Sunday, February 14, 2016

Forscher nannten ihr Virus Zika. Für viele Frauen ist es zum Freibrief für eine Abtreibung geworden


Dr. Edith Breburda
Christliches Forum, 22.Feb.2016
Schon lange sehen wir, dass Familien mit behinderten Kindern einen vorwurfsvollen Blick ernten. Wir finden sie ja fast nur noch in christlichen Familien.
Die Neuigkeit, eines tropischen Virus, das bei Ungeborenen einen kleineren Kopf ausbildet, veranlasste nun Drittländer die Legalisierung von Abtreibung zu fordern. Wie entstand Zika-Virus? Handelt es sich am Ende gar um eine von Menschen gemachte Krankheit?

Am 18. April 1947 hatte das Versuchstier 766 eine erhöhte Temperatur. Forscher hatten den Rhesusaffen mit Gelbfiber infiziert. Ihre Station lag am Viktoriasees in Uganda, im kleinen Zika-Wäldchen. Der Nonhumane Primat wurde in einem Käfig gehalten. Nach 3 Tagen entnahmen die Wissenschaftler vom Tier 766 Blut, um es einer weißen Maus einzuspritzen, die daraufhin erkrankte. 10 Tage später entnahmen sie das Gehirn der Maus. Einige Zeit später untersuchten die Forscher die Schnaken des Tiergeheges, in der Hoffnung, dass auch sie das Gelbfiebervirus in sich trugen. Die zerkleinerten Insekten wurden in Mäusegehirne gespritzt. Auch die Tiere erkrankten. Als man nach 7 Tagen die Gehirne beider Mäuse-Gruppen untersuchte, stimmten sie überein.

Die Forscher nannten ihr Flavivirus Zika. Fast 70 Jahre hörte man kaum etwas über die neue Krankheit, welche durch Schnaken übertragen wird (1).

Doch Mitte letzten Jahres explodierten die Infektionen. Plötzlich sieht man in Brasilien immer mehr Kinder, die mit einem zu kleinem Kopf geboren werden.

Andere Länder wie Kolumbien, Venezuela, Lateinamerika sind zunehmend betroffen.

Die Weltgesundheitsorganisation redet von einem globalen Gesundheitsnotstand. Man redet von dem schlimmsten Virus, den es je auf unserem Planeten gab. Es handelt sich eigentlich um eine milde Krankheit, die nach spätestens 2 Wochen wieder abklingt. Den einzig erschreckenden Krankheitsverlauf haben Ungeborene.

Die geistige Retardierung geht mit einem kurzen Leben einher.

Liz Szabo berichtet am 10. Februar 2016 in der Amerikanischen Zeitung „The Arizona Republic“ über 10 Kinder aus Brasilien, die sich von den anderen 29 Babys mit Mikrozephalie absonderten. Ihre Augen waren durch den zu kleinen Kopf stark in Mitleidenschaft gezogen. Ärzte sind besorgt, ob die Babys, deren Netzhaut beschädigt ist, sehen können. Ob die Krankheit wirklich durch das Virus bedingt ist, steht eigentlich noch gar nicht fest.

Dr. Raiane Negreiros, Ärztin für Fetale Medizin im Epizentrum des Virus, einer kleinen Stadt namens Sprawling, erklärt: „In den letzten Monaten von 2015 hatten wir mehr Kinder mit kleinerem Kopf. Mittlerweile geht die Zahl wieder zurück(2).“

Besonders Frauen im ersten und zweiten Trimester sind betroffen.

In Französisch Polynesien, wo es bereits 2014/15 zu einer Zika-Virus-Epidemie kam, hatten vier Mütter Virus-Antikörper im Blut. Sie konnten sich nicht erinnern, eine Zika Infektion erlitten zu haben.

Viele fragen sich, ob das Virus auch in Deutschland zu Missbildungen führen kann. Die betreffenden tropischen Mücken können sich in Deutschland nicht dauerhaft ansiedeln. Anstecken könnte man sich durch Geschlechtsverkehr, übertragen durch einen Reiserückkehrer. Experten empfehlen Schwangeren, nicht in die Regionen zu reisen. Afrika sowie Südostasien sollten Repellents und Kondome zur Prävention verteilen.

Prof. Dr med. Christian Drosten von der Virologischen Gesellschaft erklärt, dass sich der Mensch nur einmal in seinem Leben mit Zika-Viren anstecken kann, danach ist er lebenslang immun. Brasilianische Frauen ziehen mittlerweile eine Abtreibung vor, viele warten gar nicht auf ihr Testergebnis, denn zu groß ist die Angst vor einem Kind mit Mikrozephalie (3).
 

Kann man durch eine Abtreibung eine Krankheit heilen? Eine Frau aus Slowenien, klagte nach einem Aufenthalt in Brasilien über Fieber. Bei der mittlerweile schwangeren wurde eine adäquate Diagnostik auf Zika nicht vorgenommen. In der 14. und 22. Schwangerschaftswoche war das Kind noch normal entwickelt. Danach spürte sie das Baby kaum noch. In der 32. SSW zeigte das Ultraschallbild starke Wachstumsverzögerungen. Sie entschied sich für eine Abtreibung und stellte ihr Kind der Forschung zur Verfügung. Slowenische Forscher fanden im Gehirn des Kindes Partikel, bei denen es sich um Zikaviren handeln könnte. Einen sicheren Nachweis gibt es aber nicht, weil Kontrollstudien fehlen.
Über jeden jeden Einzelfall wird berichtet und oft entscheiden Angst und Unwissen über das Leben des Ungeobroenen

Der Jurist Dr. Lawrence Gostin des O’Neill Institutes für Nationale und Globale Gesundheitsgesetze, der Georgetown Universität klagt die WHO an, die einen Gesundheitsnotstand ausgerufen hat.

“Solange kein Reiseverbot für Schwangere vorliegt, klingt die Anweisung der WHO, dass man Zika Gebiete meiden und sich vor Schnaken schützen sollte, unglaubwürdig. Der Rat der Seuchenschutzbehörde an Frauen die schwanger werden wollen, vor einer Reise ihren Arzt zu kontaktieren, ist eher angebracht.“

Der Sprecher der Infektiologischen-Gesellschaft von Amerika, Dr. Jeff Duchin von der Washington Universität in Seattle, spricht sich für eine konsequente Risikowarnung aus:

„Die WHO sollte die richtige Botschaft aussenden und nicht überreagieren. Alles andere ist kontraproduktiv und hindert nur daran, Zika erfolgreich zu bekämpfen. Vor allem müssen Wege gefunden werden, die Übertragung zu verhindern.“

Aber vielleicht haben wir schon längst den Punkt der Hysterie überschritten? Mitarbeiter von großen Unternehmen, die bisher ihre Fortbildungen in der Karibik veranstalteten, beobachten zunehmend Stornierungen. Keiner will mehr dorthin, aus Angst vor einer Zika-Infektion, schreibt USA Today am 14. Februar 2015.

Zika gar als Vorwand zu nutzen, um Abtreibung zu legalisieren, sei der falsche Weg, erklärt die katholische brasilianische Bischofskonferenz in einem Statement am 4. Februar 2016.

Kinder, die eine Mikrozephalie entwickeln, gibt es in jedem Land. In den USA werden im Jahr 39 Millionen Babys geboren. Von ihnen entwickeln 2-12 pro 10.000 eine Mikrozephalie. Die Amerikanische Akademie für Neurologie und die Gesellschaft für Kinder Neurologie vermutet, dass die Anzahl im höheren Bereich liegt. Das heißt, 25.000 Neugeborene haben einen kleineren Kopf.

2015 wurden in Brasilien weniger als 200 Kinder mit Mikrozephalie geboren. Von 3 Millionen Babys erkrankten in 10.000 Fällen 0.5 Kinder. Das sind viel weniger Babys, als man vermutete (5).

Die Töchter von Gwen Hartley aus dem Bundestaat Washington haben einen kleineren Kopf. Claire 14 und Lola 9 sind für die Mutter trotzdem perfekt.

Auch ihr, nun schon 17 jähriger Sohn Cal, hat eine Nervenkrankheit. Einige behaupten, für eine Mutter sind ihre Kinder immer perfekt, egal was sie haben. Doch für Harley war es grausam, mit zu verfolgen, wie sehr die Gesellschaft Kinder, die so aussehen wir ihre Töchter, brandmarkt. Die Regierung in Lateinamerika hat Frauen dringend geraten, eine Schwangerschaft hinauszuzögern. Ungeborene, die nur die geringsten Anzeichen eines kleineren Kopfes hätten, sollten nicht geboren werden. Es ist genauso, als ob man auf ihre Töchter schaut und einfach sagen würde: “Das sollte niemals wieder irgend einem passieren. Sie nannten Mikrozephalie einen schrecklichen Geburtsfehler. Ich sehe meine Kinder nicht als Monster. Für mich sind sie großartig. Ihr Geburtsfehler beschränkt nicht ihre Schönheit.“

Die Krankheit kann milde oder auch schwerwiegende Störungen hervorrufen. Einige Kinder entwickeln sich normal, unabhängig wie klein ihr Kopf ist. Andere haben eine Langzeitbehinderung und leben nicht lange. Hartley’s Kinder sind ernsthaft betroffen. Sie haben epileptische Anfälle, sind zwergwüchsig und haben Kinderlähmung. Sie können weder sprechen noch laufen. Die fast 15 jährige Claire hat gelernt zu krabbeln. Ihre kleine Schwester stößt mit der Nase auf die Dinge, die sie haben möchte. Ihre Mutter beschreibt auf ihrem Blog „The Hartley Hooligans“ alle die kleinen Herausforderungen ihrer Familie. Weil es immer mehr Mikrozephalie Kinder gibt, steigen auch die Klicks auf ihrer Seite. Harley betrachtet das mit gemischten Gefühlen. „Einerseits bin ich froh, dass endlich mehr Leute auf diese Krankheit aufmerksam werden. In den 15 Jahren habe ich viel Schweres aber auch Schönes erlebt. Das alles ist sehr emotional für mich, und es tut mir so leid, ein Kind mit so einer Krankheit zu sehen. Ich bin glücklich, durch meine Erfahrungen anderen helfen zu können. Ich hätte das meinen Kindern nicht gewünscht, und trotzdem bin ich froh, sie zu haben. Ich habe nicht alle Antworten bezüglich der Krankheit, hoffe aber, mein Testament wird anderen Müttern helfen, sich weniger allein und ängstlich zu fühlen (6).


[1] Cohen J.: Zika’s long, strange trip inot the limelight. Science, 8. Feb. 2016
[2] Carless W.: On Brazils Zika front lines, cases of microcephaly are actually dropping. Health, 3. Feb. 2013
[3] Gesellschaft für Virologie: Angst vor dem Zika Virus, DocCheck 2.2.2016
[4] Dr. Marcus Mau im Gespräch mit Frau Prof. Susanne Modrow von der Gesellschaft für Virologie zu den Fakten rund um das Zikavirus. Doccheck 15.2.2015
[5] Smith M.: Brazil: Reported Microcephaly number rising. But among investigated cases, 60% were ruled out. Medpage 02.03.2016
[6] Itkowitz C.: What this amazing mom of two girls with microcephaly has to say about Zika scare. Inspired Life, The Washington Post, 3. Feb. 2016

Weiterführende Literatur:
E. Breburda, Reproduktive Freiheit, free for what? 2015, Ebook und Taschenbuch zu bestellen bei Amazon.de

Thursday, February 11, 2016

Zika-Virus, immer mehr Babys werden mit Mikorozephalie geboren. Wievile Kinder erkrankten wirklich und soll man sie abtreiben?

Dr. Edith Breburda
 Lebensforum, Nr.117,  1. Quartal 2016
Neuigkeiten über einen Virus, der durch Mücken übertragen wird, sind erschreckend. Das Zika-Virus ist besonders für ungeborene Kinder gefährlich. Viele fordern eine Legalisierung der Abtreibung. Muss man Kinder töten, um eine Krankheit zu behandeln?“
Woher kommt das Zika-Virus?
Reisende wissen, dass sie sich durch Insekten mit Malaria, Dengue Fiber, West-Nil-Virus infizieren können.
1952 wurde die Zika-Erkrankung das erste Mal beschrieben. Im Dezember 2015 lagen nur 214 Veröffentlichungen über Zika vor. Im Jahr 2005 waren weniger als 15 Fälle bekannt. Doch 2007 kam es zu einem massiven Ausbruch auf der Westpazifischen Marianen Insel Yap. Von dort verbreitete sich Zika. Bald schon erkrankten Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Zwischen 2013 und 2014 war jeder zehnte Bewohner von Französisch-Polynesien erkrankt. Durch die Fußball-Weltmeisterschaft wurde das Virus nach Brasilien eingeschleppt. 2015 infizierten sich dort etwa 1,5 Millionen Menschen.
Warum häuften sich die Erkrankungen so plötzlich?
Die sich schnell verbreitenden Aedes aegypti Mücken -und möglicherweise auch die Asiatischen Tigermücken- sind Träger des Virus. Die globale Erwärmung soll eine Migration der Moskitos begünstigen. Heimkehrende USA Bürger trugen das Virus in sich. Wenn sie von einer Mücke gestochen wurden, konnte das Virus beim nächsten Stich weitergegeben werden.
Didier Musso, Virologe des Lous Malardé Institutes in Tahiti, fand in 593 Blutspende-Proben Antikörper gegen Dengue-, Zika-, Japan B-Encephalitis-und dem West-Nil- Flavivieren. Daraufhin forderte er, die Transfusionsmedizin besser zu überwachen. Auch bei einem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgt eine Infektion, weil im Sperma Zika-Viren gefunden wurden.
Gibt es Zika bald auch in den USA?
Der Infektiologe Prof. Duane Gubler der Duke-National University in Singapur rechnet damit. Als 2008 die Insektenkundler Foy und Kobylinski der Colorado-State-Universität nach einem Forschungsaufenthalt im Senegal zuhause plötzlich geschwollene Gelenke, Kopfschmerzen und Hautausschläge erlitten, wussten sie nicht, woran sie erkrankt waren. Ihre Symptome passten zu keiner Virusinfektion. Ein Jahr später trafen sie den Virologen Andrew Haddow, der zu Recht auf Zika Viren tippte.
Normalerweise kommt es nach einer Inkubationszeit von 12 Tagen noch zu Fieber, Schüttelfrost, Augenentzündungen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Die Infektion klingt häufig wieder von selber ab.
US-Behörden sind besorgt, obwohl man das Virus schneller entdecken und bekämpfen könnte. Für Experten sind Florida und Texas besonders exponiert. Das Risiko, sich mit Zika zu infizieren, ist zwar gering, trotzdem sollte man feuchte Gebiete meiden.
Wissenschaftler vermuten, dass sich in Europa oder in den USA weniger Menschen infizieren. Bei einem Ausbruch von Dengue in Florida, Texas und Hawaii erkrankten nur einige hundert Menschen. In 2007 litten in Norditalien nur 197 Menschen an einem Moskito-Virus, der von Indien eingeschleppt wurde. Ein Grund dafür ist, dass Europäer mehr Zeit in ihren Häusern verbringen. Auch ist die Population der Insekten kleiner.  
Mit Mikrozepahlie Geborene!
Es war bisher nicht bekannt, dass Zika-Viren eine Mikrozephalie hervorrufen. Als Ursachen kamen toxische Substanzen wie z.B. Roundup, genetisch induzierte Fälle, bzw. Infektionen wie Herpes oder Röteln in Frage.
In Brasilen vermehren sich nun Meldungen einer kongenitalen Mikrozephalie. Forscher vermuten, dass eine Zika-Virus Infektion während der Schwangerschaft zu einer Fehlbildung des Zentralnervensystems der Ungeborenen führt.
Der brasilianische Arzt Dr. João Ricardo de Almeida hat in den letzten Monaten viele Babys mit Mikrozephalie untersucht. Er ist über seine Ergebnisse erschrocken. Diese Kinder passen nicht in das Bild, das wir von anderen Erkrankungen durch Toxoplasmose, Cytomegalovirus bzw. Rötelvirus haben. Die Oberfläche des Gehirns ist mit Furchen durchzogen. Bei den Mikrozephalen Babys war sie hingegen glatt. Eine Rehabilitation eines derartigen Defektes ist unmöglich. Diese Kinder brauchen bis an ihr Lebensende Pflege.
Dr. Albert Ko von der Yale Universität vermutet, dass wir noch mehr Missbildungen sehen werden die Entwicklungsschäden hervorrufen. „Wir sehen Kinder, deren Kopf normal ausgebildet ist. Sie besitzen jedoch neurologische Veränderungen, oder ihre Augen sind missgebildet. Das bedeutet: Kinder, die normal aussehen, bleiben in ihrer Entwicklung zurück. Je mehr Einblicke wir erhalten, desto beunruhigender sind unsere Ergebnisse. Mikrozephalie könnte nur die Spitze des Eisberges sein“, sagt er.
Zika als mögliche Ursache?
Viele Wissenschaftler verneinen das. In Brasilen traten zwar vermehrt Fälle auf, in denen Babys mit einem kleineren Kopf geboren wurden. Es wird jedoch mehrere Monate dauern, bis die Ergebnisse der Kontrollstudien vorliegen. Dies liegt an der limitierten Diagnose. Am verlässlichsten ist es eine virale RNA im Blut der Erkrankten zu finden. Das kann nur mit absoluter Sicherheit in der ersten Woche der Erkrankung erfolgen. Danach kann man zwar noch Zika finden, es könnte sich jetzt um Antikörper gegen Dengue Fiber handeln, die in Brasilien und in Lateinamerika fast jeder in sich trägt. So ist eine genaue Aussage, ob die Mikrozephalie des Ungeborenen wirklich auf eine Zika-Infektion zurückzuführen ist, schwierig.
Etwa 4.783 brasilianische Babys und Föten wurden seit Januar 2016 mit einer Nervenerkrankung registriert. Unter ihnen hatten 404 eine Mikrozephalie entwickelt. In 17 Fällen lag die Erkrankung vor, berichtete das Brasilianische Ministério da Saúde, Bulletin am 02.02.2016.
76 Mikrozephale Babys sind intrauterin verstorben. Der Gesundheitsminister Marcelo Castro will abklären, ob es sich wirklich um eine Epidemie handelt.
Was sagt die Weltgesundheitsorganisation?
Für die WHO gehört seit neustem nicht mehr HIV, Tuberkulose, Malaria, Influenza oder Dengue zu den gefährlichen Krankheiten, sondern Ebola, das Marburg-Fiber, MERS, SARS und Zika-Fiber. Die WHO Direktorin Dr. Chan vermutet eine enge Beziehung des Zika-Virus zu der neurologischen Missbildung. Man sollte den Gesundheitsnotstand ausrufen.
Der Tropenmediziner Dr. David Heymann ist anderer Meinung. Er sagt: „Die schnelle Verbreitung des Virus hat nichts mit einem Notstand zu tun, weil Zika keine ernsthafte Erkrankung hervorruft. UN-Behörden räumten ein, dass die Verbindung zu Mikrozephalie bis jetzt nicht geprüft ist. Man sollte trotzdem einen Notstand ausrufen.
Welche Maßnahmen wurden ergriffen?
Dem „European Center for Disease Prevention and Control“ reichen die Beweise nicht aus. Die brasilianischen Behörden wollen jedoch nicht länger warten. Sie schickten 25.000 Soldaten in den Nordosten Brasiliens, um den Zika-Virus auszurotten. Es ist schwierig, weil jede kleine Wasserpfütze als Brutstätte der Mücke dient.
Forscher erhoffen sich einen Erfolg mit transgenen, sterilen Mücken und versuchen, die Übertragung der Vieren mit Wolbachia-Bakterien zu unterbinden. Allerdings dauert es, bis man einen Erfolg verzeichnen kann.
Gibt es einen Impfstoff?
Nein, und es wird auch Jahre dauern, bis wir ihn haben. Schwangeren und denjenigen, die es werden wollen, wird geraten, sich möglichst wenig im Freien aufzuhalten, nicht zu reisen, Fliegengitter zu benutzen, ihre Haut zu bedecken und Insektenspray anzuwenden, schreibt das Science Magazin am 29. Jan 2016.
Abtreibung als Lösung?
Man empfiehlt Frauen aus Lateinamerika eine Schwangerschaft hinauszuzögern. In El-Salvador sollen sie zwei Jahre mit ihrem Nachwuchs warten.
Infizierte Schwangere sind beunruhigt. Für die Madrider Direktorin des Programmes Women’s Link Worldwide Monica Roa, die sich für Menschenrechte von Frauen einsetzt, ist der Vorschlag unrealistisch:
„Man vergisst, dass Frauen bei einer Vergewaltigung schwanger werden können. 50% haben eine ungeplante Schwangerschaft. Infizierte Frauen sollten die Möglichkeit haben abzutreiben. Leider ist das oft illegal. Frauen sterben oft bei einer illegal vorgenommen Abtreibung. Deshalb muss die Empfehlung, eine Schwangerschaft zu verzögern, mit der Erlaubnis einer Abtreibung verbunden sein“, sagt sie.
Aber wie „sicher“ ist schon eine Abtreibung? Im Januar hörte man von einer Abtreibung in Italien. Die Teenagermutter, die nicht wusste, dass sie schwanger war, behandelte ihre Akne mit einer Salbe. Aus Angst, dem Kind geschadet zu haben, rieten Ärzte zu einer Abtreibung. Bei dem Eingriff verblutete die Mutter. Wie sich herausstellte, war ihr Kind gesund.

Literatur:
Vogel G. Cohen J  und Enserink M. Yika Virus: Your question answered. Scince Magazine, Jan 29, 2016
Smith M.: Brazil: Reported Micorcephaly number rising. But among investigated cases, 60% were ruled out. Medpage 02.03.2016
Breburda E.: Werden wir durch Yika-Virus unfähig, gesunde Kinder zu bekommen. Schattenblick, 11.2.2016

Saturday, January 30, 2016

Werden wir durch das Zika-Virus unfähig, gesunde Kinder zu bekommen?

Dr. Edith Breburda
Christliches Forum, 2.Feb.2016
Wir alle wissen, wie unangenehm ein Insektenstich ist. Keiner liebt Stechmücken. Besonders wenn Wissenschaftler immer wieder vor den Krankheiten warnen, die durch die Insekten verbreitet werden können. Reisende in exotische Länder wissen sehr genau über die Gefahren Bescheid, die Malaria, Dengue Fiber, West-Nil-Virus mit sich bringen. Ohne Mückenspray in der Tasche unterwegs zu sein, ist leichtsinnig. Erschreckend ist die Nachricht, dass unheilbare Krankheiten sich über Insekten ausbreiten.
Aus: Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst?
In Puerto Riko und Brasilien wurde über den Ausbruch des Zika-Virus berichtet.
US-Behörden befürchten, bald auch Krankheitsfälle in Nordamerika zu haben. Am meisten sind Ungeborene betroffen. Eine Infektion des Zika-Virus veranlasst, dass sich das Gehirn in Ungeborenen nur teilweise entwickelt. Neugeborene, die unter einer Mikrozephalie leiden, haben abnormale kleinere Köpfchen. Ihre Entwicklung verzögert sich, und sie werden wahrscheinlich nicht lange leben.
Warum Zika-Virus eine Mikrozephalie hervorruft, ist bisher kaum erforscht.
Der erste Fall trat 1940 in Uganda auf. Bald schon erkrankten die Menschen in ganz Afrika, Asien, Latein Amerika. Im Jahr 2015 infizierten sich in Brasilien etwa 1,5 Millionen Menschen.
Die Aedes-Mücke ist Träger des Zika-Virus und damit ihr Hauptvektor. Die Migration der Moskitos in andere Länder würde durch Global Warming begünstigt werden, spekulieren Forscher. USA-Reisende nach Salvador, Venezuela, Guatemala, Kolumbien trugen bereits das Virus in sich, als sie wieder in ihr Heimatland zurück kamen. Bis jetzt hatten sie den Virus innerhalb Nordamerikas noch nicht weitergegeben. 
Die Behörden sind dennoch besorgt, obwohl man den Virus hier schneller entdecken und bekämpfen könnte als in den anderen Ländern. Für die Experten des US-Institutes für Humane Infektion und Immunität sind die Bundesländer Florida und Texas besonders exponiert. Das Risiko, sich mit Zika-Virus zu infizieren, ist zwar gering, trotzdem sollte man Vorkehrungen treffen und feuchte Gebiete, in denen sich Schnaken aufhalten, meiden.
Obwohl es noch nicht hundertprozentig erwiesen ist, dass Zika-Virus Mikrozephalie hervorruft, warnen Wissenschaftler Schwangere davor, in Gebiete zu reisen, in denen das Virus vorkommt.
Pro-life March, Los Angeles, 23.1.2016
Gesunden Erwachsenen schadet der Virus sonst eigentlich nicht, behauptet das Newsmagazine der Alternative Daily. Man schützt sich durch eine bedeckende Kleidung, Moskitospray und indem man Gebiete, wo Schnaken auftreten, meidet (1).
Ob sie damit Recht haben? Was berichten wissenschaftliche Zeitungen? 
Als 2008 die Insektenkundler Foy und Kobylinski der Colorado-State- Universität von einem Forschungsaufenthalt aus Senegal zuhause plötzlich geschwollenen Gelenke, Kopfschmerzen und Hautausschläge erlitten, wussten sie nicht, woran sie erkrankt waren. Ihre Symptome passten zu keiner ihnen bekannten Virusinfektion. Ein Jahr später trafen sie den Virologen der University of Texas, Andrew Haddow, der auf Zika-Viren tippte. Er fand tatsächlich Zika-Antikörper im Blut von Foy und Kobylinski. Haddow berichtete, dass es in Afrika 50 Jahre lang zu sporadischen Erkrankungen mit dem Virus kam. Wissenschaftler haben sich dafür allerdings nicht interessiert. Mittlerweile hat sich die Situation geändert. Seit acht Jahren verzeichnet man den vermehrten Ausbruch in Südostasien und den pazifischen Inseln. Zwischen 2013 und 2014 war jeder zehnte Bewohner von Französisch-Polynesien erkrankt. Durch die Fußball-Weltmeisterschaft wurde das Virus nach Brasilien eingeschleppt.
Porf. Duane Gubler, Leiter des „Program on Emerging Infectious Diseases“, der Duke-National-University in Singapur geht davon aus, dass es unweigerlich zu Ausbrüchen der Krankheit im Süden der USA und Südeuropa kommen wird.
Er erklärt: „Das Zika-Virus Pathogen gleicht den bekannteren Flaviviren wie dem Dengue-, West-Nil-, Gelbfieber- oder dem Japan B Encephalitis-Virus. Nach einer Inkubationszeit von zwölf Tagen leiden die Patienten an Kopf- und Gelenkschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Es kann auch zu Augenentzündungen kommen. Die Infektion klingt häufig wieder von selber ab.“
Allerdings vermehren sich in Brasilen Fälle einer kongenitalen Mikrozephalie, die bei ungeborenen Kindern auftritt. Forscher vermuten, dass eine Virusinfektion, die während der Schwangerschaft erfolgte, zu einer Fehlbildung des Zentralnervensystems führt. Im Blut und Gewebe der erkrankten Babys fanden die Forscher das Zirka-Virus. Dem „European Center for Disease Prevention and Control“ reichen diese Beweise nicht aus, obwohl ein Zusammenhang dennoch wahrscheinlich ist. Die Brasilianischen Behörden wollen jedoch nicht länger warten. Sie sendeten 25.000 Soldaten in den Nordosten Brasiliens, um den Träger des Zika-Virus auszurotten. Es ist ein schwieriges Unterfangen, weil jeder noch so kleine Wasserfleck als Brutstätte der Aedes aegypti Mücke dient. Forscher erhoffen sich einen Erfolg mit transgenen, sterilen Mücken und versuchen, die Übertragung der Vieren mit Wolbachia-Bakterien zu unterbinden. Allerdings dauert es sehr lange, bis man mit diesen Methoden einen Erfolg verzeichnen kann.
Didier Musso, Vriologe des Lous Malardé Institutes in Tahiti fand in 593 Blutspende- Proben Antikörper gegen das Dengue- und das Zika-Virus. Auch Japan B-Encephalitis-Virus oder das West-Nil-Virus waren vorhanden. Daraufhin forderten die Ärzte in den betroffenen Ländern, die Transfusionsmedizin besser zu überwachen. Dr. Musso fand weiterhin, dass in Einzelfällen ein ungeschützter Geschlechtsverkehr zu einer Infektion führt. Forscher konnten Viren im Sperma nachweisen. Literatur über Zika gibt es kaum. Im Dezember lagen nur 214 Veröffentlichungen vor. Wobei es über Dengue 14.700 Studien gibt.
Für die Weltgesundheitsorganisation gehört seit neustem nicht mehr HIV, Tuberkulose, Malaria, Influenza oder Dengue zu den gefährlichen Krankheiten, sondern Ebola, das Marburg-Fiber, MERS, SARS und Zika-Fiber. Diese Erreger haben das Potential, eine Epidemie auszulösen, erklären Virologen. Reisende sollen keine helle Kleidung tragen, und Repellentien mitnehmen. Einen Impfstoff gibt es nicht. Schwangere sollen die Regionen meiden, in denen das Virus vorhanden ist (2).
Die Weltgesundheitsorganisation fürchtet dennoch den Zusammenhang zwischen Mikrozephalie und dem Virus. Dr. Margaret Chan, Direktorin der WHO vermutet eine enge Beziehung des Zika-Virus zu der neurologische Missbildung.
Die vier lateinamerikanische Länder, Ecuador, El Salvador, Jamaica und Kolumbien empfehlen Frauen, eine geplante Schwangerschaft hinauszuzögern. In El-Salvador sollen Frauen zwei Jahre warten, um wieder Kinder zu bekommen.
Schwangere Frauen, die den Virus in sich tragen, sind beunruhigt. Monica Roa aus Madird, Direktorin des Programmes Women’s Link Worldwide, die sich für Menschenrechte von Frauen einsetzen, sieht den Vorschlag, eine Schwangerschaft hinauszuzögern, als unrealistisch:
„Man vergisst, dass Frauen bei einer Vergewaltigung schwanger werden können. Bei mehr als 50% der Frauen erfolgt eine Schwangerschaft ungeplant.
Frauen sollten die Möglichkeit einer Abtreibung haben, wenn sie mit dem Virus infiziert sind. Nur ist das in vielen Ländern von Latein Amerika immer noch illegal.
Supreme Court, Los Angeles, 23.1.2016
So kann es passieren, dass Frauen eine Abtreibung bei nicht medizinischem Personal durchführen und selber daran sterben können. Deshalb muss die Empfehlung, eine Schwangerschaft zu verzögern, mit der Erlaubnis einer Abtreibung verbunden sein", sagt sie (3).
Aber wie „sicher" ist schon eine Abtreibung? In der letzten Januarwoche hörte man von einer Abtreibung in Italien. Die Teenagemutter, die nicht wusste, dass sie schwanger war, behandelte ihre Gesichtsakne mit einer Salbe, die ihrem Ungeborenen eventuell schaden hätte können. So rieten Ärzte zu einer Abtreibung. Bei dem Eingriff verblutete die junge Mutter. Wie sich herausstellte, war ihr Kind gesund.
„Muss man ein Kind töten, um eine Krankheit zu behandeln?,” fragt Pfarrer Boquet, Leiter von Human Life International.
Inzwischen haben Mediziner viele Babys mit Mikrozephalie untersucht. Dr. João Ricardo de Almeida aus Brasilien ist über die Ergebnisse sehr erschrocken. Mikrozephale Babys, deren Mutter während der Schwangerschaft an Zika erkrankt ist, sondern sich von den Kindern ab, die einen kleineren Schädel durch eine Toxoplasmose, Cytomegalovirus bzw. Rötelviruserkrankung entwickelten. Die Oberfläche des Gehirns hat normalerweise korallenartige Verkrümmungen. Das Gehirn dieser Babys ist hingegen glatt. Eine Rehabilitation eines derartigen Defektes ist unmöglich. So ein Gehirn kann nicht funktionieren. Diese Kinder brauchen bis an ihr Lebensende Pflege. Dr. Albert Ko von der Yale Universität vermutet, dass das Zika-Virus noch weiter Entwicklungsschäden hervorruft. „Wir sehen Kinder, deren Kopf normal ausgebildet ist. Sie besitzen jedoch neurologische Veränderungen- oder ihre Augen sind missgebildet. Das bedeutet: Kinder, die normal aussehen, bleiben in ihrer Entwicklung zurück. Je mehr Einblicke wir erhalten, desto beunruhigender sind unsere Ergebnisse. Mikrozephalie könnte nur die Spitze des Eisberges sein (4).
Was bleibt ist die Frage: Haben wir unsere gesunden Kinder abgetrieben- und durchkreuzt nun eine Epidemie unsere Fertilität?

Literatur
1) The Alternative Daily, The Zika Virus Outbreak-it this brain shrinking virus spreading to the United States? 29.1.2016
2)Van den Heuvel M.: Zika-Virus: In 40 Mücken um die Welt. DocCheck, 5. Jan. 2016
3)NPR Staff: Is it realistic to recommend delaying pregnancy during Zika Outbreak? NPR News 27. Jan. 2016
4)Geo V: Zika-linked brain damage in infants may be tip of the iceberg. NPR, 29.1.2016




Wednesday, January 27, 2016

Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst?

Buchbesprechung von J. K. Philosophie Professor, USA/Brasilien

Christliches Froum, 24. Nov. 2015

Vor kurzem ging die Meldung durch die Presse: „Klon-Schnitzel soll es in der EU nicht geben“. Schon 1990 hat Deutschland darüber Gesetze erlassen. Doch wieweit weiß der allgemeine Bürger, worum es hier eigentlich geht und wie ihm diese Welt buchstäblich durch die Ernährung „unter die Haut geht“? Die Autorin packt ein umfassendes wissenschaftliches und ständig belegtes Wissen in die fast aufregende Geschichte eines fingierten neu ausgebildeten Journalist Leonhard. Er sucht nach Material für ein Buch, „in welchem den Leuten draußen berichtet wird, was sie wissen sollen über die grundlegenden Dinge des Lebens“ (S. 18). Es geht letztlich um die Tiefe der Gen-Welt und Gen–Manipulation. Es geht um mehr als nur um die Veränderung von Hunden und Katzen und Eier legende Hühner. Es geht um Rassen mit gewünschten Qualitäten, um Selektion..., um die „größten Errungenschaften der modernen Biotechnologien“, auf dem Gebiet der Pflanzen (wie z. B. dem Mais) und Tieren jeder Art (z. B. auch Bienen, 100 ff.) und, geradezu unvermeidlich auch beim Menschen (mit der Stammzellforschung und der Diskussion um die Embryos, 13-28 und 130-150); um „Plastikmüll“ und Chemikalien mit deren Auswirkung auf Wasser und den menschlichen Körper, der Rinderwahn und die Sojabohnen, Ursache von Alzheimer und Parkinson...
Die Autorin führt mit vielen Statistiken und neuesten internationalen Veröffentlichungen hinter Vorgänge in Holland, England oder in der Schweiz, in China, Japan und den Philippinen, in Australien, Kanada und den USA. Leonhard ist überrascht, wie sich ein Forscher nach dem anderen über sein Interesse freut: Endlich soll sich ihr zähes Mühen auszahlen, sollen ihre Entdeckungen bekannt werden. Den Leser überrascht, wie die Forscher Leonhards Fragen und Schlussfolgerungen über die meist verheerenden Auswirkungen auf die breite Bevölkerung teilen! Sie gestehen ihm: „Fortschritt kann durchaus auch einen Rückschritt bedeuten.“ (S. 164)
In leicht leserlicher Sprache und geradezu spannend kann auch der wenig mit den neuen Wissenschaften vertraute Leser diesem erstaunlichen „Blick hintern den Vorhang“ folgen. Professoren und Schüler von Biologie und Chemie und vor allem jene, die an verantwortlichen Stellen sitzen, werden reiches Lehr- und Diskussionsmaterial finden. Man wird wohl kaum ein zweites so informatives Buch über diese Forschungsbereiche finden, das gleichzeitig die vernichtenden Auswirkungen auf den Menschen unverblümt anspricht. Es öffnet jedem die Augen, der es liest.


Thursday, January 21, 2016

Wunderbare Heilung durch Adulte Stammzellen


Dr. Edith Breburda
Christliches Forum, 28. Januar 2016
Engländer, die an Multiple Sklerose erkrankt sind, berichten über erstaunliche Heilungen, nachdem ihnen eigene adulte Stammzellen verabreicht wurden.
Prof. Dr. Richard Burt von der Amerikanischen Northwestern Universität aus USA entwickelte die Behandlung, an der Patienten in England im Rahmen eines klinischen Versuches teilnehmen.
Multiple Sklerose ist eine unter weltweit hunderten von Krankheiten, die erfolgreich mit adulten Stammzellen therapiert werden.
Die 25. jährige Mutter, Holly Drewry suchte im Rollstuhl das Royal Hallamshire Krankenhaus in Sheffield, GB auf. Nach einer einmaligen Behandlung mit adulten Stammzellen, die man aus ihrem Knochenmark entnommen hatte, konnte sie wieder gehen. „Innerhalb von Tagen habe ich gemerkt, dass es mir besser geht. Es war ein Wunder. Ich konnte vorher nicht aufrecht gehen. Ich wagte es nicht, meine kleine Tochter Isla zu halten, aus Sorge sie fallen zu lassen. Es ist eine sehr beängstigender Zustand. Ich fragte mich immer, wie das noch alles enden sollte“, sagt sie in einem Interview mit BBC. Das Röntgenbild der Patientin zeigte ein Abklingen der Symptome. Ihr fehlgeschaltetes Immunsystem wurde durch Chemotherapie zerstört. Danach verabreichte man die eigenen Knochenmarksstammzellen die ihre Immunität wieder herstellte. „Ich ging zu Fuß vom Krankenhaus nach Hause. Dort umarmte ich Isla. Ich weinte und weinte. Es war ein überwältigendes Gefühl. Es war ein Wunder“, sagt Drewry.
Basil Sharrack stimmt dem Bericht der Patientin zu. „In den drei Jahren, in denen wir die neue Behandlung durchführen, haben wir schon viele Wunder gesehen. Es ist ein Wort, dass ich nicht oft gebrauche. Wir haben jedoch tatsächlich profunde neurologische Fortschritte gesehen“, berichtet er dem Telegraph. 
Noch imposanter ist die Genesung von Steven Storey. Ein Triathlet, der durch Multiple Sklerose komplett gelähmt war. Er konnte keinen einzigen Muskel bewegen. Aber innerhalb von neun Behandlungstagen, in denen er seine eigenen Knochenmarkszellen injiziert bekam, konnte er eine Zehe bewegen und nach 10 Monaten zwei Kilometer schwimmen. „Es war großartig. Ich war zurück im Leben“, sagt Steven.
Die noch in der klinischen Versuchsphase liegende Britische Therapie mit adulten Stammzellen wurde durch Dr. Burt entwickelt. Erfolgreich behandelte er in den letzten 14 Jahren 23 Krankheiten. Es ist ein weiterer Beweis, dass adulte Stammzellen seit Jahren erfolgreich Krankheiten heilen. Bis heute kann man das nicht über embryonale Stammzellen sagen. 2009 verkündete der berühmte Fernseharzt Dr. Oz gegenüber Oprah Winfrey: „Ich glaube, Ophra, die Stammzellen Debatte ist vorüber. Das Problem mit embryonalen Stammzellen ist, dass sie aus Embryos entstehen. Wir alle waren mal Embryos. Es ist jedoch schwer, die Entwicklung von embryonalen Stammzellen zu kontrollieren, und so verwandeln sie sich oft in Krebszellen.“(1)
Seit der Isolierung der ersten Stammzellen versuchen Wissenschaftler mit ethisch stark umstrittenen menschlichen embryonalen Stammzellen, Krankheiten, wie z. B. Alzheimer, Krebs, Diabetes oder Parkinson zu heilen. Trotz vieler Fortschritte im Labor und im Tierversuch gibt es bis jetzt noch keine sichere Stammzelltherapien mit embryonalen Stammzellen (2).
Literatur
1) Weatherbe S.: MS patient see miraculous healings after adult stem cell treatments. LifeSiteNews , 20. Jan 2016
2) E. Breburda, Reproduktive Freiheit, free for what? ·ISBN-10: 0692447261· ISBN-13: 978-0692447260

Sunday, January 17, 2016

WHO freute sich nur einige Stunden, dass West-Afrika endlich frei von Ebola ist.


Dr. Edith Brebruda
Die Weltgesundheitsorganisation erklärte am 14. Januar 2016 Westafrika für Ebola frei. Der Jubel verhallte, als man einen Tag später in Sierre Leona eine 22 Jahre alte Frau fand, die an dieser Krankheit verstorben war. Die WHO untersuchte eilends, wie sich der Fall zugetragen hatte und wer mit der Kranken in Berührung gekommen war, um eine weiter Ausbreitung zu verhindern.
Die Frau war eine Studentin aus Lunsar, die über Weihnachten 2015 zu ihren Eltern gereist war. Sie verweilte bis zum 6. Januar 2016 im Landkreis Kambia, nahe der Grenze zu Guinea. Ab dieser Zeit fühlte sie sich krank und beschloss, nach Hause zu reisen. Wieder in Tonkalili suchte sie ein Krankenhaus auf. Die Ärzte verkannten die Situation. Der Studentin ging es schlechter, bis sie kurz darauf starb. Weil keiner wusste, dass die Frau Ebola hatte, wurden bei den Beerdigungsvorbereitungen und dem Begräbnis keinerlei Vorkehrungen getroffen. Höchstwahrscheinlich haben sich nun viele Leute, die Kontakt mit der Frau hatten, angesteckt. Bis zum Abend der Meldung zählte man 27 Betroffene. „Wir müssen mit noch mehr Leuten rechen“, erklärte Christopher Day von de WHO. „Die Pharmafirma Merck hat einen Impfstoff gegen das tödliche Ebola Virus entwickelt, um Leuten in Guinea zu helfen. Es handelt sich vorerst nur um einen Testimpfstoff. Wir planen den Umkreis der Toten in die Impfversuche mit einzubeziehen. Wir müssen schnell handeln. Wir haben den Impfstoff, und die Kollegen aus Guinea helfen uns“, erklärt Day.
Obwohl die WOH nach zwei Jahren das erste Mal erklärt, dass die Ansteckungsgefahr für das Virus gebannt sei, gaben Wissenschaftler dennoch zu bedenken, dass das Virus sich sehr lange, ja Monate im Gewebe und Körperflüssigkeiten der Überlebenden aufhält. Diese können es durchaus weitergeben, wie etwa bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr. „Wahrscheinlich hat es sich genauso ereignet. Ich glaube wir müssen noch für einige Zeit aufpassen“, erklärt der Virologe Vincent Munster des Rocky Mountain Labors des U.S. National Institute of Allergy and Infectious Diseases in Hamilton, Montana.
“Der neue Fall ist nur deshalb entdeckt worden, weil die Behörden in Sierre Leone routinemäßig einige Körper auf Ebola untersuchten. Leider hat man das Virus nicht eher entdeckt, und so kam es zu der ungesicherten Beerdigung. Wir sind über die Hinfälligkeit und Schwächen in dem System sehr beunruhigt und enttäuscht. Wir müssen wie bisher Patienten auf Ebola testen. Am 7. November erklärten die Behörden Sierre Leona als von Ebola frei. Die Frau hätte nicht einfach nach Hause gesendet werden dürfen, nachdem Westafrika gerade die größte Ebola-Seuche hinter sich hatte“, gibt Day zu bedenken (K. Kupferschimdt, Ebola is back.. or never left.  Scince, 15. Jan 2016).

Friday, January 8, 2016

Ärztliche Sterbehilfe widerspricht der Rolle des Arztes, als Heiler.

Dr. Edith Breburda

Christliches Forum, 20. Februar 2016
Wird 2016 Sterbehilfe in der gesamten USA legalisiert? In Amerika wird darüber heftig diskutiert. Anstoß dazu gab die Legalisierung im Bundestaat Kalifornien.

Viele Organisationen, untere ihnen die Gesellschaf für Behinderte, Pro-Life und andere Glaubensgemeinschaften sprechen sich gegen ein „Recht zu Sterben“ aus.

Am einflussreichsten ist die Amerikanische Medizinische Gesellschaft (AMA), die gegen Euthanasie und Abtreibung sind.
Ein derartiges Handeln hat schwerwiegende Folgen auf die Gesellschaft und widerspricht der Rolle des Arztes, als Heiler.
Vom 7.-9. Januar 2016 veranstaltete die Amerikanische Medizinische Gesellschaft in Tucson, Arizona, eine Tagung in der Gesetzgeber mit führenden Ärzten der USA über Strategien und Innovationen in der Medizin berichteten. Das Thema war, die heutigen Interessen in die Realität von Morgen umzusetzen.  Die Amerikanische Medizinische Gesellschaft betont vor allem den Schutz des Arzt-Patienten Verhältnisses.
Hauptsprecher war der Standford Bestsellerautor und Infektiologe Prof. Dr. Abraham Verghese.
Er hob die längst vergessene Rolle des Arztes als Heiler hervor. Heute im Zeitalter der Bigdata verliert man den Blick auf den Patienten. Während sich früher der Arzt, seine Kollegen und Studenten am Krankenbett versammelten und Smalldata registrierten, trifft man sich heute im Konferenzraum.
Ein Kinderarzt, der in die Amerikanische Gesellschaft für Pädiater aufgenommen werden will, muss 8 kleine Patienten in der Stunde sehen. Im Durchschnitt darf der Kranke nur 14 Sekunden über seine Beschwerden reden, bis er vom Arzt unterbrochen wird. Für eine richtige Anamnese ist keine Zeit.
Patienten müssen sofort allerlei Tests, inklusive CT, Roentgen durchlaufen, bevor man sie manuell untersucht. Vielleicht leidet der Kranke nur an Windpocken, aber das sieht man erst, nachdem die Testresultate vorliegen, wobei man es mit einem Blick diagnostizieren hätte können. Viele Mediziner sind sich nicht mehr bewusst, dass der Patient auch einen Rücken hat. Einfache Anamnese Geräte, wie z.B. ein Reflexhammer, hat heute kein Arzt mehr in der Kitteltasche. In der Abrechnung erscheint jedoch, dass alle Reflexe geprüft wurden.
In einem hyperdigitalen computerisierten Zeitalter vergisst man, dem Patienten seine Aufmerksamkeit zu schenken. Der Durchschnittsarzt verbringt seinen Tag mit 4000 Computerklicks. Er kämpft sich durch elektronische Daten und sieht den Patienten fast überhaupt nicht mehr. Ein Computerscreen lenkt ihn ab und ist nicht selten schuld an einer Fehldiagnose. 
Für einen Patient ist es nicht wichtig, wie viel Titel der Arzt erworben hat, sondern wie mitfühlend und geübt er mit ihm interagiert. Das Geheimnis, welches einen guten Arzt ausmacht, ist, wie sehr er sich seiner Patienten annimmt. Früher, als die Medizin längst noch nicht so fortgeschritten war, sah man Ärzte als Helden der Menschheit an. Obwohl man kaum Krankheiten heilen konnte, gaben sie dem Patienten Hoffnung. Man war nicht mehr machtlos gegenüber einem Gebrechen, weil der Arzt als Heiler auftrat. Man fühlte sich dem Arzt verbunden und hatte eine besondere Beziehung zu ihm. Seine Tätigkeit wurde zu einem Ritual, die einen transformierte und zur Heilung beitrug. Der Patient wurde akzeptiert und ernstgenommen. Auch wenn der Arzt nicht viel mehr machte, als eine ordentliche Anamnese durchzuführen, und dem Patienten zuhörte. Gerade Geschichten geben uns Anleitungen für das Leben.
Das 1887 entstandene Gemälde „The Doctor“ (The Tate, Britain) von Sir Luke Fildes zeigt uns recht beeindruckend den idealen, hingebungsvollen guten Arzt der damaligen Zeit.  


Die zentrale Figur ist der sich konzentrierende Arzt, der seine Blicke auf den kleinen Patienten richtet, der sein Krankenlager auf Stühlen errichtet hat. Im Hintergrund steht der hilflose Vater, der seine Hand auf die Schulter seiner betenden Frau legt. Das Britische Medizinische Journal schreibt 1892 über das Gemälde. „Das Bild zeigt den typischen Arzt. Einen ehrlichen Gentleman, der sein Bestes tut, um unser Leiden zu erleichtern. 
Eine ganze Bibliothek voller Bücher würde nicht reichen, den Berufsethos des Arztes besser zu beschreiben. Durch Mr. Fildes sehen wir den Arzt als einen hingebungsvollen, vertrauensvollen Mann der sich voller Zuneigung seiner Patienten annimmt. Auch wenn er in der prae-Antibiotischen Zeit selber hilflos war, Infektionen zu heilen, leistete er doch Beistand. Im Grunde ist er fast genauso hilflos wie die Eltern, die nur 3 Meter von ihm weg und vier Gesellschaftsklassen unter ihm sind. Die Standesunterschiede verschwimmen in dem Bild, in dem sehr viel Mitgefühl und eine humanitäre Bindung dargestellt werden (1).

Offen bleibt die Frage, wann ein Arzt heute noch am Bett des Patienten sitzt? Man hat ja nicht mal mehr die Zeit, den Kranken zu berühren. Für den Bestsellerautor der New York Times und Arzt Professor Abraham Verghese ist es ein großes Anliegen, eine Balance zwischen Tradition und Technologie in der Medizin zu finden. Die Arzt-Patienten-Beziehung muss beschützt werden. Weder die Klinik-Verwaltung noch der Gesetzesgeber sollten dem Arzt vorschreiben, wie er mit dem Patienten interagieren muss. Das trifft besonders zu, wenn man dem Arzt den Auftrag erteilt, mit seinem Patienten eine Sterbe- und Palliativ-Diskussion zu führen und dies per Unterschrift nachweisen muss. Gesetzesgeber sollten nicht ultimative in Fragen, wie Abtreibung oder Sterbehilfe, das letzte Wort haben.
Die Amerikanische Medizinische Gesellschaft ist davon überzeugt, dass man es dem Arzt überlassen muss, die optimale und angebrachte Behandlung anzuwenden. Er muss weiterhin fähig sein, diese Dinge mit seinem Patienten ehrlich zu diskutieren. Alles andere gefährdet das Patienten Arzt Verhältnis (2).


Literatur
Moore J: What Sir Luke Fildes 1887 painting The Doctor can teach us about the practice of medicine today. The Britisch Journal of General Practice, 1. March 2008,
State Legislative Strategy Conference. Propelling Today’s advocacy into tomorrow’s reality. Tucson, AZ. Jan. 7-9 2016
 

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