger plädieren bei sexuellen Gewalttätern mit hohen Testosteronwerten auf mildernde Umstände.
Karin Kneissel, eine führende Nahostexpertin, betitelte ihre letztes Buch: "Testosteron macht Politik".
Die Autorin beobachtete, dass sexueller Frust Männer in den Aufstand treibt. Als Beispiel gibt sie den Arabischen Frühling an. Bei der Revolution auf dem Tahrir-Platz in Kairo waren auffällig wenig Frauen anwesend.
Kneissel ist der Meinung: "...das hat weniger mit den Moralvorstellungen als vielmehr mit sexuellem Frust zu tun. Strengere Moralvorschriften als noch vor 30 Jahren verwehren unverheirateten jungen Menschen in Ägypten jeglichen sexuellen Kontakt. Die sexuelle Frustration bei jungen Männern treibt den Umsturz voran", schreibt sie.
So sieht Kneissel auch mit zunehmender Besorgnis die Zunahme von Männern in China infolge der Einkindpolitik. "Männer weisen fast zehnmal soviel Testosteron auf als Frauen, und das führt zu einer größeren Risiko- und Aggressionsbereitschaft", erklärt sie in ihrem Buch.
Wissenschaftler streiten, ob diese These wahr oder falsch ist.
 "Der Nachteil vieler Studien ist, dass sie lediglich den Testosteronspiegel der Probanden mit deren Verhalten vergleichen. Denn Testosteron beinflusst nicht nur das Verhalten, sondern auch den Hormonspiegel", erläutert Dr. Matthias Wibral vom Zentrum für  Neurowissenschaften der Universität Bonn.
Eine interessante Frage stellt Michael van den Heuvel in seinem Artikel: "Testosteron: Der Aggro-Mythos"(erschienen im DocCheck vom 25.2.2013): Können Hormone  zum Mörder machen? Wir assoziieren Oscar Pistorius mit Spitzensport, Mord und Doping.
Kann der durch Testosteron-Einnahme auftretende Hemmschwellverlust toleriert werden? Und fallen nicht auch Hemmschwellen, wenn eine Vergewaltigung durch die Einnahme der Pille danach keine weiteren Folgen für den Vergewaltiger mit sich bringen? Jeder Samenspender muss fürchten, dass er herangezogen wird, Alimente zu zahlen.
Verharmlosen wir die Vergewaltigung, wenn wir sagen, ein Schwangerschaft entsteht erst, wenn der Embryo sich am 7.-9. Tag nach der Empfängnis in der Gebärmutter einnistet.
Einige reden sogar fälschlicherweise von einem "Präembryo-Status", in dem sich der Mensch in seiner Embryonalentwicklung vor der Nidation befindet. Ohne uns bewusst zu sein, dass es sich bei einem "Präembryo" im eigentlichen Sinne des Wortes um eine befruchtete Eizelle handelt. Vertuschen wir damit biologische Fakten?  - dass neues Leben mit der Befruchtung entsteht.
Hormonpräparate, welche -nebenbei gesagt- horrende Nebenwirkungen haben, sind auf einem zweifachen Wirkprinzip aufgebaut. Einmal beeinflussen sie die Aktivität der Eierstöcke und danach die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos. Wenn der Eisprung trotz allem stattfindet, kann sich der Embryo nicht einnisten. Die Pille danach kann somit eine frühabtreibende Wirkung haben.  

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