Thursday, March 14, 2019

Genetische Veränderungen und seine unvorhersehbaren Folgen


Dr. Edith Breburda

Angefangen hat es damit, unser Pflanzen genetisch zu verändern. Wir inserierten Gene von anderen Spezies, die erstrebenswerte Eigenschaften hatten, um mithilfe von genetischer Manipulation die Welt auch weiterhin ernähren zu können.
Dass es auch anders geht, interessierte dabei nicht. Doch damit hörten die Innovationen nicht auf. Mittlerweile experimentieren Wissenschaftler mit neuen Gen-Editierungs-Technologien, wie CRISPR/cas9, um das eigene Erbgut eines Organismus neu zu gestalten.

Anhand der neuen Technologien werden z.B. Rinder dahingehend manipuliert, dass sie toleranter gegen warme Temperaturen werden. Wir haben uns daran gewöhnt, riesige Rinderherden im semiariden Klima von Arizona bzw. Kalifornien anzutreffen. Jetzt wäre es möglich, Kühe in den Tropen weiden zu lassen. Ziegen dienen der Erzeugung von Kaschmirwolle; Hasen und Schweine besitzen eine bessere Marmorierung der Muskulatur.
Nebenwirkungen, die unweigerlich bei einem genetischen Editieren auftreten, wie z.B. eine längere Zungenmuskulatur in Hasen, nimmt man dafür in Kauf.
In Schweinen eliminierte man Myostatin, ein Gen, welches das Muskelwachstum limitiert. Ohne Myostatin werden so keine Wachstumsgrenzen mehr gesetzt. Doch zum Erstaunen der Wissenschaftler hatten nun 20 Prozent der so behandelten Tiere plötzlich einen zusätzlichen Wirbelkörper entwickelt.
Aber fragen wir uns ehrlich, würden wir einen Hamburger von einem Rind essen, mit dessen Erbsubstanz im Labor herumexperimentiert wurde? Die Technologien werden bereits angewendet, um das Erbgut der Kartoffel oder des Lachses zu optimieren?
Mithilfe von molekularen Scheren alteriert man auf präzise Weise das Erbgut von Mais oder Sojapflanzen. Man hat es auf ihr Fettsäureprofil abgesehen. Kartoffeln werden nicht mehr so schnell schlecht; die Haltbarkeitsdauer nimmt zu, und wenn man sie braten will, produzieren sie keine krebserzeugenden Stoffe mehr.
Sicher haben wir von genetisch hergestellten Lachsen gehört, die zweimal so schnell wie typischer Weise wachsen. Fünf Tonnen dieses Frankenfisches wurden 2017 allein in Kanada verkauft. Keines der Lebensmittel wurde als genetisch verändert gekennzeichnet.
Und abgesehen davon, versprach Monsanto 1999, niemals ihre sterilen Terminator GMO Pflanzen zu kommerzialisieren. Das Gegenteil war dann sehr schnell der Fall: Bauern verpflichteten sich das Saatgut nur für eine Aussaat zu gebrauchen. Noch heute kritisieren viele diese Vorgehensweise.
Der nächste große Schritt ist es nun, im Erbgut des Tieres selber herumzubasteln. Bereits bei genetisch veränderten Lebensmitteln (GMO-Food), wo ein nicht zum Erbgut gehörendes Gen mit dem von einer anderen Spezies ausgebessert wurde, ist mit unvorhergesehenen Risiken für die Tiere selber und für diejenigen zu rechnen, denen GMO-Food als Nahrung dient.
Wir haben zweifelsohne große Fortschritte bei der Sequenzierung und Kartierung der Genome ganzer Organismen gemacht. Trotzdem wissen wir nicht, inwieweit einzelnen Gene eine Rolle spielen, wenn sie miteinander interagieren. Falls wir also Änderungen an Genen vornehmen, selbst, wenn diese auf den Punkt genau limitiert sein sollten, hat dieser Vorgang oft überraschende und unbeabsichtigte Folgen.
Eine davon sind die in Schweinen auftretenden Skelettveränderungen. Derartige Mutationen erweitern zwar unser Verständnis, inwieweit myostatin Gene skeletomuskuläre Modifikationen hervorrufen, und wir könnten damit herausfinden, was wir in Zukunft anders machen sollten, dennoch war es nicht unser Ziel, einen extra Wirbelkörper zu erzeugen.(1)
Und genau darin liegt das Problem. Man sollte annehmen, dass wir in puncto Geneditierung aus der Versuchs- und Irrtumsphase heraus sind, wenn wir diese Technologie bereits in Pflanzen, Tieren und auch dem Menschen anwenden.
Es geht doch darum, eine exakte Wissenschaft zu betreiben. Vor allem dann, wenn wir derart in das Genom eines Organismus eingreifen. Dieser Meinung ist zumindest Lisa Moses, Tier-Ethikexpertin der Harvard Medical School. Sie äußerte sich gegenüber dem Wall Stree Journal (2) im Dezember 2018 wie folgt:
„Wir Menschen haben eine sehr lange Geschichte, in die fein aufeinander abgestimmten Abläufe der Natur einzugreifen. Wir machen in unserer Überheblichkeit nicht mal mehr vor dem Erbgut selbest halt. Eigentlich pfuschen wir herum, ohne die mit unserem Handeln verbundenen Konsequenzen zu kennen. Wir behaupten dann noch, wir würden wissen, was wir tun und können, unbeabsichtigte Nebeneffekte genauestens abschätzen, obwohl wir schon lange die Kontrolle verloren haben.“

Das wirklich Besorgniserregende ist, dass wir nicht nur den Muskelanteil der Schlachttiere beeinflussen, sondern auch Gene herausschneiden, um bei Schweinen Krankheiten- wie dem Porcine reproductive und respiratorische Syndrome Virus vorzubeugen. Das PRRS-Virus wird von Wildschweinen übertragen und ist mittlerweile in den USA und Europa verbreitet. Zum ersten Mal trat es 1985 in Iowa auf. 1986 wurde es in Minnesota entdeckt und war dann von 1988-1989 in Ostdeutschland zu finden.
In Masttierbetrieben verbreitet sich das potentiell tödliche Virus schnell. Forscher hoffen, die Krankheit besiegen zu können, indem sie ein Stück des Erbgutes -mithilfe von CRISPR/cas9- eliminieren. Dass es sich dabei um einen permanenten Eingriff handelt, der weitervererbt wird, nimmt man gerne -um des Profites willen- hin.
Die Australierin Alison Van Eenennaam hat ihr Labor an der Universität von Davis, Kalifornien. Sie arbeitet an einem Projekt, welches vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium gefördert wird. Sie nennt es „Boys Only“. In ihrem Labor will sie einen Zuchtbullen herstellen, der nur männliche Nachkommen erzeugen kann. Und falls es sich doch um Samenzellen mit zwei XX Chromosomen handelt, hat er ein aus Bullenhautzellen hergestelltes SRY Gen in seinem Erbgut, der den weiblichen Embryo veranlasst, männlich zu werden. Man ist vor allem an einem größeren Muskelwachstum interessiert. Deshalb sollen weibliche Tiere phänotypisch einem Bullen gleichen. All inklusive – sozusagen, nur dass die Male-like Tiere keine Samenzellen produzieren können, was sie nicht automatisch zum Ochsen machen, weil diese durch eine manuelle Kastration bedingt - keine Samenzellen mehr herstellen können. Die so erzeugten Tiere produzieren ein besseres Fleisch, wachsen schneller und sorgen für einen erhöhten Umsatz. Und all das in kürzester Zeit.
Die Genetikerin Allison sieht die unvorstellbaren Vorteile, welche uns CRISPR in der Tierzucht bieten.  Durch sie erhalten wir größere und bessere landwirtschaftliche Nutztiere.
Das Geschlecht ihrer Terminator-Tiere umzuändern, ist nur der Anfang. Jeder, der mit der Genetikerin zu tun hat, wird unweigerlich ihre Ansicht über die Sicherheit von Monsantos Sojabohnen - und all den anderen Errungenschaften moderner Biotechnologien- zu hören bekommen. (3)
Andere Biotechfirmen haben sich auf Gene spezialisiert, die für das Hornwachstum verantwortlich sind. Ohne sie hätten Jungtiere weniger zu leiden, weil wir nicht mehr ihre Hörner entfernen müssen. Dass ein Kalb selten Schmerz empfindet, wenn nicht vaskularisiertes Gewebe - wie Hörner- abgetrennt wird, ist dabei nicht relevant. Oder leiden wir, wenn wir uns unsere Nägel schneiden?
„Wir zeigen die bessere Seite der gentechnischen Manipulationen“, behauptet Tammy Lee, Geschäftsführer von Recombinetics gegenüber der New York Post.(4)
Kälber ohne Hörner, um nicht zu sagen -die hornlosen Hornochsen-, sind zur Zeit auf dem Gelände der Universität von Kalifornien in Davis zu bewundern. Auch plant man Gene zu editieren, die verhindern, dass Schweine geschlechtsreif werden. Dann wäre auch die inhumane Kastration von Ebern -die zudem ohne Schmerzmittel stattfindet, damit der Ebergeruch nicht auf das Fleisch übergeht-  hinfällig.
Aber eigentlich kastriert man Mastschweine schon im Ferkelalter. Dass wir einen Eber kastrieren und dann der Tierarzt die Hoden verspeist, gehört eigentlich ins tiefste Mittelalter. Zumindest liegt es so weit zurück, als dieser Beruf noch eine Männerdomäne war.
Fest steht, Recombinetics (eine US-Firma, die Gentechnik in der Viehzucht vorantriebt) möchte nicht die Akzeptanz ihrer Verfahren schmälern. So pocht sie darauf, ihre Ware nicht kennzeichnen zu müssen, damit niemand ihr Herstellungsverfahren in Frage stellt. <Nur dann kann man Genforschung nutzen, um größere Gewinne zu erzielen>, behauptet sie.
Eine Geneditierung wird momentan nicht vom U.S.-Landwirtschaftsamt (USDA) reguliert. Natürlich kann man so eine Nahrung nicht als ein organisch hergestelltes Lebensmittel bezeichnen. Im März 2018 entschied sich das Amt, gar keine Kennzeichnung anzubringen. Nicht einmal der Aufdruck CRISPR-Edited ist notwendig, weil sonst eine Innovation des Lebensmittels gefährdet sein könnte. Und man will doch nicht hinter die Forschung anderer Länder zurückfallen. Es handelt sich dabei um ein Argument, welches immer beeindruckt. Die USA benutzte es in allen reproduktiven Techniken, die mit der Verbesserung von Pflanzen, Tieren und Menschen sowie deren Embryonen... zu tun hatte.
Viele sehen CRISPR als ein Verfahren an, das unsere Lebensmittelherstellung revolutionieren wird. Dies liegt vor allem an der lockeren Regulierung, der adäquaten Zugänglichkeit und den schnellen Resultaten, die wir mit der Anwendung von einer Geneditierung haben.
Die Europäische-Union möchte dennoch, dass geneditierte Lebensmittel genauso gekennzeichnet werden wie genetisch modifizierte Organismen. Jaydee Hanson, Sprecher des Zentrums für Lebensmittelsicherheit, bemerkt dazu:
„Dies ist die neue Art der Gentechnik, unabhängig davon, ob sie es als transgen [GMO] oder eine Gen-Editierung bezeichnen. Es muss angemessen reguliert werden. Wir sagen nicht, dass die Herstellung gestoppt werden sollte – Der Verbraucher sollte wissen, wie die Ware produziert wurde.“
Niemand kennt die gesundheitlichen Auswirkungen des Verzehrs von geneditierten Lebensmitteln. In einem Interview mit GM-Watch erklärte der in London ansässige Molekulargenetiker Michael Antoniou: „Durch eine genetische Bearbeitung können signifikante Veränderungen sowohl im landwirtschaftlichen, als auch im medizinischen Bereich auftreten. Dies macht langfristige Sicherheits- und Toxizitätsstudien unabdingbar.
Viele der durch Genomeditierung hervorgerufenen Off-Target-Mutationen werden wahrscheinlich hinsichtlich eventueller Auswirkungen auf die Genfunktion gutartig sein. Einige jedoch nicht. Entscheidend ist, dass ihre Wirkung in einem bereits vermarkteten pflanzlichen oder tierischen Endprodukt vorhanden sein kann.
Hinzu kommt, dass Veränderungen aufgrund einer Genom-Editing-Technik vererbt werden. Wir erkennen sie somit nicht sofort. Es ist daher immer noch erforderlich, langfristige Toxizitätsstudien in etablierten Tiermodellsystemen durchzuführen. Solange diese Studien nicht vorliegen, ist die Behauptung, eine Genomeditierung sei sicher, präzise und vorhersehbar, schlichtweg falsch."
Inzwischen wissen wir von vielen CRISPR bedingten Off-Target-Mutationen, die wahrscheinlich Krebs verursachen. Daran beteiligt ist mit großer Wahrscheinlichkeit das sogenannte p53 Gen, welches durch die Methode geschädigt werden kann und für die Entstehung von: Eierstock-, Darm-, Lungen-, Pankreas-, Magen-, Brust-, und Leberkrebs verantwortlich ist.
Das Argument für den Gebrauch von geneditierten Lebensmitteln ist, dass sie keine fremden Gene eingebaut haben, sondern es sich nur um eine Anpassung in der bereits vorhandene DNA handelt. Aber ist ein Stück Fleisch von einem so mutiertem Schwein -mit zusätzlichen Muskeln und Wirbeln-dasselbe wie Fleisch von einem Wildschwein?
Die US-Amerikanische Food and Drug Administration (FDA) schlug vor, Tiere mit editierter oder manipulierter DNA als Arzneimittel zu klassifizieren, was zweifelsohne zu einem Rückschlag des gesamten geneditierenden Verfahrens führen würde. Dennoch befinden wir uns in einer völlig neuen Welt, welche die Nahrungsmittelproduktion vollkommen verwandelt hat.
So schulden wir es dem Verbraucher, darüber informiert zu sein, was er auf seinem Teller hat. Nur dann kann er eine fundierte Entscheidung treffen, ob er genetisch editierte  Lebensmittel konsumieren möchte. Ohne ein Etikett mischen sich solch hergestellte Lebensmittel, wenn sie denn auf den Markt kommen, direkt in die Lebensmittelkette. So ist es zumindest bei GMO Produkten der Fall gewesen.
Weil eine genetische Veränderung dauerhaft ist und an neue Generationen weitergegeben wird, ist große Vorsicht geboten.
Während solche technologischen Fortschritte durchaus erforscht werden sollen, sollte dies trotzdem mit einer vollständigen Transparenz gegenüber dem Verbraucher geschehen. Auch muss man wissen, dass, falls alterierte DNA in unser Ökosystem gelangt, die Folgen katastrophal sein werden.(5)
So gesehen kann sich heute jeder ein relativ billiges CRISPR-Kid kaufen und damit z.B. von seinem Garten aus unsere Bienen (Pollinatoren) steril machen, auch wenn man eigentlich vorhatte, Zika-Viren tragende Mücken außer Gefecht zu setzen.
Dies alles ist kein Sciencefiction, sondern Realität. Wir sind vor allem in diese Lage gekommen, weil die Bioethik einer schnell voranschreitenden Biotechnologie hinterherhinkt und so keine Gesetzesvorgaben oder eine moralische Autorität vorhanden sind, die uns Einhalt in unserem Tun gebieten.


[1] Qian L et al.: Targetd mutations in myostatin by zinc-finger nuclease in double-muscled phenotype in Meishan pigs. Scientific Reports, 25. Sept 32015
[2] Rana P. und Craymer L.: Big Tongues and extra vertebrae: The unintended conseauences of anima gene editing. The Wall Street Journal, 14. December 2018
[3] Rosenblum A.: Meet the woman using CRISPR to breed all-male terminator Cattle. Gen editing can change an anima’s sex. MIT Technology Review, 10 Jan. 2018
[4] Assoc. Press. Gene-editing could create bigger, better farm animals. New York Post, 15. November 2018
[5] Mercola J.: Genetic Editing of Animals has horrible side effects. Mercola, 12. März 2019

Monday, February 4, 2019

Gott hat vom Mutterleib an einen Plan für jeden von uns

Pfarrer Jess Ty
Our Lady of Joy/Arizona
Predigt zum 4. Sonntag im Jahreskreis
(übersetzt von Dr. Edith Breburda)


Durch die Taufe nehmen wir Teil am allgemeinen Priestertum als Propheten und als Könige. In den Lesungen des vierten Sonntags im Jahreskreis betrachten wir die Rolle eines Propheten.
In Jeremia 1,4 heißt es: „Noch ehe ich dich auserwählt, noch ehe du aus dem Mutterleib hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“  
Gott hat ab dem Zeitpunkt unserer Empfängnis für jeden von uns einen Plan. Oft fragen Eltern ihre Kinder, was für einen Beruf sie erlernen wollen. Beide haben ihre Vorstellungen und Ideen. Wichtiger als dies ist es jedoch zu wissen, dass Gotte einen Plan für jeden von uns hat, und wir unseren Kindern helfen, ihn zu verstehen.
Gott hat eine bestimmte Berufung für unser Leben und sie ist unser Weg, um heilig zu werden. „Gott hat für das Leben eines jeden Menschen einen Plan. Niemand - außer Gott allein, kennt den Plan und die Bestimmung für unser Leben”(vgl.Jer.29:11).
So ist es sehr traurig, dass unsere Gesellschaft unheilvolle Gesetzte genehmigt hat; sie betrachten das Töten eines Kindes im Mutterleib als eine legale Handlung.

Die hl. Theresa von Kalkutta sagte einmal: „Jedes Land, das Abtreibung akzeptiert, lehrt seinen Menschen nicht zu lieben, sondern Gewalt anzuwenden, um das zu bekommen, was sie wollen. Deshalb ist Abtreibung der größten Zerstörer von Liebe und Frieden."
Wir haben auch zugelassen, dass eine Ehescheidung legal ist, während eine Scheidung in Gottes Augen verwerflich ist, wie es der Prophet Malachi (Mal 2,16) verkündet hat.
Vor wenigen Tagen wurde ein neues Gesetz in New York legalisiert, das die Ermordung von Babys bis zur Geburt erlaubt. Der Gouverneur von Virginia will das Gesetz auch auf bereits geborene Babies erweitern, damit sie noch nach der Geburt getötet werden können, wenn der Arzt und die Mutter dies wünschen.
Trotzdem ziehen es viele vor, über das Gesetz zu schwiegen, weil es sie als Erwachsene nicht betrifft und das, obwohl es sich um eine grobe Verletzung der Würde und der Rechte der menschlichen Person handelt. 
Wenn wir der Ideologie -Gottes Gesetze zu missachten- nicht Einhalt gebieten, wird sich dieser unheilvolle Prozess des Übels nicht aufhalten lassen und weitet sich aus, so dass wir am Ende all jene töten, die uns zur Belastung oder nutzlos für unsere Gesellschaft werden.
Es wird legal werden, jemanden zu töten, wenn er krank oder behindert ist, oder einfach nur, weil er zu schwach ist. Und wir meinen dann auch noch, wir tun etwas Gutes, weil wir dem anderen Menschen angebliches Leid ersparen.  
Wenn eine Nation Gott als den Mittelpunkt ihres Lebens missachtet, wird alles entschuldbar und es ist dann wörtlich ok, wenn die " Hölle ausbricht".
Wenn wir aufhören Gott anzubeten, werden wir alles andere vergöttern. Weltliches Vergnügen, Macht, Ansehen, Reichtum, Gesundheit, Tiere, aber auch uns selbst verehren wir dann anstelle Gottes.
Wir übersehen dabei, dass es ohne Gott keine Ordnung gibt und stattdessen Chaos herrschen wird. Wenn es keine aufopfernde Liebe mehr gibt, tritt an dessen Stelle die Selbstsucht; alles soll nur noch mir dienen. Ich, ich und nochmal ich - beherrscht dann unser Denken. 
Dennoch ist eine Hoffnung vorhanden. Denn auch, wenn wir untreu sind, ist der HERR seinen Verheißungen treu. ER wird uns nicht verlassen.
Das 2. Kapitel des Timotheusbriefes Vers 11-13 sagt: 
„Wenn wir mit ihm gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben. Wenn wir bis zum Ende durchhalten, werden wir auch mit ihm herrschen. Wenn wir ihn jedoch verleugnen, wird ER uns verleugnen. Wenn wir untreu sind, wird er immer noch treu bleiben, denn ER kann sich nicht selbst verleugnen.“
Lassen Sie uns Gott als Mittelpunkt unseres Lebens zurückbringen. Lassen Sie uns Glauben, Hoffnung und Liebe in unserem Leben neu entfachen.
Lasst uns die Liebe Gottes zu anderen verkünden, vor allem denen, die vom Feind getäuscht werden.
Lasst uns einander lieben, denn Liebe ist die größte aller Gaben, und ohne Liebe gewinnen wir nichts, wie der heilige Paulus in unserer zweiten Lesung verkündete.
Lasst uns die Wahrheit in der Liebe verkünden. Dieses Leben ist ein Geschenk von Gott, weil ER für jeden von uns einen Plan hat, welcher im Mutterleib beginnt: „Vom Mutterleib an ist Gott meine Stärke“, verkündet unser Psalm.
Lassen Sie uns alle die Heiligkeit des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod respektieren und schützen.
Lasst uns aufhören, selber Gott zu spielen, und zu entscheiden, wer leben darf und wer nicht. Möge Gott entscheiden, wann ER uns in seine himmlische Heimat zurückrufen möchte.
„Sterbehilfe wird dann für uns keine Notwendigkeit mehr sein. Wir werden Gottes Entscheidung respektieren, wenn er uns als Mann und Frau erschaffen hat. Mit dem Plan Gottes zu kooperieren, schenkt uns als Kinder Gottes die wahre Freiheit und wird uns sehr glücklich machen. „Sein Plan ist unser Wohlergehen, um uns eine Zukunft und Hoffnung zu geben.“
Jesus Christus ist der Gesalbte, die Erfüllung aller Prophezeiungen in der Hl Schrift. ER wird uns zeigen, dass Gott für uns sorgt. ER wird uns aus aller Gefangenen befreien. ER  wird uns von unserer Selbstsucht und unseren selbstzerstörerischen Fesseln loslösen, wenn wir es ihm erlauben.
Lasst uns zu ihm zurückkehren, lasst uns das Sakrament der Versöhnung in Anspruch nehmen, lasst uns ihn in der Heiligen Kommunion empfangen, und ihm erlauben, in unseren Herzen zu regieren.
Lasst uns seine Gebote halten und in Ihm bleiben. Wenn wir dem HERRN folgen, und die Wahrheit in Liebe verkünden, werden andere uns hassen und ablehnen. So haben sie auch Jesus und Jeremia behandelt. Aber Gott wird uns nicht im Stich lassen.
Gott wird immer bei uns sein: „Sie werden gegen dich kämpfen, aber nicht über dich herrschen, denn ich bin mit dir, um dich zu retten, sagt der Herr“ (Jer. 1, 19).

Saturday, February 2, 2019

Nach dem neuem Abtreibungsgesetz in New York, kam die antarktische Kälte


Dr. Edith Breburda
Christliches Forum, 2. Februar 2019
“Es ist ganz egal, ob wir Republikaner, Demokraten oder ultrakonservative Katholiken sind, Gott liebt uns alle gleich”, verkündete der sehr liberal gesinnte Rektor einer Basilika im Herzen einer großen US-Metropole im mittleren Westen, in seiner Predigt am 1. Februar.

Er habe die Herz-Jesu-Verehrung wieder aufblühen lassen, damit Republikaner und Demokraten nicht derart aufeinander einhauen, dass sie bei all dem das größte Problem -die Armen- vergessen“, sagte er weiterhin.
Der Priester ist bekannt, in seinen Predigten ganz offen zu politisieren und gegen die Republikaner Stimmung zu machen. Seine Sorgen weichen von denen ab, die mittlerweile in Angst und Bange vor kriminellen illegalen Einwanderern leben, welche vermehrt die Vororte seiner Stadt verunsichern. Einbrüche und Schüsse nehmen zu. Drogenhandel in der Schule steigt. Amerikaner und legale Immigranten sind die Leidtragenden, aber sie kommen nie in seiner Predigt vor.
Wenn man nur einen Funken von Gerechtigkeit besitzt, schnellt einem der Blutdruck auf 180 beim lauschen seiner Ausführungen. Doch wenn man seine Missgunst kundtut, muss man damit rechnen, dass der Priester sich weigert, dem Betreffenden die Kommunion zu geben. Wie zornig schaute er neulich auf einen seiner Gläubigen, der mit einer roten „Make Amerika Holy Again-Kappe in seine Kirche kam. Der Abstand war zu weit, die Schrift zu klein und die Aufschrift Holy wurde mit Great gedeutet.

Doch an diesem Freitag predigte er über den Gartenbau. Gott schaut nicht auf die Einstellung, wenn wir unsere Früchte pflanzen. Warum tat er es dann bei Kain und Abel?, fragt man sich genau zu diesem Zeitpunkt. Fragte Gott nicht: „Kain, wo ist Dein Bruder“? -„Das Blut Deines Bruders, welches das Ackerland bedeckt, schreit zu mir.“

Und schrie nicht auch das Blut der unschuldigen Kinder, die Herodes ermorden liess, zu Gott?

Demokraten, die einst katholische Partei, hassen inzwischen katholische Standpunkte und tun alles, sie zu verfolgen. „Es ist naiv, zu glauben, das sei nicht der Fall“, sagte neulich ein Journalist, der nicht einmal katholisch ist, der sich aber über das neue Abtreibungsgesetz von New York aufregt, welches der katholische Gouverneur Cuomo sogar derart feierte, dass er alle Wahrzeichen New Yorks in ein rosa Licht einhüllte.

Viele Stimmen werden laut, Cuomo zu exkommunizieren. Und diese Stimmen kommen vor allem von Nichtkatholiken. Sie beschweren sich, dass Andrew Cuomo keinen Hehl daraus macht, ein Freund von Papst Franziskus zu sein und ihn überall zitiert, ob gelegen oder ungelegen. Von seinen Wahlkampfreden weiß man, dass er Ministrant war und die Kirche sehr liebt. Machte er diese Aussagen aus reiner Berechnung, um die Stimmen von katholischen Wählern zu bekommen?
New York's Bischoefe zögern. Sie sagen, es würde zu viel Aufmerksamkeit auf den Gouverneur lenken. Er geht sowieso nicht in die Kirche. Sein Vater besuchte täglich die Hl. Messe, aber nicht mal er ging zur Kommunion. "Eigentlich sollte jeder bei dem neuem Gesetzt zusammenschrecken. Es hat nichts mit unserem Glauben zu tun, wenn man ein Kind barbarisch im Mutterleib umbringt", bemerkte ein EWTN Reporter am 31. Februar.  

Jeder, der jedoch etwas gegen das neue Gesetz sagt, ist angeblich ein Frauenhasser, der ihre reproduktiven Rechte nicht anerkennt. Notfalls wird das monoton wiederholt und die Frage des Reporters, ob man sich denn keine Gedanken darüber macht, ein geborenes Kind einfach sterben zu lassen, wird gar nicht beachtet. Es sei eine Sache zwischen dem medizinischen Personal und der Frau. Es sei ihr Recht, bis zum 9. Monat abzutreiben. Auch wenn das Kind bereits geboren wurde, darf es, wenn die Mutter es wünscht, auch noch nach der Geburt getötet werden. Und all das, ohne auch nur irgendwelcher legalen Konsequenzen.

Man hat nun Sorge, dass der neueste oberste Bundesrichter Brett Kavanaugh, den man ganz selbstverständlich als Frauenbelästiger verleumdet, das abtreibungsfreundliche Gesetz roe versus wade wieder rückgängig macht.

Jetzt, wo man endlich soweit ist, Abtreibung nicht mehr heimlich und unter unhygienischen Bedingungen in der sogenannten back alley vollziehen zu müssen, sei das eine Unverantwortlichkeit der Republikaner.

Es schmerzt, dass einige katholische Priester nicht über das neue Abtreibungs-Gesetzt bestürzet sind und so tun als wäre nichts vorgefallen. Selbst ein biomedizinischer Forscher, der aus Furcht vor Repressalien seinen Namen nicht preisgibt, schrieb eine lange Abhandlung über die Schmerzempfindung von Ungeborenen. Er sieht in dem New Yorker Gesetz nichts anderes als die Legalisierung der Ermordung von Babies, die schon lange vor ihrem grausamen Tod das volle Bewusstsein erlangt haben. „Dieser de Facto „Genozide“ kann nun im großen Umfang von nichtkompetenten medizinischem Personal betätigt werden“, sagt der Forscher.

Der demokratische Gouverneur von Virginia, Ralph Northam, der selber Kinderneurologe ist, geriet bereits unter starken Beschuss, weil er es für moralisch einwandfrei hielt, ein Neugeborenes nach einer Zwiesprache zwischen dem medizinischen Personal und der Mutter sterben lasse kann, wenn die Mutter das so will. Es würde unter die Rubrik ihrer reproduktiven Rechten fallen. Nun fand man in dem Jahresbuch des damals 25-jährigen Nordham ein Foto, auf dem zwei Männer zu sehen waren, einer war schwarz angemalte, der andere war mit einer Ku-Klus-Klan-Kaputze abgebildet. Es ist unklar, welcher von beiden der Medizinstudent Northam ist. Planned Parenthood spendete 3 Millionen Dollars, um Northam zu helfen, der Gouverneur von Virginia zu werden.

Die Eugenikerin Margaret Sanger, die Planned Parenthood mitbegründete, stand dem Ku-Klux-Klan sehr nahe. Sie schreibt in ihrer Autobiographie, dass sie vor dem weiblichen Branche des Klans einen Vortrag gehalten hatte. Northam entschuldigte sich zwar, dennoch will er nicht von seinem Amt als Gouverneur zurück treten. „Es war ein Jungenstreich“, behauptet die linke Presse, die sich nun sehr mit ihren Äußerungen zurückhält.

Oberste Gericht Washington/DC
So nachsichtig war man nicht mit Brett Kavanaugh, in dessen High-School-Jahrbuch man vergeblich nach Hinweisen suchte, die Psychologin Dr. Ford belästigt zu haben. Man könnte über die Parteilichkeit hinweg sehen. Doch nicht dann, wenn man weiß, dass Planned Parenthood, sowie der Ku-Klux-Klan schon immer die Abtreibung von schwarzen Kindern proklamierte, wie die Enkelin von Martin Luther King in Fox News am 1. Februar berichtete. „Demokraten sind eine Pro-Choice Partei geworden. Sie machen kein Hehl daraus, öffentlich die katholische Kirche zu verfolgen. Wir sollen endlich aufwachen“, ermahnte neulich ein republikanischer Gouverneur. Dies ist schon lange so, und spätestens sollte dies aufgefallen sein, als wir Zeugen wurden, wie die MEGA-Kappen tragenden Schüler von Covington behandelt wurden.

Man fragt sich, ob das Blut der abgetriebenen Kinder nicht auch zum Himmel schreit. Man fragt sich nach der Ursache der 10 biblischen Plagen. Bereits als Kain seinen Bruder erschlug, fragte ihn Gott: „Warum hast Du etwas so Schreckliches getan? Du kannst nicht mehr hier bleiben. Der Ackerboden ist voller Blut. Es ist das Blut deines Bruders, den du getötet hast. Deshalb wirst du auf dieser Erde nichts mehr ernten und für den Rest deines Lebens ein heimatloser Wanderer sein, der nirgends Ruhe findet."

Bei all dem kommt mir ein Jesuit in den Sinn, der bereits in den 80iger Jahren die Erklärung für alle die Naturkatastrophen im sündigen Verhalten der Menschen sah. Er meinte es nicht in einem böswilligen Sinn, als würde Gott den Menschen strafen. Er nahm eher darauf Bezug, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist - und so die Natur unter den „Fehltaten“ des Menschen mitleidet.
Wenn man das neue Gesetzt unter diesem Aspekt betrachtet, trägt vielleicht eine Abtreibung von Unschuldigen viel mehr zu den Umweltkatastrophen bei als unser angebliches Zutun an einer globalen Erwärmung. Die Stimmen einiger Forscher mehren sich, dass der Einfluss des Menschen so minimal ist, dass Global Warming nicht menschengemacht ist. Im Gegenteil, wir würden eher in einer Zwischeneiszeit leben.

Doch diese Wissenschaftler wägen ihre Behauptung genau ab. Sie ist inopportun, politisch nicht korrekt und deswegen will und kann man seine Anstellung nicht verlieren. Denn wie gesagt, bedürftige Amerikaner müssen warten, weil alle illegalen Einwanderer ihnen bei jeder Behörde vorgezogen werden. Und wie es den Homeless in Chicago bei minus 50 grad Fahrenheit erging, wissen wir ja inzwischen. 

Saturday, January 26, 2019

Fitness für die Seele!

Dr. Edith Breburda
Christliches Forum, 26.1.2019

Voller Erwartung geht man ins Fitness Center, denn man muss schließlich etwas für seine Gesundheit tun. Doch dann steht man in vollster Montur - in Schwimmflossen, Schwimmbrille, Wasserflasche usw. bestückt- am Poolrand, nur um zu sehen, dass alle Bahnen besetzt sind. Was tun?
Für den Bruchteil einer Sekunde analysiert man die Szene. Ist da jemand, der langsamer schwimmt und eventuell das kühle Nass verlassen will?
Aber nein, dort die Dame gleich in der ersten Reihe schwimmt ja gar nicht, sie watet nur herum. Dazu muss sie eigentlich keine Bahn besetzten. Doch, sie hat Deinen sehnsüchtigen Blick wahrgenommen und lacht Dir zu.
„Ich bin gleich fertig“, ruft sie über den Schwimmbadrand. Solange kann man sich ja schon mal ins Wasser begeben und eventuell um sie herumschwimmen. Doch nach kurzer Zeit hat man plötzlich keine Lust mehr. Sonst schwimmt man natürlich immer brav 25 Min- aber heute, nein, heute macht man ein Ausnahme. Man packt seine Sachen und geht zum Whirlpool.
„Sieben Minuten“- sagt die Dame plötzlich vorwurfsvoll neben einem: „Ich habe Sie beobachtet. Sie sind ganze sieben Minuten geschwommen.“- Betretend, nach einer Ausrede suchend, befindet man sich plötzlich in einem hintergründigen Gespräch mit der Frau.
Sie war schon auf der Tretmühle, sagte sie stolz, was Dich noch mehr beschämt.
Es hängt ja eigentlich alles mit der Einstellung zusammen. Es ist so einfach, zuzunehmen. Die Schokolade schmeckt so gut. Aber das alles wieder herunter zu fasten, ist schon eine andere Sache.
Sie isst nur noch vegetarische Dinge. Kein Fleisch – sie muss ihren Körper entgiften. „Und was ist mit Vitamin B 12?“, versucht man einzuwerfen. Vegetarier haben zu wenig Vitamin B 12. Weil die Frau eine dunkle Hautfarbe hat und noch dazu mit mittlerweile hochrotem Kopf im heißen Wasser des Jacuzzi sitzt, ist es nicht so leicht zu sehen, inwieweit sie schon unter einer perniziösen Anämie leidet.
Sie sei eine Autorin, habe ein Buch geschrieben und Illustriert. In einem Atemzug klärt sie dich über den Inhalt des Buches auf. Es sei ihr selbst passiert. Ihre Mutter war gestorben und Männer haben kein Verständnis für eine trauernde Frau.
Doch der Einzige, der Anteil nahm, war ihr Professor am Kolleg. Er half ihr wie einem kleinen Vogel, der einen Flügel gebrochen hatte, wieder zu fliegen.
Sie spricht in Metaphern, was es sehr angenehm macht, ihr zuzuhören. Etwas anderes kann man nicht tun, denn man hat keine Chance, auch nur ein Wort dazwischen zu werfen.
Mittlerweile sind wir beide wieder in der Umkleide angekommen. Sie käme ja nur hierher, weil sie ihre Stelle verloren hatte. Aber sie braucht Arbeit, weil sie ihre Familie ernähren muss. Als sie gefeuert wurde - wegen Umständen, die sie mir zum Glück nicht mitteilt, sonst würde es ja zu lange dauern- wusste sie nicht, was sie machen sollte.
„Jetzt falle nicht in Panik“, sagte sie sich. „Das nutzt nichts, man kann nichts daran ändern. Ich fahre jetzt ins Fitness-Center und reagiere mich auf der Tretmühle ab. Man muss positiv denken. Wenn ich panisch werde, ist es so, als ob ich auf einem Schaukelstuhl sitze. Ich komme keinen Schritt weiter, sondern bleibe auf der Stelle sitzen.
Ich ging zu meiner Facebook-Seite und kündete meinen Freunden an, dass ich Gott für die neue Stelle danke, die er für mich bereithält. Ich habe einen mächtigen Gott, der Wunder tut“, unterstreicht sie. „Er hält die ganze Welt in seiner Hand, steht in der Bibel. Die Erde ist sein Fußhocker. Meinst du nicht, er schaut von da oben auf mich herab und sagt, meine vielgeliebte Tochter, ich habe Dich erschaffen, weil Dein Leben einen Sinn hat.
Gott kann Berge versetzten. Doch wenn ich vor einem Berg stehe, habe ich natürlich Angst, weil ich so klein bin. Aber weiß Gott nicht genau, was ich brauche? Er ist mein Schöpfer und ich, als sein von ihm geliebtes Geschöpf, muss nur auf die richtige Zeit warten.
Es ist wie ein Kind, das zu seinen Eltern läuft und ein Fahrrad wünscht. Und wenn die Eltern erklären, dass sie kein Geld hätten, dann kommt das Kind jeden Tag und sagt. Mama ich liebe Dich und ich danke Dir, dass Du mir ein Fahrrad schenken willst, sobald Du dies tun kannst. Was machen dann die Eltern?
Wir müssen positiv denken und ganz auf Gott vertrauen.Das wichtigste ist man hat einen inneren Frieden, den nur Gott schneken kann.
Wenn ein Kind Angst hat, dass sein Fahrrad gestohlen wird und es absperrt, sich aber trotzdem die ganze Zeit Sorgen macht- natürlich wird das Fahrrad weg sein, wenn der Junge wieder zu seinem Rad kommt.“
Vielleicht redet sie so viel vom Fahrrad, weil sie sich gerade auf dem Fitnessrad abgestrampelt hatte. „Ich wache jeden morgen auf und danke Gott, dass er mich erschaffen hat und er mir heute alles gibt, was ich brauche.“
 Am Dienstag fängt ihre neue Arbeit an. Sie hatte sie, sobald sie auf Facebook verkündete, dass sie Gott für die neue Stelle bereits danke -und das war 20 Min., bevor sie völlig unerwartet ein Telefoninterview erhielt. Sie sei Christin und alle ihre Weisheiten stehen in der Bibel, die sie in ihrer Kirche lesen.
Was für einen Glauben hat diese Frau, denke ich mir. Ich hätte nicht gedacht, ihn im Fitness-Center zu finden, wo man eigentlich mehr um das körperliche Wohl besorgt ist. Doch an diesem Tag war es gut, nur sieben Minuten zu schwimmen, sonst hätte ich einen seelischen Zuspruch verpasst, oder sagen wir: "Er wäre baden gegangen."

Thursday, January 24, 2019

Das Facecrime der Covington Schüler

 Dr. Edith Breburda

Christliches Forum, 24.1.2019


Die Mitarbeiter der Diözese von Covington kamen mit einem Schrecken davon. Am Mittwochabend, dem 23. Januar 2019, wurde das gesamte Gebäude und die Kathedrale in Windeseile geräumt. Schuld daran war ein verdächtiges Paket, das ohne Absender auf dem Gelände gefunden wurde. Einsatzkräfte leiteten die Evakuierung und untersuchen die Umstände.
Reporter befanden sich zum Zeitpunkt der Ereignisses im Diözesangebäude, um Einzelheiten über das Skandal-Video zu evaluieren, in dem katholische Schüler von Covington beschuldigt wurden, angeblich einen indianischen Amerikaner beim Marsch für das Leben belästigt zu haben.
Ein Vorurteil, das darauf beruhte, dass sich keiner die Mühe machte, die zusätzlichen längeren Videos heranzuziehen (1). 
Die katholischen Kinder hatten sich nichts zuschulden kommen lassen. Aber selbst ihre Diözese und die Heimatstadt standen nicht zu ihnen. Und das, wo sie doch gerade in solch einer Situation die christliche Anteilnahme ihrer Gemeinde am meisten brauchten.
Stattdessen wurden die Jungen beschuldigt, unchristlich gehandelt zu haben. Obwohl sie sich schützend vor einen Priester stellten, der sich in der Gruppe der Jugendlichen befand - und der eigentlich schuldige Nathan Phillips sich bereist zuvor gewaltsam Zutritt in die Kathedrale verschaffen wollte, um die Hl. Messe zu stören. (Ein Sachverhalt, der in Amerika immer öfters vorkommt: dass Leute in den Gottesdienst zu kommen und die Zeremonie mit lautem Geschrei unterbrechen).
Erst als ein Anwalt am 23. 1. 2019 den verleumderischen Medien und Prominenten mit eine millionenschweren Klage drohte, falls diese ihre Falschmeldung nicht richtigstellen, kamen zaghafte Entschuldigungen. Dennoch bleibt eine Grundanklage im Unterton, auf welcher man weiterhin beharrt, nämlich die Schüler hätten nicht das Recht, an einer Anti-Abtreibungs-Demonstration teilzunehmen. Beanstandet wird überdies, dass sie Kappen mit Trumps Wahlspruch Make Amerika Great Again aufhatten. Damit hätten sie die Konfrontation mit Nathan Phillips angeblich heraufbeschworen. Die kath. Schüler hätten die Situation nicht von der Perspektive des Indianers gesehen, der trommelnd auf Nick Sandmann zuging.
<Niemand ist so intolerant wie diejenigen, die Toleranz predigen>, sagte dazu der Gouverneur von Kentucky. Die Empörung über das Verhalten der Medien erreichte daraufhin in konservativen Kreisen ihren Zenit.
Die Jungen dienten einigen Medien nur als ein Vorwand. Im Grunde geht es in der linksliberalen Öffentlichkeit darum, dass man sich über Andersdenkende empört. Am schlimmsten scheint es zu sein,  sich gegen Abtreibung zu positionieren.
Die Kinder haben ein Facecrime begangen-ein Begriff, den schon George Orwell prägte. Sie hatten einfach nur das falsche Gesicht, sind katholisch und hatten die falschen Kappen auf>, prangert ein Fox-News Journalist an.
Hätten denn sonst Abtreibungsbefürworter gejubelt, als am Dienstag-Abend, dem 22. Januar 2019, eines der provokativsten Abtreibungsgesetze in New York beschlossen wurde?
Ein Buchhändler weigerte sich daher, seinen Laden am Mittwoch zu öffnen. Keine Steuergelder wollte er für seine Verkäufe an diesem Tag entrichten, an dem man um all die Kinder Mitleid haben sollte, die im Mutterlieb bis zur Geburt getötet werden dürfen. Jon Speed will damit seinen Protest ausdrücken. <Ich kann nicht ändern, was passiert ist, dennoch will ich mein Missfall bekunden.>
Das Thema des Pro-Life Marsches, an dem auch die Jugendlichen der Covington-Schule Jungen teilnahmen, lautete: Pro-Life is Pro-Science (Für das Leben sein bedeutet die Wissenschaft anzuerkennen).

Das heißt doch, dass die Wissenschaft die Einmaligkeit eines Manschens vom Zeitpunkt seiner Zeugung bestätigt. Speed erklärt weiter: <Ich bin davon überzeugt, dass ein Baby im Mutterleib ein Mensch ist. Politiker müssen sich vor Gott verantworten, wenn sie Abtreibung unterstützen.>
Seitdem die Republikaner im Senate von New York nicht mehr die Mehrheit haben, ist es für Demokraten ein leichtes Spiel geworden, Abtreibungsgesetze durchzubekommen. Mit 38 gegen 24 Stimmen wurde dem sogenannten Reproduktive Health Act  (Reproduktiven Gesundheits Akt) zugestimmt.
Die Gesetzgeber waren begeistert. Sie applaudierten, jubelten und gratulierten sich selber. Gouverneur Como unterzeichnete das Gesetzt und ordnete an, zur „Feier des Tages“ das World Trade Center und alle Wahrzeichen der Stadt in ein rosarotes Licht zu kleiden.
Nun können Babies im Mutterlieb bis zur 24 Woche und gegebenenfalls auch noch bis zur Geburt im Namen der reproduktiven Gesundheit getötet werden. Jene, die den Vorgang vornehmen, müssen nicht mal Ärzte sein. Es ist jedem medizinischen Personal erlaubt. Frauen, die ein Kind abtreiben lassen, müssen nun  nicht mehr fürchten, strafrechtlich dafür belangt zu werden(2).Wer sind demnach also die Opfer all der Skandale er letzten Januarwoche 2019? Sind es nicht die Ungeborenen?


1)Freiburger C.: Covington diocesan offices evacuated. LiveSite News, 23. Jaunar 2019
2)Barillas M.: New York store owner closes for a day to protest radical abortion. LiveSite News, 24 .Januar 2019

Tuesday, January 22, 2019

Covington - Wann hören wir auf, Opfer als Täter zu behandeln?

Dr. Edith Breburda
Christliches Forum, 24. Jan, 2019


Leider erfahren wir auf vielen Gebieten, dass eine inopportune Haltung, die nicht mit der gängigen Meinung übereinstimmt, manchem Menschen ihr ganzes Ansehen kosten kann.
Vielleicht kümmert es uns nicht, wenn wir im Namen der Politischen Korrektheit oder auch nur der Toleranz diejenigen am meisten treffen, die sowieso schon auf der untersten Stufe der Gesellschaft stehen.
Die verschiedenen Denk- und Glaubensrichtungen, die sich zu den Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität bekennen und die sich nach ihrer religiösen Überzeugung verpflichtet fühlen zu handeln, um denjenigen zu helfen, die am meisten auf unsere Zuwendung angewiesen sind, droht in Alaska ein Rechtsverfahren.
Wie oft sehen wir Frauen, die kein Zuhause haben und denen nichts anderes bleibt, als in einer Obdachlosenunterkunft eine Herberge zu finden? Selbst in den staatlichen Heimen können sich Frauen nicht sicher fühlen.
Es gibt allerdings einige christliche Einrichtungen, die Frauen einen besseren Schutz bieten. So fanden fünf misshandelte Frauen in der Innenstadt von Anchorage/Alaska im Hope Center Schutz. Zumindest solange, bis eine heiter angetrunkene und verletzte Person Einlass wollte. Die Verantwortlichen bestellten und bezahlten dem Hilfesuchenden ein Taxi, der ihn in das nächste Krankenhaus brachte, wo er versorgt wurde.
Dennoch muss Hope Center nun mit einem Strafverfahren rechnen, des sein Ende bedeuten kann. Die Anchorage Equal Rights Commission hatte Anzeige gegen das Hope Center eröffnet, weil sie sich weigerten, in ihr Frauenhaus einen Mann aufzunehmen, der angab eine Frau zu sein. 
Hope Center wollte die von Männern misshandelten Frauen, die bei ihnen Schutz suchten, nicht zusammen mit einem Betrunkenen schlafen lassen. Anscheinend ist diese Einstellung nicht mehr Opportune, unabhängig davon, dass der Frauen-Schelter den Mann gar nicht medizinisch versorgen konnte (1).
Dass wir schnell bei der Hand sind zu urteilen, sehen wir am Fall von Nick Sandman, dem Schüler der katholischen Cavington Schule, der mit seiner Klasse am 18. Januar 2019 am March für das Leben, teilgenommen hatten. Ein 30 Sekunden dauernder Ausschnitt aus einem längeren Video war Anlass für hasserfüllte Medienkommentare. Das Politmagazin Spiegel schrieb: <Jugendliche Trump-Fans provozieren Ureinwohner in Washington D.C.>
President Trump addressierte March for Life 2019

Selbst die katholische Kirche und Bistumsleitung des Schülers bat zerknirscht um Entschuldigung, ohne sich überhaupt der Mühe zu unterziehen, sich genauer über den Vorgang zu informieren.
Die Schüler aus Kentucky befanden sich in der Nähe des Lincoln-Memorial, als sie von einer Gruppe der indigen <Black Hebrew Israelites> mit Beleidigungen und rassistischen Ausdrucken beschimpft wurden.
Die ultralinke Gruppe Hebrew ist für ihren anti-weißen Rassismus und Antisemitismus bekannt. Sie versuchten, die Teenager, die rote Baseballkappen mit der Aufschrift -Make America great again- trugen, zu provozieren, was sie in einem längeren Video festhielten.
Als ein amerikanischer Indianer, eine Trommel schlagend, singend auf einen der Jungen zukommt, weicht dieser nicht von der Stelle und lächelt den Mann an, der ihn bedrängt. Diese aus dem Zusammenhang gerissene Szene des Kurzvideos zeigt nicht die andauernden Beschimpfungen der Black Hebrew Israelites, welche das Kurzvideo aufs Netz stellten.
Die als Pädophile, Inzest Babies die Schwuchteln ihre Rechte geben Beschimpften, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Dennoch waren viele empört und vorschnell mit ihrem Urteil zur Hand, ohne au beachten, dass sie mit ihrer Reaktion die Zukunft der Teenager ruinieren. Sie waren katholisch und trugen pro Trump-Kappen. Es waren demnach weiße, privilegierte Jungen. Dass sie noch dazu auf einer Demonstration gegen Abtreibung teilnahmen, machte sie automatisch verdächtig.
Nachdem sich der Präsident hinter die Kinder stellte und das völlig aus dem Kontext gerissen Videoschnipsel der Nahaufnahme des Jungen und des 64-jährigen Trommlers Nathan Phillips als Fake Story bezeichnete, entschuldigen sich einige der Ankläger.
Nicht der Indianer wurde von den Jugendlichen verhöhnt und bedrängt, so wie es die Anti-Trump-Medien berichteten, sondern genau andersherum verhielt sich der Sachverhalt. Der Schaden, welche die Presse und linke Prominenz anrichtete, als sie zu einer brutalen Kampagne gegen die Jungen aufriefen, bleibt bestehen.
Der linke Komödiant Kathy Griffin, der schon zuvor mit seiner Fotomontage - auf der er den Präsidenten ohne Kopf zeigte - Aufsehen erregte, verlangte die Namen aller beteiligten Jugendlichen. Die Telefonnummern der Schule wurden öffentlich erwähnt und viele Prominente riefen dazu auf, dort anzurufen. Die Eltern bekamen Morddrohungen und die Schule bleibt vorerst geschlossen.
„In der fiebernden Welt der Tump-Hasser ist jede Meldung erst mal wahr, denn jedes Mittel ist recht, um Trump und Konservative negative Schlagzeilen zu bescheren“, schrieb ein fair denkender Kommentator trugen (2).
Senatoren fordern, dass die beteiligten Prominente und Journalisten zur Verantwortung gezogen werden und ihre Verleumdungskampagne gegen die Jugendliche, die nichts anderes taten, als sich für das Leben einzusetzen und trotz vehementer Provokation friedlich blieben, zur Rechenschaft gezogen werden.
Ihre Verteidiger sammeln all die Angriffe und Drohungen der linksorientierten Fanatiker, die jedes Mittel nutzen, um negative Stimmung gegen den Präsidenten, Konservative und gegen die katholische Kirche zu entfachen.
Anwälte wollen den Teenagern helfen, eine Klage wegen der Drohung und Verleumdung anzustreben. Die Frage ist, ob es nicht zu spät ist, denn der Ruf der Jungen ist dahin. Es ist fraglich, ob sie jemals studieren dürfen oder eine Stelle bekommen. Mit ihnen hat keiner Mitleid.
Spärlich übernimmt die Presse zwei Tage nach dem Geschehen eine Verantwortung für ihr vorschnelles Urteil. Entschuldigungen sind zu hören. Sie sehen Nick plötzlich mit anderen Augen, und bezeichnen ihn sogar als Helden, der von den Medien auf schlimmste Weise verunglimpft wurde.
Währenddessen beharrt Bischof Roger Josef Foys von Kentucky am 22. Januar in einem Statement darauf, Maßnahmen gegen den Jungen einzuleiten und ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Ungeachtet der Tatsache, dass die Jungen nicht die Täter, sondern die Opfer waren, ruft der Bischof zum Gebet auf, um die Untersuchung schnell abzuwickeln und den Indianer Phillips zu rehabilitieren.
Man fragt sich, ob die linke Presse nicht schon genug angerichtet hat. Auf der Diözesenwebseite von Covington in Kentucky entschuldigt sich der Bischof für das Verhalten der Schüler gegenüber Phillips. Es sei das eines Katholiken unwürdig. Der Bischof trägt sich mit dem Gedanken, Nick von der Schule zu suspendieren.
Pro life March Erzbischof J.H.Gomez


So ähnlich äußerte sich ein dem Vatikan nahestehender Jesuit. Innerhalb von Sekunden, nachdem das Video zu sehen war, schreibt er auf Twitter: „Katholische Schüler, welche am March for Life teilnahmen, beschämten und verunglimpften einen Indianer. Unsere Kirche lehrt, dass wir unseren Mitmenschen Respekt- und Würdevoll behandeln.“ Der Jesuit verurteilte das Verhalten von Nick aufs Schärfste. Sie seien eines Christen nicht würdig und unakzeptabel.
Die Jungen der katholischen Schule sind mittlerweile weltberühmt und selbst Präsident Trump tweetete, dass sie die ihnen geschenkte Aufmerksamkeit für eine gute Sache nutzen sollen. „Nick Sandmann, ist ein Symbol dafür, wie übel eine falsche Presse ist. Doch hoffen wir, dass dieser Vorfall die Menschen zusammen bringt. Auch wenn es unschön anfing, kann das Ende traumhaft sein (3).



1) Waggoner K.: Homeless woman and foster kids? Alliance Defending Freedome, 18. Jan. 2019
2) Wegner D.: US-Medien befeuern Jagd aud Teenager-basierend auf einer Fake News. Wegner Blog Madrid, 21. Januar 2019
3) McLean D.: Covington bishop speaks of corrective action, offers no apology to mistreated boys. LifeSite News, 22. Jan 2019,

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