Monday, June 10, 2019

Ein Bericht über das kleine Malheur der Hochleistungskuh Emma


Dr. Edith Breburda


Kennen Sie das noch: Ställe, die man von der Küche aus betreten kann? Der behagliche Geruch, der das kleine Anwesen umgibt - und die Wärme, die von wiederkäuenden Tieren ausgeht?
Der Fachmann würde von Methangasen reden, die allesamt zum global-warming beitragen, von Konsumenten, die kein grasgefüttertes Fleisch mehr wollen, weil die Marmorierung des Fleisch-Fett-Anteils nicht mehr ihren Gaumengeschmack befriedigt.
Heute ist die Rede von einer gewinnbringenden Produktionsweise, die ein Multimilliarden Dollar Projekt ist. Unwichtig ist dabei, dass eine industrielle Landwirtschaft nicht darum herum kommt, unsere Umwelt mit Pestiziden, Herbiziden, Phosphaten usw. zu belasten.
Und außerdem gibt es Biogasanlagen, welche sich als ein besseres Verfahren ausweisen, als - wie noch fast vor Justus Liebigs Zeiten - die Gülle auf die Felder auszubringen.
Natürlich sind solche Anlagen schon manchmal explodiert, aber wen kümmert es. Zumindest wird der würzige Landgeruch minimiert, pathogene Keime vernichtet, und damit werden Treibhausgase reduziert.
Es ist kein Geheimnis, dass eine industrielle Landwirtschaft in einer fast unverantwortlichen Art und Weise knapper werdende Ressourcen ausbeutet. Unsere Sommer werden wärmer, und allmählich kommen wir zu der Einsicht, dass unsere Luft- und Wasserverschmutzung, die Abholzung der Wälder, eine steigende CO2-Emission, die Nährstoffverarmung, Bodenerosion und dessen Vergiftung usw., durch Massentierhaltung mitverursacht werden.
Es ginge auch anders, man müsste nur die genetisch manipulierten Futtermittel, die viele mit allen möglichen Krankheiten und Unfruchtbarkeit in Verbindung bringen, nicht mehr in einer Monokultur anbauen.
Zwischenfrüchte sieht man kaum noch. Und so wird es für die grasfressende Land-Kuh Emma fast unmöglich, aus Versehen kleeartige Leguminosen, die Knöllchenbakterien besitzen, welche letztendlich den Boden mit Stickstoff anreichern, zu konsumieren. Damit bleibt ihr die mit an höchster Wahrscheinlichkeit grenzende Gasanreicherung in ihrem Pansenmagen erspart. So passiert es nunmehr selten, dass der Tierarzt seine Diagnose der Pansen-Tympanie damit sichert, dass er ein Streichholz im Stall entzündet, bevor er mit einem Trokar in die linke Flanke des Tieres sticht, um es zu entlasten. Denn damit könnte er am Ende aus Versehen Emma exekutieren. Für den Bauern ist es irrelevant, ob sich Methangase in seinem Stall oder in der Biogasanlage verselbstständigt haben.
Eine Anbindehaltung von Mutterkühen, deren Kälber gleich hinter ihnen ihre Bretterboxen haben, ist fast schon nostalgisch. Stattdessen hören wir immer öfter über die Grausamkeiten, die mit moderner Tierhaltung einhergehen, wie zum Beispiel die Mastrinderhaltung mitten in der Halbwüste von Arizona.

Solche Buletten-Fabriken werden auch als „Kuh-KZ“ bezeichnet. Sollte man Rindern wirklich Getreide verfüttern? Ihre Mägen sind nun einmal in der Lage, Gras zu verwerten. Rinder mit Mais, Soja oder Getreide zu ernähren, entspricht überhaupt nicht ihrer Physiologie. Das Futter ist meist eine genmanipulierte Importware, die aus Argentinien oder Brasilien stammt. Um es herzustellen, werden Indianer von ihrem Land vertrieben und Unmengen an Wasser und chemischen Spritzmitteln verwendet.
Soweit muss man gar nicht gehen, wenn man herausfinden will, welche Tierhaltung artgerechter ist. Rinder konsumieren nun mal dreimal so viel Getreide wie wir. Und das ganz unabhängig davon, dass sich eine industrialisierte Landwirtschaft primär das Ziel gesetzt hat, alle Menschen der Welt zu ernähren.
Wie könnte es uns wohl ergehen, wenn wir uns als Zeitreisender im Jahr 1995 wiederfinden würden? Vormalig sah sich ein Patientinnen-Besitzer -dem eine gewisse Bauernschläue anhaftete, in der es durchaus legitim war, sie anhand des schon damals vorhandenen Internets zu kompensieren- noch veranlasst, gegenüber dem Fachmann eine zweifelnde Haltung einzunehmen. Zu den damaligen Zeiten wurden Ruminaten schlichtweg der Status eines Familienmitgliedes gegeben, und man sorgte sich, dass sie ins Schlachthaus verlegt werden.
An einem schönen Frühlingstag dieses Jahres folgte der Farmer seinem Bauchgefühl und bat den Tierarzt, doch vorsorglich vorbeizusehen. Vielleicht, weil er zu lange auf all die unangenehmen „Überraschungen“, mit denen er bei solch einem Besuch rechnen musste, verzichtet hatte.
Das Kälbchen der Kuh Emma hustete. Fiberhaft erwartete der Landwirt die Diagnose. Ich wiederhole mich zwar nur ungern, doch wie bereits in einem anderen Zusammenhang in diesem Bericht festgehalten, war in diesen antiquierten Ställen, Emmelinchen genau hinter ihrer Mama exponiert. Und woher sollte sie einen Husten bekommen haben. Von Mama natürlich. Es könnte zwar auch der Hofhund Hasso das Erregerreservoir sein, doch davon gehen wir momentan mal nicht aus. 



So liegt die glückliche Kuh Emma wiederkäuend in ihrer Bucht. Bis, ja, bis sie ein plötzlicher Hustenanfall überkommt, der sich unweigerlich auf ihr Diaphragma auswirkt. Der unerwartete Druckanstieg im Unterbauch sorgt dafür, dass Millisekunden später ein kuhfladenartiges Geschoss durch den Stall fliegt und genau auf dem Kittel des Herrn Doktor landet, der für circa eine Sekunde seinen Rücken Emma zugewandt hatte, um ihrem maladen Töchterchen seine ganze Aufmerksamkeit zu schenken. 


Präzise genau landet das braune Gebilde zwischen seinen Schulterblättern, wo es dank seiner Konsistenz und der Erdanziehungskräfte ohne große Schwierigkeiten haften bleibt. Die dem stets pflichtbewussten, üblicher Weise äußerst charmanten Tierarzt zur Seite stehende, bemerkenswert gutaussehende und nun doch sehr verdutzte Veterinärpraktikantin, die man allgemein unter der Bezeichnung VIP kennt, und deren alleiniges Interesse es ist, möglichst viel Praxiserfahrung vor ihrem dritten Staatsexamen zu erhalten, verkneift sich betreten und so gut, wie es ihr gelingt, ein Lachen. Schließlich möchte sie nicht ihre Bescheinigung für ihre Dienste vermasseln, die sie benötigt, um sich um die Tiergesundheit, die doch im wahrsten Sinne auch Menschengesundheit ist, zugelassen zu werden. Verständnisvoll steht der Tierärztin in Spee, der nur noch ein paar Prüfungen zu ihrem Traumberuf fehlen, der Bauer zur Seite. Auch in seinen Augen sieht man die unverhohlene Schadenfreude, die alle die Beteuerungen des Geschädigten, dass ihm so etwas noch nie in seinen 40 Jahren als Tierarzt passiert sei, noch potenzieren.
Das kaum bemerkbare, leicht verstohlen wirkende Rümpfen der Nase des passionierten und bald pensionierten Tierfreundes zeigt eindeutig, dass er nicht in seinem Métier ist.
Emma hingegen dreht unbekümmert ihren Kopf. Man meint fast, sie sei sehr zufrieden über das Produkt ihres faux pas. So gesehen, hatten wir schon damals Leistungskühe und all das ohne irgendwelche genetischen Manipulationen.

Friday, May 10, 2019

The Pious Saint Pius X. Squirrel


Dr. med. vet. Edith Breburda, PhD

Published in Oremus Press, June edition 2019
I have to admit, I love to sit in Church and proofread my books. But every so very often people misunderstand my intention and tell me I have to leave and that they never ever want to see me again. Since then, I am very afraid of going even to Adoration and instead prefer to sit in one of the last pews in the main church. Until… yes, until I realized I could go as well to this huge church nearby. It is brand-new, and sometimes I sneak in. Most of the time, no other human there. Today was such a day. I did not know where to go but was in dire need of a place to contemplate my writings.

Sure, I know all the arguments going on in the Church regarding the Society of Saint Pius X. Coming from Germany and having been a founding member of the (German-Catholic) Guides et Scouts d’Europe, I am even more aware of the late French Archbishop Marcel Lefebvre. In 1988, we so much hoped the Society Pius X would come back to the Church. However, nothing happened and since I was studying at Veterinary School in Munich during that time, I enjoyed daily Tridentine Mass celebrated by one of the founders of the Fraternity of Saint Peter.

Officially it was difficult for him to say the Tridentine Mass. He was allowed to do so in a nursing home chapel and the door behind him was closed to make sure nobody got in. I did see father very often because his studies in the German Seminary of the Society of St. Pius X at Zaitzkofen were not validated, and he needed some additional studies in Munich.

In between the Theology Faculty and the Veterinary School, located at the entrance of the English Garden, was only one street. Whereas, not the Theology Department but Veterinary School was referred to as the black faculty. To give you an idea of how dedicated the farmers are to their veterinarians, consider the old saying:

“Ross verrecken, grosser Schrecken, Weiber sterben, kein Verderben.” (If a horse dies, it is a huge disaster. If a wife passes away, it is not a big deal). Of course, this saying is obsolete. It only expresses the love Bavarians have for their animals. Indeed, the most respected person in a little Bavarian village has not been the priest, but instead the Veterinarian.

Still in our times, framers did make pilgrimages to our Lady of Altötting to pray for their animals suffering from an unknown disease. Some speculated it was attributed to GMO food and in such a case only our Blessed Mother could help.

“As a matter of fact, the mysterious illness was causing calves to bleed to death on Bavarian farms since 2007. Veterinarians were stumped over what was causing the deaths: vaccines, genetically modified feed or perhaps even the mothers’ first milk (colostrum). “The animals’ bodies were covered with drops of blood, and their eyes were bloodshot,” stated a Bavarian farmer. In his barn, the first calf bled to death in October 2007. The veterinarian tried everything, he says, including administering vitamins and blood-clotting agents. However, nothing worked, and within two or three days, they were all dead. The mysterious disease was rampant in Germany’s cattle barns. Until then, farmers likely had no other choice but to hope for help from above. At a “farmers’ pilgrimage” six hundred farmers prayed to the Black Madonna of Altötting to have mercy on their bleeding calves. The words “Holy Mary, help us in our hour of need, resounded across the shrine. In the invitation, the organizers
wrote: “Because there is apparently no help to be expected from any worldly source, we intend, in making this pilgrimage, to beg for protection and help from the Virgin Mary of Altötting, the patron saint of Bavaria>.”(1) 

I enjoyed being in school. I imagined my mother and grandfathers of several generations, who might have been sitting in the same pew at the old university building.

Being so close to Theology has had its advantages. Father invited me to the lectures of the famous Philosophy Professor Robert Spaemann. However, I could not invite him back to any of my classes because I didn’t think they would have been of interest to him.

Moving fast forward to today, I needed just a little spot in one of the last pews. From the parking lot, beneath the Diocesan Center, it was only a ride on the elevator to my desired location. Two ladies and a gentleman boarded the elevator with me. I looked at them and sensed a bit of confusion in their eyes. They did not really know where to go and eventually decided to ask me. “Where do you want to go?” I did not hesitate and answered, “Oh I want to go to heaven.” When we reached their destination on the first floor they were still chuckling.

I crossed a small plaza and entered the basilica. It was too early for Mass. I only saw the parents of a suburban parish priest. Today, it was difficult to go to Mass because all the priests gathered with their bishop. I guess many people thought that the Franciscan priests downtown would for sure celebrate Mass. But when the time arrived, the organist announced that there would be only a word and communion service. Shortly thereafter, a lady in a black dress with long white hair entered the sanctuary and took the priest’s seat. I left because I really needed a quiet place to “work.” I decided to try my luck at the Church of the Society of Pius X. There nobody would interrupt me.
I was sitting beside  a window and, after a while, I asked myself, “Why it is here that I can concentrate best?” I looked up and felt a presence. There was a squirrel and only a window in between us. To my dismay, the little thing was astonished seeing me here. After a while, the animal gave up staring at me and started to pray intensely. Indeed, I thought, there exists an interaction between animals and theology. And in places you never expected you find great faith. It just depends on where to turn. And the best example is the location of the Veterinary and the Theology Department of the Ludwig-Maximilians University in Munich.



1) Breburda E.: Promises of New Biotechnologies, ISBN-13: 978-0615548289

ISBN-10: 061554828, Kindle or Hardcopy at Amazon.com



See also the 2017 CPA Award winning Children Book from Edith Breburda: Felix the Shrine cat and Felix the Pilgrimage cat in Paris, Chartres and Rome

Thursday, March 14, 2019

Genetische Veränderungen und seine unvorhersehbaren Folgen


Dr. Edith Breburda

Angefangen hat es damit, unser Pflanzen genetisch zu verändern. Wir inserierten Gene von anderen Spezies, die erstrebenswerte Eigenschaften hatten, um mithilfe von genetischer Manipulation die Welt auch weiterhin ernähren zu können.
Dass es auch anders geht, interessierte dabei nicht. Doch damit hörten die Innovationen nicht auf. Mittlerweile experimentieren Wissenschaftler mit neuen Gen-Editierungs-Technologien, wie CRISPR/cas9, um das eigene Erbgut eines Organismus neu zu gestalten.

Anhand der neuen Technologien werden z.B. Rinder dahingehend manipuliert, dass sie toleranter gegen warme Temperaturen werden. Wir haben uns daran gewöhnt, riesige Rinderherden im semiariden Klima von Arizona bzw. Kalifornien anzutreffen. Jetzt wäre es möglich, Kühe in den Tropen weiden zu lassen. Ziegen dienen der Erzeugung von Kaschmirwolle; Hasen und Schweine besitzen eine bessere Marmorierung der Muskulatur.
Nebenwirkungen, die unweigerlich bei einem genetischen Editieren auftreten, wie z.B. eine längere Zungenmuskulatur in Hasen, nimmt man dafür in Kauf.
In Schweinen eliminierte man Myostatin, ein Gen, welches das Muskelwachstum limitiert. Ohne Myostatin werden so keine Wachstumsgrenzen mehr gesetzt. Doch zum Erstaunen der Wissenschaftler hatten nun 20 Prozent der so behandelten Tiere plötzlich einen zusätzlichen Wirbelkörper entwickelt.
Aber fragen wir uns ehrlich, würden wir einen Hamburger von einem Rind essen, mit dessen Erbsubstanz im Labor herumexperimentiert wurde? Die Technologien werden bereits angewendet, um das Erbgut der Kartoffel oder des Lachses zu optimieren?
Mithilfe von molekularen Scheren alteriert man auf präzise Weise das Erbgut von Mais oder Sojapflanzen. Man hat es auf ihr Fettsäureprofil abgesehen. Kartoffeln werden nicht mehr so schnell schlecht; die Haltbarkeitsdauer nimmt zu, und wenn man sie braten will, produzieren sie keine krebserzeugenden Stoffe mehr.
Sicher haben wir von genetisch hergestellten Lachsen gehört, die zweimal so schnell wie typischer Weise wachsen. Fünf Tonnen dieses Frankenfisches wurden 2017 allein in Kanada verkauft. Keines der Lebensmittel wurde als genetisch verändert gekennzeichnet.
Und abgesehen davon, versprach Monsanto 1999, niemals ihre sterilen Terminator GMO Pflanzen zu kommerzialisieren. Das Gegenteil war dann sehr schnell der Fall: Bauern verpflichteten sich das Saatgut nur für eine Aussaat zu gebrauchen. Noch heute kritisieren viele diese Vorgehensweise.
Der nächste große Schritt ist es nun, im Erbgut des Tieres selber herumzubasteln. Bereits bei genetisch veränderten Lebensmitteln (GMO-Food), wo ein nicht zum Erbgut gehörendes Gen mit dem von einer anderen Spezies ausgebessert wurde, ist mit unvorhergesehenen Risiken für die Tiere selber und für diejenigen zu rechnen, denen GMO-Food als Nahrung dient.
Wir haben zweifelsohne große Fortschritte bei der Sequenzierung und Kartierung der Genome ganzer Organismen gemacht. Trotzdem wissen wir nicht, inwieweit einzelnen Gene eine Rolle spielen, wenn sie miteinander interagieren. Falls wir also Änderungen an Genen vornehmen, selbst, wenn diese auf den Punkt genau limitiert sein sollten, hat dieser Vorgang oft überraschende und unbeabsichtigte Folgen.
Eine davon sind die in Schweinen auftretenden Skelettveränderungen. Derartige Mutationen erweitern zwar unser Verständnis, inwieweit myostatin Gene skeletomuskuläre Modifikationen hervorrufen, und wir könnten damit herausfinden, was wir in Zukunft anders machen sollten, dennoch war es nicht unser Ziel, einen extra Wirbelkörper zu erzeugen.(1)
Und genau darin liegt das Problem. Man sollte annehmen, dass wir in puncto Geneditierung aus der Versuchs- und Irrtumsphase heraus sind, wenn wir diese Technologie bereits in Pflanzen, Tieren und auch dem Menschen anwenden.
Es geht doch darum, eine exakte Wissenschaft zu betreiben. Vor allem dann, wenn wir derart in das Genom eines Organismus eingreifen. Dieser Meinung ist zumindest Lisa Moses, Tier-Ethikexpertin der Harvard Medical School. Sie äußerte sich gegenüber dem Wall Stree Journal (2) im Dezember 2018 wie folgt:
„Wir Menschen haben eine sehr lange Geschichte, in die fein aufeinander abgestimmten Abläufe der Natur einzugreifen. Wir machen in unserer Überheblichkeit nicht mal mehr vor dem Erbgut selbest halt. Eigentlich pfuschen wir herum, ohne die mit unserem Handeln verbundenen Konsequenzen zu kennen. Wir behaupten dann noch, wir würden wissen, was wir tun und können, unbeabsichtigte Nebeneffekte genauestens abschätzen, obwohl wir schon lange die Kontrolle verloren haben.“

Das wirklich Besorgniserregende ist, dass wir nicht nur den Muskelanteil der Schlachttiere beeinflussen, sondern auch Gene herausschneiden, um bei Schweinen Krankheiten- wie dem Porcine reproductive und respiratorische Syndrome Virus vorzubeugen. Das PRRS-Virus wird von Wildschweinen übertragen und ist mittlerweile in den USA und Europa verbreitet. Zum ersten Mal trat es 1985 in Iowa auf. 1986 wurde es in Minnesota entdeckt und war dann von 1988-1989 in Ostdeutschland zu finden.
In Masttierbetrieben verbreitet sich das potentiell tödliche Virus schnell. Forscher hoffen, die Krankheit besiegen zu können, indem sie ein Stück des Erbgutes -mithilfe von CRISPR/cas9- eliminieren. Dass es sich dabei um einen permanenten Eingriff handelt, der weitervererbt wird, nimmt man gerne -um des Profites willen- hin.
Die Australierin Alison Van Eenennaam hat ihr Labor an der Universität von Davis, Kalifornien. Sie arbeitet an einem Projekt, welches vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium gefördert wird. Sie nennt es „Boys Only“. In ihrem Labor will sie einen Zuchtbullen herstellen, der nur männliche Nachkommen erzeugen kann. Und falls es sich doch um Samenzellen mit zwei XX Chromosomen handelt, hat er ein aus Bullenhautzellen hergestelltes SRY Gen in seinem Erbgut, der den weiblichen Embryo veranlasst, männlich zu werden. Man ist vor allem an einem größeren Muskelwachstum interessiert. Deshalb sollen weibliche Tiere phänotypisch einem Bullen gleichen. All inklusive – sozusagen, nur dass die Male-like Tiere keine Samenzellen produzieren können, was sie nicht automatisch zum Ochsen machen, weil diese durch eine manuelle Kastration bedingt - keine Samenzellen mehr herstellen können. Die so erzeugten Tiere produzieren ein besseres Fleisch, wachsen schneller und sorgen für einen erhöhten Umsatz. Und all das in kürzester Zeit.
Die Genetikerin Allison sieht die unvorstellbaren Vorteile, welche uns CRISPR in der Tierzucht bieten.  Durch sie erhalten wir größere und bessere landwirtschaftliche Nutztiere.
Das Geschlecht ihrer Terminator-Tiere umzuändern, ist nur der Anfang. Jeder, der mit der Genetikerin zu tun hat, wird unweigerlich ihre Ansicht über die Sicherheit von Monsantos Sojabohnen - und all den anderen Errungenschaften moderner Biotechnologien- zu hören bekommen. (3)
Andere Biotechfirmen haben sich auf Gene spezialisiert, die für das Hornwachstum verantwortlich sind. Ohne sie hätten Jungtiere weniger zu leiden, weil wir nicht mehr ihre Hörner entfernen müssen. Dass ein Kalb selten Schmerz empfindet, wenn nicht vaskularisiertes Gewebe - wie Hörner- abgetrennt wird, ist dabei nicht relevant. Oder leiden wir, wenn wir uns unsere Nägel schneiden?
„Wir zeigen die bessere Seite der gentechnischen Manipulationen“, behauptet Tammy Lee, Geschäftsführer von Recombinetics gegenüber der New York Post.(4)
Kälber ohne Hörner, um nicht zu sagen -die hornlosen Hornochsen-, sind zur Zeit auf dem Gelände der Universität von Kalifornien in Davis zu bewundern. Auch plant man Gene zu editieren, die verhindern, dass Schweine geschlechtsreif werden. Dann wäre auch die inhumane Kastration von Ebern -die zudem ohne Schmerzmittel stattfindet, damit der Ebergeruch nicht auf das Fleisch übergeht-  hinfällig.
Aber eigentlich kastriert man Mastschweine schon im Ferkelalter. Dass wir einen Eber kastrieren und dann der Tierarzt die Hoden verspeist, gehört eigentlich ins tiefste Mittelalter. Zumindest liegt es so weit zurück, als dieser Beruf noch eine Männerdomäne war.
Fest steht, Recombinetics (eine US-Firma, die Gentechnik in der Viehzucht vorantriebt) möchte nicht die Akzeptanz ihrer Verfahren schmälern. So pocht sie darauf, ihre Ware nicht kennzeichnen zu müssen, damit niemand ihr Herstellungsverfahren in Frage stellt. <Nur dann kann man Genforschung nutzen, um größere Gewinne zu erzielen>, behauptet sie.
Eine Geneditierung wird momentan nicht vom U.S.-Landwirtschaftsamt (USDA) reguliert. Natürlich kann man so eine Nahrung nicht als ein organisch hergestelltes Lebensmittel bezeichnen. Im März 2018 entschied sich das Amt, gar keine Kennzeichnung anzubringen. Nicht einmal der Aufdruck CRISPR-Edited ist notwendig, weil sonst eine Innovation des Lebensmittels gefährdet sein könnte. Und man will doch nicht hinter die Forschung anderer Länder zurückfallen. Es handelt sich dabei um ein Argument, welches immer beeindruckt. Die USA benutzte es in allen reproduktiven Techniken, die mit der Verbesserung von Pflanzen, Tieren und Menschen sowie deren Embryonen... zu tun hatte.
Viele sehen CRISPR als ein Verfahren an, das unsere Lebensmittelherstellung revolutionieren wird. Dies liegt vor allem an der lockeren Regulierung, der adäquaten Zugänglichkeit und den schnellen Resultaten, die wir mit der Anwendung von einer Geneditierung haben.
Die Europäische-Union möchte dennoch, dass geneditierte Lebensmittel genauso gekennzeichnet werden wie genetisch modifizierte Organismen. Jaydee Hanson, Sprecher des Zentrums für Lebensmittelsicherheit, bemerkt dazu:
„Dies ist die neue Art der Gentechnik, unabhängig davon, ob sie es als transgen [GMO] oder eine Gen-Editierung bezeichnen. Es muss angemessen reguliert werden. Wir sagen nicht, dass die Herstellung gestoppt werden sollte – Der Verbraucher sollte wissen, wie die Ware produziert wurde.“
Niemand kennt die gesundheitlichen Auswirkungen des Verzehrs von geneditierten Lebensmitteln. In einem Interview mit GM-Watch erklärte der in London ansässige Molekulargenetiker Michael Antoniou: „Durch eine genetische Bearbeitung können signifikante Veränderungen sowohl im landwirtschaftlichen, als auch im medizinischen Bereich auftreten. Dies macht langfristige Sicherheits- und Toxizitätsstudien unabdingbar.
Viele der durch Genomeditierung hervorgerufenen Off-Target-Mutationen werden wahrscheinlich hinsichtlich eventueller Auswirkungen auf die Genfunktion gutartig sein. Einige jedoch nicht. Entscheidend ist, dass ihre Wirkung in einem bereits vermarkteten pflanzlichen oder tierischen Endprodukt vorhanden sein kann.
Hinzu kommt, dass Veränderungen aufgrund einer Genom-Editing-Technik vererbt werden. Wir erkennen sie somit nicht sofort. Es ist daher immer noch erforderlich, langfristige Toxizitätsstudien in etablierten Tiermodellsystemen durchzuführen. Solange diese Studien nicht vorliegen, ist die Behauptung, eine Genomeditierung sei sicher, präzise und vorhersehbar, schlichtweg falsch."
Inzwischen wissen wir von vielen CRISPR bedingten Off-Target-Mutationen, die wahrscheinlich Krebs verursachen. Daran beteiligt ist mit großer Wahrscheinlichkeit das sogenannte p53 Gen, welches durch die Methode geschädigt werden kann und für die Entstehung von: Eierstock-, Darm-, Lungen-, Pankreas-, Magen-, Brust-, und Leberkrebs verantwortlich ist.
Das Argument für den Gebrauch von geneditierten Lebensmitteln ist, dass sie keine fremden Gene eingebaut haben, sondern es sich nur um eine Anpassung in der bereits vorhandene DNA handelt. Aber ist ein Stück Fleisch von einem so mutiertem Schwein -mit zusätzlichen Muskeln und Wirbeln-dasselbe wie Fleisch von einem Wildschwein?
Die US-Amerikanische Food and Drug Administration (FDA) schlug vor, Tiere mit editierter oder manipulierter DNA als Arzneimittel zu klassifizieren, was zweifelsohne zu einem Rückschlag des gesamten geneditierenden Verfahrens führen würde. Dennoch befinden wir uns in einer völlig neuen Welt, welche die Nahrungsmittelproduktion vollkommen verwandelt hat.
So schulden wir es dem Verbraucher, darüber informiert zu sein, was er auf seinem Teller hat. Nur dann kann er eine fundierte Entscheidung treffen, ob er genetisch editierte  Lebensmittel konsumieren möchte. Ohne ein Etikett mischen sich solch hergestellte Lebensmittel, wenn sie denn auf den Markt kommen, direkt in die Lebensmittelkette. So ist es zumindest bei GMO Produkten der Fall gewesen.
Weil eine genetische Veränderung dauerhaft ist und an neue Generationen weitergegeben wird, ist große Vorsicht geboten.
Während solche technologischen Fortschritte durchaus erforscht werden sollen, sollte dies trotzdem mit einer vollständigen Transparenz gegenüber dem Verbraucher geschehen. Auch muss man wissen, dass, falls alterierte DNA in unser Ökosystem gelangt, die Folgen katastrophal sein werden.(5)
So gesehen kann sich heute jeder ein relativ billiges CRISPR-Kid kaufen und damit z.B. von seinem Garten aus unsere Bienen (Pollinatoren) steril machen, auch wenn man eigentlich vorhatte, Zika-Viren tragende Mücken außer Gefecht zu setzen.
Dies alles ist kein Sciencefiction, sondern Realität. Wir sind vor allem in diese Lage gekommen, weil die Bioethik einer schnell voranschreitenden Biotechnologie hinterherhinkt und so keine Gesetzesvorgaben oder eine moralische Autorität vorhanden sind, die uns Einhalt in unserem Tun gebieten.


[1] Qian L et al.: Targetd mutations in myostatin by zinc-finger nuclease in double-muscled phenotype in Meishan pigs. Scientific Reports, 25. Sept 32015
[2] Rana P. und Craymer L.: Big Tongues and extra vertebrae: The unintended conseauences of anima gene editing. The Wall Street Journal, 14. December 2018
[3] Rosenblum A.: Meet the woman using CRISPR to breed all-male terminator Cattle. Gen editing can change an anima’s sex. MIT Technology Review, 10 Jan. 2018
[4] Assoc. Press. Gene-editing could create bigger, better farm animals. New York Post, 15. November 2018
[5] Mercola J.: Genetic Editing of Animals has horrible side effects. Mercola, 12. März 2019

Monday, February 4, 2019

Gott hat vom Mutterleib an einen Plan für jeden von uns

Pfarrer Jess Ty
Our Lady of Joy/Arizona
Predigt zum 4. Sonntag im Jahreskreis
(übersetzt von Dr. Edith Breburda)


Durch die Taufe nehmen wir Teil am allgemeinen Priestertum als Propheten und als Könige. In den Lesungen des vierten Sonntags im Jahreskreis betrachten wir die Rolle eines Propheten.
In Jeremia 1,4 heißt es: „Noch ehe ich dich auserwählt, noch ehe du aus dem Mutterleib hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“  
Gott hat ab dem Zeitpunkt unserer Empfängnis für jeden von uns einen Plan. Oft fragen Eltern ihre Kinder, was für einen Beruf sie erlernen wollen. Beide haben ihre Vorstellungen und Ideen. Wichtiger als dies ist es jedoch zu wissen, dass Gotte einen Plan für jeden von uns hat, und wir unseren Kindern helfen, ihn zu verstehen.
Gott hat eine bestimmte Berufung für unser Leben und sie ist unser Weg, um heilig zu werden. „Gott hat für das Leben eines jeden Menschen einen Plan. Niemand - außer Gott allein, kennt den Plan und die Bestimmung für unser Leben”(vgl.Jer.29:11).
So ist es sehr traurig, dass unsere Gesellschaft unheilvolle Gesetzte genehmigt hat; sie betrachten das Töten eines Kindes im Mutterleib als eine legale Handlung.

Die hl. Theresa von Kalkutta sagte einmal: „Jedes Land, das Abtreibung akzeptiert, lehrt seinen Menschen nicht zu lieben, sondern Gewalt anzuwenden, um das zu bekommen, was sie wollen. Deshalb ist Abtreibung der größten Zerstörer von Liebe und Frieden."
Wir haben auch zugelassen, dass eine Ehescheidung legal ist, während eine Scheidung in Gottes Augen verwerflich ist, wie es der Prophet Malachi (Mal 2,16) verkündet hat.
Vor wenigen Tagen wurde ein neues Gesetz in New York legalisiert, das die Ermordung von Babys bis zur Geburt erlaubt. Der Gouverneur von Virginia will das Gesetz auch auf bereits geborene Babies erweitern, damit sie noch nach der Geburt getötet werden können, wenn der Arzt und die Mutter dies wünschen.
Trotzdem ziehen es viele vor, über das Gesetz zu schwiegen, weil es sie als Erwachsene nicht betrifft und das, obwohl es sich um eine grobe Verletzung der Würde und der Rechte der menschlichen Person handelt. 
Wenn wir der Ideologie -Gottes Gesetze zu missachten- nicht Einhalt gebieten, wird sich dieser unheilvolle Prozess des Übels nicht aufhalten lassen und weitet sich aus, so dass wir am Ende all jene töten, die uns zur Belastung oder nutzlos für unsere Gesellschaft werden.
Es wird legal werden, jemanden zu töten, wenn er krank oder behindert ist, oder einfach nur, weil er zu schwach ist. Und wir meinen dann auch noch, wir tun etwas Gutes, weil wir dem anderen Menschen angebliches Leid ersparen.  
Wenn eine Nation Gott als den Mittelpunkt ihres Lebens missachtet, wird alles entschuldbar und es ist dann wörtlich ok, wenn die " Hölle ausbricht".
Wenn wir aufhören Gott anzubeten, werden wir alles andere vergöttern. Weltliches Vergnügen, Macht, Ansehen, Reichtum, Gesundheit, Tiere, aber auch uns selbst verehren wir dann anstelle Gottes.
Wir übersehen dabei, dass es ohne Gott keine Ordnung gibt und stattdessen Chaos herrschen wird. Wenn es keine aufopfernde Liebe mehr gibt, tritt an dessen Stelle die Selbstsucht; alles soll nur noch mir dienen. Ich, ich und nochmal ich - beherrscht dann unser Denken. 
Dennoch ist eine Hoffnung vorhanden. Denn auch, wenn wir untreu sind, ist der HERR seinen Verheißungen treu. ER wird uns nicht verlassen.
Das 2. Kapitel des Timotheusbriefes Vers 11-13 sagt: 
„Wenn wir mit ihm gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben. Wenn wir bis zum Ende durchhalten, werden wir auch mit ihm herrschen. Wenn wir ihn jedoch verleugnen, wird ER uns verleugnen. Wenn wir untreu sind, wird er immer noch treu bleiben, denn ER kann sich nicht selbst verleugnen.“
Lassen Sie uns Gott als Mittelpunkt unseres Lebens zurückbringen. Lassen Sie uns Glauben, Hoffnung und Liebe in unserem Leben neu entfachen.
Lasst uns die Liebe Gottes zu anderen verkünden, vor allem denen, die vom Feind getäuscht werden.
Lasst uns einander lieben, denn Liebe ist die größte aller Gaben, und ohne Liebe gewinnen wir nichts, wie der heilige Paulus in unserer zweiten Lesung verkündete.
Lasst uns die Wahrheit in der Liebe verkünden. Dieses Leben ist ein Geschenk von Gott, weil ER für jeden von uns einen Plan hat, welcher im Mutterleib beginnt: „Vom Mutterleib an ist Gott meine Stärke“, verkündet unser Psalm.
Lassen Sie uns alle die Heiligkeit des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod respektieren und schützen.
Lasst uns aufhören, selber Gott zu spielen, und zu entscheiden, wer leben darf und wer nicht. Möge Gott entscheiden, wann ER uns in seine himmlische Heimat zurückrufen möchte.
„Sterbehilfe wird dann für uns keine Notwendigkeit mehr sein. Wir werden Gottes Entscheidung respektieren, wenn er uns als Mann und Frau erschaffen hat. Mit dem Plan Gottes zu kooperieren, schenkt uns als Kinder Gottes die wahre Freiheit und wird uns sehr glücklich machen. „Sein Plan ist unser Wohlergehen, um uns eine Zukunft und Hoffnung zu geben.“
Jesus Christus ist der Gesalbte, die Erfüllung aller Prophezeiungen in der Hl Schrift. ER wird uns zeigen, dass Gott für uns sorgt. ER wird uns aus aller Gefangenen befreien. ER  wird uns von unserer Selbstsucht und unseren selbstzerstörerischen Fesseln loslösen, wenn wir es ihm erlauben.
Lasst uns zu ihm zurückkehren, lasst uns das Sakrament der Versöhnung in Anspruch nehmen, lasst uns ihn in der Heiligen Kommunion empfangen, und ihm erlauben, in unseren Herzen zu regieren.
Lasst uns seine Gebote halten und in Ihm bleiben. Wenn wir dem HERRN folgen, und die Wahrheit in Liebe verkünden, werden andere uns hassen und ablehnen. So haben sie auch Jesus und Jeremia behandelt. Aber Gott wird uns nicht im Stich lassen.
Gott wird immer bei uns sein: „Sie werden gegen dich kämpfen, aber nicht über dich herrschen, denn ich bin mit dir, um dich zu retten, sagt der Herr“ (Jer. 1, 19).

Saturday, February 2, 2019

Nach dem neuem Abtreibungsgesetz in New York, kam die antarktische Kälte


Dr. Edith Breburda
Christliches Forum, 2. Februar 2019
“Es ist ganz egal, ob wir Republikaner, Demokraten oder ultrakonservative Katholiken sind, Gott liebt uns alle gleich”, verkündete der sehr liberal gesinnte Rektor einer Basilika im Herzen einer großen US-Metropole im mittleren Westen, in seiner Predigt am 1. Februar.

Er habe die Herz-Jesu-Verehrung wieder aufblühen lassen, damit Republikaner und Demokraten nicht derart aufeinander einhauen, dass sie bei all dem das größte Problem -die Armen- vergessen“, sagte er weiterhin.
Der Priester ist bekannt, in seinen Predigten ganz offen zu politisieren und gegen die Republikaner Stimmung zu machen. Seine Sorgen weichen von denen ab, die mittlerweile in Angst und Bange vor kriminellen illegalen Einwanderern leben, welche vermehrt die Vororte seiner Stadt verunsichern. Einbrüche und Schüsse nehmen zu. Drogenhandel in der Schule steigt. Amerikaner und legale Immigranten sind die Leidtragenden, aber sie kommen nie in seiner Predigt vor.
Wenn man nur einen Funken von Gerechtigkeit besitzt, schnellt einem der Blutdruck auf 180 beim lauschen seiner Ausführungen. Doch wenn man seine Missgunst kundtut, muss man damit rechnen, dass der Priester sich weigert, dem Betreffenden die Kommunion zu geben. Wie zornig schaute er neulich auf einen seiner Gläubigen, der mit einer roten „Make Amerika Holy Again-Kappe in seine Kirche kam. Der Abstand war zu weit, die Schrift zu klein und die Aufschrift Holy wurde mit Great gedeutet.

Doch an diesem Freitag predigte er über den Gartenbau. Gott schaut nicht auf die Einstellung, wenn wir unsere Früchte pflanzen. Warum tat er es dann bei Kain und Abel?, fragt man sich genau zu diesem Zeitpunkt. Fragte Gott nicht: „Kain, wo ist Dein Bruder“? -„Das Blut Deines Bruders, welches das Ackerland bedeckt, schreit zu mir.“

Und schrie nicht auch das Blut der unschuldigen Kinder, die Herodes ermorden liess, zu Gott?

Demokraten, die einst katholische Partei, hassen inzwischen katholische Standpunkte und tun alles, sie zu verfolgen. „Es ist naiv, zu glauben, das sei nicht der Fall“, sagte neulich ein Journalist, der nicht einmal katholisch ist, der sich aber über das neue Abtreibungsgesetz von New York aufregt, welches der katholische Gouverneur Cuomo sogar derart feierte, dass er alle Wahrzeichen New Yorks in ein rosa Licht einhüllte.

Viele Stimmen werden laut, Cuomo zu exkommunizieren. Und diese Stimmen kommen vor allem von Nichtkatholiken. Sie beschweren sich, dass Andrew Cuomo keinen Hehl daraus macht, ein Freund von Papst Franziskus zu sein und ihn überall zitiert, ob gelegen oder ungelegen. Von seinen Wahlkampfreden weiß man, dass er Ministrant war und die Kirche sehr liebt. Machte er diese Aussagen aus reiner Berechnung, um die Stimmen von katholischen Wählern zu bekommen?
New York's Bischoefe zögern. Sie sagen, es würde zu viel Aufmerksamkeit auf den Gouverneur lenken. Er geht sowieso nicht in die Kirche. Sein Vater besuchte täglich die Hl. Messe, aber nicht mal er ging zur Kommunion. "Eigentlich sollte jeder bei dem neuem Gesetzt zusammenschrecken. Es hat nichts mit unserem Glauben zu tun, wenn man ein Kind barbarisch im Mutterleib umbringt", bemerkte ein EWTN Reporter am 31. Februar.  

Jeder, der jedoch etwas gegen das neue Gesetz sagt, ist angeblich ein Frauenhasser, der ihre reproduktiven Rechte nicht anerkennt. Notfalls wird das monoton wiederholt und die Frage des Reporters, ob man sich denn keine Gedanken darüber macht, ein geborenes Kind einfach sterben zu lassen, wird gar nicht beachtet. Es sei eine Sache zwischen dem medizinischen Personal und der Frau. Es sei ihr Recht, bis zum 9. Monat abzutreiben. Auch wenn das Kind bereits geboren wurde, darf es, wenn die Mutter es wünscht, auch noch nach der Geburt getötet werden. Und all das, ohne auch nur irgendwelcher legalen Konsequenzen.

Man hat nun Sorge, dass der neueste oberste Bundesrichter Brett Kavanaugh, den man ganz selbstverständlich als Frauenbelästiger verleumdet, das abtreibungsfreundliche Gesetz roe versus wade wieder rückgängig macht.

Jetzt, wo man endlich soweit ist, Abtreibung nicht mehr heimlich und unter unhygienischen Bedingungen in der sogenannten back alley vollziehen zu müssen, sei das eine Unverantwortlichkeit der Republikaner.

Es schmerzt, dass einige katholische Priester nicht über das neue Abtreibungs-Gesetzt bestürzet sind und so tun als wäre nichts vorgefallen. Selbst ein biomedizinischer Forscher, der aus Furcht vor Repressalien seinen Namen nicht preisgibt, schrieb eine lange Abhandlung über die Schmerzempfindung von Ungeborenen. Er sieht in dem New Yorker Gesetz nichts anderes als die Legalisierung der Ermordung von Babies, die schon lange vor ihrem grausamen Tod das volle Bewusstsein erlangt haben. „Dieser de Facto „Genozide“ kann nun im großen Umfang von nichtkompetenten medizinischem Personal betätigt werden“, sagt der Forscher.

Der demokratische Gouverneur von Virginia, Ralph Northam, der selber Kinderneurologe ist, geriet bereits unter starken Beschuss, weil er es für moralisch einwandfrei hielt, ein Neugeborenes nach einer Zwiesprache zwischen dem medizinischen Personal und der Mutter sterben lasse kann, wenn die Mutter das so will. Es würde unter die Rubrik ihrer reproduktiven Rechten fallen. Nun fand man in dem Jahresbuch des damals 25-jährigen Nordham ein Foto, auf dem zwei Männer zu sehen waren, einer war schwarz angemalte, der andere war mit einer Ku-Klus-Klan-Kaputze abgebildet. Es ist unklar, welcher von beiden der Medizinstudent Northam ist. Planned Parenthood spendete 3 Millionen Dollars, um Northam zu helfen, der Gouverneur von Virginia zu werden.

Die Eugenikerin Margaret Sanger, die Planned Parenthood mitbegründete, stand dem Ku-Klux-Klan sehr nahe. Sie schreibt in ihrer Autobiographie, dass sie vor dem weiblichen Branche des Klans einen Vortrag gehalten hatte. Northam entschuldigte sich zwar, dennoch will er nicht von seinem Amt als Gouverneur zurück treten. „Es war ein Jungenstreich“, behauptet die linke Presse, die sich nun sehr mit ihren Äußerungen zurückhält.

Oberste Gericht Washington/DC
So nachsichtig war man nicht mit Brett Kavanaugh, in dessen High-School-Jahrbuch man vergeblich nach Hinweisen suchte, die Psychologin Dr. Ford belästigt zu haben. Man könnte über die Parteilichkeit hinweg sehen. Doch nicht dann, wenn man weiß, dass Planned Parenthood, sowie der Ku-Klux-Klan schon immer die Abtreibung von schwarzen Kindern proklamierte, wie die Enkelin von Martin Luther King in Fox News am 1. Februar berichtete. „Demokraten sind eine Pro-Choice Partei geworden. Sie machen kein Hehl daraus, öffentlich die katholische Kirche zu verfolgen. Wir sollen endlich aufwachen“, ermahnte neulich ein republikanischer Gouverneur. Dies ist schon lange so, und spätestens sollte dies aufgefallen sein, als wir Zeugen wurden, wie die MEGA-Kappen tragenden Schüler von Covington behandelt wurden.

Man fragt sich, ob das Blut der abgetriebenen Kinder nicht auch zum Himmel schreit. Man fragt sich nach der Ursache der 10 biblischen Plagen. Bereits als Kain seinen Bruder erschlug, fragte ihn Gott: „Warum hast Du etwas so Schreckliches getan? Du kannst nicht mehr hier bleiben. Der Ackerboden ist voller Blut. Es ist das Blut deines Bruders, den du getötet hast. Deshalb wirst du auf dieser Erde nichts mehr ernten und für den Rest deines Lebens ein heimatloser Wanderer sein, der nirgends Ruhe findet."

Bei all dem kommt mir ein Jesuit in den Sinn, der bereits in den 80iger Jahren die Erklärung für alle die Naturkatastrophen im sündigen Verhalten der Menschen sah. Er meinte es nicht in einem böswilligen Sinn, als würde Gott den Menschen strafen. Er nahm eher darauf Bezug, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist - und so die Natur unter den „Fehltaten“ des Menschen mitleidet.
Wenn man das neue Gesetzt unter diesem Aspekt betrachtet, trägt vielleicht eine Abtreibung von Unschuldigen viel mehr zu den Umweltkatastrophen bei als unser angebliches Zutun an einer globalen Erwärmung. Die Stimmen einiger Forscher mehren sich, dass der Einfluss des Menschen so minimal ist, dass Global Warming nicht menschengemacht ist. Im Gegenteil, wir würden eher in einer Zwischeneiszeit leben.

Doch diese Wissenschaftler wägen ihre Behauptung genau ab. Sie ist inopportun, politisch nicht korrekt und deswegen will und kann man seine Anstellung nicht verlieren. Denn wie gesagt, bedürftige Amerikaner müssen warten, weil alle illegalen Einwanderer ihnen bei jeder Behörde vorgezogen werden. Und wie es den Homeless in Chicago bei minus 50 grad Fahrenheit erging, wissen wir ja inzwischen. 

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