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Tuesday, August 27, 2019

Free download - Gentopia, das gelobte Land. August 31. bis September 1. 2019


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Das vorliegende Buch ist eine aufschlussreiche und informative Lektüre, die den Leser aufrütteln will. Die Autorin hebt in verständlicher und fundierter Weise die beunruhigenden Ergebnisse und die "unbeabsichtigten Folgen" einer wissenschaftlichen Elite hervor, die sich auf ihre eigenen Interessen konzentriert, ohne zukünftige Konsequenzen zu berücksichtigen. 
Wer sind diese Wissenschaftler mit ihrer "schönen neuen Welt"? Was versprechen sie uns und wie analysieren sie ihre Forschung? Vor allem aber: Was antworten wir denen, die deren Arbeit blind unterstützen? Wie sind wir überhaupt dazu gekommen, unseren Planeten derart zu entstellen, dass viele vor den schwerwiegenden Wirkungen genetischer Manipulationen warnen? 
Beginnen wir folglich bald damit, einen GMO-Menschen zu züchten, dessen Nachkommen im Labor in einer künstlichen Gebärmutter ausgetragen werden? 
Doch sollten wir uns nicht erst einmal darauf besinnen, eine verantwortungsbewusste Forschung zu betreiben, die mehr auf die Umweltgesundheit als auf Profit Wert legt, bevor wir in unserem "Machbarkeitswahn" hochtrabende Pläne hegen? 
Selbst wenn der Mensch in der Lage wäre, sich selber zu "erschaffen", muss er dennoch früher oder später einsehen, dass er bereits zum jetzigen Zeitpunkt ein Desaster heraufbeschworen hat. 
Die Bioethik kann schon lange nicht mehr mit unserer Biotechnologie mithalten - und so ist uns eine kontrollierende Instanz abhanden gekommen. Ja, selbst einen allwissenden Schöpfer, der die Fäden in der Hand hält, haben wir früh genug ausgeschaltet. 
Zumindest leiten wir damit das Ende der einzigartigen Sonderstellung des Menschen bzw. der humanen Exklusivität ein. 
Das Anliegen dieses Buches ist es, Laien einen Überblick über die zurzeit am meisten diskutierten biotechnologischen Errungenschaften zu vermitteln. 
In einer lockeren Art und doch mit dem nötigen Fachwissen greift die Autorin auch in diesem Buch umstrittene Themen auf, die sie uns in einer unkomplizierten Weise nahe bringt. Sie verwandelt ein eher trocken wirkendes Thema in ein spannendes und unterhaltsames Lese-Ereignis, das Perspektiven in zahlreichen wissenschaftlichen und bioethischen Kontroversen aufzeigt.

Wednesday, April 30, 2014

Eine Bestandsanalyse: Biotechnologien versus Gottes Schöpfung

In 100 Jahren soll alles besser und schöner werden

Dr. Edith Breburda

siehe auch: Christliches Forum 17. April, 2014

Die Schöpfer der modernen Biotechnologien sind der Meinung der Menschheit einen besseren Dienst zu erweisen als Gottvater selber, schreibt der Bioethiker William E. May in dem Vorwort des Buches: "Promises of New Biotechnologies".

In Jesaja Kapitel 65, Vers 18. heißt es:
Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln / über das, was ich erschaffe. Denn ich mache aus Jerusalem Jubel / und aus seinen Einwohnern Freude.
Der Mensch kann gar nichts neu erschaffen, er kann nur die bereits von Gott erschaffene Materie manipulieren.

Technischer Fortschritt erhebt von jeher den Anspruch, unser Leben angenehmer zu machen. So formulieren es auch die Wissenschaftler Peter Diamandis und Steven Kotler in einem Interview am 07.01.2013 "Der technische Fortschritt bietet uns die Möglichkeit, den Lebensstandard jedes Menschen auf der Erde deutlich zu verbessern." In 100 Jahren soll alles besser und schöner werden, hören wir immer wieder aus dem Mund von Forschern. Der Grundstein dazu sei zweifelsfrei die moderne Biotechnologie. Es wird behauptet, nur durch sie könne man die gesamte Menschheit ernähren, die Menschen 100 Jahre alt werden lassen und sie von allen Krankheiten und Leiden erlösen. Die biogenetische Forschung bietet enorme Möglichkeiten bezüglich genetischer Manipulation von Pflanzen, Tieren und Menschen. Trotz allem kann sie uns, unverantwortlich und skrupellos eingesetzt, auch zerstören, wenn fundamentale ethische Normen mißachtet werden. Der britische Thronfolger Prinz Charles hat im <<Daily Telegraph>> vor der durch genmanipulierte Lebensmittel verursachten größten Umweltkatastrophe aller Zeiten gewarnt. Mit dem Anbau genetisch veränderter Pflanzen sei ein gigantisches Experiment mit der Natur und der gesamten Menschheit gestartet worden, das schon jetzt z.B. in Nordindien und Westaustralien den Wasserhaushalt stark gefährdet.

Die Behörden in Indien hatten z.B. die neuen Biotechnologien ohne Zögern in ihr Land gelassen. Sie bekamen im Gegenzug Devisen. Dadurch erhofften sie sich Hilfe für ihre ökonomische Revolution. Städte wie Mumbai und Delhi boomten. Das Land der Kleinbauern fiel jedoch zurück ins Mittelalter.
In den letzten Jahren wurde die Fläche, auf welcher gentechnisch manipulierte Saaten angebaut wurden, verdoppelt. Viele Farmer meinen, sie haben einen zu hohen Preis gezahlt bei ihrem Versuch, der Armut zu entrinnen.
Es wird berichtet, dass sich monatlich tausende Bauern das Leben nehmen wegen der Krise, in der sie stecken. Einfache Bauern vergiften sich mit den teuren Pflanzenschutzmitteln, die sie eigentlich auf ihre genmanipulierten Pflanzen aufbringen sollten. Viele hatten sich Geld geliehen, um GM-Saatgut zu kaufen.
Man spricht von einem genmanipulierten Genozid. Vielen Bauern wurden hohe Pflanzenerträge vorhergesagt, wenn sie ihre boden- und klimaangepassten Pflanzensorten gegen genmanipuliertes Saatgut eintauschen. Die Versprechungen das schnelle Geld zu verdienen, wurde vielen Bauern in Indien zum Verhängnis. Als die Ernte wegen Trockenheit zum Misserfolg wurde, hatten sie tiefe Schulden und wussten keinen anderen Ausweg als Selbstmord.

Exzessive Bewässerung, Sekundärversalzung und Düngung haben Millionen Hektar Agrarland unbrauchbar gemacht. Der Wasserbedarf in China, Indien, Zentral- und Südostasien steigt dramatisch. Im Nahen Osten wird der Wasserbedarf aus fossilen Grundwasserspeichern gedeckt. Das Wasser ist mit natürlicher Radioaktivität belastet und könnte schon bald zur Neige gehen

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit mehr als 200 Millionen Menschen, vor allem in Ländern Afrikas und Asiens, durch Schadstoffe in der Umwelt gefährdet sind. Ein Fünftel aller Todesfälle in Drittländern werden durch Umweltgifte verursacht. Auf Java gefährden Schwermetalle und Pestizide bis zu fünf Millionen Menschen. Der französische Forscher Séralini kam 2014 in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Pestizide viel giftiger seien als von den Herstellern deklariert wird. Man vermutet, dass vermehrter Kontakt zu Pestiziden, dem Farmer ausgesetzt sind, zu  einer geringeren Spermienzahl und Unfruchtbarkeit führen.

Trotzdem argumentieren die großen Agrarkonzerne der USA, dass die wachsende Bevölkerung ohne Gentechnik nicht ernährt werden kann. Bei Gentechniksaatgut, das Pestizide einsparen sollte, bleibt jedoch wegen inzwischen aufgetretener Resistenzen der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden weiterhin hoch.
Als Dünger für den Genmais werden Unmengen an Stickstoff und Phosphat gebraucht. Leguminosen, die den Stickstoff der Luft nutzen können, werden nicht mehr als Zwischenfrüchte angepflanzt. Der Boden kann die unverbrauchten Nitrate jedoch nicht binden. Sie wandern ins Grundwasser. Durch Bodenerosion landen die von Bodenteilchen gebundenen Phosphate im Mississippi und fließen in den Golf von Mexiko. Dort wird das Algenwachstum gefördert. Abgestorbene Algen reichern sich an und verbrauchen Sauerstoff zu ihrem Abbau durch Bakterien. In Folge einer geringen Sauerstoffsättigung entsteht eine sogenannte <<dead zone>>. Wir verzeichnen steigende Temperaturen der Ozeane; niedrige Sauerstoffgehalte, Umweltverschmutzung z.B. durch Plastikmaterial, Versauerung der Meere durch CO2. Die im Wasser zunehmende Kohlensäure macht es Algen, Muscheln und Krustentieren schwerer, ihre Kalkskelette aufzubauen.
Auch in den Großen US-Süßwasser-Seen haben sich Todeszonen entwickelt. Ganz so, wie im Golf von Mexico, sterben auch dort die Fische. Nicht einmal die kleinsten Wasserinsekten haben genug Sauerstoff. 40 Prozent des wichtigsten Süsswasser-Reservoirs der USA sind betroffen.

Eine kritische Untersuchung der Grünen im EU-Parlament kam zu dem Ergebnis, dass die Gentechnik der Landwirtschaft keine ökonomischen Vorteile bringt. Die Ernteerträge der in den USA praktizierten Gentechnik-Anbaumethoden sind nicht höher als in der normalen Landwirtschaft, wie sie in West-Europa angewandt wird.

Wie sehen die Errungenschaften der genetischen Manipulationen in der Tierzucht aus? Viel Tierquälerei ist mit dieser ineffizienten Technik verbunden. Allein für das erste Klonschaf Dolly wurden unzählige Eizellen verbraucht und Leihmuttertiere gequält.
Zuletzt sind geklonte Jungtiere oft recht schwächlich und sterben kurz nach der Geburt.
Und trotzdem übernimmt man reproduktionsmedizinische Techniken aus der Tiermedizin.

Die Wissenschaftler stehen schon lange unter dem Druck, gesunde Babys im Labor mit Hilfe der In-Vitro-Befruchtung zu erzeugen, die keine Erbkrankheiten haben. In-Vitro-Fertilisation bewirkt allerdings Leihmütter-Schwangerschaften, tiefgefrorene Embryos, Donorkinder mit unzähligen Halbgeschwistern, humane embryonale Stammzellforschung und Pränatal- Diagnostik (PID). Künstlich befruchtete Embryos werden vor und nach der Implantation qualitätsgeprüft, um ganz sicher zu sein. Aber was, wenn man dabei feststellt, dass eine genetische Unvereinbarkeit zwischen der Schwangeren und dem Embryo besteht und man damit nicht mehr Mutter sondern nur Leihmutter ist. So wie es bei einer vertauschten Implantation am 4. Dezember 2013 in der Fruchtbarkeitsklinik des Sandro-Pertini-Krankenhauses in Rom passierte. Man will bestimmen, wann und wo man schwanger wird. Sonst gäbe es nicht Bewegungen wie die Single Mothers By Choice. Eine Gesellschaft, die 1981 von der Psychotherapeutin Jane Mattes in den USA gegründet wurde, um Frauen zu helfen, auch ohne Mann ein Kind zu bekommen. Unbeachtet des wachsenden Unmutes der In-Vitro-Kinder, die ein Recht darauf haben, wer ihr Vater ist und unbeachtet der Skandalmeldungen, dass damit ein Mann theoretisch und auch schon praktisch mehrere hundert Nachkommen haben kann. Vielleicht gibt uns die brandneue Studie: Traces of Trauma in Sperm RNA, aus Nature Neuroscience vom 13. April 2014 zu denken, die herausfand, dass traumatische Erlebnisse über die microRNAs der Spermien weitervererbt werden können. Über extreme und stressreiche Erlebnisse, die ein Samenspender hatte, steht nichts in den einschlägigen Spenderkatalogen. die man legal oder auch illegal sichtet, wenn man einen Samenspender für sein Kind sucht und so hat man am Ende eventuell ein Wunschkind mit Verhaltensauffälligkeiten. Es handelt sich hierbei um  molekulare Vererbungsprozesse des männlichen Wesens.

Juanita H. Williams, beschreibt in ihrem Buch: "Psychology of Women" die Frauen, die am engsten mit der Schöpfung verbunden sind. Ihr Zyklus steht in einer Beziehung zu den Umlaufstadien des Mondes, schreibt sie.

Biomedizinischer Fortschritt ermöglicht der Frau, ihre sogenannte reproduktive Freiheit auszuleben und so die Sexualität von der Fortpflanzung zu entkoppeln. Sigmund Freud  sagte: <<Die Abkehr von der reproduktiven Funktion ist das gemeinsame Merkmal aller Perversion>>.
Die biomedizinischen "Schöpfer", die eigentlich nicht viel anderes tun, als die Gegebenheiten der Natur in ihrem Interesse zu manipulieren, sind so gesehen das krasse Gegenstück zum Göttlichen Schöpfer.
Siehe: Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst? ·  ISBN-10: 0615926657
·  ISBN-13: 978-0615926650, Kindle ebook, ASIN: B00GPW1CR2




Monday, March 24, 2014

Kein Wasser - keine Ernte - keine Jobs

Umweltschutz versus Landwirtschaft in Kalifornien/USA
Dr. Edith Breburda

Mit der Erfindung von genetisch manipulierten Feldfrüchten wollte man die Welternährung sichern; Ungeziefer den Garaus machen und damit die Ernteerträge steigern. Doch wie sieht es in Wirklichkeit mit den GMO's aus? Waren die Ziele zu hoch gesteckt und revangiert sich nun die Umwelt?
Moderne Biotechnologien stecken immer noch in den Kinderschuhen und doch stehen wir vor noch größeren Problemen, als vor der Zeit der genetischen Manipulationen.
Einen kleinen Wurm, den Corn Rootwurm, wollte das Agrarbusiness vernichten, indem der Bazillus Thuringensis (BT) in die Maispflanzen eingebaut wurde. Inzwischen wurde der Wurm jedoch gegen das Gift, welches der Bazillus freisetzt, resistent. Darüber berichtet eine Studie in der Fachzeitung Proceedings of the National Academy of Science vom 17. März 2014. Den Ratschlag, den die Experten liefern ist, man hätte BT-Mais neben herkömmlichen Maissorten anbauen sollen, um derartige Resistenzen zu verhindern. 
Ist so ein Ratschlag überhaupt realistisch in einem Land, wie den Vereinigten Staaten von Amerika? Pflanzen-Diversität und der Vorrat von Saatgut ist zwar der Grundstein für eine Zivilisation. In vielen Ländern werden heute jedoch Landwirte gezwungen, patentierte GMO-Pflanzensorten zu kaufen. Auch dürfen sie kein eigenes Saatgut verwenden. Dabei besteht die Gefahr, dass Sorten durch Krankheiten verloren gehen und andere Sorten nicht mehr zur Verfügung stehen. In den Vereinigten Staaten sind 90% der Pflanzen genverändert. Genmais der ersten Generation ist seit 1995 auf dem Markt. 2013 wurde in den USA auf einer Gesamtfläche von 70 Millionen Hektar genmanipuliertes Saatgut ausgebracht. Deutschland hat eine Staatsfläche von 35 Millionen Hektar.
Die Gentechnik förderte, auch in den USA, großflächige Monokulturen. 
Überall wird die gleiche Maissorte angebaut, egal, ob es sich um ein trockenes oder feuchtes Gebiet handelt. Viele der ursprünglichen landwirtschaftlichen Sorten, die an die Umwelt angepasst waren, sind nicht mehr vorhanden. Moderne Pflanzen, die als Monokulturen angebaut wurden, haben das verursacht. Große Agrarmonopol-Firmen verkaufen patentierte genmanipulierte Mais-, Soja-, Raps-, und Baumwollsamen. Selbst In Indien, einem Land, berühmt für seine Baumwolle, werden 95 Prozent der Baumwolle von der US-Biotechnik-Firma Monsanto kontrolliert, mit dem Ergebnis, dass bereits 250.000 Bauern in Indien Selbstmord begangen haben und damit die Zukunft ihre Kinder vollends zerstörten.
Jedoch nicht einmal Wissenschaftler, wie der französische Genforscher Professor Gilles-Eric Séralini, der 2012 in einem wissenschaftlichen Journal Rattentumorfotos mit der dazugehörigen Schockstudie: <<Genmais macht Krebs>>, publizierte, konnte sich gegen die GMO's durchsetzen. Auch die Feststellung von Prof. Séralini, dass Pestizide viel giftiger sind, als von den Herstellern deklariert wird, ließ am  "Erfolg der GMO's" keine Zweifel aufkommen.
Die Furcht, dass genetisch variierte Kulturpflanzen letztendlich zu einer Hungersnot führen können, ist durchaus gerechtfertigt. 
Mais ist zum Beispiel eine Pflanze, die in sehr trockenen Gebieten wächst. Später gab es Sorten, die genau dem jeweiligen Klima der Region angepaßt waren. Es gab Maissorten für arme Böden in trockenen Gegenden und in feuchteren Landstrichen. Bauern benutzten ihr eigenes Saatgut. Es gab Fruchtfolgen und Zwischenfrüchte, wie Leguminosen. Diese sicherten den Stickstoffgehalt im Boden. Jedes Jahr wurde die Anbaufrucht gewechselt. Doch all das existiert heute nicht mehr.
Der britische Thronfolger Prinz Charles hat vor der durch genmanipulierte Lebensmittel verursachten größten Umweltkatastrophe aller Zeiten gewarnt. Mit dem Anbau genetisch veränderter Pflanzen sei ein gigantisches Experiment mit der Natur und der gesamten Menschheit gestartet worden, das schon jetzt z.B. in Nordindien und Westaustralien den Wasserhaushalt stark gefährdet. (Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst, vernichten wir uns selbst, ISBN-10: 0615926657, ISBN-13: 978-0615926650).

Am 20. März 2014 publizierten die Environmental Research Letters, dass die zunehmende Erwärmung durch den Klima-Wandel vor allem den Haupt-Feldfrüchten schadet. Mais, Sojabohnen und Weizen sind besonders anfällig für hohe Temperaturen und der Ernteverlust könnte bis zum Ende des Jahrhunderts  bis zu 52% betragen.
Im Frühjahr 2014 klagen Amerikaner, dass sie mehr Geld für ihr Frühstück ausgeben müssen, weil Kaffee, Orangensaft und Bacon teurer geworden sind. Bauern schlachteten ihre Schweine, weil sie wegen Trockenheit kein Futter mehr hatten.
Dazu kommt der porcine epidemic diarrhea Schweinevirus, der im Winter 2013 die Wildschweine der USA befallen hat. Man befürchtet, dass die Durchfallkrankheit auch die Hausschweine infizieren und ein Ferkelsterben von 80-100% bewirken könnte. Die Kaffeepreise steigen, bedingt durch eine Dürre in Süd-Brasilien, dem größten Kaffeeanbaugebiet der Welt. Das sogenannte Citrus-greening, ausgelöst durch eine Milbe, zerstört Orangenplantagen in Florida (Rothwell S. Prices spike for breakfast food. The Arizona Republic, 22.3.2014). 
Schon heute wird über eine Wasserknappheit in Kalifornien berichtet. Mit Kalifornien assoziiert man Hollywood oder Silicon Valley. <<Einen Platz wo alles grüner, wärmer, feuchter und wilder ist>>, singt Katy Perry aus Santa Barbara in ihrem Lied <<California Gurls>>. Kaum einer denkt an Kalifornien als das Land, welches die Hälfte aller Früchte und Gemüsearten in den USA produziert. 98% der Mandeln, Pistazien und Walnüsse wachsen in dem US-Bundesstaat des früheren Gouverneurs Arnold Schwarzenegger. 1/3 der Milch liefert Kalifornien. Die Lebensmittelkette "Trader Joe" (ALDI), bezieht seinen Wein aus Kalifornien.
Für Kaliforniens Politiker steht der Tierschutz über der Landwirtschaft. Die Lebensmittelproduktion leidet darunter. Bisher war es nur die Trockenheit, die den Bauern zusetzte. Mark Watt, ein Rinder-Farmer der dritten Generation, ist überzeugt, dass die Wasserknappheit, unter der die Farmer in Kalifornien leiden, menschenverursacht ist. Umweltschützer existieren für ihn nicht. "Viele von denen kümmern sich nicht um die Natur, das sind alles nur Querulanten." Neulich sprach er mit einem Kongress- Abgeordneten und dieser eröffnete ihm, er wolle 1,3 Millionen Acres Farmland in Sumpfgebiete umwandeln. Und nächstes Jahr sollen die Bauern noch mehr Land verlieren, Es handle sich angeblich um Maßnahmen, die dem fallenden Grundwasserspiegel entgegenwirken sollen, so der Abgeordnete. Melonen, Broccoli, 72 Millionen Salatköpfe, Paprika und Krautköpfe müssen schon jetzt aus Mexiko importiert werden. Bauern im Central Valley lassen bereits ihr Land wegen Wassermangel brach liegen. Ausgenommen davon sind ihre Mandelbäume. Sie zahlen viel Geld, um ihre Bäume halten zu können. Vor ein paar Jahren kostete es 40 Dollars, um einen Acre Land zu bewässern. Heute ist der Preise auf 1.300 Dollars gestiegen. Bauern graben tiefe Brunnen, wobei jede einzelne Bohrung bis zu 1 Million Dollars kostet. Die Brunnen versiegen jedoch nach 5 Jahren. Daneben ist das Grundwasser oft zu salzig, um Feldfrüchte damit zu bewässern. Farmer im Osten des Central Valleys haben noch genug Wasser in den Brunnen, fangen aber auch schon an tiefer zu bohren. Mark Watt ist besorgt, nicht mehr zu verändernde Umwelt-Schäden anzurichten, wenn er seinen Brunnen leer-geschöpft hat. "Wenn das Wasser verbraucht ist kann es nicht mehr erneuert werden", gibt er zu bedenken. Politiker machen den Klimawandel und die Trockenheit dafür verantwortlich, dass die Bauern kein Wasser mehr haben. Selbst im Jahr 2006, als es viel regnete und schneite, erhielten sie nur 45% des benötigten Wassers zur Bewässerung. Die Administration verkündete, sie müsse Fische, wie den 7 cm langen Delta-Smelt, den Steelhead Fisch oder Chinook Lachs, schützen. 1992 wurde bereits  das Central-Valley Projekt gestartet, wonach riesige Wasserflächen den Fischen überlassen werden sollen. Dieses neue Gesetz induzierte eine regelrechte Schlammschlacht zwischen Farmern und Umweltschützern. 1994 verlangten Umweltschützer Wasser aus dem Firant-Damm zu entnehmen, um die lang verschwundene Fischerei in einem ausgetrockneten Arm des San Joaquin Flusses wiederzubeleben. 
Senatorin Dianne Feinstein unterstütze das Vorhaben, obwohl sie erst der Meinung war, dass so ein Vorhaben verheerende Folgen für 10.000 Farmer haben würde. Es handelte sich um den Kaltwasser Lachs, der das letzte Mal 1940 in diesem Gebiet gesehen wurde. Diese Fische brauchen besonders viel Wasser. Mark Watt behauptet, es ginge den Umweltschützern letztendlich gar nicht um den Fisch. Sie wollen nur das Wasser. In den letzten Jahren wurden den Farmern 400.000 Acres entzogen, um zu testen, wie sich der Lachs einleben würde. Wasser wird für alles Mögliche verbraucht, nur nicht für die Landwirtschaft. In den letzten 7 Jahren bestimmten Regulierungen, dass Unmengen von Süßwasser in das Meer abflossen, damit der 7 cm lange Smelt-Fisch nicht in den Wasserpumpen der Bauern landet. "Das ist die größte Sorge der Umweltschützer". Umweltschützer waren überzeugt, bei der Errichtung eines Dammes den Holunder-Käfer schützen zu müssen. Als der Damm dann fertig war, bestand das U.S. Army Corps of Engineers and Fish and Wildlife darauf, wegen der Flora und Fauna verschiedene Areale zu überfluten. Als diese Gebiete dann begutachtet wurden, fand man Eulen, die dort nisteten. Die Eulen wurden daraufhin vor dem Überfluten der Flächen in ein anderes Gebiet evakuiert. Dass die Eulen von alleine wegflogen und nach der "Flut" wieder zu ihren Plätzen zurück kamen, störte dabei keinen, bemerkt Mark Watt. "Die Umweltschützer sind sehr belastend für uns Farmer. Man übersieht dabei, dass die Bauern des Zentralen Tales von Kalifornien Pioniere sind, Wasser zu erhalten, um die Produktivität des Landes zu steigern." Jedes Jahr kommen Farmer aus der ganzen Welt nach Tulare zur Landwirtschafts-Ausstellung. Mr. Watt hat auf seinem Hof GPS-gesteuerte Traktoren, die selber fahren. Maschinen, welche Pistazien von den Bäumen schütteln und diese auffangen, noch ehe sie zu Boden fallen. Selbst die Bewässerung ist sehr effizient, weil Laserstrahlen benutzt werden, um das Land einzuebnen. Umweltschützer bezeichnen die Überflutung von Ackerland, die auch die Bodenentsalzung fördert, als Wasserverschwendung.
"Was machen wir, wenn unsere Kuhställe leer sind, weil wir die Tiere nicht mehr füttern können? Die Arbeitslosenzahl steigt und Eiscreme wie Häagen-Dazs wird es keine mehr geben. Früher fand man auf Plakaten in Kalifornien: <<Food grows where water Flows>> Heute kann man sagen: <<No Water = No Jobs>>".
Abgeordnete besuchen die Region, selbst der US-Präsident kam und versprach 135 Millionen Dollars Entschädigung für die Farmer. Kurze Zeit später kam der erhoffte Regen, doch um den Smelt Fisch zu schützen, wurde auch diesmal Süßwasser, das für die Bewässerung von 95.000 Acres ausgereicht hätte, in den Ozean entlassen (Finley A. The weekend interview with Mark Watt, How the other California Lives, The Wall Street Journal, March 8-9, 2014). 

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